Unangenehme Notwendigkeit mit Verlusten.
Hier seht ihr die beiden, kleinen oberen Becken die von den Ameisen als Abfallbecken benutzt werden.
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Leider sind die Dinger auch mal voll und dann wird es lustig.
Besonders wichtig, diese Becken trocken zu halten.
Den Abfall, den diese Ameisen produzieren besteht, größtenteils aus alten, abgestorbenen Pilzteilen.
Bei wenig Feuchte bleiben die Pilzbrösel halbwegs locker und können mit dem Staubsauger ausgesaugt werden.
Es lässt sich dabei nicht vermeiden das dabei auch Ameisen ihr Leben verlieren.
Für diese unangenehmen Reinigungsarbeiten habe ich einen extra Staubsauger.
Der Beutel mit dem Abfall kommt gleich in den Gefrierschrank und wird später verbrannt.
Ist traurig, geht nicht, ohne dabei Ameisen zu töten und es ist auch nötig den Müll zu entfernen.
Gibt sonst keinen freien Platz, wo die Ameisen ihre Abfälle entsorgen können, einen Platz, den sie dringend benötigen.
Sie sind sehr darauf bedacht die Pilzbecken sauber zu halten, bei einer guten Dränage und Belüftung um wenig Kondenswasser in der Anlage zu haben, bekommen sie das auch hin.
Ist das nicht hinzubekommen, gibt es ein ziemliches Geschmiere mit unangenehmen Gerüchen und die Ameisen sind eifrig bestrebt, den Pilz in ein anderes Becken umzulagern.
Wie ihr an dem einen Becken seht, sie sind nicht nachtragend und tragen gleich wieder Müll in die leeren Becken.
Nun ist sie da die Winterruhe!
Einmal locker die Füße hochlegen, Ameisen Ameisen sein lassen, in Urlaub fahren,
im Frühjahr kann es ja wieder losgehen mit der Haltung?
Könnt ihr alles vergessen, diese Ameisen erwarten mehr von euch.
Anfangs interessante Ameisen mit Fragen zur Feuchte, Fragen zur Temperatur, Unterbringung und sie schneiden ja gar nicht.
Die Zeiten ändern sich, bekommt ihr die Haltung hin werden schnell aus ein paar Hundert ein paar Tausend die verpflegt werden wollen und diese Lawine kommt immer mehr ins Rollen.
Ihr seit gefordert und müsst rennen, um das nötige Grünzeug heranzuschaffen.
Im Sommer einfach im Winter ein Problem?
Ein, zwei Tage ohne Grünzeug, stecken sie weg, dann stagniert der Pilz.
Bedenkt diese Entwicklung, berücksichtigt sie, plant entsprechend, oder lasst es sein wenn ihr der Entwicklung dieser Ameisenart nicht Genüge tuen könnt.
Mit Bedacht und den nötigen Voraussetzungen und einer andauernden, fürsorglichen Betreuung bekommt ihr dafür eine interessante Ameisenart, die euch fordert und viel Freude bereitet.
Hier seht ihr sie, wie sie Chinakohl in kleine Stücke für ihren lebenswichtigen Pilz zerlegen.
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Ein mögliches Grünzeug für den Winter, alleine reicht es nicht.
Um zu verdeutlichen, wie eifrig diese Ameisen zu Werke gehen und was sie dabei an Arbeiterinnen mobilisieren können, hier bei der Apfelernte habe ich die Gierigen erwischt.
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Zum Jahresende ein kleines Update .
Unermüdliche Ameisen die nur Rennen und Schneiden zu kennen scheinen.
Bormbeerblätter gibt es zurzeit noch reichlich, hier die Ration für einen Tag.
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Bei Frost gesammelte Blätter können zu trocken sein, da hilft es die Blätter kurz ins Wasser zu legen.
Nachdem sie gut abgetropft sind, kommen sie dann ins Futterbecken.
Braucht nicht glauben das ihnen das reicht, dazu zersäbeln sie noch einen halben Apfel, ca. 200 g Haferflocken und Chinakohl.
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Die Anzahl der Arbeiterinnen, soweit da eine Beurteilung überhaupt möglich ist, scheint weiterhin konstant.
