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kellogz: (27. Jun 2007 05:33)

Rest : Alle sind zu ihren Ameisen nett hoffe ich, ich behandel sie zumindest mit sehr viel Achtung =P

Um nochmal darauf zurück zu kommen, ich kann dir nur raten, bei der Haltung von dieser Art absolute Vorsicht walten zu lassen! Selbst erfahrenste Halter sind an dieser art schon kläglich gescheitert (Bevölkerungsexplosion, Säureausdunstungen die anscheinend die Atemwege angreifen)!

Wenn du ein Nest bestellst, hast du mit ein wenig Glück (eher Pech) 10-20 Königinnen, und du hast in einem Jahr die Kacke am dampfen!

Ich würde die eher zu einer schönen Camponotus Kolonie raten! Die Arbeiterinnen sind viel größer, man kann sie gut im Ytongnest halten, das Wachstum ist überschaubar, und man hat schön sichtbare Kastenbildung!

MfG Kellogz

Raimund: (27. Jun 2007 07:44)

@Rest: seit ihr zu euren Ameisen auch so nett?
Etwa ich? :angel02:

antologe: (27. Jun 2007 10:01)

@kellogz: danke für die Warnung, was für alternativen rätst du wenn ich eine Art will die keine Winterschlafhält und es warm braucht?

maze23: (27. Jun 2007 10:29)

Hallo



Die Haltung von Polyrhachis dives ist bezüglicher der abiotischen Faktoren nicht schwer.
Man kann sie bei normaler Zimmertemperatur halten, extra Wärmequellen sind nicht notwendig. Es reicht eine Halogenschreibtischlampe die heizt das Becken genug auf.
Besonders zu achten ist daruf das die Ameisen im Becken bleiben, das heißt Deckel in Verbindung mit PTFE benutzen. (zum Beispiel)
Das Nächste wäre der Platzbedarf, der bei dieser Art schon erhöht ist und er mit schneller und starker Populationssteigerung auch dementsprechend steigt.
Das Exoten nichts für Anfänger sind ist meiner Meinung Ansichtssache, ich finde auch die Bezeichung Anfängerameisen oder Ameisen für Anfänger nicht gerade förderlich oder geeingnet.
Wenn jemand von Lasius niger auf eine exotische Ameise umsteigt ist er eigentlich auch ein Anfänger, weil die Bedürfnisse der tropischen Ameisen (als Beispiel) ganz andere sind als bei Lasius niger.
Wo ich zustimme ist das man bei diesen sogenannten Anfängerameisen ein gewisses Handling mit den Tieren und dem Ausbruchschutz erlernt.
Wichtig ist einfach nur das man sich die Haltung zutraut, sich über die Biologie und Haltung der Ameisen informiert und die möglichen Konsequenzen im klaren ist die eine Haltung von Ameisen mit sich bringen kann! Ein gewisses Alter der Halter kann bezüglich der Konsequenzen indiziert sein, um mögliche Folgen erkennen zu können.
Ich hatte diese Ameisen auch schon mal habe sie dann aber abgegeben weil sie meiner Meinung zu viel Platz brauchten.
Ich habe mich dann der Camponotus-Haltung gewidmet.
Wie Kellogz schon sagt würde ich dir auch eine Camponotus empfehlen, zum Beispiel ist Camponotus substitutus ein relativ einfach zu haltenen Art. Sie verfügen über eine sehr schöne Zeichnung sind sehr agil und zeigen eine hohe Außenaktivität.

Tommi: (27. Jun 2007 12:15)

Zum Thema Bevölkerungsexplosion:

Bei vielen Ameisenarten ( insbesondere bei Arten OHNE Winterruhe ) steht man nach einiger Zeit, gute Pflege und Fütterung vorrausgesetzt, vor dem Problem der Bevölkerungsexplosion.

Ich selbst halte eine Camponotus sp. welche ich im April letzten Jahres aus dem Urlaub importiert habe. Es handelte sich dabei um EINE Königin.

Heute, gut ein Jahr danach, dürfte es sich um ca. 2000 (!!!) Tiere handeln wobei vor kurzem etwa 200 Tiere dem Staubsauger zum Opfer gefallen sind :( , nachdem diese Anzahl mir bei Pflege- und Wartungsarbeiten am Becken entkommen sind.

Demnächst werden 2 neue Becken an das Bestehende angeschlossen wobei im großen Eckbecken 50 kg (!!) neues Erdreich, in zwei Farmelementen mit den Abmessungen von je 40 x 10 x 40 cm, zur Kolonierweiterung für die Ameisen zur Verfügung stehen.

Das waren die größten Probleme die ich bisher hatte.

Die kleineren Probleme stellen sich mir beim Füttern. Die Tiere verbrauchen pro Woche etwa 150 - 200 ml Zuckerwasser sowie etwa 30 gr. tierisches Eiweis ( Mückenlarven, Wasserflöhe, roher fisch usw. ) für ihre Brut.

Grüße

Necturus: (27. Jun 2007 12:18)

@kellogz: Polyrachis dives betreiben Inzest. Die anfängliche Zahl der Königin würde sich schnell erhöhen.

@maze: Da möchte ich wiedersprechen.Bewässerung, Nestaufbau und Ausbruchsschutz sind beispielsweise echte Erfahrungswerte, die nicht erlesbar sind. Speziell zB der Ausbruchsschutz wird wichtig, wenn es um Exoten geht. Exoten, die sich inzestuös vermehren, haben zusätzlich ein nicht geringes "invasives" Potential und die Auswirkungen bei einem Ausbruch sind nicht abzusehen. Gute Gründe gegen die Anfängerhaltung!
Abgesehen davon, dass der Tod einer kleinen Kolonie bei einheimischen Arten sehr viel weniger ins Geld schlägt.
Gruß,
Necturus

maze23: (27. Jun 2007 18:37)

Hallo



Necturus: Ja aber der Nestbau und die Bewässerung kann sich zwischen einheimischen und exotischen Ameisen stark unterscheiden.
Ob ich nun lerne eine einheimische Art zu bewässern oder eine exotische spielt meiner Meinung nach wirklich keine Rolle.

Philsen: (27. Jun 2007 19:38)

Moin,

aber genau das könnte ja das Problem sein, das erlernen.

Ich weiss Polyhrachis sollen recht Pflegeleicht sein, aber
wenn eine Art, beispielsweise hohe Bedürfnisse an die
Feuchtigkeit stellt, könnte es schon zu spät sein, bevor
man es gelernt hat.

antologe: (27. Jun 2007 20:25)

feuchtigkeit kann man ablesen
und leicht regulieren,
hey nur weil ich noch nie ameisen hatte bin ich doch nicht doof oder?
andere tiere brauchen auch feste temperaturen und luftfeuchtigkeit


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