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Nazghoul: So ein "Müll"....... (11. Sep 2003 13:14)

Die Entwicklung der Kolonie geht gut vorwärts.

Jetzt haben die Arbeiterinnen aber eine etwas unglückliche Entscheidung getroffen.
In einer etwas abgelegenen Kammer des Nestes haben die Tiere jetzt eine Mülldeponie eingerichtet. Hier werden Futterreste und sogar tote Tiere gesammelt. Dieses Verhalten steht sehr im Widerspruch jeder Info die ich habe.
Normalerweise ist Pheidologeton bemüht den Abfall und ganz besonders tote Artgenossen weit außerhalb des Nestes zu entsorgen.
Ich konnte zwar beobachten das die Mülldeponien außerhalb noch angelaufen werden, aber die Müllkammer innerhalb des Nestes wird schon bevorzugt.

Mittlerweile fangen schon einige Körner in dem Müll an zu keimen. Ärgerlich.
Keine Ahnung was dieses Verhalten bedeutet. Ich werde die weitere Entwicklung im Auge behalten, aber etwas dagegen unternehmen kann ich ohnehin nicht.

Bis denne :-)

Jürgen: (22. Okt 2003 18:16)

Wenn man im Internet auf Klimaübersichten stößt, findet sich folgende einträge:

>In Indonesien herrscht tropisches, immerfeuchtes >Klima. Aufgrund des Monsuns lassen sich zwei >Jahreszeiten mit einer feucht-schwülen Regenzeit
>(November bis März) und einer heißen Trockenzeit
>(Juni bis Oktober) unterscheiden. Allerdings fällt zu >allen Jahreszeiten ausreichender Niederschlag. Die >Luftfeuchtigkeit liegt bei durchschnittlich 80 Prozent. >Der jahreszeitliche Temperaturgang weist, typisch für >die inneren Tropen, keine großen Schwankungen auf
>(in Jakarta etwa 20 bis 32 °C).

Ich habe selber vor ein paar Monaten auf Borneo Urlaub gemacht und kann das Klima bestätigen.
Das passt irgendwie nicht zu der Halterungsempfehlung "trockene Nester".
Ich schätze, dass eine Haltung in feuchten Nestern bei einer hohen Luftfeuchtigkeit angebracht ist.
So lebt diese Art in der Natur, was ein erster Anhaltspunkt in der erfolgreichen Pflege ist!

Insekt: (26. Okt 2003 19:56)

Ich vermute das selbe wie Jürgen,den die Tiere kommen praktisch aus dem asiatischen Regenwald. Aber hier ist immer die rede von Sand und Steinen. Außerdem ist mir noch nicht klar ob die nur eine oder mehrere Königinnen haben, denn in der beschreibung heißt es die Arbeiterinnen reiten auf den KöniginNEN. Aber dan hätte sich Natzghoul ja nicht soviele Gedanken über die existenz seiner Kolonie machen müssen nach dem Tod der Königin.

Markus: (26. Okt 2003 20:22)

Soweit ich weiß, sind sie monogyn, das heißt, dass sie nur eine Königinn haben, könnte noch nachgetragen werden (ob monogyn oder polygyn o.ä.).

Nazghoul: Also........ (8. Nov 2003 16:14)

Ich denke ich muß mal Stellung beziehen.

Zum einen besteht mein Boden Selbstverständlich aus einem Material in dem die Tiere nicht bauen können. Es wäre ja wohl unsinnig ein Gipsnest zu fertigen und dann einen Boden zu verwenden in dem Ameisen einen Bau anlegen können. Ich dachte eigentlich das wäre deutlich ( und vor allem logisch ) geworden!

Des weiteren gedeien P.d. nicht nur in den Regenwaldgebieten. Auch in weit trockeneren Zonen überleben die Tiere. Entscheident ist hier nicht nur die Feuchtigkeit, sondern vor allem die Temperatur.

Wer die Tiere bei hoher Luftfeuchtigkeit in einem Gipsnest hält wird ganz schnell merken das die Feuchtigkeit innerhalb des Nestes an der Scheibe kondensiert und so das Nest förmlich überschwemmt wird. Ein Gipsnest ist schwer wirksam zu belüften. So wird der Schimmel sehr schnell zu einem permanenten Problem. Ganz davon abgesehen das die Kolonie rasch eingehen wird. Wer diese Erfahrung unbedingt machen möchte, bitte.
Wenn die Tiere selber graben ist das Problem mit der Feuchtigkeit nicht so groß.
Eins sei gesagt: Den Tieren muß beides geboten werden, Feuchtigkeit wie auch trockene Gebiete. Wählen werden die Tiere selber was ihnen behagt. Wer sein Formicarium nur unter dem Kriterium der Feuchtigkeit aufbaut wird wohl an vielen Problemen scheitern. Eine gut durchlüftete Feuchtigkeit ist bei einem Gipsnest richtig aber schwer zu kontrollieren, Regenwaldumstände sind unhaltbar.
Das Gipsnest sollte bei hoher Außenfeuchtigkeit nicht zusätzlich gefeuchtet werden.

