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baumarkthammer: Re: Mein Grundaufbau Atta Haltung (3. Jan 2012 16:26)

Hier im Forum hatte ich auch mal Kontakt mit jemandem, einem Futtertierzüchter, zumindest hat er sich mir als solcher zu erkennen gegeben. Dieser hatte eine Kolonie Camponotus ligniperdus, die bei ihm große Mengen Futter bekommen hat. Nach etwa zwei Jahren der Haltung hat er berichtet, dass er nun einen etwa ein Quadratmeter großen Ytong anfertigen will, da die Kolonie aus allen Nähten platzt.

Was ich damit sagen will ist, dass es nicht auf die Art ankommt, wenn es um den Platzbedarf geht, sondern um die vom Halter gegebene Menge an Futter. Da Blätter als Futter sehr billig und in großen Mengen einfach zu bekommen sind, sind Atta und Acromyrmex als Ameisen mit schnellem Koloniewachstum bekannt, da sie nunmal oft große Mengen an Futter bekommen und ungehindert wachsen können. Außerdem bietet ihr Pilz die perfekte Zusammensetzung von Nährstoffen, die diese Ameisen brauchen. Einem schnellen Wachstum steht also nichts im Wege.
Ebenso ist es bei Messor, die durch ihre Samenfresserei auch ein großes Nahrungsangebot bei Haltern genießen.
Hingegen Arten, die eher eine Diät haben, die auf Insekten basiert, wie z.B. Camponotus, überschreiten in der Haltung selten die Tausendergrenze und auch das erst nach langer Zeit.

Erne: Re: Mein Grundaufbau Atta Haltung (3. Jan 2012 17:29)

Hammer die Aussage verstehe ich jetzt nicht?

Der Umkehrschluss wäre dann ja, wer seine Arten gut und überreichlich mit Insekten versorgt, bekommt schnell reichlich große Völker.
Was nicht der Fall ist.
Helfe mir mal auf die Sprünge.

Grüße Wolfgang

baumarkthammer: Re: Mein Grundaufbau Atta Haltung (3. Jan 2012 17:51)

Hallo Wolfgang,
so kann man es vereinfacht sagen, auch wenn es nicht komplett richtig ist.
Meiner Meinung nach ist es durchaus so, dass viele Kolonien nicht so viel Futter bekommen wie sie bräuchten oder besser gesagt wie sie maximal verwerten könnten um das maximale Koloniewachstum zu erreichen. Natürlich sind Temperatur und Feuchtigkeit auch beschränkende Faktoren, aber meiner Meinung nach hängt es häufig mit der Futterversorgung zusammen. Wenn du deinen Blattschneidern die Futterzufuhr rationieren würdest, dann würden die auch langsamer wachsen.
Mir ist klar, dass eine hohe Futterzugabe nicht gleich zu einem schnellen Koloniewachstum führt, aber ich habe den Eindruck, dass dies oft der Beschränkende Faktor ist. Und bei Blattschneidern kann man dies denke ich auch Nutzen, obwohl das natürlich keinem Anfänger zu empfelhen ist, da dies die Kolonie etwas destabilisieren kann.

Es wird denke ich aber eher eine Grundsatzfrage sein, was genau der beschränkende, also geringste Faktor in der Haltung ist. Ganz kann man da die "Haltungsideologie" nicht raushalten...

Grüße
Kaj


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