Hallo zusammen,
im Camponotus Forum konnte mir keiner Helfen, evtl. hat hier ja jemand eine Idee.
Meine junge Kolonie wird von regelmäßigen Todesfällen ereilt.
Zu allererst dachte ich, es seien die Pflanzen -> entfernt
Dann dachte ich es liegt an dem Ausbruchschutz (Paraffin Öl) -> entfernt
Sie sterben immernoch. Und zwar immer nur die Ameisen, die "draußen" sind, also die, die in der Arena rumlaufen.
Die Kolonie hält sich fast komplett in einer Kammer auf und regt sich auch fast überhaupt nicht.
Wenn mal eine rauskommt, läuft sie auch gut 2-3 Tage heiter umher, klettert die Scheiben hoch und läuft an der Decke entlang.
Nach 3-4 Tagen kommt sie die Scheibe nicht mehr hoch, fängt an zu schwanken und fällt auch ständig auf den Rücken.
1-2 Tage später liegen sie immer tot irgendwo rum. Das hatte ich jetzt bei ca 10-15 Tieren!
Was auffällt ist, dass sie alle recht "verstaubt" sind wenn sie tot sind.
Der Staub kommt von der Sand-Lehm Mischung (trocken, als fester Boden aus Ant-Store).
Das kann doch nicht der Grund sein, oder? Und falls doch, was soll ich dann machen, ich kann doch nicht immer den Arenaboden feucht halten.
Es ist absolut nichts mehr in der Arena ausser dem Lehmboden, die Oberfläche vom Ytong, eine Wassertränke, zwei Schalen (Honig/Wasser). Das Terrarium ist aus einem Fachhandel...
Im letzten Beitrag sind ein paar Fotos von der Farm/Arena und auch eine Mikroskopie einer toten Ameiese...
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=143&t=16309
LG
Daniel
Hi,
woher stammt der Lehmboden?
Kann es sein dass die Arbeiterinnen den Weg ins Nest nicht mehr finden und dann vertrocknen?
Wie groß ist die Arena?
Biete mal Wasser in der Arena an und halte den Lehm etwas feucht, so dass es eben nicht staubt.
Gibt es Nahrung und Zuckerwasser?
LG
Ich hatte das selbe Problem mit meiner startenden Camponotus ligniperdus Kolonie. Hatte eine Königin mit 10 Arbeiter innen , nach und nach lief sich jede Arbeiterin regelrecht in der Arena tot. Anfangs recht gediegen, Stunde für Stunde hektischer und zitternder. Brut entwickelte sich dennoch, Honigwasser und Insekten wurden angenommen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass es stark danach aussah, dass sie den Eingang nichtmehr finden. Dieser war damals einfach nur ein Loch im Boden. Seitdem ich den Eingang etwas mit Steinen bedeckt habe (siehe Link) gab es bisher keine Todesfälle mehr durch "Totrennen", auch bei der neuen Generation Arbeiterinnen nicht. Auffälig hierbei ist, dass fouragierende Arbeiterinnen später im Nest exzessiv von den anderen Arbeiterinnen geputzt werden.
http://imgur.com/a/SaEXK
P.S.: Meine Kolonie mag absolut keinen Sand so wie es aussieht, hatte die Kammern meines Ytong mit Sand Lehm Gemisch ausgestrichen, haben sie alles fein säuberlich abgetragen. Vielleicht fanden sie auch den Nesteingang zu sandig/rutschig. Who knows...
Ich würd ansonsten mal die Luftfeuchte in der Arena messen. Bei mir wars damals etwas über 60%. Was aber vermutlich am Becken an sich lag. Recht flach, kleines Belüftungsloch (http://i.imgur.com/qr7eo.jpg).
Gerade bei Camponotus ligniperdus habe ich das Gefühl, dass Arbeiterinnen, bevor sie sterben, versuchen, sich möglichst weit vom Nest wegzubewegen,
insbesondere bei der Kolonie, die ich letztes Jahr mit drei Arbeiterinnen bekommen habe, ist dieses Verhalten aufgetreten und es sind, soweit ich zählen kann, nur drei gestorben...
Für mich nicht zu ergründen, warum die Ameisen sterben.
Es liegt nicht daran, dass sie in der Arena herumirren und an Entkräftung sterben, weil sie die Scheiben nicht hoch kommen.
Die von Dir beschriebene Beobachtung spiegelt ein Verhalten von Ameisen wieder,
die in der Haltung vergebens versuchen, sich von ihrem Nest zu entfernen, um zu sterben.
Ob das auf den Bildern nur Lehmstaub ist, ist für mich nicht zu erkennen.
Ameisen und trockener Lehm, selbst mit lockerem, staubigem Lehm, hat bei mir nie Ameisentote gebracht.
Irgendwas Anderes passt nicht.
Grüße Wolfgang
Hallo,
Danke für Eure Antworten!