Als letztes: P.d. ist monogyn, wobei Königinnen durchaus eine verwandte aber verwaiste Kolonie übernehmen können.

Bis denne :-)

Dulgosch: Gibsnest (5. Dez 2003 21:58)

Hallo Nazghoul
Ich habe zwei Fragen:
1
Zum einen besteht mein Boden Selbstverständlich aus einem Material in dem die Tiere nicht bauen können. Es wäre ja wohl unsinnig ein Gipsnest zu fertigen und dann einen Boden zu verwenden in dem Ameisen einen Bau anlegen können. Ich dachte eigentlich das wäre deutlich ( und vor allem logisch ) geworden

Welches Material hast du denn für den Boden benutzt???
2.
Wie kommen die Tiere in das Gibsnest rein?
Denn wenn sie in dem Boden nicht bauen können dann können sie ja auch nicht in das Gibstnest auser du hast einen anderen Eingang gebaut und wenn dann erkläre mir bitte wie und wo du den Eingang gebaut hast.

Markus: (6. Dez 2003 09:04)

1. Sand !? ;-)
Vor allem trockenen Sand!

2. Die Frage hast du dir nun aber wirklich selbst beantwortet, natürlich ist da ein Eingang, ist doch logisch!

Dulgosch: (6. Dez 2003 09:24)

2. Die Frage hast du dir nun aber wirklich selbst beantwortet, natürlich ist da ein Eingang, ist doch logisch!
Vielleicht mal aufpassen, ich habe schon gewusst, das es einen Eingang gibt, wollte aber wissen wie der Angelegt ist
Trotzdem Danke für diesen überaus informativen Beitrag, der mir sehr weitergeholfen hat.
Dickes Lob von meiner Seite aus



Ich habe noch eine Frage an Nazghoul:
Wo hast du den Heizdraht her? Wieviel hat der gekostet?

Vielleicht könntest du auch noch schreiben wieviel du insgesamt für die Aaustattung usw ausgegeben hast, dass Leute wie ich die auch gerne so eine Kolonie haben gleich wissen, was auf sie zukommt

Danke

Scooby: Tipp! (6. Dez 2003 11:07)

Was ich jetzt sage ist um Himmels Willen nichts gegen Nazghoul !!!

ABER:
Damit Du nicht lange warten mußt und ich persönlich keine Erfahrungen mit Pheidologeton sp. und ihrer Haltung aufweisen kann, um Dir erschöpfende Antworten zu liefern, möchte ich Dich hiermit auch mal auf das Ameisenforum hinweisen. Dort wird tagein- und tagaus ständig gepostet - Du müsstest da nicht lange auf Antworten warten. Dort sind ebenfalls Profis, die Dich gern und freundlich beraten. :)

Als ich damals Infos über Pheidole suchte, hatte mich Gonzobey freundlicherweise auch da hin verwiesen und habe nur gute Erfahrungen gemacht!

Also Dulgosch, soll nun auch von mir an DICH ein kleiner Tipp sein.... alles Gute und laß uns wissen, wie es läuft!! ;-)

Gruß

Scooby B-)

Markus: (6. Dez 2003 19:49)

>Vielleicht mal aufpassen, ich habe schon gewusst, das es einen Eingang gibt, wollte aber wissen wie der Angelegt ist
Trotzdem Danke für diesen überaus informativen Beitrag, der mir sehr weitergeholfen hat.
Dickes Lob von meiner Seite aus.<

Vielleicht mal nachdenken, der Beitrag war weder als Beleidigung gedacht, sondern eine Antwort.
Du hast zu erst geschrieben >Wie kommen die Tiere in das Gibsnest rein?
Denn wenn sie in dem Boden nicht bauen können dann können sie ja auch nicht in das Gibstnest auser du hast einen anderen Eingang gebaut < und genau darauf bezog sich das!
Und jetzt überleg mal wirklich, wie muss ein Eingang aufgebaut sein (aus Ameisensicht)?
Er muss Durchgang bieten, in diesem Falle für mindestens Soldatinnen und Schutz zugleich, demnach nicht weit über die Angegebene Größe.
Ist das jetzt besser?

Seht das bitte nicht als Streitigkeiten an, aber ich hab keine passenden Smiliearten dafür gefunden. ;-)


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