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Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (4. Okt 2009 18:31)

Es gibt sie noch.

Hier seht ihr sie bei der Haferflockenernte.
Könnt ihr euch als einen Teil des Winterfutters notieren, da gehen sie gerne ran.
Und nebenbei, falls es Probleme mit zu viel Feuchtigkeit im Pilzbecken gibt, mit Haferflocken kann da etwas Abhilfe geschaffen werden.

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Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (9. Okt 2009 20:53)

Hier läuft was falsch!

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Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (10. Okt 2009 12:25)

Futtern diese Ameisen auch Insekten?

Eine Frage, die mich immer wieder erreicht.
In der Natur kommen sie mit vielfältigen Futterquellen in Kontakt, warum dann nicht auch Insekten verwerten?
Auf den obigen Bildern habe ich ihnen getrocknete Mückenlarven angeboten.

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Sie waren gleich dabei und haben alles abgeräumt in Richtung Pilz.
Hier seht ihr sie an einer Fliege, auch Fliegen verschwinden ohne sichtbare Rückstände.

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Bei diesen beiden Versuchen habe ich es belassen, ist nicht feststellbar ob Arbeiterinnen diese Teile aufgefuttert haben.
Konnte auch nicht beobachten, ob sie versucht haben, diese Futterinsekten in den Pilz einzuarbeiten.
Denkbar, alles gut zerkleinert ist auf dem Müll gelandet.
Also belasst es es bei pflanzlichem Futter.

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (16. Okt 2009 21:44)

Die beiden Kolonien gibt es so nicht mehr!

Der letzte Mut fehlt mir noch, um die Vereinigung zu vollenden.
Habe mich noch nicht getraut, den Zugang zwischen den Kolonien ganz frei zu geben.
Kleinere Arbeiterinnen leben in beiden Welten, mehrere Löcher im Gitterboden ermöglichen ihnen den Zugang zwischen beiden Anlagen.
Was mich auch zur Zurückhaltung veranlasst, viele der kleinen Arbeiterinnen aus der alten Kolonie sind in der kleinen Kolonie unterwegs,
hier zu sehen in einem der ehemaligen Becken der alten Kolonie.

CIMG3162.JPG
Meine Überlegungen waren es, durch den Zuwachs an fremden Arbeiterinnen müsste es auch mit dem Pilz richtig vorangehen.
Dem ist nicht so, entwickelt sich, wie ich es von den Anfängen der Altkolonie her kenne.

In der alten Kolonie gibt es viel Arbeit, Arbeiterinnen tragen unzählige Männchen herum, genauer hingeschaut sind es nur Teile davon die auf dem Müll landen.

Diskussions – Thread

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (19. Nov 2009 21:10)

Schwerarbeiterin bei der Arbeit

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Die Zeit der vielen Männchen geht zu Ende, sie sterben in großer Anzahl und ab damit auf den Müll.
Warum sie damit allerdings bis ganz oben auf den Müllhaufen müssen, bleibt mir ein Rätsel?
Eins wird allerdings ganz klar, diese Ameisen haben nicht nur Kraft in ihren Mandibeln.

Kolonien mit Gründerkönigin vom letzten Jahr haben jetzt eine Arbeiterinnenanzahl erreicht, wo sie auch an gekochte Kartoffeln gehen.
Diese sollten festkochend und nicht mehlig sein.

Aus1581.jpg
Ob Kartoffeln für den Pilz einen Nutzen haben, ist für mich nicht zu beobachten.
Kartoffeln schaden nicht, werden gerne eingetragen und ich reiche sie im Winter als ergänzendes Winterfutter.
Hier ein kleines Video dazu.
Video

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (21. Nov 2009 20:07)

Drückt mir alle Daumen und nach Möglichkeit auch die von eurem Nachbarn!