@MrIglo
- Der Boden ist aus Antstoren (Sand-Lehm-Mischung).
- Die Arena ist 30x40 und das Nest ist in der Arena (Ytong), die Ameisen die sterben sind zwischendurch auch mal im Nest, dass sie es
nicht finden schließe ich eher aus.
- Futter/Wasser/Honig werden regelmäßig frisch angeboten.
- Kann es wirklich sein, dass der trockene Boden zu staubig ist?
@DanielP
- dies ist genau das Verhalten, welches ich beobachte! Insbesondere das Zittern!
- auch das exzessive Putzen lässt sich beobachten!
- da die Ameisen aber hin und wieder auch in dem Nest sterben, kann es nicht am "nicht finden" liegen.
(zumal wenn Du auf das Bild schaust, mehr als genug Eingänge da sind)
- wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit denn sein? Hab kein Hydrometer, und das Terrarium ist oben komplett offen (Gaze Deckel)
- hast Du noch was geändert? Hört sich sehr nach dem an, was sich bei mir tut!
@Markus
- das Gefühl habe ich auch, aber warum sterben sie? Wie gesagt, bei mir sind es deutlich mehr Todesfälle und jedesmal die, die vorher
draußen waren
@Erne
- der rote Staub kann nur von dem Lehm kommen, ich hab zwar einen "drei-farbigen" Boden, aber sonst ist nichts mehr in der Arena
- alternativ von Seramis ;-)
Ich hab jetzt nochmal die ganze Arena gesäubert inkl. Scheiben putzen.
Z.zt. kommt aber kaum mehr eine rauß, vermute es geht richtung Winterruhe.
Die Mini-Larven entwickeln sich auch nicht weiter, vermutlich die Frühjahrsbrut.
Im Anhang ein Foto der Nest-Arena. Die runden Löcher haben vorher die Pflanzen beherbergt, damit diese ebenerdig sind.
Falls noch wer eine Idee hat bitte kurz posten.
Euch schonmal vielen Dank, zumindest bin ich nicht der einzige mit dem "Problem".
LG
Daniel
- wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit denn sein? Hab kein Hydrometer, und das Terrarium ist oben komplett offen (Gaze Deckel)
Laut der Information im Store zwischen 30 - 50 %. Mit einem offenen Deckel solltest glaub ich aber auch nicht drüber kommen.
- hast Du noch was geändert? Hört sich sehr nach dem an, was sich bei mir tut!
Da bei mir die Luftfeuchtigkeit konstant zu hoch war (circa 60%) habe ich das Bewässern des Ytongs seit ein paar Wochen komplett eingestellt. Scheint ihnen nicht zu schaden. Ob das jetzt der Grund war kann ich nicht sagen. Vielleicht war der Transport auch nur zu stressig, da alle zuvor gestorbenen Arbeiterinnen von der vorigen Generation waren die nicht bei mir geschlüpft sind. Alle die nun leben sind bei mir geschlüpft.
Hmm... wie schauts denn aus mit den Seramis Steinchen ? Ausm Garten geklaut und eventuell mit irgendwelchen Pestiziden oder Blumendünger kontaminiert oder so ?
P.S.: Schönes Formicarium :)
Hi,
vielen Dank @ P.S. ;-)
die Seramissteine hab ich im Baumarkt neu gekauft, sind die gleichen, die es auch im Antstore gibt.
Die sind ja auch im Nest und da stirbt auch keine.
Die Luftfeuchtigkeit könnte in der Arena natürlich deutlich niedriger sein, da ja der Deckel im Grunde nicht vorhanden ist.
In der Wohnung sind es allerdings ca 20% sodass im Formi eher höher ist...
Leider muss ich auf die neue Generation ja bis nächstes Jahr warten, wenns so weiter geht, habe ich dann keine Kolonie mehr :(
Hallo,
Mich würde mal interessieren wie sich die Sache entwickelt hat. Meine Camponotus ligniperdus sind inzwischen aus der Winterruhe erwacht. Haben mit 1 Königin und 3 Arbeiter innen überwindert. Leider sind mir inzwischen 2 weitere Arbeiterinnen gestorben. Gleiche Symptome wie bereits beschrieben.
Nach dem Tod der ersten Arbeiterin habe ich alle Deko, alle Schälchen, Äste, etc. inklusive Bodengrund ausgewechselt (inklusive Überkochen). Die Ameisen habe ich so sorgfältig wie nur möglich in ein RG umgesiedelt und den Ytong nocheinmal abgesaugt (wegen Feinstaub).
Alles leider ohne Erfolg.
Dennoch legt die Königin weiter Eier.
Hi, ich habe hier EXAKT das gleiche Problem. Ich nutze auch den gleichen Bodengrund, die gefärbte 1:1 Mischung.
Wie ging es bei dir weiter? Hat es aufgehört?