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Erne: (15. Jun 2008 19:51)

Eine Betrachtung!

Waren für mich Ameisen mit vielen Unbekannten?
Haltungsbedingungen, Entwicklung, Platzbedarf, Futtermöglichkeiten?
Wenig Brauchbares am Anfang um Abschätzen zu können, was bei der Haltung dieser Art auf mich zu kommt.
Vorab gesagt, es hat sich gelohnt, es mit dieser Art zu versuchen.
Gibt 3 wesentliche Dinge aus meiner Sicht, die es, gilt in den Griff zu bekommen.
Am Anfang in der Gründungsphase nicht besonders zu beachten, später bei einer größeren Kolonie entscheidend wichtig, Vorkehrungen für den Ausbruchschutz.
Viele bewerte Verfahren versagen bei dieser Art, verursacht durch die hohe Feuchtigkeit, die Sie benötigen, dazu kommt noch das diese
Ameisen von Geduld befallen sind.
Ein Ausbruchsschutz aus Schmierkram wird zugepackt oder unergiebig versucht zu belaufen, bis nichts mehr davon da ist.
Es hilft nur ein dichter Deckel, der richtig passen muss, Nachbesserungen mit Silikon oder Tesafilm, Ihr werdet Eure Freude haben.
Mit einem dichten Deckel kommt Problem Nummer 2, wie soll es mit der Belüftung gehen?
Nicht nur, dass sich reichlich Kondenswasser bildet, nein, bei fehlender Belüftung geht der Pilz ein und das erstaunlich schnell.
Auch hier müssen Lösungen her.
Problem Nr. 3, die hohe Feuchtigkeit, führt zu Kondenswasser das auf dem Boden mit den Ablagerungen die von den Ameisen selber verursacht werden, sich eine Art Matsch bildet.
So eine Suppe ist für den Pilz der Untergang innerhalb weiger Tage ist keiner mehr da.
Sind Lösungen für diese Probleme gefunden, sind Sie einfach zu halten.

Futter keine Herausforderung, Sie sind nicht besonders spezialisiert, gibt fast nichts was Sie nicht gebrauchen können.
Allerdings wollen Sie regelmäßig Grünzeug haben, ein paar Tage Pause und der Pilz schrumpft.

Bei der Feuchte braucht nicht übertrieben werden, ständige Kondenswasserbildung muss nicht sein.
Mit einer geregelten Belüftung ist Einiges machbar.

Nach meinen derzeitigen Erkenntnissen reichen kleinere Becken um Sie zu halten.
Gut dabei lange Wege zwischen den Becken, weniger für die Ameisen, eher für den Halter.

Diskussions – Thread

Erne: (22. Jun 2008 19:52)

Die Entwicklung geht weiter!

In der letzten Zeit sind sie dabei zu beobachten, wie sie große Larven und Puppen herumschleppen.

http://www.antstore.net/gallery/upload/90a95ba8de4b61da2ff772c41773a238.jpg

Puppen die größer sind als wie Ich sie vorher beobachten konnte, denke Ich kann bald über Geschlechtstiere berichten.

Hat gedauert, aber sie haben mich verstanden, in einem der neuen Erweiterungsbecken sind sie in den letzten Tagen dabei
einen weiteren Pilz aufzubauen.

http://www.antstore.net/gallery/upload/aed0030bf2f31a90d8af663cdae2431e.jpg

http://www.antstore.net/gallery/upload/8d75b92f39bad7a8bb29a0344a2cc35d.jpg

Eifrig schleppen sie Grünzeug und Pilzteile, die sie aus einem anderen Becken holen.
Zum Schluss noch ein aktuelles Anlagenbild.

http://www.antstore.net/gallery/upload/5f164ba855a804483cba3bf70bfc70b0.jpg

Erne: (13. Jul 2008 10:51)

Was ist los mit diesen Tieren?

