Ein Gewusel tritt sowieso erst bei ein paar Hundert Tieren auf, ob man jetzt das Futter 5m weit bereitstellt oder direkt vorm Nest, ist da ziemlich egal, aber das muss jeder selbst wissen ;). Deshalb sollte man Fütterungstechnisch alles tun, damit möglichst schnell, möglichst viele Arbeiterinnen aufgezogen werden und dazu gehört gute Fütterung und die richtige Temperatur (wobei das bei unseren Einheimischen Arten und insbesondere bei Camponotus ligniperdus so eine Sache ist, da ja berichtet wird, dass sie bei erhöhten Temperaturen auch eher in Winterruhe gehen).
Ich füttere sie lieber recht nahe am Nest zumindest am Anfang, da ich so zumindest sicher gehen kann, dass die Arbeiterinnen es gefunden haben. Ob sie jetzt ran gehen ist wieder eine andere Sache. Je geringer die Arbeiterinnenanzahl, desto länger dauert es, bis sie das Futter finden. (ok Erne sagte das auch bereits ;) )
>Als kleines Volk kaum bis gar nicht längere Wege laufen wollen, eher verhungern als einen Meter durch einen Schlauch oder Rohr zu laufen.
Gleiches Verhalten ansatzweise auch in größeren Arenen beobachtet<
Überlesen?
> Du lässt die Ameisen solange hungern, bis sie ausreichend furagieren<
Und genau das machen kleine Völker in der Haltung oftmals nicht.
Schläuche und Rohre, sie gehen nur selten bis gar nicht durch.
Bin am überlegen, warum das bei einem Volk mit wenigen Arbeiterinnen nicht klappt?
Ein paar Gedanken an Möglichkeiten dazu hatte ich gepostet.
Weiterer Ansatz die Zeit die sie hungern müssen.
Differenziert nach Arten und Futterbestand im Volk zu Begin der Hungerzeit, für mich denkbar, das die Hungerzeit nicht nur in Tagen zu sehen ist, möglicherweise auch in Wochen.
> wie sollten sie sonst nach einem heftigen Regenfall ihre Lauskolonien wiederfinden<
Wie finden sie überhaupt Blattläuse?
Schwärmen sie aus und suchen so lange, bis sie Läuse finden?
Wäre doch eine enorme Energieverschwendung.
Wie sieht es mit dem Geruchssinn von Ameisen aus, ist es nicht möglich das sie Ausscheidungen der Läuse riechen oder sogar die Läuse selber?
Ist das einfach so von der Hand zu weisen?
Zumindest wären sie dadurch in der Lage, auch nach einem Regenschauer ihre Läuse wieder zu finden.
Wäscht ein Regenschauer wirklich alle Pheromonspuren ab?
In der Natur beobachtet, bei einem Regenschauer flüchten nicht alle Ameisen ins Nest, sie bleiben dort sitzen, wo sie gerade sind.
Ein weiterer Grund, der den Weg zur Futterquelle nicht auslöscht.
Ist ein wirklich interessantes Thema, die Orientierung unserer Ameisen.
> Nein haben sie nicht! Die Gynen claustraler Arten haben derart viel Depot, dass gar die Pygmäen und das zweite Gelege noch komplett versorgt werden kann. Es wird gar das dritte Gelege bereits gelegt, bevor das 2. Gelege schlüpft. Will sagen: die Kleinen verhungern nicht!<
Nein sie verhungern nicht, es bringt dennoch enorme Vorteile, das die ersten Arbeiterinnen zusätzlich Futter eintragen.
Mehr Futter im Volk mehr Nachwuchsaufzucht.
In der Natur furagieren schon Arbeiterinnen des ersten Schlupfes in weiten Bereichen.
Das muss einen Vorteil bringen, ansonsten würden sie dafür keine Energie verschwenden und ihr Leben riskieren.