Es hat viel Zeit gebraucht, beide Völker so zusammen zu führen, bis unter den Arbeiterinnen keine sichtbaren Angriffe mehr zu beobachten waren.
Unglücklicherweise ist die alte Königin zu einer Zeit gestorben, wo es auf die Schnelle keinen Ersatz gab, um das Experiment Integrierung einer neuen Königin zu versuchen.
Nachdem die letzten Larven der alten Königinnen aufgezogen waren, sind viele Arbeiterinnen gestorben.
Kann nicht mal sagen, ob das eine Folge der gestorbenen Königin war oder ob noch andere Gründe dafür in Betracht zu ziehen sind?
Wie es auch ist, grob ein Drittel des alten Volkes konnte ich eventuell retten?
Seit gestern ist für alle Arbeiterinnengrößen der ungehinderte Zugang zwischen beiden Völkern möglich.
Das die Arbeiterinnen bis zur mittleren Größe sich vertragen, konnte ich schon beobachten.
Weiter versuchten sie durch die größeren Löcher im Trenngitter, Blattstücke zu quetschen.
Unter dem Trenngitter eine dichte Traube größerer Arbeiterinnen, die nicht durch die vergrößerten Löcher des Lüftungsgitters pasten.

Beobachtungen die mich veranlassten den ungehinderten Zugang zwischen beiden Völkern jetzt freizugeben.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich der Aufwand gelohnt hat?

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (26. Nov 2009 20:45)

Angestiftet durch einen Beitrag im Ameisenforum einen kleinen Beitrag zur Ansaat von Weizenkörnern.
Verwendet wurden handelsübliche Körner die auch in der Herstellung von Viehfutter verwendet werden.
Die Körner habe ich im Wasserglas für 24 Stunden eingeweicht und dann ging es ab damit in einen Blumentopf mit der billigsten Blumenerde, die ich finden konnte,
Aufgestellt an einem warmen, hellen Fensterplatz, hier das Ergebnis nach einer Woche.

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Hier sind die ersten Ameisen am Probeschneiden.

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Hier wird das Schnittgut in den Pilz eingearbeitet.

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Die Annahme ist gering, solange anderes Grün vorhanden ist.
Gibt es nur Weizengrün, was sollen sie machen, wird es geschnitten.
Für kleine Kolonien durchaus eine Möglichkeit im Winter etwas Abwechselung ins Grünzeug zu bringen.
Lasst die abgeschnittenen Austriebe weiterhin bei Licht stehen und gebt auch weiterhin Wasser.
Sie wachsen weiter und ihr könnt noch einmal für eure Ameisen schnippeln.

Hier zusammen mit anderem Grünzeug was ich heute noch im Garten finden konnte.

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Hänge hier später noch eine Erweiterung an mit Gerstengrün.

Nachtrag Gerste [06.12.2009]
Kommt nicht gut, wird noch weniger genommen als Weizengrün.

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Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (11. Dez 2009 16:23)

Es sieht so aus, dass euer Daumen drücken geholfen hat.
Das sich die Ameisen beider Kolonien vertragen habe ich schon berichtet.
Jetzt hat sich eine Entwicklung eingestellt, die mir die Zuversicht bringt, ich kann hier weiter berichten.
Sie haben einen neuen Pilz im Futterbecken angefangen, den sie schnell größer aufbauen.

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Jetzt könnt ihr natürlich denken, ist doch vollkommen normal bei dieser Art!
Die Besonderheit liegt darin, wie dieser Pilz aufgebaut wird.
Sie tragen dazu Pilzteile des Restpilzes der alten Kolonie und Pilzteile der neuen Kolonie zusammen.
Nebenbei sind sie zu beobachten, wie sie eifrig Arbeiterinnenpuppen in den neuen Pilz tragen.

Die Gelegenheit ist gerade günstig für einen Umbau, so „wenige“ Ameisen hatte ich in dieser Kolonie schon lange nicht mehr.
Denke darüber nach, wie ich die Anlage so umgestalten kann, dass die Belüftung nur noch passiv erfolgt.
Ganz ohne geht nicht, da ist nicht nur das entstehende Kondenswasser, das es weitestgehend zu vermeiden gilt,
auch das in den Pilzbecken entstehende Kohlendioxid muss heraus.
Falls bei euch mal der Pilz in einer Kammer in wenigen Tagen komplett eingeht,
nur noch eine klebrige stinkende Masse (Suppe) übrig bleit, denkt an das Kohlendioxid.

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (17. Dez 2009 18:41)

Ein paar Gedanken.

Ist immer eine Gradwanderung zwischen ausreichend und zu viel Feuchte bei diesen Ameisen.
Schnell kann die passende Feuchte umschlagen, die Gründe dafür, viele eingetragene Blätter.
Sind diese auch äußerlich mit Wassertropfen behaftet, ist es schnell passiert und in den Pilzbecken fängt es an zu tropfen.
Wird da nicht gegengesteuert, kommt schnell eine Kettenreaktion in Gange, wo am Ende auch schon mal der Pilz in einem Becken fast komplett eingeht.
Was bleibt, traurige Reste (Matsche).

