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Yankee: (4. Jan 2008 19:49)

So, nachdem wir nun alle gut über die Feiertage gegangen und ins neue Jahr gerutscht sind, mal wieder ein kleines Update von mir:

Ich habe ja, wie im Diskussions-Thread zu lesen ist das neue, von mir entworfene und angefertigte Nest in das Formicarium eingebaut. Leider musste ich somit das Formi komplett neu anlegen.

Ich habe den PTFE-Ausbruchsschutz diesmal mit einem kleinen Schwamm aufgetragen und bin eigentlich sehr vom Ergebnis angetan. Ob es auch seinen Zweck erfüllt, muss sich zeigen.

http://web691.susanne.webhoster.ag/index.php?option=com_ponygallery&func=viewcategory&catid=26&Itemid=29#category

Der kleinen Kolonie geht es gut und ich habe ihr RG direkt vor dem Eingang des Ytong platziert. Ich hoffe nun wieder auf einen Umzug in selbigen.

Honig stelle ich neuerdings in einer kleinen Muschel bereit, welche ich randvoll mache. So kann keine Ameise rein fallen.

Mir gefällt der neue Aufbau und vorallem das Nest sehr gut. Nun bleibt eigentlich nur noch warten auf den Umzug und hoffen, dass sie das riesige Nest nicht als Müllhalde misbrauchen. Obwohl sie das ja gerne tun können, solange es nicht schimmelt. ;)

Yankee: (9. Jan 2008 08:16)

Nach abermaligem Einzug in das Formicarium, war erstmal wieder bangen um den Fortbestand der Kolonie angesagt. Ich wollte nicht das RG abdecken um nach dem Rechten zu sehen, fragte mich aber immer wieder ob alles in Ordnung ist.
Nachdem ich dann endlich mal eine Arbeiterin im Formicarium und neue Körner vor dem Eingang des RG gesehen hatte, ging es mir schon etwas besser.
Heute freue ich mich besonders, denn endlich wurde mal wieder eine geteilte Made angenommen. Grund dürfte wohl sein, dass ich sie diesmal länger abgebrüht habe. Die gefrorene Made habe ich nicht wie oft im Forum angegeben, nur ein paar Sekunden im heißen Wasser gelassen, sondern deutlich länger, denke sogar über eine Minute. Sie wird somit regelrecht gekocht, wird fester und gammelt nicht so schnell. Sonst hatte ich immer das Problem, dass die Maden zu schnell schwarz wurden.

Über Nacht wurde die geteilte Made ins RG eingetragen, die ganze Made, welche ich ebenfalls probeweise anbot, lag heute Morgen noch immer dort.


das wars erstmal! Danke fürs Lesen - über Kritik, Anregungen und Kommentare freue ich mich immer!

Yankee: (14. Jan 2008 08:30)

Eigentlich keine große Sache, aber bestimmt hilfreich für Neuanfänger:

Es war bisher so, dass die Ameisen nicht gerade angetan von Eiweißnahrung in Form von Mehlwürmern oder Maden waren. Seitdem ich die Tierchen richtig lange koche und sie dann über Nacht bereitstelle, ist am nächsten Morgen mindestens eine Hälfte ins Nest verfrachtet worden. Es hat sich mittlerweile so eingependelt, dass sie fast jeden 3. Tag Eiweißnahrung annehmen, sofern sie gut abgekocht und zerteilt ist.


Ansonsten hat sich wenig getan. ich bin etwas beunruhigt, da sie immernoch in ihrem RG sitzen und die Watte nun zu 1/3 schwarz verfärbt ist. Ich mache mir Gedanken, wie ich sie dazu bewegen könnte in den Ytong umzuziehen, ohne sie zu stressen. Oder sollte ich evtl. doch einfach weiter abwarten, spätestens bis das Wasserreservoir ausgetrocknet ist?

Eure Meinung ist gefragt!

Yankee: (16. Jan 2008 20:28)

Aaaalso:

nach kurzer Rücksprache im Diskussions-Thread, habe ich den Kleinen heute ein zweites RG bereitgestellt. Dieses habe ich getreu den allgemeinen Vorgaben mit Wasser befüllt, mit Watte abgedichtet und diesmal auch mit roter Folie umkleben (komisches Wort) können.

Außerdem habe ich mich gefreut, nach Umbau des Formicariums, mal wieder eine Arbeiterin auf Erkundungstour sehen zu können. Außerdem konnte ich auch genau Diese an der Tränke beobachten. Endlich viel, viel Klarheit und weniger "Gedanken machen".

