Hallo Leute.
Vor einiger Zeit habe ich beschrieben, wie meine P olyrhachis dives Verluste hat, dass die Ameisen Krämpfe zeigen und dann verenden. Seit ca. drei Wochen haben sie das angebotene Futter, das sie zuvor gut angenommen haben, verweigert (Eigelb, Hundefuttergele, abgebrühte Heimchen, Fruchtfliegen, ZUcker/Honigwasser etc.).
Da die junge Kolonie z.Z. noch im Verbindungsschlauch zwischen Furmikarium und Arena nistet, kann ich die Grösse und Aktivität gut beobachten. Zu meiner Bestürzung hat die Anzahl der Ameisen drastisch abgenommen. Ich habe keine Ahnung, an was es liegen könnte, und muss hilflos zusehen, wie meine Kolonie stirbt.
Kann mir niemand helfen?
gruss
Berit
könntest du vielleicht noch nähere informationen geben damit man dir helfen kann, oder sind sie inzwischen alle verendet?
Hi,
ich poste mal in diesen Beitrag, weil ich ein ziemlich ähnliches problem habe.
Besitze seit ca. einem Jahr eine Polyrhachis dives Kolonie, die ich von einem Freund bekam. Als sie bei mir ankam, hatten sie 2 Königinnen und rund 300-400 Arbeiterinnen.
Ich halte sie in einer Glasröhre (Volumen ca. das doppelte einer Weinflasche) und 2 angeschlossenen Becken. Die Glasröhre ist das Nest, wobei dort die Temperatur elektronisch geregelt wird. Diese ist derzeit auf ca. 28 Grad eingestellt. Luftfeuchtigkeit weiß ich nicht, weil ich keine Messung besitze.
So und jetzt zum Problem:
Seit ca. 2 Tagen sterben die Arbeiterinnen reihenweise, wobei sie langsam verenden. Sprich sie krabbeln immer langsamer, bis sie tot sind. Zusätzlich ist die Aktivität im Nest sehr gering. Normalerweise ist das Glas von innen komplett zugewebt, jetzt gibt es schon kleine Lücken, durch die man hineinsieht. Durch diese Lücken kann man leider nicht alles erkennen, aber es sind nicht mehr viele Arbeiterinnen im Nest.
Fast alle laufen jetzt im Becken einfach planlos umher. Zuckerwasser wird noch aufgenommen, jedoch Futtertiere kaum.
Meine Vermutung ist, dass die Königinnen gestorben sind und die Arbeiterinnen jetzt einfach keine "Aufgabe" mehr haben, um es mal so auszudrücken.
Diese Schilderung ist derzeit von meiner Familie gemacht worden, da ich in Schweden auf Auslandssemester bin und mir das alles selbst nur erzählen lassen kann.
Hoffe auf eure Hilfe.
Danke, chilledkroete
Hallo,
also durch Informationen aus dritter Hand eine Ferndiagnose zu stellen ist wirklich schwierig.
Polyrhachis dives sind in der Haltung eigentlich nicht so kompliziert.
Für mich sieht es irgendwie nach Vergiftung aus oder in der Haltung läuft etwas schief. Ist vielleicht mit einem Glasreiniger gearbeitet worden oder behandelte Pflanzen aus dem Gartencenter in das Becken eingebracht worden. ? Auch hinsichtlich Nahrungsaufnahme sind Polyrhachis dives nicht sonderlich wählerisch.
Am besten Du erkundigst Dich nochmal eingehend bei demjenigen, der jetzt die Pflege für Dich stellvertretend übernommen hat, wie's vor Ort aussieht.
So kann man wirklich kaum was sagen. :)
Viele Grüsse
Natürlich ist eine Ferndiagnose schwierig, aber was bleibt mir anderes übrig :(
Also den Einsatz von irgendwelchen Chemikalien oder Reinigern kann ich vollends ausschließen, es gab keinerlei Behandlung dieser Art an oder in den Becken.
Das einzige was mich verwundert hat, ist, dass von einem leicht säuerlichen Geruch berichtet wurde. Diesen Geruch gab es schon einmal als ich meine Familie mit der Pflege beauftragt habe. Diese Zuckerwasser anboten, das Gefäß dann aber nicht ausschwämmten, so dass der Zucker zu stinken begann.
Laut den Berichten wurde dieses mal nicht immer frische Watte für das Zuckerwasser genommen und möglicherweise ist das die Ursache für den Geruch.