Ihren Pilz pflegen sie in 3 Becken, 2 davon gut gefüllt.
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Das kleine Becken werde ich nicht los, sie räumen es einfach nicht, ist immer noch aus der Gründungszeit.
Kann sonst nicht sagen das mir nicht auch mal Ameisen ausbrechen, die Ursachen dafür Unachtsamkeit meinerseitzt.
Die Acromyrmex haben sich allerdings bis vor Kurzen vergeblich bemüht.
Im kleinen Becken aus der Gründungszeit hatte ich um besser Löcher bohren zu können eine Scheibe herausgetrennt und durch Kunststoff ersetzt.
Hatte zu der Zeit als Verklebung noch Silicon verwändet, richtig dünn damit falls sie versuchen die Klebestellen durchzunagen nicht durchpassen.
Hat lange gehalten bis sich die Kunststoffscheibe, aus welchen Gründen auch immer erst jetzt leicht verzogen hat.
Gnadenlos haben die kleineren Arbeiterinnen das ausgenutzt.
Als erste Absicherung gab es ein Klebeband, unten links das Braune, später habe ich die ganze untere Kante zusätzlich mit Epoxidharz verklebt.
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Sonst ist alles wie es war, muntere Ameisen, die durch Rohre hasten und Grünzeug schleppen.
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Und was sie immer machen, Pilze pflegen, hier geht es gerade wieder los.
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Was ist geworden?
Auf den ersten Blick, sie halten mich in Atem!
Nein, nein, ausgebrochen sind sie nicht noch einmal.
Haben einfach immer Hunger und ich muss laufen und sehen, wo ich das Grünzeug herbekomme.
Diese Tiere sind zurzeit richtig gut drauf, Ansätze von neuen Pilzen an allen Enden.
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Hatte mich gefreut das es mit dem Thema Jungkönigen durch ist, da lassen sich diese Tiere etwas Neues einfallen,
jetzt gibt es Männchen und die Plage der herumlungernden Geschlechtstiere geht wohl von vorne los?
Ablichten konnte ich die Männchen noch nicht, sitzen unzugänglich, bin da guter Dinge das wird noch.
Pilzbauern bei der Arbeit.
Video
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Was würde ich nur machen, hätte ich diese Ameisen nicht?
Aus der Ferne nicht besonders gut, gerade erwischt.
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Es geht noch mehr!
Kam mir doch schon die Überlegung, die Kolonie könnte die maximale Arbeiterinnenanzahl erreicht haben?
Die Wirklichkeit hat mich eingeholt, es geht noch weiter und ein Ende ist nicht abzusehen.
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Durch eiserne Futterrationierung blieb die Zuwachsrate über lange Zeit stabil und meine Anlage dafür ausreichend.
Futterbegrenzung, nicht abrupt als Notbremse, sondern langsam und mit Umsicht, ab einer gewollten Koloniengröße konsequent angewendet,
ist aus meiner Sicht eine machbare Haltung um diese Art nicht auf riesige Kolonien anwachsen zu lassen, die Ihre Halter am Ende überfordern.
Auch ist daraus nicht abzuleiten, das sich Acromyrmex spec. so dauerhaft mit ein paar Hundert Tieren halten lässt.
Sind von Natur aus Ameisen, die es auf viele Arbeiterinnen bringen, die auch gebraucht werden, damit das Leben dieser Art auf Dauer möglich ist.
Von mir selten zu lesen, das ich versuche jemanden die Haltung von bestimmten Arten auszureden.
Bei dieser Art ist es bei der Gründung nicht abzusehen und für wenig geübte Ameisenhalter problematisch, einzuschätzen das es darum geht,
für eine wirklich unzählbare Schar an Ameisen Verantwortung zu übernehmen.
Dabei denke ich nicht unbedingt an Pflege, Futter, Unterbringungsmöglichkeiten und entstehende Kosten.
Schaut euch die Bilder hier in meinem Bericht an und stellt euch vor das ihr etwas nicht bedacht habt,
falsch bedacht habt und diese Tiere brechen in kurzer Zeit zu Tausenden aus.
Muss ja nicht gleich so Enden, wie es in der Presse zu lesen war, dass sie Nachbars Garten plündern.
