Nicht das ihr meint es gibt sie nicht mehr?
Grünzeug, frisch von der Wiese, dass ich sie nicht lange locken musste, brauche ich nicht zu erzählen.
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Gleich schwärmen sie aus, um einzutragen, was benötigt wird.
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Grünzeug auf Wanderschaft.
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Und wo landet es?
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Stau im Ameisenland
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Oder sollte ich sagen Rohr dicht, nichts geht mehr?
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Jedenfalls veranstalten sie wieder Chaos, so ganz ohne Grund, kann das wohl nicht sein?
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Ist klar, gab wieder überreichlich Grünzeug, kennt ihr ja schon.
Kleines Video
Emsig sind sie ja, deshalb gleich so ein Gedränge, nein da muss mehr dahinterstecken?
Hier die Ursache für ihren Ansturm.
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Eine kleine Kolonie verdoppelt die Anzahl ihrer Arbeiterinnen, aus 5 werden 10.
Eine erfreuliche Entwicklung, ein gutes Zeichen, das die Haltungsparameter passen und es vorangeht.
Was meint ihr, ist es auch noch ein erfreulicher Anlass, die Arbeiterinnenanzahl meiner Acromyrmex Kolonie hat sich wieder verdoppelt?
Dabei ist es mir nicht einmal annähernd möglich solch eine Zählung abzugeben, könnten durchaus noch mehr geworden sein?
Ist die größte Ameisenkolonie, die ich bis dato gehalten habe.
Mag richtig daneben liegen, denke es sind mehr als 10.000 Ameisen.
Gelegentliche Einblicke, die sie mir gestatten, Puppen, Larven, das wird noch richtig mehr.
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Was ich beobachte, wo ich Informationen zur Haltung einer Ameisenart sehe, versuche ich es in Worte zu packen.
Worte, Geschriebenes das Jeder aus seiner Sicht interpretiert, mein Versuch durch Bilder mehr Transparenz in meine Berichte zu bringen?
Bei dieser Ameisenart kommen mir Zweifel ob das angebracht ist, jeder Bericht animiert auch zur Haltung?
Diskussions – Thread
Schwere Zeiten für mich Ameisenhalter!
Wo soll ich anfangen, finde nicht den richtigen Ansatz, nicht die richtigen Worte, wie ich meine Gedanken rüber bringen kann?
Die beobachtete Entwicklung dieser Ameisen in den letzten Wochen und Fragen von Haltern, die sich auch für diese Art begeistern, sind für mich Anlass zur Sorge!
Die Haltung (Gründung) ist nicht das Problem, ist hinzubekommen, denke das es nicht annähernd ersichtlich ist, was da an Ameisen zusammenkommt?
So wie es bei mir zurzeit ist, wollen sie noch richtig loslegen.
Wo es hingeht mit diesen Ameisen?
Mit der Entwicklung, die ich verfolgen konnte, kommen mir Zweifel, ob ich das bis zum Ende abklären kann?
Wie ihr seht, bin dabei zu erweitern.
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Ein Zylinder, den ich später als Verteilung für Erweiterungen benutze, 4 Bohrungen, Anschlussvoraussetzungen für mehr.
Knotenpunkte für diese Ameisen um ihren Lebensraum unterschiedlich zu gestalten.
Sie sind durchaus in der Lage, Wege zum Grünzeug und dem gerade aktuellen Pilzbecken zu optimieren.
Da sie mal wieder ihr Futterbecken als Pilzbecken missbrauchen, ist der Zylinder gerade Futterbecken.
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Das alte Futterbecken, jetzt Pilzbecken, konnte ich nicht verhindern, trotz guter Belüftung, die Ameisen hatten andere Verwendung.
Feuchtigkeit aus dem Wasser des Grünzeuges, Reste von nicht verwertbaren Blätterteilen, Müll und Ameisenkörpern reichen um ein passendes Klima für ihren Pilz hinzubekommen.
In der Vergangenheit war ich besorgt um den Verlust jeder Ameise, die sich in größerer Anzahl bei der Entlehrung der Müllbecken nicht vermeiden lassen.
