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Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (4. Mär 2010 19:14)

Wohin geht die Reise?

Befürchte sie sind auf dem Weg zu einer Riesenkolonie.
Kein Futtertier, das sie nicht gebrauchen können.

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Viele Puppen, die es nicht erwarten können, zu schlüpfen.

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Hier ganz junge Arbeiterinnen.

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Wie zu sehen, nicht nur die großen Majorarbeiterinnen haben später einen roten Kopf, auch kleinere Arbeiterinnen können so gefärbt sein.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (6. Mär 2010 19:59)

Heute nur ganz kurz!

Und schaut nicht so genau hin,dass intime Leben von Ameisen betrachten, nicht jede Ameise mag das?

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Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (11. Mär 2010 19:10)

Was wird das noch?

So langsam beschleicht mich der Verdacht, mein Gebautes ist bald wieder zu klein.

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Jeden Tag schlüpfen unzählige Arbeiterinnen und der Nachwuchshaufen wir eher mehr als weniger.

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Hier zu sehen, diese Ameisen können nicht in den Foren lesen.

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Nichts mit getrennten Kammern für Körner und Nachwuchs.
Für diese Art reicht eine geringe Nestfeuchte, dadurch wird es möglich das sie Körner und Nachwuchs dicht an dicht lagern können.

So erfreulich die Entwicklung auch verläuft, denke Euch wird klar, Messor barbarus ist eine Art, die es auf richtig große Kolonien bringt.
Eine Art, die von ihren Haltern großzügigen Platz abverlangt und das schneller als gedacht.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (13. Mär 2010 16:28)

Ernteameisen bei der Arbeit.

Wenn sie wollen dann können sie.
Selbst ein dünner Faden hält sie nicht ab hochhinaus zu klettern.
Erst an der Ausbruchssperre, Tesaband mit Paraffinöl, ist feierabend.

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Und wofür die Mühen, am Faden hängt ein Hirsekolben.

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Und Körner, das kennt ihr ja schon, da lassen sie sich nicht lange bitten.

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Wer wird den da am Faden knabbern?

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Hier der ganze Versuchsaufbau.

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Richtig geschickt gehen sie vor, mit geringsten Energieeinsatz optimale Ernte.
Arbeiterinnen beißen Körner aus dem Kolben und lassen diese einfach fallen.
Auf dem Boden warten weitere Arbeiterinnen um die Körner einzusammeln und abzutransportieren.

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Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (14. Mär 2010 17:52)

Wenn Ameisen Durst haben.

Hier wird deutlich, welchen Stellenwert Wasser für diese Ameisen hat.
In Scharen kommen sie um das benötigte Wasser aufzunehmen.

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Ca. 10 ml in den Kies geschüttet.
Dauert nicht lange und sie kommen aus dem Nest gelaufen, um zu trinken.
Sie brauchen lange, bis sie genug getankt haben und so gibt es einen umfangreichen Ameisenauflauf.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (20. Mär 2010 17:29)

Was futtern sie noch?

Diese Ameisen sind als größere Kolonie für so manches zu begeistern.
Wobei noch genauer bei hingesehen werden muss, ob sie nicht nur Flüssigkeiten ablecken, wie z. B. an Früchten.

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Hier probieren sie Mett, war nach ein paar Stunden vollständig verschwunden.

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Hier gibt es Käse, auch den haben sie komplett abtransportiert.

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Hier sind sie an Shrimps (aus der Dose), auch alles verschwunden.

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Hier gibt es Eigelb, wovon sie besonders angezogen werden.
Im Nest ist zu beobachten, das sie dieses genau so aufbröseln wie ihre Körner (Ameisenbrot).

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Fischfutterflocken für Zierfische.
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Gekochte Kartoffel, erst leergesaugt und dann den Rest abtransportiert.

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Es ist nicht festzustellen ob sie, was davon verwerten können?
Das sie so ein Futter ins Nest tragen ist kein Indiz dafür, das sie es letztendlich auch gefuttert haben.
Gerade diese Ameisen sind in der Lage, alles richtig gut zu zerkleinern und dann auf den Müll zu entsorgen.
Für den Betrachter nur eingeschränkt die Möglichkeit herauszufinden was sie entsorgt haben.

Möchte noch mal ausdrücklich betonen, das Futter für diese Art sind Körner und Insekten.
Alles andere kann versuchsweise gegeben werden, um zu beobachten, was sie damit machen.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (26. Mär 2010 21:25)

Beute

Von vielen Ameisenarten werden Fliegenpuppen nicht als Beute erkannt.

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Diese bleiben so lange unbehelligt liegen, bis die Fliegen schlüpfen.
Größere Kolonien sind in der Lage diese schlüpfenden Fliegen zu ergreifen bevor sie fliegen können.
Ist eine gute Möglichkeit um für Abwesenheitszeiten für Proteinfutter zu sorgen.
Fliegenmaden bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert verpuppen sich zu unterschiedlichen Zeiten, genau so verhält es sich mit dem Schlupf ihrer Puppen.
Daraus ein Sortiment zusammengestellt, liefert über längere Zeit frisch schlüpfende Fliegen.

