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L0RdZ: Re: Optimale Bedingungen und Technik (10. Nov 2010 14:42)

Das mit dem Strahler sollte gehen. 100% kannst du das eh nicht beeinflussen. Du kannst halt nur einen warmen Ort schaffen und den Rest nicht beheizen und dann hoffen das sie verstehen was du meinst ;)

Plexiglas wird auch das einfachste sein. Da musst du nur beim Bohren aufpassen das das Zeug nicht bricht (also nicht zuviel Druck raufgeben).

Ich habe die Farm hier seit Monaten ca. 1m vom Arbeitsplatz weg und sitze stundenlang daneben... Eine Belästigung habe ich nie gehabt. Ich hab sogar nie was gerochen ;) Wenn man genau über dem Becken ist, ist es zu riechen und dann auch relativ stark aber mit etwas Abstand ist es schon wieder weg... ich denke das kommt auch darauf an wie empfindlich man ist...

Die Belüftung solltest du so machen das (von der Frontscheibe aus gesehen) links unten Frischluft rein und rechts oben Abluft raus kommt. Oder die Frontscheibe an der unteren Partie mit einem Lüftungsgitter versehen und dann im Deckel die Abluft rausziehen oder sowas...

Bei mir war die erste Variante geplant aber der Glaser (in Polen...) hat leider Schei... gebaut und mir 26mm anstatt 100mm Löcher gemacht.. wieso, konnte er mir dann auch nicht erklären #-o
Daher habe ich meine 4 Lüfter in den Deckel gebaut. Funktioniert auch, geht aber zu Lasten der Beleuchtung usw.. und wenn man einen relativ kleinen Deckel hat (z.B. 80x40 oder so) dann wird das fast unmöglich dort alles zu integrieren.

Wenn du eine Schale mit Wasser im Becken hast, verdunstet dort auch Wasser... wenn du eine Tränke hast ebenso... Da musst du nur drauf achten das die Wasserflächen nicht frei zugänglich sind, also ein Schwamm oder vielleicht ein sieb darüber sind, damit keine Ameisen hinein fallen und ertrinken. Ausserdem schmeissen die Polyrhachis dives ihren Müll gern in ein Wasserbecken.
Es gibt hier auch Anleitungen zum Bau einer Tränke / Luftbefeuchtung.

Ansonsten kannst du auch Moos und andere Wasserspeichernde Pflanzen nehmen... Die sehen nebenbei auch noch besser aus als eine Tränke ;)

__

Wenn du umziehst? Meinst du das du dann alle Ameisen einsammelst inklusive Nest usw? Dann müsstest du das Nest auch so halten das man es einsammeln kann. Also z.b. die Variante im Holzklotz oder im Stohballen usw.. halt nichts wo sie selbst ein Nest am Beckenrand weben oder sowas. Das müsstest du dann komplett zerstören, was sehr viel Stress auslöst und z.b. zur Folge haben könnte, das die Brut gefressen wird.

Am einfachsten wäre es wohl das komplette Becken dann vorsichtig zu transportieren. Mit ein bisschen Schmalz im Obertentakel ist das ja auch kein Problem 8)

Johnny: Re: Optimale Bedingungen und Technik (10. Nov 2010 17:09)

Schmalz im Obertentakel :D Ich meinte wenn schon das ganze Formicarium, also kein Problem meinste...Gut, ändern könnte ich es ehe nicht...

So langsam wird mein Plan immer klarer. Unten Gitter und oben Abluft, viellicht an der Seite. So ist dann auch nur eine sanfter Hauch von Luft im Formicarium, als wenn man direkt reinbläst.

Ich hatte auch vor mir die Scheiben schneiden zu lassen, kenne da jemanden, der jemanden kennt... :wink:

Werde mich dann jetzt an meine Zeichnungen setzen, damit ich, wenn ich wieder komme, (bin momentan im Ausland), das Formicarium schon mal stehen habe. Ich hoffe nur, dass es nicht zu kalt im Dezember ist, damit ich auch die Königin geliefert bekomme.