Bleibt abzuwarten, was passiert. Entweder sie bleiben im jetzigen RG, ziehen ins Neue oder ziehen in den Ytong. Ihr werdet es erleben! ;)

Danke fürs Lesen - über Kritik, Anregungen und Kommentare freue ich mich immer!

Yankee: (19. Jan 2008 17:33)

Nachdem ich auch bei Beobachtungen Nachts keine Annäherungen an den Ytong oder das neue Reagenzglas beobachten konnte, habe ich die Kritik aus dem Diskussionsthread umgesetzt und das neue RG sowie den Ytong nun verdunkelt.

Damit die Leser meines Haltungsberichts etwas mehr "Durchblick" bekommen, habe ich das ganze auch mal wieder mit Bildern dokumentiert. Für das neue RG habe ich probeweise nun eine Abdeckung aus einer Kinderschokolade-Packung gebaut, welche deutlich besser abdeckt. Natürlich funktioniert dies nur, da Messor es ja sowieso trockener mögen und ich wenig Feuchtigkeit im Becken habe. Ein Bild von der Auster als Futterplatz und der "Honig-Muschel" habe ich ebenfalls hinzugefügt.

http://www.dominik-gaertner.de/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=29&func=viewcategory&catid=24

Sollte sich die erhöhte Lichtempfindlichkeit bestätigen, muss natürlich für den Ytong und das RG eine schönere, dauerhafte Verdunklung her.

Neu ist, dass nun anders als sonst vermehrt Hirse in das Nest eingetragen wird. Nachtkerze wurde vollständig vor den Eingang befördert und es ist im RG überwiegend Grassamen und Hirse zu sehen. Die Annahme von tierischer Nahrung ist gleichbleibend gut.
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Danke fürs Lesen - über Kritik, Anregungen und Kommentare freue ich mich immer!

Yankee: (24. Feb 2008 10:03)

Lange gab es keine Informationen mehr zu meiner kleinen Kolonie, aber nun, nach einem Monat möchte ich kurz über die gravierenden Veränderungen berichten:

1. Ich kann mit 100%iger Sicherheit sagen, dass die Messor spec. eine eingeschränkte Winterruhe halten. Was seit neustem im Becken los ist, war vorher so nie zu beobachten. Ständig sieht man Arbeiterinnen umher laufen. Einfach klasse! Es ist also bestimmt keine Art vollkommen OHNE Winterruhe.

2. Das Wasser im RG war nun endgültig aufgebraucht und ich musste eine Entscheidung treffen. Ich setzte also ein neues RG vor das alte und nahm die Abdeckung vom alten RG. So wollte ich den Umzug in das neue RG erreichen. Pustekuchen! Über Nacht sind sie, statt direkt in das gegenüberliegende RG zu wandern, einfach mal 25cm weiter in den Eingang des Ytongs rein und haben sich nochmal ca. 20cm tief im Ytong eingenistet, am feuchtesten Punkt eben.
Da ich aber vorher beobachten konnte, wie 2 Arbeiterinnen im Ytong gestorben sind, weil sie sich anscheinend "verlaufen" haben, überlege ich noch einen zusätzlichen Eingang in die lange Seite des Ytongs machen. Ich weiß nicht warum die Arbeiterinnen vorher dort rein sind und dann darin gestorben sind, aber ich will kein Risiko eingehen.

Was gibt es sonst neues: unglaublich viel zukünftigen Nachwuchs! Eier, larven, Nacktpuppen in verschiedenen Größen und ich habe 2 Arbeiterinnen gesehen, die min. halb so groß wie die Königin sind.

Mit anderen Worten: ICH FREU MICH! :D

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Yankee: (26. Feb 2008 08:02)

Kurzes Update:

Also die Tierchen haben sich gut eingelebt. Die Königin hat sich in die kleine Spalte zwischen den 2 Ytong-Blöcken eingenistet, da dort das Wasser als erstes hinkommt, wenn ich das Nest befeuchte. Ansonsten wurde die dem Ausgang näher gelegene Kammer zur Kornkammer umgebaut und der Eingang wird stetig modifiziert.
Eine Arbeiterin steckte zwischen Ytong und Scheibe fest, ich musste sie durch leichtes wegdrücken des Steins befreien.
Sonst ist evtl. noch interessant, dass sie mir praktisch fast jeden zweiten Tag die angebotene Pinkymade auch abnehmen und verbrauchen. Es besteht wohl ein hoher Eiweißbedarf.