Grüße Wolfgang
Meine Ameisen wollten anfangs auch nicht richtig. Da lief ich zufällig im Baumarkt an kleine Tageslicht - Röhren mit passender Fassung und Kabel für Steckdosen. (Häng gleich noch Fotos von dem Teil an...) Seit diese Lampe tagsüber leuchtet konnte ich eine deutliche Steigerung der Aussenaktivität feststellen. DSC04184.JPG Um wärme in die Arena zu bringen ist sie alledings nicht geeignet. Da ich 1. die Lampe zu hoch befestigt habe, und 2. die Rohre zusätzlich mit einem Milchglas abgeschirmt ist.
Ob die Aktivität nun wirklich mit der Lampe in Zusammenhang steht? Fakt ist, auch Nachts wuselt es in der Arena heftig. Futter, das am äusesten Ende der Anlage angeboten wird, ist Minuten später übersät mit Ameisen.
Ach ja, fast vergessen: Die ganze Lampe hat im Baumarkt etwa 20 Euro gekostet und bringt 11 Watt. :grin: DSC04185.JPG
Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn nun Licht wirklich die Ameisen zu mehr Aktivität anregt, könnte doch ein 5 Meter Schlauch beleuchtet werden und so den Weg etwas reizvoller machen.
sawasdee krub
nur mal so grundlegend, da ich in diesem Forum ja nicht oft poste.
- Die elementaren Grundlagen der Höflichkeit wie Begrüßung und pers. Anrede sind unüblich hier, bzw abgeschafft worden?
- Die allgemein empfohlene und durch jede Software umgesetzte Kennzeichnung von Zitaten im Internet ist die QUOTA-Funktion.
Die Texte werden dadurch leichter lesbar und verständlicher, zumal auch eine Namensnennung eingebaut wurde.
Wenn ich zB Ernes und Markus post lese, muss ich ersteinmal überlegen wer überhaupt gemeint ist :(
In diesem Forum wird die Quota-Funktion nicht genutzt, und Kennzeichnung des Autors wird gespart?
Wie gesagt, rein informative Fragen!
Da ist ja jetzt so viel geschrieben worden, um mich zu wider legen, das man wohl vergaß zu über legen
Psychischer Knacks :mrgreen:
Gründervölker müssen "Dauerfutter" erhalten, um schnell zu wachsen?
Ja klar, nur habt Ihr zwei Dinge vergessen: die Ameisen und die Natur :grin:
Ameisen sind bevorratende Tiere und stopfen sich nach Möglichkeit mit Nahrung voll, lagern diese in irgendeiner Form ein.
Das ist auch zwingend notwendig, denn in der Natur gibt es Regen, Kälte, Nässe, verschüttete Bauten oder den Ausfall von Teilen des Außendienstes.
Wenn also, warum auch immer, ein paar Tage keine oder zu wenig Nahrung eingetragen werden kann, greifen die Ameisen auf ihre Depots zurück und versorgen die Brut wie gewohnt! Es wird auch immer wieder fälschlicherweise angenommen, die Brut würde permanent Nahrung benötigen. Vielmehr erhalten die Larven in Abständen ein Quantum Nahrung, und dieses muss ersteinmal verdaut werden, bevor neue Nahrung angefordert wird... und das kann durchaus nen Tag dauern.
Für die Haltung: der limitierende Faktor der Brutentwicklung ist also der Stoffwechsel der Brut, nicht die Menge der Nahrung. Auch die Gelegestärke wird weniger durch die Futtergaben beeinflusst, als durch die Anzahl der für die Gyne vorverdauenden Arbeiterinnen und vor allem der Entwicklungsstand der Ovariolen! Junge Gynen sind schon alleine physisch in ihrer Gelegegröße limitiert. Ihr könnt Euren Tieren also Futtersäcke ans Labium tackern... mehr als Maximal geht nicht, und Ameisen sind immer bestrebt, maximale Brutaufzucht zu erreichen, um Konkurrenzfähig zu sein.