Ich hatte vor 50-100 Arbeiterinnen zu nehmen, du hast ja direkt 250-500 genommen. Bin mir da auch noch nicht sicher. Dachte, so lerne ich die Damen und das Verhalten besser kennen. Mit Lasius Niger habe ich auch ganz klein angefangen. Ach, was soll der Geiz direkt 1000. :P Ne, 50-100 sollten reichen ...

Deckel:
Ich plane mehr eine Hohe Variante des Formicariums, habe daher eh an Türen gedacht. Aber ob man die dicht genug bekommt, muss ich mal schauen.
So, dann fertige ich erstmal eine geeignete Zeichung für meinen Glaser des Vertrauens an.

L0RdZ: Re: Optimale Bedingungen und Technik (10. Nov 2010 19:35)

Wenn du dein Formicarium komplett aus Glas baust, ist das eher schwierig mit den Türen. Wenn du sie nicht richtig dicht machst, hast du bald Ameisenstraßen im Zimmer. Das Beste wären da wohl Moosgummi oder Silikondichtbänder aber bei beiden Varianten müsstest du Verschlüsse ankleben, mit denen du die Türen dann ein wenig auf das Dichtband drückst und da das alles aus Glas ist, musst du da Vorsichtig sein.

Du könntest allerdings die Türen aus Plexiglas machen. Diese kann man dann problemlos unter Druck verschließen. Die Befestigungen müsstest du dann einfach auf einer Aluschiene befestigen, welche auf das Glas geklebt wird.. oder so ähnlich;)

Du könntest auch einen Rahmen komplett aus Aluprofilen bauen (Was nicht unbedingt teuer werden muss) und da dann die Scheiben einkleben. Über der Tür müsste dann nur sowas wie eine Waagerechte Glasplatte die von unten mit einem Rutschmittel beschichtet ist, welches sich dann in eimen 3-4cm breiten Streifen um die Tür fortsetzt. So sollten keine Ameisen herausfallen oder rauskrabbeln können wenn du die Tür öffnest.

ODER du baust mit Schienenprofilen einfach eine Schiebetür ein. Diese wird dann auch wieder mit genau abgemessenem Moosgummi abgedichtet. Das Prinzip des Herausfall- oder krabbelschutzes ist aber das gleiche.

___

Zu bedenken wäre aber noch der Standort des Formicariums. Wegen der Pflanzen!
Wenn du echte Pflanzen nehmen willst, brauchst du entweder Sonnenlicht oder Vollspektrumleuchtmittel. Diese gibt es soweit ich weiss aber nur als Röhren. Wenn du jetzt eine Schiebetür o.Ä. an der Seite machst, wirst du kaum weit genug an die Röhren kommen um sie zu wechseln?! (Wasserdichte Röhrenhalterungen sind teilweise verschraubt). Bei Sonnenlicht entfällt dieses Problem ABER dann brauchst du wieder eine Automatische Temperatursteuerung mit 2 Schaltkreisen die 1) Die Heizmatte steuert und 2) Lüfter steuert, da das Sonnenlicht ja teilweise im 10 Minutentakt die Intensität ändert und sich das Formi dadurch sehr schnell zum Backofen entwickeln kann. (ich habe mich zu dem Thema auch lang und breit informiert und mich für die (auch dafür geeignete) Hobby Biotherm Pro entschieden. Kostet beim freundlichen Internetauktionshaus 93€ inkl. Versand.

Ich habe mein Formi auf Augenhöhe gebaut und wenn ich reingreifen will, stelle ich mich entweder auf das Sidboard daneben oder auf einen kleinen Tritt... normalerweise muss ich ja nur 1x am Tag Wasser sprühen und alle 2 Tage mal das Futter wechseln...