In den letzen Tagen sind unerwartete Aktivitäten zu beobachten, sie haben etwas vor, zu gerne wüsste ich nur was?
Geschickt verstehen sie es mich auf die Folter zu spannen.
Müsste mal einen Schnitt mitten durch einen der Pilze machen, um nachzuschauen.
Was für eine Vorfreude über die Informationen die Ich da über den Entwicklungsstand dieser Kolonie erhalten würde.
Puppen, Larven, Eier und noch besser die Königin.
Leider habe ich die seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen.
Müsste sich gegenüber der Gründungsphase doch reichlich verändert haben.
Bei soviel Nachwuchs ist zu erwarten, dass die Königin entsprechend viele Eier legt, den angeschwollenen Gaster hätte ich gerne gesehen!
Einfach Mittenreinschauen, einen Überblick bekommen, was Sache ist.
Gäbe es da nicht ein paar handfeste technische Probleme.
Diese Ameisen sind flink und achten besonders auf Ihren Hausstand.
Dazu kommt noch, die Größeren verstehen es bestens ihre Mandibeln zu gebrauchen.
Könnte vielleicht hinhauen, wenn ich nur schnell genug bin, allerdings kommen mir da erhebliche Zweifel, sollte besser schon den Staubsauger bereitstellen?
Irgendwie klappt das so nicht, die Vielen liegen überall auf der Lauer und ich kann Euch sagen, sie haben ein gutes Informationssystem und noch mehr ein Gespür,
wenn es darum geht, Ihren Lebensraum zu erweitern.
Nur was soll ich jetzt machen, Aktivitäten an allen Enden und Ich komme nicht bei.
So ein Pilz ist kein Reagenzglas, nichts mit durchzählen des zukünftigen Nachwuchses.
Reichlich Beobachtungsmöglichkeiten, überall krabbeln Ameisen, lassen sich nicht lange bitten durch ein neues Rohr oder Schlauch zu kriechen.
Das sind Dinge die richtig Freude bereiten und auch schnell dazu verleiten können, diese Ameisen zu halten.
Sicher es hat was eine so große und lebhafte Kolonie dieser Art zu pflegen und zu beobachten.
Kann Euch auch sagen, es ist und bleibt eine besondere Herausforderung.

Sind Ameisen die mit entsprechenden Voraussetzungen für die Haltung in Gefangenschaft geeignet sind.
Damit sie überleben können, Ihr sie durchkommt, braucht es Erfahrung im sicheren Umgang mit Ameisen.
Es geht nicht nur darum ein geeignetes Klima hinzubekommen, genauso wichtig ist es, dass keine Arbeiterin entwischt.
Jede Ameise, die verloren geht, ist ein Rückschritt für die Kolonienentwicklung.
Ausbruchsschutz schon immer ein Thema, bei den hohen Luftfeuchtigkeiten die diese Ameisen brauchen und der Ausdauer von Arbeiterinnen entwickelt, versagt fast alles,
was bei anderen Ameisenarten brauchbar ist.
Letztendlich sind nur Becken mit Deckeln auf Dauer brauchbar.

Und ein Deckel ist jetzt auch aus anderer Sicht besonders nötig.
Erste Jungkönigin gesichtet.

http://www.antstore.net/gallery/upload/e6cff11a37e985a9a7e886018b7aa86d.jpg

Und durstig ist sie auch gleich.

http://www.antstore.net/gallery/upload/56e15d536c5422032fb87afb3ac6e012.jpg

Erne: (16. Jul 2008 18:57)

In meiner Anlage haben sich ein paar Schwachstellen herausgestellt.

Das Silicon für diese Ameisen auf Dauer kein Hindernis ist, habe ich schon geschrieben, genauso wie Fette, Öle, Talkum oder PTFE.
Es helfen nur dichte Deckel mit einem wirkungsvollen Belüftungssystem.
Dazu braucht es Lüfter und eine gute Regelung.
Leider haben diese Ameisen keinen Sinn für Technik und mir das Kabel zum Feuchtesensor, der sich im Becken befindet, durchgeknabbert.
Gab reichlich Durchzug, bis ich den Fehler bemerkte.
Heute sind die Kabel in Schläuchen verlegt, bin gespannt, wie lange sie brauchen, um die Sensoren zu zerlegen.
Wo ich anfangs nicht drauf gekommen bin, sind sie doch hervorragende Kletterkünstler selbst auf Glas, so wie sie in größerer Anzahl den gleichen Weg nehmen,
kommt es an steileren Stellen zum Kollaps.
Tragen sie dabei noch Blattstücke, geht eine Zeit lang gar nichts mehr, im dichten Kneul purzeln sie herunter.
Beheben konnte ich das nur durch Kletterhilfen.
Anfangs habe ich dazu Holzstäbe verwendet, hat mir richtig viel Freude eingebracht,
dauert nicht lange und ich musste wieder ran.
Ob sie das Holz auch für den Pilz gebrauchen konnten, kann ich nicht sagen, jedenfalls wurden
die Holzstäbe einfach abgeknabbert.
Die heutigen Klätterhilfen sind aus Kunststoff oder richtigen Hartholz.