Markus krub Wenn man Kolonien möglichst groß halten will, und gleichzeitig noch Zeit für andere Dinge haben will, dann muss man erst einmal Dauerfüttern, außerdem: wollen wir nicht möglichst ökonomisch Futter geben? Em Em Em, Dauerfutter anzubieten, welches wenig angenommen wird und großenteils wieder zu entsorgen ist, soll ökonomischer sein, als 2-3 Fütterungen pro Woche mit kräftiger, hoher Ausbeutung?
Dauerfütterung mit täglichem Futterwechsel ist weniger Arbeit, als 2-3 Fütterungen pro Woche?
Ok, Du hast gewonnen... ich versehe die Logik nicht. :(
Wuselfaktor erst ab mehreren Hundert Arbeiterinnen? Ahem, sagen wir mal nett: Definitionssache.
Ich für meinen Teil grinse mir heute noch nen Ast, wenn ich zB Lasius niger beobachten darf.
Auch nur mit 50 Arbeiterinnen wuseln sie sich im Nest nen Wolf, während in der Arena Nahrung gesucht oder eingetragen wird. Haben sie Nahrung gefunden, zeigt auch das kleine Volk beachtliche Aktivität und geschäftiges Treiben, sie wuseln eben durch die Arena :D
Jeder mag also selbst entscheiden, ob er (bei gleichbleibendem Wachstum) sein Volk permanent füttert und so wenig Außenaktivität hat, oder nur 2 - 3 mal die Woche entfernt Proteine und Kohlenhydrate anbietet und so erhöhte Furagier-Aktivität und deutlichen Nahrungseintrag beobachten darf. Dem Volk schadet der zweite Weg nicht, im Gegenteil kommt unregelmäßige Nahrungsgabe und Fußmärsche eher der Natur nahe!
Markus krub Sind Gynen keine Imagines? Erwischt! #-o
Klar, da habe ich die Nomenklatur schlampig benutzt, ich Böser :grin:
Dennoch wird jeder den Sinn verstanden haben, ebenso wie bei Deinem:
[...]gewöhnlich regelmäßig neue Imagos schlüpfen[...]
:sign_welcome:
Erne krub,
wen sprichst Du in deinem zweiten Post an? Wer hat da was überlesen?
Kein Ahnung warum kleine Völker bei Dir nicht furagieren... wenn sie nicht nach Nahrung suchen krepieren sie, und Ameisen wären ausgestorben!
Mutter Natur ist nicht einen Bruchteil so Mütterlich wie ihr es versucht zu sein! Keine Ameise wird freiwillig verhungern, das ist nun einmal Tatsache!
Bei mir zeigen sie problemlos gewisse Tätigkeit eibschl Nahrungssuche und -eintrag, bei sehr vielen anderen Haltern ebenfalls!
Die Frage ist also eher, warum sie es bei Dir nicht machen, und was sind für Dich "Kurze Wege" und "Lange Wege"!
Das wir etwas Artbezogener schreiben sollten, liegt ja auch nahe... so geht es in diesem Thread um Camponotus ligniperdus , und da sehe ich mit 5m absolut kein Problem! Und schon gar nicht bei einem 150 Imagines großem Volk!
Wie finden Ameisen Blattläuse? Sie suchen danach! Sicher mag auch der Geruchssinn auf gewisse Distanz eine Rolle spielen, aber nicht die Hauptrolle.
Aufgrund der Häufigkeit von Pflanzensaugern müssen Ameisen nur warten, bis sie Grün über sich sehen und dann aufsteigen.
Bereits ein feuchtes Krepp vernichtet die Pheromon-Spuren zuverlässig, ein Regenguss verändert zusätzlich noch den Boden. Ich glaube bei Formica konnte gezeigt werden, dass nach Regentagen und gar nach der Winterruhe der direkte Weg zur Lauskolonie eingeschlagen wurde... also eine Gedächtnis-Leistung der Arbeiterinnen.
Erne krub Nein sie verhungern nicht, es bringt dennoch enorme Vorteile, das die ersten Arbeiterinnen zusätzlich Futter eintragen.
Mehr Futter im Volk mehr Nachwuchsaufzucht. Und genau hier, Erne, scheiden sich seit Jahren die Geister!