Zum Thema Bewässerung habe ich schon viel gelesen... so kann man sich z.b. für unter 50€ eine komplette Regenanlage selbst bauen (und die verspüht auch ordentlich Wasser) Aber momentan mach ich das noch selbst ;) Das kommt vielleicht bei dem 2. Deckel mit rein .. der erste ist ja nicht so der Burner aber ich habe beim 1. Versuch auch keine Bestleistungen erwartet :mrgreen:


:!: :!: Polyrhachis dives sind am Boden lebende Weberameisen :!: :!: Ich wollte auch erst ein 2m hohes Formi bauen ;) Habe mich dann aber weiter belesen und bin zu dem Bau eines 120x60x60 gekommen. Zumal meine Kolonie sich auch am Boden, teilweise eingebuddelt hat 8) (Man möge mich eines Besseren belehren :D )

Davon abgesehen kann man ihnen auch in einem 60cm hohen Becken viele Möglichkeiten bieten, ihr Nest in "luftiger Höhe" zu bauen.
Und bei einem sehr hohen Becken hat man auch mehr Probleme das Licht (wenn es denn aus Röhren kommt) bis an den Beckenboden zu bekommen und dort lebende Pflanzen zu "Nähren". Die Lichtintensität nimmt mit steigender Entfernung nähmlich überproportional ab. Das siehst du mit dem Auge nicht aber 20cm mehr oder weniger Entfernung zur Lichtquelle, macht teilweise schon einen extremem Unterschied in der Lichtintensität aus.

Die ganze Geschichte mit lebenden Pflanzen verkompliziert es unheimlich ;) Aber für mich wäre son Plastikgebammel auch überhauptnicht in Frage gekommen.

___

Das "Luft reinblasen" ist bei mir für den Sommer gedacht. Wenn wir hier wieder 35°C haben, kann ich so wenigstens die Luftzirkulation verbessern und so vielleicht für Abkühlung sorgen damit die Ants nicht ständig 30°C und mehr haben...
Aber denk dran das du die Luftöffnungen nicht nur oben und unten sondern auch eins links, das andere rechts oder vorn und hinten machst! :mrgreen:

Johnny: Re: Optimale Bedingungen und Technik (12. Nov 2010 11:46)

Also der wichtigste Satz war ja mit den ...am Boden lebenden... Mein Wissenstand war, dass sie gerne in die Höhe gehen. Aber gut zu wissen, damit werde ich es dann wohl so ähnlich aufziehen wie du.

Die Geschichte mit den Pflanzen ist ja dann auch einfacher - wegen des Lichtes. Am besten wäre auch eine elektronische Sonne. Wenn die Sonne im Sommer da rein ballert, verglühen mir die Damen ja noch. Und wenn es zu warm ist, werden ja nur Männchen geboren.

Also soweit hab ich im Kopf das Formi gebaut, nur die Bewässerung muss ich noch überdenken. Ich glaube das mit dem Fluss ist net so pralle. ich glaube ich kaufe einfach den aus dem Shop und baue den da schön ein. Moos drum herum, ein, zwei Pflanzen, ein Stein in Kombination mit nem Ast. 10 cm tiefer Boden (sollte reichen oder?) und die anderen Details kommen beim Bau.
8)

L0RdZ: Re: Optimale Bedingungen und Technik (12. Nov 2010 12:16)

Einen Bachlauf selbst zu bauen, ist aber absolut kein ding... Also es ist nicht sonderlich schwer, macht nur eben viel Arbeit. Du könntest auch einfach eine lange Styroporplatte schräg ins Becken legen, an den Seiten dann nochmal 2 genausolange Styropor Leisten (Rechtecke, Vierecke...) und dann mit Fliesenkleber den eigentlichten Bachlauf modellieren. Für den Ablauf könntest du im Baumarkt einen Trichter kaufen und den auf die benötigten Durchmesser zurechtsägen.. Hinterher versiegelst du das ganze dann einfach mehrmals mit Harz und fertig. Kostenpunkt geschätzt 40€ (bei 30€ Harzpreis;) (1,6l bei ebay...die reichen dann auch mehr als aus)#

Wie gesagt müsstest du nur wahrscheinlich VOR dem einharzen das Ganze anpinseln... Ich weiss nicht welche Farben man nehmen kann, die dann fließendem Wasser standhalten und für die Ameisen nicht giftig sind...
UND die Sache mit dem Überlauf muss geregelt sein. Da gibt es auch wieder verschiedene Möglichkeiten.

