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Rottweiler: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (2. Mai 2017 13:33)

Wenn du das Risiko eingehen willst dann hör auf HarryAnt, ansonsten lass es lieber bleiben. Mit der Vergesellschaftung habe ich keine Erfahrung.

Ansonsten fand ich es schon schade mit der neuen Kolonie und muss gestehen das ich auch nicht sehr erfreut war.
Aber ich dachte mir, dass wenn du die Königin zu Seite legst, sie genug Ruhe bekommt um zu gründen.
Die großen Camponotus Arten sind stärker als man denkt (das habe ich bei meiner C. micans gesehen) und wenn erstmal die Arbeiterinnen vermehrt herum laufen wirst du sie schon füttern. (wenn du damit überhaupt aufhören wolltest...)

Es ist schön Gewissheit zu haben das es dir nicht an Verstand mangelt, sondern nur an Geduld. Letzteres werden sie dir beibringen, denn es dauert ca.2 Jahre bis richtig "Aktion" ist.

LG Rotti

Commander Camponotus: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (2. Mai 2017 16:59)

Wenn du das Risiko eingehen willst dann hör auf HarryAnt, ansonsten lass es lieber bleiben. Mit der Vergesellschaftung habe ich keine Erfahrung.

Ansonsten fand ich es schon schade mit der neuen Kolonie und muss gestehen das ich auch nicht sehr erfreut war.
Aber ich dachte mir, dass wenn du die Königin zu Seite legst, sie genug Ruhe bekommt um zu gründen.
Die großen Camponotus Arten sind stärker als man denkt (das habe ich bei meiner C. micans gesehen) und wenn erstmal die Arbeiterinnen vVermehrt herum laufen wirst du sie schon füttern. (wenn du damit überhaupt aufhören wolltest...)

Es ist schön Gewissheit zu haben das es dir nicht an Verstand mangelt, sondern nur an Geduld. Letzteres werden sie dir beibringen, denn es dauert ca.2 Jahre bis richtig "Aktion" ist.

LG Rotti

Hallo Rotti

Es kam wohl fast so rüber, dass ich meine erste Gyne Hals über Kopf auf den Müll schmeisse, da sie nicht liefert. :oops:
Das war überhaupt nicht so, ich war verunsichert und enttäuscht und habe eine neue Gyne bestellt, das stimmt, ich habe aber nie aufgehört die alte zu füttern! Es gab fast täglich neue Heimchen, Honig, Wasser für Wasserspender und ich habe natürlich regelmässig das Nest selber befeuchted. 90% der Heimchen wurden unangeknabbert nach 2 Tagen entfernt. Habe ihr auch Ruhe zugestanden, möglichst wenig ins Nest geschaut um sie nicht mit dem einfallenden Licht zu stressen.

Ich habe mir gar nie Gedanken darüber gemacht, wie das alles auf euch hier wirkt. Ihr hattet wohl ein anderes Bild von mir und der Situation.

Ich bin froh, dass ich Gyne Nr.1 falsch eingeschätzt habe. Mit mehr Erfahrung hätte ich gewusst, dass noch nichts verloren ist. Jetzt bin ich schon schlauer! :)

Nun habe ich halt zwei Gynen dieser wunderschönen Art; Khaleesi (Gyne 1) und Cercei (Gyne 2). :)

HarryAnt: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (2. Mai 2017 17:55)

Gute also "Khaleesi" und "Cercei" ... das wird kritisch mit dem Vergesellschaften #-o :D

Sn00by: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (3. Mai 2017 21:54)

Schön, dass du dir die Zeit genommen hast und darauf geantwortet hast. So klingt es viel besser und sehr viel weniger schlimm. Vermutlich habe ich aufgrund deiner Aussagen tatsächlich etwas in den falschen Hals bekommen!

Ich drücke dir die Daumen! =D>

Rottweiler: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (5. Mai 2017 17:30)

Moin, ich muss mich leider HarryAnt anschließen Vergesellschaften kannste vergessen.

Ansonsten passt dein Text sehr gut zu meinen Erfahrungen als ich mit meiner Camponotus micans Königin angefangen habe...

Erst als ich sie wochenlang in Ruhe ließ gründete sie und die ersten Arbeiterinnen kamen aus dem Nest.
Deine Antwort freut mich sehr, aber pass gut auf Khaleesi auf sonst sitzt du bald im Formicarium :grin: :D :grin:
Und sie auf deinem Thron

Lg Rotti

GroßesKrabbeln: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (17. Mai 2020 23:03)


Erst als ich sie wochenlang in Ruhe ließ gründete sie und die ersten Arbeiterinnen kamen aus dem Nest.


Einen schönen Abend ;)

Was verstehst Du unter "wochenlang"?