Bevor die Pygmäen überhaupt schlüpfen, liegt das zweite Gelege bereits im Nest, also kein Vorteil möglich. Das dritte Gelege entsteht, wenn das zweite Gelege in die Verpuppung geht, also könnten die Pygmäen hierfür endlich Nahrung heranschaffen.
Die Pygmäen kümmern sich um die Brut und Gyne, und evtl. tragen sie sogar Nahrung ein, was sich aber erst im dritten Gelege bemerkbar mache kann. Sobald die ersten normalen Arbeiterinnen Nahrung eintragen, ist jeder eventuelle Unterschied während der Gründung schnell weggewischt. Und ein oder zwei lumpige Arbeiterinnen mehr oder weniger spielen absolut keine Rolle, denn es sind im Regelfall immer mehr als ausreichend Arbeiterinnen im Nest.
Ich habe in zahlreichen Gründungen erst sehr spät angefangen Futter zu reichen, und es gab keinerlei quantitative oder qualitative Nachteile.
Als enorm würde ich den Vorteil also gerade in der Haltung nicht bezeichnen :)
Zudem berührt diese Frage nur nebensächlich den Thread, denn es geht ja nicht darum kein Futter zu reichen, sondern wie oft und wo !
Erne krub Das muss einen Vorteil bringen, ansonsten würden sie dafür keine Energie verschwenden und ihr Leben riskieren. In der Natur? Keine Frage, man weiß ja nie, wann es die nächste Nahrung gibt, also muss immer bevorratet werden!
Da war doch noch was *kram wühl*
Ach ja, das Thema!
AntsInSL krub
Sahel? Cool, endlich mal wieder! :grin:
Sorry wenn wir Deinen Thread etwas zerschossen haben...
Die Kugeln sollen nur als Kupplung und Abzweigungen dienen, nicht als Arena oder Nest, halt so wie im Video zu erkennen.
So alle 1 oder 1.5m angebracht kannst Du andere Becken und Schläuche anschließen, oder bei Problemen, wie vergammelnden Resten, mal kurz das Teilstück ausbauen und reinigen. Selbst wenn die Dussel sich selbst mit Puppen-Blockaden ausgesperrt haben, reicht ein kurzer Puster ins Rohr und der Weg ist wieder frei. Zudem ergeben die Kugeln eine gute Lüftung/Luftzug, um den Ameisen Draußen vorzugaukeln.
Antroxego krub
Schicke Fotos, ich finde den Becher auf dem Ameisenpuzzle so geil :grin:
>nur mal so grundlegend, da ich in diesem Forum ja nicht oft poste.
- Die elementaren Grundlagen der Höflichkeit wie Begrüßung und pers. Anrede sind unüblich hier, bzw abgeschafft worden?<
Ein Forum ist eine Diskussionsplattform, es ist virtuell so, als ob wir in einem Raum stehen und reden, bei einer Diskussion sagt man auch nicht bei jeder neuen These "Hallo, wie geht's denn so?".
>- Die allgemein empfohlene und durch jede Software umgesetzte Kennzeichnung von Zitaten im Internet ist die QUOTA-Funktion.
Die Texte werden dadurch leichter lesbar und verständlicher, zumal auch eine Namensnennung eingebaut wurde.
Wenn ich zB Ernes und Markus post lese, muss ich ersteinmal überlegen wer überhaupt gemeint ist
In diesem Forum wird die Quota-Funktion nicht genutzt, und Kennzeichnung des Autors wird gespart?<
Ich zitiere schon seit Jahren praktisch nur mit >< , wenn ich verschiedene Leute anspreche, schreibe ich gewöhnlich deren Namen darüber, fast jeder ist in der Lage, das zu kapieren, seinen eigenen Text wiederzuerkennen und entweder zu antworten oder es sein zu lassen - du nicht?
>Gründervölker müssen "Dauerfutter" erhalten, um schnell zu wachsen?
Ja klar, nur habt Ihr zwei Dinge vergessen: die Ameisen und die Natur.<
In der Natur kommt kaum ein Gründervolk durch, wenn überhaupt gegründet werden kann...