Heute denke ich darüber nach, ob es nicht an der Zeit ist, die natürlichen Verluste dieser Ameisen in ihrem beheimateten Lebensraum auch in der Haltung einzuführen?
Nichts ist sicher?
Seit ein paar Tagen kommen gelegentlich Ameisen, die mir beim Tippen auf der Tastatur zuschauen.
Anfangs waren es nur kleine Arbeiterinnen, dann kamen auch Größere.
Da Ameisen bekanntlich nicht wachsen, musste das Loch in der Anlage größer geworden sein.
Meine erste Suche konzentrierte sich auf die neue Anlagenerweiterung, blieb jedoch ohne Erfolg.
Erschwert wurde die Suche durch Ameisen, die nicht denselben Weg zurück in die Anlage gingen,
die an den Lüftungsgittern versuchten eine Abkürzung zu nehmen.
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Auch sind nicht alle Anlagenteile für mich von hinten einzusehen.
So brauchte es seine Zeit, bis ich ihnen auf die Spur gekommen bin.
Wo das Klima nicht passt, versuchen diese Ameisen Veränderungen vorzunehmen.
Ist immer wieder zu beobachten, dass sie Lüftungsgitter mit Müll vollstopfen,
den durch das Gitter drücken bis oben auf dem Gitter ein kleiner Haufen liegt.
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Ein Verhalten das ich bis jetzt nur bei den Pilzbecken beobachten konnte, Futter und Müllbeckengitter lassen sie frei.
Unter einem dieser Haufen dieses Lüftungsgitter.
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War der Meinung das die Gitter aus Edelstahl gefertigt werden, was wohl nicht immer der Fall ist.
Gehe auch nicht davon aus das die Ameisen das Material alleine durchgeknabbert haben.
Müll und Feuchtigkeit wird einfach durchgerostet sein, den Rest haben die Ameisen dann erledigt.
Zum Thema Ausbruchsschutz, Paraffinöl wirkt auch bei Feuchtigkeit lange.
Ist normal von diesen Ameisen nicht zu überwinden und mit ständigen Kontrollen halbwegs einsetzbar.
Die Einschränkung dabei, sporadisch packen sie schon mal viele Partikel (Müll, Pflanzenteile) in das Öl,
bis sie eine belaufbare Brücke zusammenhaben.
Zurzeit sind sie gerade der Meinung ein Pilz im Rohr ist auch gut zu pflegen.
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Ist kein schöner Tag heute
Seit gestern schleppen sie eine tote Königin herum, immer dicht umringt von vielen kleinen Arbeiterinnen.
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Heute konnte ich sie heraussammeln.
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Jungköniginnen gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr, auch ist die Gaster dieser Königin größer als bei den ehemaligen Jungköniginnen.
Dazu das große Interesse das die Arbeiterinnen an dieser toten Königin hatten, lässt vermuten, das es ihre alte Königin ist.
Ist jetzt eine ungünstige Zeit für eine Kolonie ohne Königin, gibt keine Jungköniginnen mehr zu kaufen.
Falls jemand von euch noch eine hat, oder eine kleine Gründerkolonie, die er abgeben möchte, bitte bei mir melden.
Würde einen Rettungsversuch damit starten.
Sie sind noch munter.
Hier eine Ameisenstraße zwischen den Pilzen.
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Ein paar ihrer letzten Puppen haben sie für mich für Fotos rausgelegt.
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Larven gab es keine zu sehen.
Ihre Aktivitäten haben sich deutlich verringert, zwei ihrer Pilzbecken haben sie aufgegeben.
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Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sie ihren Pilz nicht ganz bis ans Glas bauen, das trifft nicht zu, im oberen Teil des Bildes seht ihr noch die Reste des Pilzes an der Glaswand,
die verdeutlichen wie intensiv sie den Pilz am Glas befestigt hatten.
Sie bauen den Pilz nur dort nicht bis ans Glas, wo sich viel Kondenswasser bildet oder es nach außen deutlich kälter ist.