Weiter zeigte sich, der Durchmesser meiner Rohre hätte größer sein können.
Leider habe ich mich durch Gelesenes verleiten lassen, wo geschrieben stand, dass sie auch Pilz in das Rohrsystem bauen, wenn der Durchmesser zu üppig ist.
Sie bauen Pilz in Rohre, sind dabei allerdings so geschickt das immer ein Weg vorbei führt.
Ergibt es sich das der nicht reicht, tragen sie einfach den Pilz wieder ab und das geht erstaunlich schnell.

Eine weitere Schwachstelle sind die Beckenböden, Glas alleine führt dazu das sich am Boden Wasser sammelt,
mit dem was die Ameisen dort reinwerfen gibt es ein schönes Gemansche.
Für das Wasser müsste ein Ablauf her, zur Unterstützung noch ein schräger Boden.
In der Theorie einfach, in der Praxis wohl unlösbar.
Gibt sehr viele kleine Arbeiterinnen im Pilzbereich die nicht mal die Größe der Pygmäen der Gründungsphase haben.
Bei Löchern durch die diese nicht passen, läuft auch kein Wasser.

Erne: (30. Jul 2008 16:47)

Das Leiden eines Ameisenhalters

Die in den letzten Tagen stätig zu hohen Temperaturen, so um die 30°C und auch noch darüber, haben Folgen.
Den Ameisen geht es nicht gut, richtig gesagt dem Pilz.
Wie in der Vergangenheit schon beobachtet, bei diesen Temperaturen, lagern sie ihren Nachwuchs aus, das Rohrsystem ist voll damit.
Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt.
In den letzten 2 Tagen ist ein massiver Pilzschwund zu beobachten.
In dieser kurzen Zeit gingen ca. 40% des Pilzes verloren, von den Ameisen abgetragen und ins Müllbecken verfrachtet.
Zu meiner Freude vollgestopft bis unter die Decke, hat ein wenig Zeit gekostet ihn zu leeren.
Durch die geringere Pilzmasse fehlt den Ameisen auch ein Teil des Stauraumes für Ihre Puppen und Larven,
die jetzt noch zusätzlich im Rohrsystem gelagert werden, gibt schon Bereiche, wo sie kaum noch durchkommen.
Blätter schneiden sie nicht mehr, dafür gibt es ein reges Gedränge am Zuckerwasserspender.
Durch die fehlende Pilzmasse, jetzt eine besonders wichtige Nahrungsquelle für die Arbeiterinnen.

Sieht nicht gut aus, nur was machen?
Die erste Konsequenz, alle meine Ameisenkolonien in diesem Raum müssen im Dunklen zusehen, wie sie Ihr Futter finden.
Alle Wärmequellen sind abgeschaltet, dazugehört auch das Licht.
Zusätzlich bleibt das Rollo unten um Sonneneinstrahlung auszuschließen.
Weiter habe ich so einen Luftquirl (Zimmerventilator) aufgestellt.
Das Ding zeigte gleich Wirkung, dort wo der Luftstrom auf das Rohrsystem trifft, ist jetzt gar kein Durchkommen mehr,
neben dem Nachwuchs verfrachten die Ameisen jetzt auch noch Pilzteile dort hin.

http://www.antstore.net/gallery/upload/d7628a1579db31baacc6a6111175b349.jpg

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Meine anfängliche Hoffnung, dass es auch für die Pilzbecken reichen könnte, bestätigte sich leider nicht.
Schnell zeigte sich, dass es mir so nicht möglich ist, die ganze Anlage zu kühlen und den Pilzverlust einzustellen.
Wo sollte es auch herkommen, ein Zimmerventilator sorgt nur für Luftbewegung, an der Temperatur ändert er nichts.
Die Temperatur in allen Becken abzusenken, bekomme ich nicht hin, für Eines müsste es reichen.
Ein Pilzbecken ist jetzt mit Kühlakkus umstellt.
Sieht so aus, als ob es funktioniert, der Pilz in diesem Becken ist nicht weiter geschrumpft.
Das gibt Hoffnung, dass ein größeres Stück des Pilzes überlebt und für einen Neuaufbau zur Verfügung steht.
Bei normalen Temperaturen und reichlicher Blattmasse bekommen diese Ameisen schnell wieder einen großen Pilz aufgebaut.
Die Arbeiterinnen lassen sich gut mit Kohlenhydraten am Leben halten, was aus den hungrigen Larven wird?

