Hey,
ich stifte nur ungern Unruhe.
Aber ich selbst besitze auch eine P. affinis Kolonie und kann flogendes berichten:
Ich habe die Kolonie mit ca. 150 Individuen bekommen, habe sie direkt in ein Becken gelegt, wo sie sich dann in ein Sand / Lehm-Gemisch eingegraben haben.
Anfangs war alles super, sie waren an der Scheibe zu sehen und es war massig Brut vorhanden. An Futter haben sie alles angenommen, von Nüssen über Heimchen, Weintrauben etc.
Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt kamen sie nicht mehr aus der Erde. Warum weiß ich nicht. Nach ein paar Wochen in diesem Zustand hatte ich dann beschlossen mal nachzuschauen und ihnen bei der Gelegenheit ein anderes Nest zu geben. (vorher war es eine "Farm" mit ca. 2 cm Plattenabstand, das neue war dann eine 18x25cm Box mit 10 cm Sand / Lehm gefüllt)
Ich musste feststellen, dass so gut wie keine Brut mehr vorhanden war und auch viele Arbeiter verstorben waren.
Beim Umsetzen waren es noch ca. 50 Individuen.
Sie haben sich auch sofort wieder in dem neuen Nest eingegraben und zwar bis ganz unten hin, sodass ich sehen konnte dass die Kolonie ein parr Eier hat. Anfangs haben sie auch wieder fleißig angebotene Heimchen angenommen und vergraben, wie wir das ja von den P. affinis eben kennen.
Als auch hier wieder das gleiche Verhalten eintrat, nämlich 0 Aktivität und ich wieder ein paar Wochen gewartet habe (ja, ich habe ihnen wieterhin alles angeboten), habe ich mich wiederum dazu entschlossen sie vorsichig auszugraben, da ich unten ja erkennen konnte, wo ungefähr sie sich aufhielten.
Und nun zum eigentlichen Thema: ich hatte mir, was die Toten angeht, eigentlich keine Sorgen gemacht. Ganz einfach weil draußen keinerlei Tote zu sehen waren. Das erstaunliche kam dann als ich sie ausgegraben habe. Stück für Stück trug ich die Sandschichten ab, bis ich zur der Stelle kam wo die Kammer war. Gut war, das noch ein paar lebten und auch ein winziger haufen Brut und Larven vorhanden waren.
Nun das Schlechte... Es waren draußen keine Toten, weil sie sich eine Kammer angelegt hatten, wo sie ihre Toten "lagerten". es waren so ca. 30-40 Tote. In der Folge hieß das, das nur noch ca. 10-20 Indiviuen übrig waren.
Tja, nun sind sie in einer kleinen Box mit ca. 2 cm San /Lehm gefüllt. Sie haben sich abermals eingegraben und kommen nicht raus... ich werde wieder nachschauen müssen, ob überhaupt noch was übrig ist von den kleinen hübschen...
Was ich sagen will: nur wenn keine Toten draußen zu sehen sind, heißt das scheinbar nicht, dass es keine gibt.
Sorry, aber muss bei dir ja nicht so sein...
Gruß jan
Bei mir sind regelmäßig ca 5-10 Arbeiterinnen draußen unterwegs. Entweder zerteilen sie die Nussstückchen in "handliche" Teile oder erkunden die Gegend. Ab und an kann man keine Aktivität feststellen. Das kenne ich aber schon, wenn genug Nahrung im Nest ist. Dann bauen sie den Eingang zu, da sie nichts mehr brauchen. Brut hatte ich ja keine mehr. Das heißt der Bedarf an Nahrung wird wohl noch nicht so hoch sein. Bei mir sind es insgesamt vielleicht 20-30 als sie sich eingegraben hatten, inklusive der kleinen Majore. Der Fakt das ich nichts sehe, ist halt nicht optimal, aber da ich ihnen Heimchen und Haselnuss anbiete und die Erde feucht genug ist, sind die Bedingungen ausreichend bis optimal. Man kann nur abwarten und hoffen, das da drin alles gut geht. Anhand des Aushubs, sieht mir das nicht so aus, als wäre bereits eine zweite Kammer angelegt worden. Die Entwicklungsdauer der Brut liegt, laut meines Wissen, bei knapp 2 Monaten. Das heißt nach dieser Zeit sollte sich mehr Hunger einstellen. Mal sehen. :)
mfg