>Ameisen sind bevorratende Tiere und stopfen sich nach Möglichkeit mit Nahrung voll, lagern diese in irgendeiner Form ein.
Das ist auch zwingend notwendig, denn in der Natur gibt es Regen, Kälte, Nässe, verschüttete Bauten oder den Ausfall von Teilen des Außendienstes.<
Und je weniger Arbeiterinnen in einem Volk leben, desto weniger können diese auch im Kropf bevorraten.
>Wenn also, warum auch immer, ein paar Tage keine oder zu wenig Nahrung eingetragen werden kann, greifen die Ameisen auf ihre Depots zurück und versorgen die Brut wie gewohnt!<
Depots dienen bei uns und bei Ameisen dazu, kurzfristige Engpässe zu überwinden, es ist jedes mal eine Stresssituation, wozu diese also hervorrufen, wenn man es nicht muss?
>Es wird auch immer wieder fälschlicherweise angenommen, die Brut würde permanent Nahrung benötigen. Vielmehr erhalten die Larven in Abständen ein Quantum Nahrung, und dieses muss ersteinmal verdaut werden, bevor neue Nahrung angefordert wird... und das kann durchaus nen Tag dauern.<
Um permanent wachsen zu können, müssen Larven permanent gefüttert werden, natürlich müssen sie auch verdauen, das zeigt sich oft genug, gerade bei flüssiger Nahrung, als nebensächlich, denn so lange dauert die Aufnahme mobilder Stoffe über die Darmwände garantiert nicht.
Die begrenzte Aufnahme- und damit Wachstumsfähigkeit der Larven begrenzt nicht die Kontinuität der Fütterung, sondern deren Menge, Gründerkolonien wachsen bei mir schneller, wenn sie quasi ständig Futter zur Verfügung stehen haben, statt hin und wieder welches, wenn das bei dir so ist, ist das wirklich schön für dich!
>Für die Haltung: der limitierende Faktor der Brutentwicklung ist also der Stoffwechsel der Brut, nicht die Menge der Nahrung.<
Du scheinst den Stoffwechsel der Larven zu unterschätzen...
>Auch die Gelegestärke wird weniger durch die Futtergaben beeinflusst, als durch die Anzahl der für die Gyne vorverdauenden Arbeiterinnen und vor allem der Entwicklungsstand der Ovariolen! Junge Gynen sind schon alleine physisch in ihrer Gelegegröße limitiert.<
Je schneller Arbeiterinnen da sind, desto eher bekommt die Königin mehr vorverdauten, nennen wir ihn mal, Proteinsaft, desto besser entwickeln sich deren Eierstöcke und desto mehr Eier produziert sie, desto mehr Arbeiterinnen stehen später zur Verfügung, desto mehr Brut gibt es und so weiter!
Natürlich sollte man keine Wunder erwarten, aber mit kontinuierlicher Fütterung kann man eine gute Entwicklung in der eigentlich schwierigen Gründungsphase erreichen - wobei wir hier eigentlich nicht von der Gründung reden...
>Em Em Em, Dauerfutter anzubieten, welches wenig angenommen wird und großenteils wieder zu entsorgen ist, soll ökonomischer sein, als 2-3 Fütterungen pro Woche mit kräftiger, hoher Ausbeutung?
Dauerfütterung mit täglichem Futterwechsel ist weniger Arbeit, als 2-3 Fütterungen pro Woche?
Ok, Du hast gewonnen... ich versehe die Logik nicht.<
Noch einmal: Kontinuität schließt nicht zwingend große Mengen ein, ich kann zweimal am Tag je ein Drittel des Futters geben, das besser angenommen wird, als die ganze Menge und spare dennoch ein Drittel.
>Wuselfaktor erst ab mehreren Hundert Arbeiterinnen? Ahem, sagen wir mal nett: Definitionssache.