Erne: (1. Aug 2008 19:11)

Sieht doch gut aus, was meint Ihr?

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Leider ist die Angelegenheit nicht lustig, bis auf das Becken mit der Kühlakkuverkleidung gibt es kaum noch Pilz.
Um so Erfreulicher in dem Becken sind die Ameisen dabei den Pilzschwund neu aufzubauen.
Dazu schneiden sie wieder Blätter im geringen Umfang.

Rechts im Becken der traurige Überrest eines Pilzes, der mal fast das ganze Becken ausgefüllt hat.
Vorne links, das kleinste und wichtigste Becken zurzeit, da gibt es flüssige Energienahrung für die Arbeiterinnen.

Hoffe jetzt das Ich auch weiterhin über reichlich lebhafte Ameisen berichten kann.

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Drückt mir alle Daumen die Ihr habt, damit es weiter geht.

Erne: (3. Aug 2008 16:07)

Es besteht Hoffnung!

Das Wetter ist schlechter und die Temperaturen sinken auch in der Acromyrmex – Anlage.
Arbeitslose Ameisen, die nicht so recht wissen, wohin sie sollen.

http://www.antstore.net/gallery/upload/c4904f8d8dbb6918cfad6a0c1c6a9428.jpg

Positiv, sie schneiden wieder.

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Hier der Rest eines vorab fast gefüllten Pilzbeckens.

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Habe die unerwartete Leere genutzt um das Becken gleich mal richtig sauber zu machen
In den Becken ohne Gipsboden sammelt sich über die Zeit eine richtige Matschschicht.
Unrat und Feuchtigkeit, roch wie Kuhmist das Zeug.

Einzig das akkugekühlte Pilzbecken hat fast unbeschadet die Hitzewelle überstanden.
Erschreckend, wie schnell so ein Pilz zugrunde geht, ohne große Vorwarnung ist nichts mehr da.
Irgendwie kann ich jetzt verstehen, die Berichte von Haltern die in kurzer Zeit keinen Pilz mehr hatten.

Die Temperaturen sind gesunken und es ist jetzt an den Ameisen an den Neuaufbau zu gehen.

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Blätter gibt es zurzeit in der Natur noch genug.
Auch ist es an der Zeit, dass sie nicht mehr soviel Zuckerwasser trinken, sonst bleibt für meine Bienen als Wintereinfütterung nichts mehr über.

Der Zimmerventilator ist nicht mehr im Betrieb, den Ameisen scheint es auch so zu gefallen, kein Abbau des Pilzes im Rohrsystem.

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Allerdings haben sie für Ordnung gesorgt.

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Oben der Pilz und unten Bewegungsmöglichkeit für ihre Logistik.

Erne: (17. Aug 2008 18:43)

Kolonie gestorben?

Nach dem erlebten Pilzschwund in den letzten Tagen, durch überhöhte Temperaturen, Ich hatte es befürchtet!
War schon frustrierend wie in wenigen Tagen die Lebensgrundlage dieser Ameisen, Ihr Pilz Stück für Stück, unerwartet schnell eingegangen ist und zu reichlich Betrieb im Müllbecken geführt hat.
Habe ich doch bis heute immer berichtet, diese Ameisenart ist einfach zu halten?

Richtige Überlebenskünstler?
Die letzten Tage haben gezeigt, die Haltung von exotischen Ameisen stellt Anforderungen, die erfüllt werden müssen.
Es reicht nicht, eine Kolonie großzuziehen, ständig ist für geeignete Lebensbedingungen zu sorgen.
Die Anpassungsfähigkeit dieser Ameisen schwierige Lebensverhältnisse zu überstehen und wieder neu aufzubauen, gibt Anlass weiter über eine sichere Haltung nachzudencken.
Was da noch alles möglich ist, besser Ihr sorgt dafür das Ihr Freude an der Haltung dieser Ameisen habt,
als diesen Ameisen die Freude zu gönnen, Ihre Umgebung ungestört zu erkunden.

Reichlich angeschlagen, durch Klimabedingungen ( über 30°C für den Pilz) gingen sie gleich an den Neuaufbau, unbeirrt damit beschäftigt, das Leben Ihrer Kolonie zu erhalten.