Bei Messor barbarus funktioniert das leider nicht.

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Sie sind regelrecht begeistert von Fliegenpuppen und diese geben eine prima Bereicherung ihres Speiseplanes.
Für kleinste oder Gründerkolonien ist das noch nichts, nur aufgeschitten könnt ihr Puppen anbieten.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (30. Mär 2010 18:39)

Insektenfutter

Heute stehen Heimchen auf dem Speiseplan.

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Die dürfen bei einer größeren Kolonie auch richtig groß sein, nur leben dürfen sie nicht mehr.
Diese Ameisen machen kaum einen Unterschied zwischen frisch getötet, gerade aufgetaut, überbrüht.
Also könnt Ihr die Möglichkeiten nutzen und eventuelle Milben vorher abtöten.
Sie sind immer bemüht Futtertiere möglichst schnell in Richtung Nest zu zerren.

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Und sie arbeiten im Team, was eine nicht schaft, machen sie gemeinsam, da können richtig Viele zusammenarbeiten.

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Sollte das Mal nicht klappen, zu großes Futtertier oder irgendwo hängen geblieben, auch dafür haben sie eine Lösung.
Wird Vorort soweit zerlegt, bis es transportabel ist.

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (1. Apr 2010 15:35)

Geht richtig zur Sache heute!

Habe sie ein paar Tage kräftig hungern lassen, keine Insekten, keine Körner, nichts.
Um dann ein nicht alltägliches Experiment gestartet.

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Unglaublich, sie kamen in Strömen und gleich ging es zur Sache.

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So eine Beute gab es noch nicht, gleich ran mit den Mandibeln, so ein Teil muss doch klein zu kriegen sein?
Hatte es vorab schon berichtet, das sie gerne an gekochtes Eigelb gehen, also ließen sie sich die Chance nicht entgehen.
Frage mich nur, woher wissen diese Tiere das in der weißen Hülle leckeres Eigelb steckt?

Ameise um Ameise kam und es ging richtig zur Sache, nur schnell weggeknabbert, bevor Andere kommen und das Ei wegfuttern,
unser Halter schleicht schon verdächtig nah an der Anlage vorbei.

Ist schon erstaunlich, was diese Tiere an Eifer entwickeln, wenn es darum geht, an Futter zu kommen.
Viele hungriger Nachwuchs versteht es bestens seine Pflegerinnen auf trab zu halten.

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Irgendwie machen sie was falsch das Ei ist nicht kleinzubekommen.
Zeit für einen Strategiewechsel.
Erst mal umgekippt das Ei und dann wieder ran.
Alles was Beine hat ran an das Ei, dann gezerrt was Ameisenkräfte so hergeben.

Erst kaum zu sehen, Stück um Stück kamen sie voran, das Ei bewegte sich in Richtung Verbindungsschlauch.

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Das kann ja noch interessant werden?
Leider wissen diese Ameisen nicht, das Teil passt mit hundertprozentiger Sicherheit nicht durch den Schlauch.

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Was habe ich gesagt, jetzt haben wir den Schlamassel, nichts geht mehr.
Dicht der Eingang zum Nest, ausgesperrt die Ameisen in der Arena.
Diese Armen Tiere, kommen jetzt nicht meh in Ihr Nest, naja wenigsten verhungern müssen sie nicht.

Habt Ihr eine Idee wie sie das wieder hinbekommen können?

Diskussionen hier

Erne: Re: Messor barbarus Körnerknacker vom Dienst (2. Apr 2010 14:26)

Nur ein April - Scherz?

Habt es natürlich gleich erkannt, ist eine kleine Geschichte, die ich für Euch zum 1. April gebastelt hatte.
So was bekommen sie nicht hin, ein Stück Wahrheit steckt allerdings auch mit drin.
Schaut Euch diese Bildersequenz, an die in 24 Stunden aufgenommen wurde.

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Ist klar das sie kein Ei umkippen, es abtransportieren und damit den Schlauchzugang zum Nest blockieren.
Das war eine kleine Auflockerung von mir zum 1. April. und sie haben prima mitgeholfen die kleine Geschichte zu gestalten.

Ein Frisch aus der Schale gepelltes Ei hat genügend Oberflächenfeuchtigkeit, die diese Tiere anlockt, um sie abzulecken.
Sie wissen natürlich auch nicht, dass in dem Ei das Eigelb steckt, was sie gerne mögen.
Das Eiweiß mögen sie auch, ist für sie nur langwieriger es klein zu bekommen.
Habe ihnen später ein wenig geholfen und ca. ein Drittel des Eies entfernt.
Was dann aus dem Ei geworden ist, habt ihr oben auf den Bildern gesehen.
Kommt jetzt nicht auf die Idee Eure Messor nur noch mit Ei zu füttern.
War wie geschrieben nur ein Experiment.
Die eigentliche Eiweißversorgung für diese Tiere sind Insekten.

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Wo sie schon mal dabei sind, wird die Pinzette auch gleich probiert (attackiert).

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Hoffe sie hat Euch ein wenig gefallen, meine nicht ganz alltägliche Geschichte.


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