Ich hab bei mir 2x 39W T5 röhren mit Reflektoren und Vorschaltgerät. Kostenpunkt 110€ etwa. (120x60x60 Becken) Die Wattzahl richtet sich nach der Beckengröße (vor allem nach der Höhe)... ich bin da schon am Minimum aber mehr Watt (also längerere Röhren) hätten eh nicht reingepasst... dann kann man nur mehr Röhren reinpacken..

10 cm Boden reichen völlig aus, solange du keine Riesenurwaldbäume einpflanzen willst :mrgreen: ich hab im Schnitt 8cm Boden... (Seramis stellt ca. 50% davon dar.)

Johnny: Re: Optimale Bedingungen und Technik (16. Dez 2010 02:06)

Sooo,

es kann los gehen. :o =D> =D>

Nur mal so zur Information:
Ich habe mir jetzt bei (ich nenne die Kette mal, um keine Werbung zu machen) "Fressschüssel" ein Aquarium 80 x 35 x 40 für 40 EUR gekauft, sehr günstig. Gebraucht waren die meisten hier in der Umgebung wesentlich teurer und bevor ich es selbst mache, komme ich wahrscheinlich auch auf diese Kosten, meine Arbeitszeit einberechnet! :mrgreen:
In der Filiale sagte man mir, dass ein passender Deckel mind. 100 EUR kosten würde und ein Selbstbau daher ratsam. Habe lange überlegt und dachte mir, guckste mal im Internet. Habe einen passenden gefunden für knapp 50 EUR. Enthalten sind zwei Lechtstoffröhren, eine imittiert das Sonnenlicht und eine irgendwas anderes. Komm gerade nicht drauf. :grin:
Enthalten sind außerdem noch Reflektoren.
Hoffe, dass ich den Deckel nächste Woche habe.

Dann kann es endlich mit der Einrichtung losgehen. Ich plane in den Deckel zwei Lüfter einzubauen. Einer pumpt rein, der andere raus. Den Deckel abdichten und ein feinmaschiges Gitter darüber Spannen, also zwischen Formicarium und Deckel. Hinzu eine dünne Paraffinöl-Schicht.

Licht sollte genug sein, wegen der Temperatur wollte ich eine Heizmatte einbauen und um die Damen dazu bewegen an einer bestimmten Stelle zu bauen, eventurell einen Heizstein - Idee?

Von wegen Wasserfall: Dafür werde ich wahrscheinlich einen fertigen holen und diesen eventuell erweitern, sprich aufscheiden und .... soweit bin ich noch nicht!! :mrgreen:

Achja, Löcher wollte ich noch selbst bohren, weil die hiesigen Glasbauer nicht bereit sind. Nur leider war die maximale Größe für einen Glasbohrer 10mm!! Ich dachte an mind. 20 mm Durchmesser. Idee?

Ganz sicher mit der Müllabfuhr bin ich mir noch nicht. Reicht wohl ein Ausgang mit nem kleinen Bottich? Einen weiteren Ausgang wollte ich zum Jagen anbieten...

@Lordz:
Was nimmst du noch für einen Bodengrund?

L0RdZ: Re: Optimale Bedingungen und Technik (16. Dez 2010 12:09)

Moin.

Erstmal wünsche ich dir mehr Glück als ich es hatte! Meine Kolonie ist jetzt noch geschätzte 100 Tiere stark weil die Pestizide an den "super Terrarienpflanzen" wohl doch nicht so ganz abgewaschen waren...
Ich würde also nur teure Terrarienpflanzen im Fachgeschäft kaufen, wo garantiert ist, das sie Pestizidfrei sind. Die zweite Möglichkeit sind Pflanzen aus eigener Aufzucht oder man lässt sie eben komplett Weg. Künstliche Pflanzen finde ich schlimmer als garkeine ;)

Wenn du die Heizung im Boden verlegst, wird der auch sehr trocken sein, egal ob du torf usw dabei hast. Bei mir bekam das keiner der Pflanzen und 50% sind eingegangen. (Super Beratung bei Pflanzen Kölle! =D> )