Kurze Geschichte:
Habe vor 4 Wochen eine C. herculeanus gekauft - mit ca. 16 Arbeiterinnen.
Ein Becken von 60x50x40 Ränder mit Ytong und mitte mit Sand/Erde gemisch wo sie sich richtig austoben können. Das Röhrchen reingelegt. In der zweiten Nacht sind sie schon umgezogen!
Seither habe ich nicht eine einzige Arbeiterin gesehen. Futter (eingefrorene Fliegenmaden und mikromheimchen) sind unangetastet.
Ausbruch unmöglich (dicker und tiefer Wasserrand am Beckenrand). Und über den Ficus werden sie sich sicher nicht 2m fallen gelassen haben ;) Spass beiseite - sie sind einfach weg!
Auch ich habe heute in der Ameisenauktion hier 2 neue C. - allerdings Ligniperdus gekauft, die ich nun erneut dort einsetzen möchte (nur eine - die andere ist für zuhause ;) ) weil ich denke das dort kein Leben mehr ist.

Dein Satz unterbricht gedanklich gerade mein vorhaben. Habe vor einigen Jahren schon einige Arten gehalten - aber SOWAS ist mir noch nicht passiert!
Wenn man wenigstens wüsste das man irgendwas falsch gemacht hat, dann könnte man abschliessen.Aber werder das - noch irgendwo eine tote Arbeiterin. Und ja - auch meine Geduld war etwas am ende - und ich habe mal "oberflächlich" gegartelt im Becken - mit der Gefahr irgendwas zu zerstören - aber NICHTS ...

Waren bei Dir wenigstens ein paar Futtersammler da - also hast Du irgendwie LEBEN bemerkt? Oder war es ähnlich wie bei mir?

LG: Tammy

GroßesKrabbeln: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (17. Mär 2021 20:35)

Auch wenn dieses Thema wohl keinen mehr interessiert trotzdem noch eine Aufklärung.

Im August habe ich ein neues Volk eingesetzt. Diese sind noch in der ersten Nacht erfreulicherweise in die Glasfront umgezogen.
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich Honigwasser/Zuckerwasser angeboten und auch Fliegen und Heimchen. Es war jedoch nichts angerührt. Ich konnte mir nicht erklären wie sie es aus dem Becken geschafft haben.
Das neue Volk dagegen war sehr hungrig und auch aktiv.
Im September dann hatte ich eine etwas kleinere bemerkt, die sich abmühte ein Bein eines Heimchens abzutransportieren. Da sie in die falsche richtung zog, stupste ich sie "liebevoll" in die richtige Richtung. Völlig unbeirrt zog sie es jedoch in den Wurzelstock meines Benjaminis (ist ein grosses Becken ;)). Etwas irritiert legte ich ein weiteres Heimchenbein in die nähe. Eine weitere Arbeiterin kam und zog es in das aufrecht stehende verdorrte und hohle Weinrebenholz.
Da sah ich den Unterschied. Sie waren rötlicher, etwas kleiner als die neu eingesetzten. Ohmann ... sie lebten ... 2 Völer in EINEM Becken!
Das Todesurteil - sehr wahrscheinlich für das kleinere Volk. An die K¨nigin heranzukommen ist in diesem Becken absolut unmöglich. Es ist so natürlich wie m¨glich gestaltet - und müsste komplett zerstört werden. Die Gefahr Arbeiterinnen und die Königin zu "matschen" wäre äusserst hoch. Es bliebe nur im Frühjar ein weiteres Becken anzuschliessen und das warm und feucht zu halten, so dass ein Volk freiwillig dort hin zieht.
Doch soweit kam es nicht.
Meine Angestellte sah auf einmal 2 Ameisen auf meiner grossen Avocado - ausserhalb des Beckens (das waren Arbeiterinnen vom verschollenen Volk - komischerweise koennen diese wohl über den Wasserrand laufen :( ).
Ich nahm diese und habe sie ins Becken geworfen. Doch da - eine ist in das Netz einer schönen fetten Steatoda grossa (Fettspinne) gefallen. Mir ist das Netz schonmal aufgefallen, konnte die Spinne aber nicht ausmachen. Hier kam sie sofort aus dem Schlupfwinkel der schon oben erwähnten verdorrten Weinrebe. Ich hab das Teil gepackt, bin auf die Strasse, klopf das Teil aus ... keine Ahnung wo die Spinne war ... aber DIE KÖNIGIN !!!!! Die purzelte einfach so aus dem Holz ... SCH... und ich hatte nichts um sie irgendwo einzusammeln. Hinter mir 2 Autos die durchfahren wollten und von mir aufgehalten wurden. Ich rief meine Angestellte das sie irgendwas bringen sollte ... zusammen haben wir noch eine Arbeiterin gefunden und dann alles eingesammelt. Im Laden haben wir die Kruschelschütte ausgeräumt und das Hold weiter ausgeklopft. Insgesamt waren es 3 Arbeiterinnen und etwas Brut. Diese habe ich mit der Queen dann in ein Röhrchen umquartiert und als Pfropfen den vorderen Teil eines Kugelschreibers verwendet. Das heisst - die Arbeiterinnen kommen GERADE SO dort raus - aber nicht die Königin.
So waren nach 3 Tagen 5 Arbeiterinnen (wovon eine verstarb), etwas mehr Brut und natürlich die Queen im Röhrchen. Vor 2 Tagen habe ich dieses nun komplett verschlossen und bis zum Neubau eines Beckens in den Schrank gelegt. Damit habe ich im Laden 3 Völker ;)