Aber kann das zu einem Koloniesterben führen?
Danke, schöne Grüße
chilledkroete
hi
du sagst frische watte?
es kann der grund sein wenn es zb so ein watte pad ist der auseinander gezogen wurde uns deine familie den nicht überbrüht hat ?!
also das problem was du schildersttritt manchmal auf zb wenn die luftfeuchte zu hoch ist das kann ein grund sein oder wie uta bereits sagte eine vergiftung . ich würde empfehlen das becken zu reinigen (mit reinem wasser) und die luftfeuchte etwas nach unten zu korrigieren . P olyrhachis dives über nehmen bei 400 workern die nestluftbefeuchtung FAST alleine in die hand und zu hohe luftfeuchte kann da zum tode führen .
mfg
Es wird leichte, offene Watte (wenn man das so bezeichnet :) ) genommen, keine Wattepads.
Das mit der Luftfeuchtigkeit hab ich wie gesagt auch schon überlegt. Ich bin mir allerdings sicher, dass es deutlich über 400 Arbeiterinnen sind und da sollte das doch laut deiner Aussage von alleine klappen. Zusätzlich würde ich nicht verstehen, dass die Luftfeuchtigkeit sich plötzlich ändern sollte, wenn das so schon seit einem Jahr funktioniert.
Schöne Grüße
chilledkroete
Das einzige was mich verwundert hat, ist, dass von einem leicht säuerlichen Geruch berichtet wurde. Diesen Geruch gab es schon einmal als ich meine Familie mit der Pflege beauftragt habe. Diese Zuckerwasser anboten, das Gefäß dann aber nicht ausschwämmten, so dass der Zucker zu stinken begann.
Gefäße in denen Zucker-/Honigwasser angeboten wird, müssen regelmässig (nach jedem neuen Futterangebot) gründlich gesäubert werden - am besten in/mit kochendem Wasser -, da ansonsten ein Gärungsprozess einsetzen kann und Schimmelgefahr besteht. Also wenn schon ein recht unangenehmer, stechender Geruch wahrgenommen wurde, so ist das absolut kein gutes Zeichen und bei mir würden alle Alarmglocken läuten.
Was die Befeuchtung angeht, so kann ich bestätigen, was Coy geschrieben hat - bei Polyrhachis dives kann man zur Selbstversorgung ein Schälchen/Tränke mit Wasser anbieten und zwischendurch ein wenig das Nest/Boden besprühen; aber alles bitte in Maßen!
Wie sieht es mit Nestbaumaterial aus. Ist dies vielleicht behandeltes Material? Evtl. eingebrachte behandelte Pflanzen aus dem Gartencenter (haben oben schon darauf hingewiesen)?
Ich wünsche Dir, dass Deine Kolonie noch "die Kurve" kriegt, aber ich glaube, Du solltest der Person, die sich jetzt um die Kolonie kümmert, veränderte Pflegeinstruktionen geben. :)
Viel Glück und Grüsse
Oh ja, es wurden veränderte Pflegeinstruktionen gegeben, bzw. die schon gegebenen noch einmal mit aller Deutlichkeit wiederholt. Offensichtlich wurden beim ersten Mal nicht alle verstanden oder einfach überhört. Manche Menschen können einfach nicht zuhören, wenn ein anderer ihnen etwas erklärt. :roll:
Wie dem auch sei, jetzt ist es schon geschehen. Es wurden jetzt alle Futterbehälter gereinigt und neu befüllt. Zusätzlich liegen ständig 2 Reagenzgläser Wasser und eines mit Zuckerwasser im Becken.
Nestbaumaterial bekam ich vom Vorbesitzer mit, dieser hat es laut seinen Aussage im Wald gesammelt und dann im Ofen "gebacken". Er ist eine sehr zuverlässige Quelle und absolut vertrauenswürdig. Ist schon ein sehr erfahrener Halter.
Ich weiß nicht wirklich was die Ursache sein könnte, könnte es nicht doch der Tod der Gynen sein?
Danke für die schnellen Antworten und schöne Grüße
chilledkroete
tja eigentlich hört sich alles gut an ausser das sie sterben.
aber nur weil die gyne stirbt fallen die meisen nicht gleich tot um..
tja es ist immer problematisch wenn man seine kolo der familie anvertrauen mus die im normalfall keine ahnung hat.
wer weiß was deine fam macht...
überprüfen sie auch temp und feuchtigkeit richtig? wie führen sie die feuchtigkeit zu?