Allerdings sind diese Ameisen flink, zäh und zielstrebig, kommen durch kleinere Ritzen und am nächsten Morgen sind sie verteilt im ganzen Haus.
Lasst euch nicht einfach so verleiten, wie z. B. durch meinen Bericht hier, diese Ameisen zu halten, überlegt lieber einmal mehr,
ob es wirklich diese Art sein muss und in wieweit ihr das mit eueren Ameisenhaltungserfahrungen hinbekommen könnt.
Zugegeben, Acromyrmex spec. sind interessante Insekten,
ohne genauste Berücksichtigung ihrer Lebensbedingungen und eine sichere Anlage habt ihr keine Freude an diesen Ameisen.
Gibt noch einige offene Fragen für mich mit Klärungsbedarf.
Im Vordergrund dabei, wo geht sie noch hin die Entwicklung dieser Ameisen, sind sie weiter kontrolliert zu halten?
Ist es überhaupt möglich die Anlage soweit zu erweitern, ohne das die Kolonie nicht einfach zusammenbricht.
Denke da an plötzlich auftretende Krankheiten, wie aus der Massentierhaltung bekannt.
An Luftaustausch, Gasverteilung in der Anlage.
Gute Lebensbedingungen, keine Feinde, viele Ameisen auf engstem Raum, geht das gut?
Entwickeln sie dadurch eventuell Verhaltensstörungen, wie könnten die aussehen?
Wo auch noch ein Ansatzpunkt ist, meine Becken haben nur 2 Durchgänge, wird das auf Dauer reichen?
Hier der aktuelle Betrieb in einem Teil des Rohrsystems.
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Bin am überlegen wie nötige Erweiterungen ausgeführt sein müssen und wie ich diese bauen kann?
Zum Schluss noch ein paar Worte zum Bevölkerungszuwachs, der nicht ohne Gründe erfolgte.
Habe Fütterungsversuche durchgeführt, auch den Haferflockenversuch,
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den ich schon mal angesprochen hatte und es gibt auch eine höhere Futterration um Informationen zum weiteren Bevölkerungswachstum zu sammeln.
Hier gab es Schnittlauch.
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Als Gründerkolonie und kleinere Kolonie waren sie davon nicht begeistert, heute sind sie gleich dabei, brauchen sie doch die Stängel nur auf Länge schneiden.
Falls bei euch in der Anlage durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und das daraus entstandene Kondenswasser in gar zu enge Verbindung mit organischen Abfällen getreten ist,
kurz gesagt es stinkt, Schnittlauch ist gut geeignet, um da eine andere Geruchsnote einzufügen.
Autsch!
Ganz schön griffig die Kleinen.
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Sind sehr aggressive Tiere, die bei Störungen gerne zeigen, dass sie ihre Mandibeln nicht nur zum Blattschneiden gebrauchen können.
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Bei Eingriffen in der Anlage, aufgebrachte, wütende Ameisen die sich in alles verbeißen was sie zu packen bekommen.
Größere Arbeiterinnen beißen schmerzhaft, auch bei der Hand ihres Halters machen sie keine Ausnahme, undankbares Volk!
Das sie dabei die Haut durchbeißen oder blutig beißen konnte ich nie beobachten, gut in meinem Alter hat man ein dickes Fell.
Sie wieder von den Händen zu entfernen ist mühselig, zu dem gehen sie richtig mit Eifer zur Sache, von einem Hemdsärmel sind sie da besonders begeistert.
Hier seht ihr, wie ich sie gerade beraube,
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selbst der Löffel bleibt von ihren Angriffen nicht verschont.
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So schnell, wie die Aufregung gekommen ist, so schnell ist sie auch wieder vorbei.
Dauert nicht lange und sie machen so weiter wie vorab.
Ansonsten sind sie kaum zu beeindrucken, Erschütterungen, wie ans Becken klopfen oder Licht ignorieren sie.
Leichte, länger anhaltende feine Vibrationen, damit sind sie zu locken.
Gibt einen Massenauflauf in dem Becken, wo die Vibrationen wirken, Boden, Seitenwände, Deckel, überall laufen Ameisen dicht gedrängt durcheinander.
