Hallo zusammen.
Auf Rat einiger hab ich meiner Camponotus ligniperdus Königin Puppen aus einer wilden Kolonie gegeben (manche erinnern sich vllt. noch).
Anfangs saß sie auf den Puppen, aber schon nun einige so weit es geht von sich weg.
Diese sehen auch eingefallen und schrumpelig aus.
Eine Puppe hatte sie bis heute, in dieser sehe ich eine Ameise (schwarzer Körper erkennbar).
Die Frage ist nun, warum tut die Königin das? Anscheinend ist der Panzer dieser einen Ameise bereits ausgehärtet, aber die Königin öffnet die Puppe nicht.
Eigentlich sollte sie doch dazu in der Lage sein oder?
Gruß,
Christian
Ja das sollte sie. Schon ungewöhnlich, dass sie die Puppen nicht annimmt. Ist das Reagenzglas geöffnet oder geschlossenen gewesen?
Ich habe gute Erfahrungen gemacht, nach einer Vergesellschaftung oder Zugabe fremder Brut zunächst das Reagenzglas zu verschließen und erst ein
oder zwei Tage später zu öffnen. Aber wie es klingt, hast du ja noch keine Arbeiterinnen, sprich das RG sollte so oder so geschlossen sein.
Hast du schon versucht, frisch geschlüpfte Arbeiterinnen hinzuzugeben? Evntl. könnte dir das helfen, weil diese dann neue Puppen öffnen.
Ich wünsche dir viel Glück, dass es doch noch klappt,
viele Grüße AIS
P.S. Es ist jetzt keinesfalls meine Absicht, darüber zu urteilen, ob gepusht werden sollte oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden.
Ja sie ist ohne Arbeiterinnen (waren leider gestorben) und das Reagenzglas ist zu.
Frage ist nur, wo bekomme ich frisch geschlüpfte Arbeiterinnen her? Will auch das wilde Nest nicht unnötig stressen oder zerstören.
Entweder findest du an warmen Tagen ohne das Nest großartig zu stören (z.B. wenn du einen Stein hochhebst) frischgeschlüpfte Arbeiterinnen,
oder du nimmst zunächst eine alte Arbeiterin und ein paar Puppen und wartest bis neue Arbeiterinnen schlüpfen.
Aber erstens wird es jetzt langsam schwieriger, Brut zu finden (zumindest hier oben bei uns ist gar nichts mehr los)
und zweitens wird sie es höchstwahrscheinlich auch ohne Arbeiterinnen schaffen erneut zu gründen, Königinnen dieser Art
haben sehr große Reserven.