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Diese Ameisen scheinen ein Gespür dafür zu haben und lagern bei solchen Vorfällen zumindest einen Teil des Pilzes aus.
Sind die Bedingungen wieder passend hergestellt, haben sie so die Möglichkeit einen neuen Pilz aufzubauen.
Das geht bei einer größeren Kolonie und guter Grünzeugversorgung überraschend schnell.

Weiter ist es notwendig, eine brauchbare Belüftung hinzubekommen, um entstehende Gase abzuführen und Frischluft einzubringen.
Mit der Größe eines Beckens, natürlich gut gefüllt mit Pilz und Ameisen, wird eine brauchbare Durchlüftung schwieriger und sensibler.
Bis jetzt musste dafür Elektronik ran, PC-Lüfter, Feuchtesensoren, Auswerte- und Steuerelektronik.
Meine Überlegungen gehen jetzt dahin, ohne zusätzliche Hilfsmittel auszukommen,
Alles über passive Lüftungen hinzubekommen.
Der erste Ansatz, keine großen Becken für ihre Pilze.
Hier die ersten Auswirkungen meiner Bastelanstrengungen.

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Mehrere Zylinder aneinandergereiht, mit einem kleinen Lüftungsgitter im Boden.

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Kannthölzer dienen als Abstandshalter zur untergelegten Styroporplatte, um ein Luftnachströmen zu ermöglichen.
Von der Styroporunterlage verspreche ich mir eine Wärmeisolierung zur Regalplatte.
Dadurch geringeres Temperaturgefälle am Beckenboden, das nur gut sein kann im Kampf gegen Kondenswasser.
Oben auf die Becken kommen noch Deckel mit größerem Belüftungsgitter, das nach Bedarf abgedeckt werden kann.
Nebenbei habe ich weitere Öffnungen in die Becken eingearbeitet, mit vielen Verzeigungsmöglichkeiten.
In den Verteilerkugeln sind unten weitere Lüftungsgitter eingearbeitet, eine Maßnahme um über weitere Wege Frischluft in die Pilzbecken zu bringen.
Weiterer beabsichtigter Nebeneffekt, zusätzlich Zugänge für die Ameisen um an ihre Pilze zu kommen.

Auch oben in den Rohren gibt es Belüftungslöcher (0,4mm), die Kondenswasser verhindern.
Kondenswasser in den Rohren kann schnell zu einer richtigen Sauerei ausarten.
Grünzeug, das ihnen darin festklebt, lassen sie einfach liegen, mehr noch, sie tragen zusätzlich Abfälle da rein.

Ob es so funktionieren kann, mehr als ein großes Fragezeichen kann ich heute als Antwort nicht anbieten.

Nachtrag.
Hier ein Winterfutter, das ihr auch anbieten könnt.

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Sojasprossen, die es schon so zu kaufen gibt.
Ist zwar nicht der Renner, zur Not schneiden sie die auch.

Mit Chinakohl könnt ihr ihnen eher eine Freude machen.

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Hier ein kleines VIDEO dazu.

Erne: Re: Acromyrmex spec. Anmerkungen (18. Dez 2009 20:52)

Das Ende der Männchen?

In der Zeit ohne Königin waren sie nicht untätig.
Arbeiterinnen legten Eier und es wurden Männchen aufgezogen in einer unzählbaren Anzahl.
Sieht jetzt so aus, das sie diese wieder loswerden wollen?

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Der Müll ist überseht mit toten Männchen.
Die Frage bleibt offen, was der Anlass dafür ist?

Als Ameisenhalter habt Ihr sicherlich was für Kunst übrig?
Hier könnt ihr die Kreativität dieser Ameisen im Müllhaufenbau bewundern.

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Voraussetzung dazu, knüppeltrocken im Müllbecken sonst gibt es eher Matsche.

Kurz zurückgetreten und schon gibt es einen Überblick über den Müll.

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Nach dem Tode der alten Königin haben sie anfangs Pilzbecken für Pilzbecken aufgegeben.
Was ihr hier als moderne Ameisenkunst seht,

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sind die Reste eines Pilzes der mal das ganze Becken gefüllt hat, den sie bis an die Scheibe gebaut hatten.


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