Auch wenn sie da nicht heraus können eine größere offene Luke im Deckel hat die gleiche Wirkung.
Ist für mich verwunderlich, den Luststrom eines kleinen Lüfters beachten sie nicht besonders.
Was ist geworden?
Habe für euch nichts Richtiges, worüber ich berichten kann.
Die Zeit hat noch nicht gereicht um für diese Ameisen eine Erweiterung fertigzustellen.
Pilzkulturen scheinen diesen Ameisen gerade besonders zu liegen.
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Nicht verwunderlich, die vielen Arbeiterinnen und der meistens nicht sichtbare Nachwuchs wollen versorgt werden.
Kurzfristig habe ich mich dazu entschlossen, Verluste wie für jede Ameisenart in der Natur gegeben, künstlich durch Entnahme von Ameisen zu gestalten.
Das Ende einer Ameisenhaltung?.?
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Das Ende einer Ameisenhaltung , bei dem Platz den sie brauchen könnte sich diese Frage schneller stellen als erwartet?
Meine Anlage ist zu klein geworden, es muss dringlichst eine Erweiterung her.
Bei unseren Ameisen ist bekannt, dass sie ruhend über den Winter kommen, ich habe die Winterruhe komplett verschlafen,
zu mehr als einer Anlagenerweiterungsplanung bin ich nicht gekommen.
Geplant ist ein weiteres Becken für Abfall oder Pilz und ein langes Rohsystem an dessen Ende ein Futterbecken.
Mein altes Rohrsystem hat mir am Anfang gute Einblicke in die Logistik dieser Ameisen geliefert,
mit steigender Arbeiterinnenanzahl erwies es sich als grobe Schwachstelle.
Der Innendurchmesser von 26 mm ist zu wenig, durch das darin herrschende Gedränge gibt es bei reichlich Grünzeug fast nur noch Stau,
die Ameisen behindern sich gegenseitig und das Chaos ist perfekt.
Die Zeit der Jungköniginnen und Männchen ist vorbei, kaum noch Geschlechtstiere zu sehen.
Dagegen ist die Anzahl der Arbeiterinnen weiterhin deutlich gestiegen.
Die Verpflegung der letzten Zeit, Haferflocken, Äpfel und Chinakohl.
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Dafür haben sie sogar die doch schon welkenden Brombeerblätter bis zuletzt liegen gelassen.
Verderben lassen sie nichts, sie selektieren nur die Reihenfolge mit der sie den Nachschub für ihren Pilz eintragen.
So warm, wie es gerade geworden ist, kann ich sie bald mit frischem Grünzeug überraschen und zum Dank dafür kann ich noch mehr anbauen?
Ist schwierig zu beschreiben, was bei dieser Art an Ameisen zusammenkommt??
Ein paar Bilder die helfen einen groben Überblick zu bekommen.
Hier seht ihr die Hungrigen bei der Apfelernte.
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Hier gab es frisches Grün.
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Die Krokusblüte war am Ende auch verschwunden, besonders mögen sie die nicht.
Hier wird gerade wieder mal ein Pilz aufgebaut.
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Und hier ein anderes Becken.
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Ist jetzt an euch, darüber nachzudenken, ob es für euch möglich ist, richtig viele Ameisen unterzubringen?
Wer da am Zweifeln ist, kann versuchen die Arbeiterinnen durchzuzählen!
Das Erste richtig frische Grün dieses Jahr.
Ich kann euch sagen, nicht nur die Ameisen hatten was davon.
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Brennnesseln, es gibt sie schon hochgewachsen bis auf ca. 10 cm.
Ein Kraut das ich vorher auch noch nie in größerer Menge angeboten hatte.
Überfall auf eine Pflanze.
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Die für mich beim Pflücken unangenehmen Begleiterscheinungen, den Ameisen war das Egal,
sie mussten gleich mal anschneiden.
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So auch hier die Beobachtung, was die Mandibeln klein bekommen wird antransportiert.
Mit wachsendere Begeisterung alles platt gemacht.
Nach 2 Stunden schnippeln kaum noch was zu sehen von meinem schmerzhaften Einsatz ihnen was für ihren Pilz zu besorgen.
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Nur noch traurige Überreste, selbst die Stängel verschwanden noch.