Markus das liegt jetzt schon ein paar Jahre zurück.
Von wo sie waren, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Meine einheimischen Arten habe ich früher im Garten in einem Erdloch überwintert.
Das Loch war ca. 70 cm tief.
Den Boden abgesichert durch feines Drahtgitter, die Wände durch zwei übereinander stehende Segeberger Styroporzargen (Segebergerzargen aus der Bienenhaltung),
sowie den Deckel dieser Zargen.
Ebenerdig nochmals eine Styroporplatte und eine Folie als Abschluss.
Das Gipsnest der Messor barbarus mit Abstandshaltern auf den Grubenboden.
Im Gegensatz zur Innenhaltung gab es keine Probleme die Messor alle ins Nest zu bekommen.
Durch den langsamen Temperaturabfall über lange Zeit (Herbst) haben sie das von alleine hinbekommen.
Leider sind mir die Temperaturaufzeichnungen verloren gegangen, hatte in der Erdgrube und parallel die Außentemperaturen aufgezeichnet.
Auch bei zeitweiligen Außentemperaturen unter -10°C gab es am Boden der Grube keine Temperaturen unter 0°C.
Zudem brauchte den ganzen Winter über nichts befeuchtet werden.
Der Körnerverbrauch war minimal.
Arbeiterinnenanzahl ca. 3000.
Grüße Wolfgang
Schade, wäre sicherlich interessant geworden,
aber da kann man natürlich nichts machen -
nunja, außer es selbst mal versuchen... :grin:
Aber ich schraube ja noch die Temperaturen nach unten,
vielleicht wäre auch ein abgedecktes Kellerfenster ein ähnlicher Effekt wie deine Grube!?
Jedenfalls für die Einheimischen brauche ich solche Bauten nicht,
die Lasius cf. niger, von denen ich heute wieder geschrieben habe, haben schon harte Winter in
unbeheizten Garagen, Verschlägen und Gartenhäußchen überstanden,
lange Frostperioden von minus 15 Grad Zelsius waren da keine Außnahme,
nur eben immer ein kleines Bisschen abgefedert durch die Wände, kein Wind, kein Regen.
Bodenwärme musste ich da nie nutzen! :grin:
Danke für deinen Input!!!
Hm, die Temperaturen sind jetzt runter auf zwanzig Grad Celsius,
wo ich neulich etwas über die Körnerlagerung gelästert habe;
sie haben einen Großteil des Haufens eingetragen, den ich gereicht habe.
Ist keine Zauberei, das Nest ist wahrscheinlich einfach trockener geworden...
Dennoch problematisch, feuchte ich jetzt das Nest an, muss ich Keimung befürchten.
Erinnert irgendwie an einen Kartoffelkeller - muss man auch aufpassen, sonst treiben sie aus,
Honig ist da wie bei der Tankstelle - schnell hin, getankt, hinterher noch umgefüllt;
die Ameisen sind selbst der Tank.
Ich müsste natürlich erst einmal nachsehen, will sie nu aber nich stören,
zunächst verschwanden die Gingellikrautsamen, auch als Negersaat bekannt,
jetzt liegen die geknackten Schalen wie Häärchen in der Arena,
praktisch liegengelassen wurden größere Sachen wie Weizen.
Nun habe ich mich aber gefragt,
warum gerade die Negersaat!?
Ist ja nichts Neues, war schon am Anfang sehr belibt.
Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen:
http://www.birdsandmore.de/shop/pdf/neger.pdf
Klar, Vögel sind keine Ameisen,
aber neben der leichten Knackbarkeit und Packbarkeit könnte es erklärend wirken.
Vielleicht sind sie hinter dem Öl- und womöglich im Speziellen hinter dem Proteingehalt her!?
Womöglich wiederhole ich mich,
aber vielleicht trägt es ja auch zur Diskussion bei! ;-)
Wahrlich eine riesige Major Arbeiterin ;-) da möchte man als Korn oder Insekt nicht gerne gezwickt werden :D
Eine interessante Nestkonstruktion, die Du mit prima Bildern dokumentierst.
Wird schwer sein bis unmöglich für Ameisen mit kräftigen Mandibeln sich da durch zu knabbern.
Ist das reiner Zement, den Du als Außenmantel verbaut hast?
Grüße Wolfgang
Danke, ist aber eigentlich mittlerweile schon altbewährtes neu aufgegossen! :grin:
Ist natürlich wichtig, in der Ameisenhaltung auch aus Erfahrungen zu lernen, übertheoretisieren sollte man nicht, auch wenn der Mensch dazu neigt,
frei nach Clausewitz tragen manche Bäume (wie die Ameisenhaltung) nur Früchte, wenn sie nicht zu sehr vom Boden (der Praxis) wegwachsen.
Zu lernen bedeutete hier, ein mittlerweile bewährtes Prinzip in der Haltung, nämlich des Ytong-Zementmantelnestes zu nehmen und es abzuändern,
eben die Kanten abrunden, damit sie da keine Gänge mehr produzieren können; zumindest keine wo die Königin reinpasst!
Bisher hat sich der Zementmantel as undurchdringlich erwiesen,
wie auf Seite sechs des Haltungsberichtes zu sehen,
knabbern sie zwar den Ytong bis an den Mantel ab,
weiter geht es aber nicht...
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=164&t=16748&st=0&sk=t&sd=a&start=75
http://www.antstore.net/download/file.php?id=24351&mode=view
http://www.antstore.net/download/file.php?id=24352&mode=view
http://www.antstore.net/download/file.php?id=24356&mode=view
Natürlich nicht zu vergessen, dass es auch auf die Mischung ankommt,
in diesem Fall wurden etwa ein bis zwei Teile Zement mit einem Teil Wasser gemischt,
Anderes zuzumischen war nicht nötig, da als Nistuntergrund ja Ytong zur Verfügung steht,
mit reinem Zement haben sie so ihre Probleme -
hier war es aber nur wichtig, dass der Zement eine gewisse Wasserleitfähigkeit aufweist, zur Bewässerung von außen.
Soweit von mir
gute Nacht
Markus
Danke, ist aber eigentlich mittlerweile schon Altbewährtes neu aufgegossen!
Sorry das ich da nicht gleich im Bilde war.
natürlich nicht zu vergessen, dass es auch auf die Mischung ankommt
Das ist es was mich interessiert.
Grüße Wolfgang
Ach wo, nicht schlimm, der Thread ist ja ellenlang! :mrgreen:
Planst du denn, selbst damit zu experimentieren?
Ja, Gips, Ytong ist alleine für bestimmte Ameisenarten auf Dauer kein Ausbruchsschutz.
Purer Zement, keine weiteren Zutaten wie z. B. Sand oder feiner Kies, habe ich noch nicht versucht.
Grüße Wolfgang
Nunja ^^
Heftig durchgebogen :D Gründe dafür hast du ja selbst genannt :) Nächstes mal weißt du es besser -.- :mrgreen:
Sei froh das du es rechtzeitig bemerkt hast... hätte schlimm enden können...