11.03.2008
OK, sorry. Ich habe meinen Bericht etwas schleifen lassen...
Aber mittlerweile sind viele viele Dinge passiert. Es wird Zeit, dass die Kolonie ein neues Zuhause bekommt, denn die zwei Reagenzgläser sind zu klein geworden. Eindeutig! Außerdem sind Wasserreserviors sind leer. Feuchtigkeit gibts nur noch über den Wasserspender.
Ansonsten sind die Kleinen putzmunter, tragen Hirse und Mückenlarven durch die Gegend und futtern Honig in Massen.
Also muss ich mir jetzt endlich eine Unterbringung einfallen lassen, die die Kleinen diesmal auch annehmen werden.
23.05.2008
Zu Ostern haben meine fleißigen Hirsesammler ein Becken geschenkt bekommen.
Ich habe mich entschieden, den Kleinen die volle Freiheit zu schenken und sie nicht in eine vorgefertigte Behausung zu zwingen. (Immerhin haben sie sich lange genug erfolgreich dagegen gewehrt.)
Das Becken wurde mit dem Lehm-Sand-Gemisch schräg aufgefüllt. Links ist es ganz flach, nach rechts steigt die Landschaft an. Links habe ich entsprechend die Fütterungsregion eingerichtet - Wasserquelle und zwei Futternäpfe, rechts haben sie genug Platz zum Buddeln.
Und was soll ich sagen ... Anscheinend haben sie nur darauf gewartet. Die zwei Reagenzgläser, die sie zu letzt bewohnten, liefen ja schon fast über und so hatten sie genug Arbeitskraft um schnell umzuziehen.
Ich vermute ja, sie hatten schon einen Plan, denn so perfekt organisiert, wie sie ihr neues Heim bauten ... Naja. Die kleineren Arbeiterinnen buddelten sich in Rekordzeit durch den Hügel in die Tiefe und schon zog die Kolonie nach etwa einem Tag um.
Sie haben sich einen Tunnel bis direkt unter das Futterschälchen mit dem Vogelfutter gebuddelt. - Sowas von Lauffaul. Also wirklich. Sie haben die Vogeltränke zugebuddelt und damit entwässert und den gesamten Boden des Bassins mit Tunneln durchzogen.
Aus Neugierde habe ich zwischendurch mal das Becken angehoben und drunter geschaut. Wow Leute, ihr könnt euch den Anblick nicht vorstellen! Große und kleine Kammern, voll mit Körnern, Brut und Ameisen!
Und immer wieder lustig mitanzusehen ist es , wenn die kleinen Arbeiterinnen versuchen, Samenkörner zu transportieren. Ich habe noch nie eine große bei den Futternäpfen gesehen, nur diese kleinen Clowns.
Ich sehe regelmäßig ein zwei kleine über die Oberfläche laufen und das Futter wird angenommen. Das Wasser wird regelmäßig abgeleitet und immer neue Tunnel sind zu entdecken. Ich bin zufrieden und freue mich, dass es den Kleinen scheinbar gut geht.
06.07.2008
Leider gibt es heute keine guten Nachrichten.
Seit zwei Wochen habe ich keine Ameise mehr an der Oberfläche gesehen, habe aber weiterhin gefüttert, in der Hoffnung, dass sie in der Nacht rauskommen.
Luft- und Bodenfeuchte und Fütterung haben sich nicht geändert, so dass ich mir nicht erklären kann, warum sie eingegangen sind.
Ich habe also soeben das Becken durchgraben und die tote Königin in einer Kornkammer gefunden. Damit ist es amtlich, dass diese Kolonie und somit auch dieser Haltungbericht ihr Ende gefunden haben.