10mm Löcher sind zu klein. Beim Antstore sind es 27mm und den dazu passenden Schlauch bekommst du dort auch günstig. Ob du nun die Anschlusstücken auch dazukaufst oder den Schlauch direkt in die Bohrung steckst, ist dann deine Sache. Beides ist 100% dicht.
Kleinere Löcher und anderer Schlauch aus dem Baumarkt machen genausoviel Arbeit und sind eher zu Klein für diese Art. Ausserdem kostet 1m duchsichtiger Wasserschlauch im Baumarkt ab 4€/m und da ist dann nicht gesagt das der frei von verdunstenden Schadstoffen wie Weichmachern usw. ist...

Glasbohrer gibt es in vielen Größen. Wichtig ist WIE du bohrst. D.h. eine Ebene Unterlage, wenig Druck ausüben, VIEL WASSER zur Kühlung um Spannungsrisse zu vermeiden.

Belüftung im Deckel ist eher Suboptimal. Die Luft sollte eher von einer Seite unten zur gegenüberliegenden Seite oben zirkulieren / strömen.

Müll- u. Jagdbecken sind eine nette Idee aber ob sie angenommen wird, kannst du nicht beeinflussen ;) Meine Lianen-Leiter zum Schlauch (welcher in ca. 50cm Höhe am Becken angebracht war) wurde irgendwie nicht so gut angenommen ;) Das kann aber auch an irgendeinem andern Problem gelegen haben weil meine Kolonie extrem Faul geworden ist als sie eingesetzt wurde. Nach einer anfänglichen Panik war schnell der Ofen aus und sie haben fast nur noch auf ein und der selben Stelle gesessen ohne zu Fressen oder zu Jagen.

Wenn du keine lebenden Pflanzen hast, ist die "Lichtmenge" eher zweitrangig. Ich hab bei meinem 120x60x60 2 T5 39W Röhren mit Reflektor drin und das war schon ganz gut ausgeleuchtet ;)
Ich habe 2 Vollspektrumröhren drin. Eine eher als Pflanzenlicht mit dementsprechenden Farbanteilen und eine eher Weiss-blaue Röhre die man sonst eher als Aquarienbeleichtung kennt.

Bodengrund: Wenn du keine Pflanzen hast, brauchst du auch kein Seramis. Die Polyrhachis dives kommen sowohl auf Humus als auch auf Sand zurecht. Problematisch sind eher sone Sachen wie Kokosflocken wenn sie überall liegen. Als Deko an einigen Stellen mögen sie okay sein aber wenn sie überall liegen, krackseln die Ameisen teilweise sehr wirr umher anstatt zielgerichtet einer Richtung zu folgen. Auf Sand habe ich da deutlich schnellere Tiere gesehen ^^
Es ist halt eine Geschmacksache. Ich würde den Boden vielleicht auch nicht zu feucht halten, weil es ja auch viel feuchtigkeitsspeichernde Bodenmaterialien gibt. Wenn du solche verwendest, musst du penibel auf die Belüftung achten da dir sonst das gleiche passiert wie mir. Boden zu nass und keine Lüftung : nach knapp 2 Tagen schon überall Schimmel zu sehen gewesen.
Ich hatte jetzt Seramis unten, darüber ungedüngte Blumenerde, darüber eine dicke Schicht Kokoshumus und als Deckschicht Kokosfasern, Kokosbröckchen und Xaximstreu (wo auch _NULL_ Moose gewachsen sind...)

Zu dem Latex-Torf-Moossporen-Gemisch an der Rückwand kann ich auch nur sagen das es bei mir bisher nicht funktioniert. Seit knapp 10 Wochen rührt sich da nix. Ärgerlich wäre es jetzt wenn genau dieses Gemisch schuld am Tod von hunderten Tieren wäre... Ich werde es wohl nie erfahren ^^

Die KBHENWEHSWI-Methode funktioniert. (kommt baut hier euer nest weil es hier schön warm ist) :mrgreen: Bei mir sollten sie zwar IN die Wurzeln gehen, fanden es aber DARUNTER doch kuscheliger...