Wäre schön, wenn sich mal jemand zum thema "Verlaufen im Ytong - 2. Eingang einrichten" vom Post vorher äußern würde. Sinnvoll? Unnötig?
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Yankee: (25. Mär 2008 10:24)

Hallo zusammen!

Bin mir zwar nicht sicher, ob meine doch etwas spärlicher gewordenen Posts noch jemand liest, trotzdem möchte ich die aktuelle Lage kund tun:

Die Tiere inklusive Königin beleben jetzt den Ytong mit den vorgefertigten Kammern recht gut. Mittlerweile sind 3 Kammern in Benutzung und auch die Königin hat sich gegen die Spalte zwischen den 2 Steinen und für eine Kammer entschieden. Futter wird reichlich eingetragen und verarbeitet und *jetzt kommts*, die ersten 2 Major-Arbeiterinnen laufen im Nest rum.

Obwohl die Kolonie noch nicht die 100-Individuen-Marke überschritten hat, sind diese großen Tiere bei mir schon vorhanden. Natürlich kann ich mich auch irren und es kommen noch Größere, aber da diese von der Größe schon sehr sehr nahe an die Königin ran reichen, bezweifle ich, dass da noch Größere kommen werden.

Natürlich gab es auch noch Verluste in der Kolonie, was mir jedes mal weh tut, aber nicht in solchem Ausmaß, dass ich befürchten müsste, dass etwas nicht stimmt. In der Summe wächst die Kolonie und somit müsste ja alles bestens sein. (Hoffe ich)

Interessante Beobachtung: Die Ameisen haben die Zwischenräume, zwischen Ytong und Scheibe mittlerweile schon zu einigen Teilen mit Erde aufgefüllt. Ob das als Reaktion auf die Nahtod-Erfahrung einer Arbeiterin zu werten ist? Eventuell...

Zu guter letzt: Die Pflanzen wachsen und bekommen neue Triebe, die Tränke wird nun endlich benutzt und die Muschel als Futterstelle hat sich bewährt. Pinky-Maden sind weiterhin der Renner in der Kolonie :D

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Yankee: Re: Haltungsbericht Messor spec. (30. Okt 2008 20:29)

Obwohl ich (auf Grund meiner Erfahrungen hier) nicht mehr mit einer Antwort rechne, möchte ich trotzdem kund tun, dass ich glaube, dass meine Kolonie Probleme hat.

Zur aktuellen Situation:

Die Brut (weiß Gott nicht viel) kann ich im Ytong-Nest trotz verdreckter Scheiben gerade noch erkennen. Die Königin vermute ich in einer Kammer in der Erde. Die Tiere haben sich wohl vom Zwischenraum zwischen den 2 Ytongs in die Erde gegraben. Die meiste Erde ist in Kammern des Ytongs als auch an die Oberfläche gebracht worden. Habe die Königin leider lange nicht mehr live sehen können, die Scheiben sind fast komplett mit Erde verklebt. Vor einigen Monaten meine ich die Kolonie eindeutig größer in Erinnerung zu haben, aber jetzt kommt das ABER: da Sie evtl. auch in der Erde sein könnten weiß ich es nicht genau.

Warum ich glaube, dass die Kolonie Probleme hat:

Ich habe erhebliche Verluste und dazu liste ich einfach mal alle Beobachtungen auf, auch Solche, die mir seltsam vorkamen:

- Es werden fast gar keine Körner mehr eingetragen (Vor über einem Monat sah das noch ganz anders aus, es gibt aber ein großes Lager im Ytong, wo man jedoch keine Arbeiterin sieht)
- Ich beobachte Tiere, die die Hinterbeine hinter her ziehen (nicht gelähmt) und meist kurz drauf tot sind
- einzelne Tiere übernachten überirdisch. Sie sitzen einfach auf dem Ytong rum
- Manche Tiere setzen sich auf die Wasserstelle (Watte) richten sich auf und bewegen hektisch die Vorderbeine, blödes Beispiel aber wie ein Dirigend. Sterben auch soweit ich das beobachten konnte.
- Wenn Körner länger im Formicarium liegen (bspw. in der Muschel, die ich verwendete), werden sie scheinbar gar nicht mehr angenommen.
- Es laufen extrem viele Tiere im Formicarium rum, ohne sichtlichen Nutzen, Nahrung (außer Maden) wird nicht beachtet.
- Vitamin Jelly sehen sie als Bedrohung und bauen ihn zu, wenn sie nicht dran kleben bleiben. (gleiches bei Honig, o. ä.)
- habe zwei Arten kleiner Tierchen im Formicarium. Die einen sind länglich, winzig und schimmern silber (keine Silberfische, viel kleiner), die anderen weiß und werden wahrscheinlich Futtermilben sein. Jedenfalls scheinen sie keine Bedrohung zu sein. Man kann sie mit einer Lupe beobachten.
- Oftmals wirken die Tiere orientierungslos oder kraftlos, da sie umherfallen und scheinbar abrutschen....
- Die Tiere scheinen sich, sofern sie an der Oberfläche sind, gezielt unter den Schein der Lampe zu setzen. evtl zu kalt? (22 C° im Schatten, weitester Punkt vom Nest, Lampe über Nest und vermeindlichem Erdnest, dort also viel wärmer)

