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TurnOutTheStars: Kurzer Bericht... (15. Jul 2003 17:54)

Meine P.d. Kolonie kommt so allmählich in den Boom. Konnte eben über 300 Arbeiterinnen und etliche Soldaten zählen. Brut ist nach wie vor en Masse vorhanden, jedoch wurde die Eiablage drastisch reduziert und das schon seit mehr als einer Woche. Woran könnte das liegen?

@Nazghoul: Hast du bei der ersten Königin eigentlich nur tote Insekten verfüttert? Meine rühren selbst "frische" Insektenleichen wie Mücken. Fliegen oder Grashüpfer kaum an. Sie zeigen vornehmlich Interesse daran, ihre Beute auch selbst zu töten. Bei der jetzigen Koloniestärke stellen selbst Wespen oder Bienen kein Problem mehr dar.

Nazghoul: Ist mir alles klar (15. Jul 2003 18:16)

@ Benjamin K

Danke für deinen Beitrag. Leider nichts neues dabei. :-)

Über den Grund des Todes der Königin nun im nachhinein zu spekulieren ist vergebene Liebesmühe. Das wird nie geklärt werden. Altersschwäche stand für mich übrigens nie zur Debatte.
Wie du meinen Beiträgen entnehmen kannst bin ich über die Haltungsbedinngungen durchaus informiert. Die Temperatur in meinem Formicarium hat die 28 Grad noch nie überschritten. Sie liegt morgens bei 25 Grad und Abends bei 27 Grad. Ich wohne im Erdgeschoß über den Kellern. In meiner Wohnung kann man sogar noch im Hochsommer frieren. Daher keine Überhitzung der Tiere.
Die Ameisen bekommen ferner nur soviel Nahrung wie sie verwerten können. Nur die Körner bleiben im Formicarium, da diese nicht schimmeln. Essensreste die schimmeln können existieren somit nicht. Die Kolonie nimmt im Moment ohnehin keine Nahrung auf.

Die Feuchtigkeit des Nestes ist offenbar sehr passend und immer konstand. Es gab noch nie Schimmel. Nest wie auch Brut steht unter ständiger Kontrolle. Die neue Königin hat die Bedingungen die im Nest herrschen sofort angenommen, denn sie ist ja praktisch unmittelbar eingezogen.

Ich habe mittlerweile nach langer Informationssuche mit viel Zeit, Geld und Liebe ein Biotop für die Tiere geschaffen das allen ihren Ansprüchen gerecht wird. Haltungsfehler weise ich zu diesem Zeitpunkt schlicht weg von mir.

Aber alles was mich im Moment intressiert ist, das sich meine Kolonie im Moment normal und gut entwickelt. :-)

Also Benjamin, drück mir die Daumen.



Bis denne :-)

Nazghoul: @ TurnOut TheStars (15. Jul 2003 19:03)

Meine Kolonie hat bislang ausschließlich tote Insekten angenommen. Wobei die Tiere erst unmittelbar vor der Verfütterung getötet wurden. Ich hatte niemals Probleme bei der Fütterung.
Niemals werde ich Hautflügler wie Bienen oder Wespen etc. füttern. Hautflügler, insbesondere sozial lebende, neigen stark zu Milbenbefall.

Ansonsten gratuliere ich dir zu der guten Entwicklung deiner Kolonie. :-)

Hoffe meine Tiere entwickeln sich genauso. Im Moment sind sie auf dem besten Wege.


Bis denne :-)

Markus: (15. Jul 2003 20:40)

>Meine Kolonie hat bislang ausschließlich tote Insekten angenommen. Wobei die Tiere erst unmittelbar vor der Verfütterung getötet wurden. Ich hatte niemals Probleme bei der Fütterung.
Niemals werde ich Hautflügler wie Bienen oder Wespen etc. füttern. Hautflügler, insbesondere sozial lebende, neigen stark zu Milbenbefall.

Wieso nicht?
Den stärksten Milbenbefall konnte ich bislang bei Käfern und milder auch bei Fliegen sehen, es waren soviele Milben, dass die Käfer nicht richtig laufen und die Fliegen nicht richtig fliegen konnten, wenn du sie sowieso vorher tötest, würde ich sie auch überbrühen, man kann sowieso nie wissen.

steinchen: (15. Jul 2003 20:59)

Klar, sicher ist sicher...
Ich konnte bislang beobachten, dass schmarozende Milben ihren Wirt meist erst verlassen, wenn er durch Umstände stirbt....
Ich habe bei meiner P. diversus Kolonie schon eine Milbe entdecken können, die zu der Reihe gehört, die sich von organischen Abfällen erhähren...
Trotzdem heisst es, weiterhinn im Auge behalten...
Olli

Nazghoul: Sicher, sicher........ (16. Jul 2003 10:27)

Fliegen und Käfer gehören ebenfalls zu den Hautflüglern und werden von mir ebenfalls nicht gefüttert. Ich füttere in erster Linie Tiere aus professionelle Zucht ( was natürlich auch keine Garantie darstellt ) und Spinnen die verstärkt in Wohnhäusern leben. Da ist die Milbengefahr etwas geringer. Ausgeschlossen sind Milben leider nie.

Aber wie ich in diesem Threat bereits geschrieben habe gibt es viele Dinge, die man aus "dem Kühlschrank" füttern kann. Rindermett ist z.B. bei allen meinen Ameisen extrem beliebt. Ist natürlich nicht sehr lange haltbar.

Auch ich brühe die Futtertiere erst etwas ab. Ich hatte das nicht extra nochmal erwähnt da ich es schon mal irgendwo in diesem Threat geschrieben hatte. Die Futtertiere werden kurz in heißes Wasser getaucht.