Das Meiste des abgebauten Pilzes ist zu meiner besonderen Freude auf dem Müll gelandet, hat Spaß gemacht die Müllbecken zu leeren.
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Eines der jetzt leeren Pilzbecken, bleibt immer ein Haufen Substrat zurück, habe ich ausgebaut, gesäubert und wieder eingebaut.
Ist nicht verkehrt bei diesen Ameisen alles so zu bauen das Teile davon aus- und eingebaut werden können.
Weil der Boden gerade so schön blank war, gab es Zuckerwasser direkt in das Becken.
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Sie waren gleich begeistert zur Stelle, gut das sie gerne Kohlenhydrate nehmen habe ich schon geschrieben.
Anschließend ein wenig Grünzeug, mal schauen ob sie es als Futterbecken akzeptieren.
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Noch nie erlebt, Blätter verlieren für sie an Wichtigkeit, gab es schon lange nicht mehr das da, was liegen geblieben ist.
Meine Erweiterung geht ins Leere !
Gab es Futter, waren sie überaus eifrig dabei, gab so manches Gedränge.
Meine Idee, ihnen mehr Laufraum anzubieten, damit sie sich nicht gegenseitig behindern.
Im Glaszylinder habe ich ihnen Aluleisten eingeklebt, Holz hält nicht lange, wird einfach abgeknabbert.
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Was ist geworden?
Die Anlage wird übersichtlich, wenn sie so weiter machen, gibt es Pilz bald nur noch in einem Becken.
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Jetzt wo sie nicht mehr die Deckung des Pilzes haben, wird richtig deutlich, was an Arbeiterinnen vorhanden ist.
Diese lungern herum, zusammengehäuft auf viele Klumpen.
Mit ihrem Pilz scheinen sie nicht mehr klarzukommen, hier ein Stück, da ein Stück.
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Das Durcheinander geht weiter?
Pilz mal hier mal da, abgebaut, aufgebaut und am Ende wird er weniger.
Gerade haben sie wieder einen Pilz fast kommplet zerlegt und in ein anderes Becken tranzportiert, was sie dabei vergessen haben, ihre Puppen.
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Schön zusammengestapelt liegen sie jetzt auf einem Haufen, da wo gestern noch ein kompletter Pilz war.
Üpiges Grün in der Natur, nicht mehr so wichtig, kaum noch Schneideaktivitäten.
Dafür vergreifen sich die Arbeiterinnen vermehrt am Zuckerwasser.
Haferflocken, früher gerne genommen, ist auch nicht mehr.
Sie schneiden nicht mehr.
Ihre sonst so beeindruckende Logistik ist zusammengebrochen.
Blätter werden nicht mehr angenommen, nichts mehr vorhanden von der Emsigkeit der vergangenen Zeit.
Die Sterberate ist deutlich angestiegen, auch zerlegen sie ihre Toten nicht mehr und entsorgen die Reste auf dem Müll.
Die Toten werden einfach da gehäuft, wo gerade Platz ist.
Ihr Pilz ist bis auf die Größe eines Apfels geschrumpft.
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Die Blätter, die Ihr seht, hatte ich auf den Pilz gelegt, auch diese werden nicht mehr eingearbeitet.
An der Pilzfarbe wird deutlich, die Ameisen pflegen ihn nicht mehr.
Die restlichen Puppen, die noch vorhanden sind, legen sie einfach auf einen Haufen.
Arbeiterinnen lungern untätig herum, furagieren fast nur noch von und zur Kohlenhydrattränke.
Leer ist es geworden in den Verbindungsrohren, kaum noch Ameisen, die den langen Weg laufen, sie scheinen jeglichen Antrieb verloren zu haben.
Es ist vorbei?
Das ganze System ist zusammengebrochen, tote Arbeiterinnen liegen überall.
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Pilz gibt es bis auf einen kleinen aktiven Rest nicht mehr.
Traurig, besonders für mich, hätte sie gerne weiter beobachtet und berichtet.
Diese Ameisen haben es selber entschieden, mein Bericht geht zu Ende.