zu den weiteren Variablen, um das schon mal abzuklären:

- Nest hat augenscheinlich richtiges Maß Feuchtigkeit. Jedenfalls keinesfalls zu trocken. Habe Bewässerung nun reduziert, falls zu nass
- Temperatur hat sich nicht verändert, war eigentlich zur Gründungzeit letztes Jahr gleich. Nur im Sommer eben deutlich wärmer
- Habe eine Zeit lang anderen Grassamen verfüttert, wegen Vergiftungsangst, habe ich diesen seit über einem Monat abgesetzt.
- Habe den Wassertrog ausgetauscht, da ich auch hier evtl Vergiftung durch Material (Deckel eines Gurkenglases) vermutete.
- Futter ist Körnermischung von Antstore, extra neu bestellt
- Maden sind eingefroren und abgebrüht
- habe tote als auch im sterben liegende Ameisen unter dem Mikroskop untersucht --> nichts. ich hätte sogar Flöhe in den Häarchen gefunden...
- keine Neuerungen (evtl Gifte) in der Wohnung
- Belüftung wie immer durch 2 Ventilatoren einwandfrei
- Wasser gebe ich ausschließlich stilles Wasser aus Flaschen (schon immer)


So, nun hoffe ich mal, dass ich diesmal Antworten erhalte. Tut eure Gedanken im Diskussionsthread kund, Fragt weitere Sachen ab und helf mir. Im Moment bin ich ziemlich ratlos. Mir fallen etliche Sachen ein:

- Evtl. Stirbt eine alte Generation und ich habe Paranoia
- Evtl liegt eine vergiftung vor und ich sollte das ganze (noch verbliebene) Volk unter Quarantäne, raus aus dem Formicarium stellen
- Vielleicht haben sie eine Mangelerscheinung
- Evtl stimmt was nicht an den Haltungsbedingungen
- Lebt die Königin noch, oder ist Sie vllt unter der Erde verschüttet worden und deshalb stirbt das Volk mir weg?
- Es könnte ja auch sein, dass die Kolonie schon viel Größer ist als ich sehen kann und Sie mir einfach immer mehr Müll (in Form von Leichen) raustragen, sobald ich sie draußen entferne

Ich denke man merkt wie viele Gedanken ich mir gemacht habe und wie intensiv ich mich beschäftige. Also legt los, ich bin über jeden Beistand froh!

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Yankee: Re: Haltungsbericht Messor spec. (31. Okt 2008 12:32)

Wie es im Moment aussieht:

ich habe eine 2. Lampe installiert, Temperatur ist dadurch auf 25 Grad gestiegen.

Außerdem habe ich neue Körner bereitgestellt. Dies hatte zur Folge, dass direkt eine Arbeiterin anfing einige Körner einzutragen. Das ist doch komisch, vorher hat sie die Körner nicht angerührt. Ob Sie die Körner evtl. nicht mehr nehmen, sobald die Tierchen dran sind?

Außerdem werden Reste der Maden rausgebracht, diese wurden also gegessen.

Jetzt überlege ich, wie ich am besten ein neues Übergangsnest bereitstellen kann um mal evtl. einen Überblick über die Kolonie zu bekommen. Ich muss es ja irgendwie in das Formicarium stellen, also darf es nicht zu groß sein...
Auch falls ich das ganze Formicarium auseinander nehmen, reinigen und neu erstellen muss, müssen die Tierchen umziehen.
Aus der Erde jedoch müssen sie freiwillig kommen, hier hab ich keine Möglichkeit ohne erheblichen Schaden anzurichten...

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