Formica Fusca (ca. 300-350)
Camponotus ligniperdus (ca. 15 (von 21) mit ca. aktuell 70 Eier, Larven und 8 Puppen)
Camponotus .... schauen echt anders aus - muss ich recherchieren ( 4 von 16 mit aktuell 20 Eier und Larven)

Liebe Grüsse:
Tammy

Steve1: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (22. Apr 2021 07:50)

Hallo zusammen, ich habe eine wichtige Frage und ein Anliegen.
Meine camponotus ligniperdus Kolonie vom letztem Jahr mit einer Gyne und 5 Arbeiterinnen geht es soweit sehr gut. Leider sind sie noch sehr inaktiv im RG. Gebe ihnen Zuckerwasser und Insekten, die sie auch gerne annehmen. Die Aussenaktivitaet ist noch sehr gering. Ist das normal?
Zumal sind noch nicht viele Eier gelegt worden. Was sind eure Erfahrungen? Braucht es lange im zweiten Jahr, dass Eier gelegt werden bzw. wie war bei euch das Wachstum im zweiten Jahr? Temperatur: ca. zwischen 19 bis 23 Grad. Einfach Zeit geben, Geduld und Ruhe geben oder? Vielen Dank und Gruss

Pascal Ihle: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (22. Apr 2021 10:33)

Meine Kolonie hat es nach dem ersten Jahr auf 4 Arbeiterinnen, nach dem 2. vielleicht auf 20 gebracht. Außenaktivität war eigentlich nur an der Tränke im Sommer und wenn eine Pygmäe kurz vorm Sterben war (dann ist sie wild im Kreis im Becken gelaufen). Halte es also nicht für unnormal, was bei dir passiert. Der Nahrungsbedarf ist ja auch nicht sehr hoch. Wenn sie Honig und Proteine fressen und sie Eier legt, sollte alles passen. Anfang des 3. Jahres war das RG dann etwa voll, da habe ich das beistehende Nest geöffnet und sie sind bald umgezogen. Mittlerweile sind es einige 100 und vom 30x20 Antstore Gipsnest sind noch grob 2 Kammern frei, allerdings in fast jeder Kammer Berge von Brut. Majore hatte ich glaube auch erst im 3. Jahr, allerdings im 2. schon 1-2 hübsche Media, wenn ich mich echt erinnere...Die "Aggressivität" nimmt auch stark zu, in den ersten 2 Jahren etwa sind sie bei Störungen direkt ins Nest geflohen, mittlerweile geht in der Arena ein riesen Gewusel los, wenn ich da hantiere. Groß beeinflussen kann man es glaube bei den ligniperdus höheren Temperaturen auch nicht...ich hatte die Kolonie unterm Dach bei 30 Grad im Sommer, da haben die zwar ordentlich Eierpakete gelegt, aber im Spätsommer hat die Gyne das Eierlegen bereits eingestellt. Mittlerweile ist sie nicht mehr unterm Dach bei ähnlichen Temperaturen wie bei dir, vielleicht legt sie dann noch bis zur Winterruhe, mal schauen.
Wünsche dir viel Spaß mit deiner Kolonie. Die ersten 2 Jahre sind meines Erachtens...naja...wenig spannend. Man kann aber zumindest jeden Neuschlupf sichtbar feiern und jeden Tod betrauern. :D
PS: Meine Gyne ist von 2017

Steve1: Re: Camponotus ligniperdus Gründerkolonie - Fragen, Hilfe, etc. (22. Apr 2021 11:44)

Super vielen Dank! Das gibt mir Mut, dass eigentlich alles normal ist. Vielleicht sollte ich schauen, dass die Temperatur zwischen 21 und 24 Grad ist, aber es wird ja auch waermer! Camponotus Ligniperdus ist ja eh recht robust. Das halten die schon aus. Glaube sie brauchen einfach Ruhe und Nahrung, Trinken.


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