Eine Sache noch : Holz wird absolut bevorzugt um darauf zu laufen oder zu chillen...

Johnny: Re: Optimale Bedingungen und Technik (16. Dez 2010 22:33)

Was nimmst du denn als Abdeckung und zusätzlichen Schutz?

Was ist besser: ein Fliegengitter oder ein feinmaschiges Gitter?

Der Apotheker: Re: Optimale Bedingungen und Technik (17. Dez 2010 11:22)

Hallo,

ein feinmaschiges Gitter ist besser.

2 Lüfter sind gut, wären aber überflüssig. Einer Pumpt rein, einer raus... wenn du Luft rein pumpst, kommt diese zwangsläufig auch wieder raus ;)
Du soltest dabei nur eine zirkulation der Luft aufrecht erhalten. zb. seitlich / links unten rein, rechts oben raus oder im denkel an einer ecke rein, an der seite auf der gegenüberliegenden längeren Seite unten wieder raus dazu reichen ein paar kleine oder ein grosses Loch aus.

Heizmatte ist meiner Meinung nach ein muss! Von Aussen an die scheibe geklebt, von innen stück Holz an die scheibe ( für das Nest).

Heizstein könnte überflüssig sein, meine Damen haben *nie* den Heisstein in anspruch genommen, den ich in meinen Becken hatte.

Am Tag das Licht und die Heizmatte, in der Nacht nur die Heitzmatte, wenn die Temp. nicht weit unter 20°C fällt.
das sollte ausreichen, ist meine Meinung.

Müllabfuhr?
Ich habe nie wirklich erkennen können, das die sowas gemacht haben. Fressen tun sie an Ort und Stelle, ausser das Futter ist so klein das sie es problemlos tranportieren können (wzB. Marden), dann wir auch mal was ins Nest getragen.
Wenn du was brauchbares bauen willst, dann sorge dafür das sie Ihre Leichen in Wasser werfen können.
Habe einst selber ein Becken mit einer 0,5-1cm hohen Wasserschicht aufgestellt, über das Wasser ein stück Holz mit ca. 1-2cm abstand zum Wasser gelegt.
Dort wurde dann alles reingeworfen tote Ameisen Pupenreste und gelegentlich auch mal unrat.

Zu deinem Wasserfall, das ist Optisch bestimmt eine schöne sache, aber dieser wird zu 100% als leichen abwurfplatz verwendet, d.h. bei einer grossen Kolonie darfst du diesen dann min. täglich säubern.

Hoffen ich habe nichts vergessen, habe dein Text nur kurz überflogen. Wenn du fragen hast, stell sie einfach kurz und bündig. Hatte selber gute 1,5 Jahre 2 Polyrhachis dives Kolonien, habe beide abgeben müssen.

Gruss
Der Apotheker

Johnny: Re: Optimale Bedingungen und Technik (25. Dez 2010 23:03)

Soo, ich bin dann so gut wie fertig mit meinem Bau.

Übrigens: Löcher in Glas zu bohren ist SEHR einfach.

Ich habe einfach seitlich mit einem Akkubohrer und einem 10 mm Glasbohrer zwei Löcher gebohrt. Stetiger Wasserlauf und viel Gedult sowie etwas Power im Arm. 8) Habe zwei Akkus durchgehauen - pro Loch!!!

Vielleicht hab ich mir zu viel Zeit gelassen, aber die Löcher sind sehr sauber, kein Bruch.

Um einen bestimmten Platz zu heizen: Hatte die Idee, ( und auch umgesetzt, aber wieder abgebrochen, weil nicht schön ), Heizmatten für Außenspiegel einzubauen. Günstig und effektiv. Bei 12 V werden die ca. 50° heiß, aber bei 6 V natürlich weniger. Nur so, als Inspiration... :wink:

Anschließen werde ich noch Müllbecken und eine Kampfarena, aber erst, wenn das Volk größer geworden ist.


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