Wie ja manche wissen, hatte ich vor eine Camponotus herculeanus Königin samt ein paar Arbeiterinnen anzuschaffen. Natürlich hab ich meine Mitbewohner gefragt und die waren einverstanden. Jetzt habe ich bei Wikipedia aber gelesen, dass die Holzliebenden Camponotus h erculeanus Kolonien manchmal Jägerhütten die im Wald liegen, befallen. Das musste ich meinen Mitbewohnern auch beichten und daraufhin rieten sie mir die Haltung dieser Art ab. Schnell hab ich ihnen erklärt dass es keine Termiten seinen :mrgreen: und dass sie erst das Holz befallen, wenn sie samt Königin ausziehen werden.
Allerdings hab ich nachdem ich den Artikel gelesen hab auch o meine Zweifel und wollt mal erst hier fragen ob diese Art jetzt das Holz befällt :?:
LG BigMama
Wohnt ihr in einem Massivhaus? Oder in einem Fachwerkhaus?
Wir haben ein Massivhaus. Ein ziemlich altes.
Dann sind sicherlich Holzbalkendecken drin. Aber soweit ich weiß, gehen die doch nicht an trockenes Holz ran. Eher an feuchtem bis nassem Holz um ihr Nest bauen zu können. Da könnte der Holzwurm womöglich mehr Schaden anrichten. Warten wir mal was die Anderen hier so sagen.
Aber so weit ich weiss entwickelt sich eine Camponotus h erculeanus Kolonie relativ langsam und ich glaub 6 ausgebüchste Ameisen können nicht viel anrichten oder ?
Um schaden anzurichten muss die gyne ausbrechen. Muss auch feuchtes holz da sein, sonst werden sie sterben.
Ok dann überprüf ich am besten immer wo die gyne ist.
Um schaden anzurechten muss der gyne ausbrechen. Muss auch feuchtes holz da sein, sonst werden sie sterben.
Diese Vorstellung ist zwar nett, aber leider komplett falsch. Es ist sogar so, dass Camponotus ligniperda sowie herculeanus morsches, feuchtes Holz eher meiden. Es gibt natürlich Arten, allen vorran Lasius brunneus, die sich gerne in feuchtem, morschen Holz niederlassen.
Camponotus ligniperda u. herculeanus nisten in der Natur sogar in gesundem Holz von Bäumen. Auch in trockenem Holz (Dachstuhl etc.) können diese Ameisen nisten. Die Wasserversorgung erfolgt dabei anscheinden über externe Quellen.
Ok dann überprüf ich am besten immer wo die gyne ist.
Wäre das so einfach, würde ja keine Kolonie mehr ausbrechen können. Leider melden sich Ameisen selten ab, für gewöhnlich ziehen sie nachts um und das ist dann auch keine seit Monaten vorbereitete Aktion.
Aber ehrlich gesagt schätze ich das Risiko, dass eine Kolonie dieser Art ausbricht, nicht als groß ein. Die Ameisen sind groß, ein Deckel sowie ein weiterer Ausbruchsschutz wie Talkum oder PTFE sollte jeden Ausbruch vereiteln. Schwieriger wird es, je kleiner die Individuen werden (z.B. Pheidole).
Der schlüssel hier ist "wasser aus externe quelle" Solte eigentlich nicht moglich sein in eine modernes haus wasser zu finden. Solte sehr leicht sein eine h erculeanus gyne gefangen zu halten, ist immerhin fast 20 mm lang....
Solange man ein ordentliches nicht offenes Formicarium hat , ist das kein Problem. Meine Camponotus ligniperda Königin hab ich im XL Starterset von Antstore und das ist für diese Art absolut dicht. Da gibts kein Spaltmaß. Es könnten wenn überhaupt vielleicht Temnothorax nylandri durch das Gitter schlüpfen, wobei ich sogar das für unrealistisch halte.
(Camponotus ligniperda und Camponotus herculeanus sind nahezu gleich groß)