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SiJa: Re: Futter für Camponotus cruentatus (2. Mär 2020 20:01)

Hallo Zusammen,

Ich habe seit einigen Jahren eine Camponotus Cruentatus Kolonie. Die Fütterung ist für mich aber immernoch ein Problem denn die Ameisen wollen nur Fliegen (oder andere kleine fliegende Insekten). Im Sommer kann ich eine Zeit lang fliegen besorgen aber das wir auf dauer sehr anstrengend denn die Ameisen haben sich gut vermehrt.
Nur Honig scheint auch ausreichend zu sein für die Tiere, sie überleben aber sie vermehren sich dann nicht.

Ich konnte noch nichts finden was sie fressen und ich einfach im Supermarkt oder der Tierhandlung besorgen kann. Evtl. hatt jemand von euch einen guten Tipp??

Vielen Dank fuer eure Hilfe!

Gruß Simon

HarryAnt: Re: Futter für Camponotus cruentatus (2. Mär 2020 20:54)

Was hast du den schon alles versucht? Die üblichen Kandidaten wie Heimchen, Grillen, Maden, Mehlwürmer, usw. schon durch?
Es gibt im Zooladen ja auch die Terfly (flugunfähig) in kleinen Zuchtdosen.

Was ich dir sehr empfehlen kann wäre eine kleine Schokoschabenzucht.
Die Zucht ist sehr einfach, kostet fast nichts, die Tiere machen keine Geräusche oder Gerüche und können keine glatten Flächen hochklettern.
Eine Plastikbox, ein paar Eierkartons & Fischfutterflocken; mehr braucht man eigentlich nicht.
Damit bist du komplett versorgt, die Futtertiere werden (in der Regel) sehr gut angenommen (tot oder lebend) und haben sehr gute Nährstoffe.
Sind dann in der Box in allen Größen verfügbar.


Testweise anbieten kannst du auch mal kleine Portionen Thunfisch (aus der Dose im eigenen Saft), Shrimps, Katzennassfutter, Hähnchenschinken ...


Für die Kohlehydratversorgung kann ich Invertzuckerlösung sehr empfehlen - mit etwas Wasser verdünnt und eine größere Tränke davon gefüllt hat man wochenlang Ruhe ohne das es eintrocknet oder verdirbt.

Abmeise: Re: Futter für Camponotus cruentatus (2. Mär 2020 22:18)

Hallo,
besorge Dir Angelmaden, gibt es oft im Zoofachgeschäft bzw, im Angelladen. Entweder lässt Du sie gleich zu Fliegen sich entwickeln und frierst sie dann ein, oder lagerst die Maden im Kühlschrank und nimmst sie portionsweise heraus. Die Entwicklung bei Zimmertemperatur Made bis zur Fliege ca, 14 Tage.
Gruß

SiJa: Re: Futter für Camponotus cruentatus (8. Mär 2020 15:33)

Vielen Dank für eure Tips!

Habt ihre selbst Camponotus Cruentatus Ameisen und wisst, dass sie das mögen?

Ich habe schon Insekten versucht die ich im Garten finde. Käfer, Würmer, Wespen... aber sie fressen nur Filegen.

Was aus dem Kühlschrank kommt haben sie bisher alles verschmäht. Fleisch, Ei, Wurst...
Auch trockene und frische Früchte mögen sie nicht.

Im Zooladen habe ich auch mal Bienenmaden gekauft aber auch diese wollten sie nicht.

Gruß Simon

Serafine: Re: Futter für Camponotus cruentatus (8. Mär 2020 23:36)

Fruchtfliegen und Fliegen kommen am besten an. Wenn die Kolonie größer wird verbreitert sich der Speiseplan zunehmend, dann kann man auch Grillen, Heuschrecken und Schaben anbieten.

derameisige: Re: Futter für Camponotus cruentatus (9. Mär 2020 11:31)

" Ich habe schon Insekten versucht die ich im Garten finde. Käfer, Würmer, Wespen ... aber sie fressen nur Filegen. "
Jede (soziale) Wespe, die Du jetzt im Frühjahr im Garten findest, ist eine begattete Jungkönigin. Sie würde ein Volk gründen, das dann im Laufe des Sommers neben Arbeiterinnen auch die Männchen und Jungköniginnen für das nächste Jahr produziert. Das alles vernichtest Du mit dem Verfüttern einer einzigen jetzt fliegenden Koloniegründerin.
Solitäre Wespen, etwa Schlupfwespen etc., sehen i.d.R. nicht "wespenähnlich" aus, so dass Du die vermutlich nicht meinst. Aber auch diese sollen/wollen in diesem Jahr Nachwuchs produzieren.

Serafine: Re: Futter für Camponotus cruentatus (9. Mär 2020 13:46)

Außerdem ist das töten von sozialen Wespen verboten und kann schnell 5000€ kosten - bei Zerstörung eines Nests noch viel mehr. Die sind ähnlich wie Waldameisen besonders geschützt.
Und abgesehen davon sollte man ganz generell keine Tiere aus derselben Familie (Bienen, Wespen, Hummeln, Ameisen, etc.) zu verfüttern, da hier am einfachsten Krankheiten und Parasiten übertragen werden, aus denselben Gründen haben wir auch aufgehört Bestandteile von Schafen, Kühen und Schweinen an respektive Nutztiere zu verfüttern (Scrapie, BSE, Schweinepest).