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Aus meiner Sicht und für Leser meiner Anmerkungen, keine Überraschung, leider hatten die Ameisen noch einmal Pech, Ihr Halter brauchte Urlaub.


Diskussions – Thread

Erne: (20. Aug 2008 12:43)

Wie ging es weiter?

Kaum war die Hitzewelle vorbei hatten die Ameisen nichts Wichtigeres zu tun als den noch vorhandenen Pilzbestand wieder aufzubauen.
Pilzteile aus dem Rohrsystem, Reste in den Becken und reichlich Grünzeug verhalf ihnen
in wenigen Tagen einen deutlichen Teil des Pilzverlustes auszugleichen.
Mitten in die wichtige Aufbauphase kamen ein paar Tage Urlaub.
Ist normal kein Problem, meine Tochter versorgt in Abwesenheitszeiten meine Ameisen.
Vor den Acromyrmex spec. hat sie reichlich Respekt, da geht sie nicht ran.
Auch wenn es bei dieser Art keine Soldaten gibt, die Majorarbeiterinnen sind kräftig und können schmerzhaft beißen.

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Leider ist es mir bis heute nicht gelungen, eine Vorrichtung zu bauen, mit der es möglich ist,
Blätter in die Anlage zu geben, ohne dass dabei Ameisen entwischen.
Es scheitert daran das beim Schließen Ameisen eingequetscht werden, was an sich schon nicht gewollt ist und noch dazu führt, das die Öffnungsmechanismen mit einem kleinen Spalt offen bleiben, die kleineren Arbeiterinnen kommen da raus.
Es ist mir nur möglich, mühselig mit einer selbst gebauten Absaugvorrichtung nach Futtergaben die Ausrücker einzusaugen und zu überbrühen, zurückgeben ist auch nicht möglich.
Bei dieser Art ist alles sorgfältig dicht zu halten und damit sind die Möglichkeiten nur minimal bis nicht mehr vorhanden für Eingriffe in die Anlage.
Ein Sachverhalt deren Tragweite Ihr erst bei einer größeren Kolonie richtig einschätzen lernt.
Kann da nur nachdrücklich drauf hinweisen, vor dem Erwerb dieser Art besonders kritisch darüber nachzudenken, ob Eure Möglichkeiten ausreichen die Voraussetzungen hinzubekommen, um diese Art sicher unterzubringen.
Ihr habt sonst keine Freude daran und andere Ameisenarten sind nicht weniger interessant, besser geeignet um das Leben der Ameisen zu beobachten.

Betrübt mich die ausgerückten Tiere zu töten, versuche mich damit zu trösten das in der Natur auch viele Ameisen sterben und durch mein Handeln ein kleiner Ausgleich stattfindet.

Zur Urlaubsüberbrückung blieb mir so nichts anderes übrig als Ihnen was ging an Blättern in die Anlage zu stopfen.
Der derzeitige hohe Bedarf und die Emsigkeit dieser Ameisen, da brauche ich nichts weiter zu sagen, der Vorrat hat nicht lange gereicht.
Eine Woche hat gereicht um die Kolonie erneut dazu zu bringen den größten Teil Ihres Pilzes aufzufuttern ohne das Sie ergänzen konnten.
Ob sie auch einen Teil an Puppen oder Larven aufgefuttert haben ist bei dem Umfang der vorhandenen Brut nicht beurteilbar.
Erstaunlich, den Arbeiterinnen hat es nicht sichtbar geschadet, keine erhöhte Mortalitätsrate.
Es scheint ihnen zu reichen, in Notzeiten gut mit Zucker- oder Honiglösung versorgt zu werden.

Der Zustand der Kolonie stabilisiert sich weiter, erstaunlich schnell bei der jetzt wieder vorhandenen Futterversorgung.
Meine Gedanken gehen jetzt dahin, in Zukunft für Abwesenheitszeiten eine Lösung zu finden.

Erne: (31. Aug 2008 17:19)

Zwischensequenz

Die Begebenheiten der vergangenen Tage haben nichts daran geändert, diese Ameisen wollen Ihre Art erhalten und weiter verbreiten.
Die Jungköniginnen haben Futtermangel und Wärmeperioden genau so gut wie die Arbeiterinnen überstanden.
Nach wie vor gibt es Hunderte von Ihnen, von Männchen nichts zu sehen.
Bizarre Tiere diese Jungköniginnen.


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