Dieses Verfahren kann man allerdings schlecht bei Heimchen anwenden, da bei diesen Tieren dann schnell ein Säuerungseffeckt auftritt. Das mögen viele Ameisen nicht. Ich habe von diesem Effeckt auch schon bei anderen Tieren gehört.


Bis denne :-)

Trajan: (16. Jul 2003 11:29)

Fliegen und Käfer gehören ebenfalls zu den Hautflüglern und werden von mir ebenfalls nicht gefüttert.
Falsch!Das stimmt nicht!Hautflügler haben vier häutige Flügel!Und da Käfer und Fliegen nur zwei häutige Flügel haben sind sie keine Hautflügler!

Nazghoul: (16. Jul 2003 13:19)

Stimmt.

Bin beschämt!

Bis denne :-(

Nazghoul: Gedult, gedult..... (24. Jul 2003 08:48)

Im Moment gibt es eigentlich nichts aufregendes zu berichten. Die Kolonie ist immernoch voll und ganz mit der Brutpflege beschäftigt.
Die Königin hat vor zwei Tagen erstmals wieder das Eierlegen aufgenommen. Die vorhandene Brut besteht im Moment zum größten Teil aus offenen Puppen die wohl in den nächsten Tagen fällig sein dürften. Ansonsten wird die Zahl der Eier wieder aufgestockt.

Die Zahl der Arbeiterinnen beträgt augenblicklich ca. 20. Keine schlechte Leistung der Königin wenn man berücksichtigt das sie praktisch bei null angefangen hat. Nahrung nimmt die Kolonie wenig. Mit dem Körper eines Weberknechts oder eines Mikroheimchens kommen die Tier mehrere Tage aus. Die Tiere zeigen deutlich wann sie etwas wollen. Sie verlassen das Nest überhaupt nur dann wenn sie Nahrung suchen.

So, mehr gibt es im Moment wirklich nicht zu berichten. Ich melde mich wieder wenn sich entscheidene Dinge tun.


Bis denne :-)

Nazghoul: Bin wieder da! (13. Aug 2003 11:24)

Bin wieder da Leute. War im Urlaub am Bodensee und konnte daher natürlich eure Neugier ( ganz besonders natürlich deine, Scooby ) wie es meiner Kolonie geht nicht stillen.

Jetzt muß ich mir erst mal einen Überblick verschaffen und mit meinem Freund sprechen der meine Kolonien in meiner Abwesenheit gepflegt hat.
Ich schreib dann demnächst hier nieder was sich getan hat.

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So. Für alle die schon auf einen neuen Bericht warten, hier kommt er.

Seit meinem letzten Bericht waren meine P.d. sehr fleißig.
Ich kann die derzeitige Menge an Tieren natürlich unmöglich genau wiedergeben, aber wenn ich schätzen soll würde ich sagen das es sich um zwischen 100 und 150 Arbeiterinnen handelt. Die Soldaten kann man genau zählen. 5 große und 3 kleine Soldaten die sich zumeist in der Königinnenkammer aufhalten.
Die Brut liegt sorgsam sortiert um die Königin herum. Die Eier und junge Larven konzentrieren sich eher auf die geheizte Kammer der Königin, wärend einige ältere Larven aber vor allem die Puppen in einer tiefer gelegenen Kammer gepflegt werden. Hier ist der Grad an Feuchtigkeit etwas höher. Ich vermute also das dies der Grund ist warum Puppen bevorzugt dort gepflegt werden. Ist aber wirklich nur eine Vermutung.
Die Tier haben ihr wählerisches Fressverhalten nun aufgegeben. An Insekten nehmen sie nun was sie bekommen können. Auch werden nun Körner und Haferflocken genommen. Die Körner werden in den Bau getragen und in einer hochgelegenen, trockeneren Kammer zusammen mit anderer Nahrung gesammelt. Eine ganze Reihe von Arbeiterinnen öffnet hier die Körner und verarbeitet den Inhalt. Die Hüllsen werden aus dem Bau gebracht.
Es haben sich 4 oder 5 kleine Müllhalden im Formicarium gebildet. Recht weit weg vom Bau und halb unter diversen Wurzelhölzern gelegen. Zumeist werden hier Überreste von Futtertieren wie Beine, Flügel und Panzerreste abgelegt. Aber natürlich auch die Körnerhüllsen.
In jeder genutzten Kammer hat sich an der Rückwand ein dunkler ( und ich meine auch feuchter ) Fleck gebildet. Diese Flecken werden stehts von 5 bis 6 Arbeiterinnen umringt. Ich habe beobachtet das die Tiere dort Futterteile ablegen die von anderen Arbeiterinnen wieder abgeholt werden. Ebenso wird hier Abfall abgelegt. Von hier tragen andere Tiere den Müll aus dem Bau hinaus.
Im Formicarium herrscht viel Betrieb, ich konnte aber noch nichts beobachten was man allgemein als Raubzug bezeichnen könnte. Es gibt diverse Straßen die zu Müllhalden, zur Wasserquelle, zum Körnerhaufen und zu Futtertieren die gerade zerlegt werden führen.

Ich finde es erstaunlich das die Tiere es wirklich absolut vermeiden an den Glasscheiben hinauf zu klettern. Soviele Tiere auch aus dem Bau kommen, alle laufen auf dem Boden am Glas entlang, aber niemals daran hinauf. So klein wie die Tiere sind dürften sie doch wirklich keine Probleme damit haben. Sehr seltsam.

Ich denke aber ich kann an dieser Stelle meine P.d.-Kolonie als "über den Berg" erklären. :-))

So Leute, das war es erst mal. Sollten aufregende Dinge vor sich gehen werde ich euch berichten.

Bis denne :-)


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