Ich für meinen Teil grinse mir heute noch nen Ast, wenn ich zB Lasius niger beobachten darf.<
Eine kleine Kolonie zeigt nie die gleiche Aktivität, wie eine große, man kann zwar auch bei kleinen Kolonien einiges beobachten, hat aber weniger Aktivität.
>Jeder mag also selbst entscheiden, ob er (bei gleichbleibendem Wachstum) sein Volk permanent füttert und so wenig Außenaktivität hat, oder nur 2 - 3 mal die Woche entfernt Proteine und Kohlenhydrate anbietet und so erhöhte Furagier-Aktivität und deutlichen Nahrungseintrag beobachten darf. Dem Volk schadet der zweite Weg nicht, im Gegenteil kommt unregelmäßige Nahrungsgabe und Fußmärsche eher der Natur nahe!<
Gleichbleibendes Wachstum konnte ich bei kleinen Kolonien bei durch Fasten erzwungendem Fouragieren noch nie beobachten, vielleicht habe ich es übertrieben, vielleicht hast du noch nie kontinuierlich gefüttert oder du hast einfach nur ein glückliches Händchen, wie gesagt: schön für dich!
Auch wenn es nicht an mich geschrieben war:
>Das wir etwas Artbezogener schreiben sollten, liegt ja auch nahe... so geht es in diesem Thread um Camponotus ligniperdus, und da sehe ich mit 5m absolut kein Problem! Und schon gar nicht bei einem 150 Imagines großem Volk!<
Wir reden hier oft von der Natur, aber in der Natur gibt es in Nestnähe auch eine Außenwelt, die würde man mit der nestnahen Arena simulieren, warum also nicht?
Wenn die Ameisen sich besser in Nestnähe füttern lassen, zumindest mit Insekten, warum nicht?
Man kann ja in Entfernung immer noch Honig anbieten, ist die Kolonie groß genug, nutzt sie meist ohnehin mehrere Nahrungsquellen, Ameisen neigen allgemein dazu, größere Territorien zu nutzen und sind auch entfernten Futterquellen nicht abgeneigt - Nähe dürfte aber auch nicht schaden!
>Bevor die Pygmäen überhaupt schlüpfen, liegt das zweite Gelege bereits im Nest, also kein Vorteil möglich. Das dritte Gelege entsteht, wenn das zweite Gelege in die Verpuppung geht, also könnten die Pygmäen hierfür endlich Nahrung heranschaffen.<
Ich weiß nicht so recht, wieso das bei dir anders ist, aber bei mir überschneiden sich die Gelege deutlich!
Oder redest du jetzt von Camponotus im Speziellen?
sawasdee krub
also wird das Forum hier als Chat benutzt... so lernt man nie aus.
Aber es sei mir gestattet, meine Erziehung beizubehalten :)
Markus krub
Deine Antworten sind ehrlich gesagt enttäuschend flach, ich hatte mich auf eine fundierte Diskussion gefreut :(
In der Natur kommen kaum Gründervölker durch?
Aha, weil sie verhungern und das Futter 20cm zu weit weg stand?
Oder weil sie verdursten, ersaufen, erbeutet werden, von anderen Völkern geschlachtet, ausgegraben oder von Hufen zermantscht etc pp
Mehr Arbeiterinnen = mehr gespeicherte Nahrung?
Ja prima, damit bestätigst Du nur den Vorteil der Pygmäen, nicht jedoch die Nahrungsgabe direkt am Nest oder Vorteil der Futtergabe!
Wie geschrieben: es ist IMMER genug Nahrung gebunkert, wenn Nahrung angeboten wird! Limitierend ist der Stoffwechsel der Brut und die Ovariolen der Gyne!
Du scheinst den Stoffwechsel der Larven zu unterschätzen... Ich, und zB BRIAN (?), der auf mehreren Hundert Seiten über die Brut und (Unter)Kastendetermination von Myrmica rubra schrieb, und beeindruckend detailliert die Vorgänge darlegt. Ich meine, das er es war, der über die Handaufzucht einer Larve berichtet! WHEELER und WHEELER haben zahlreiche Arbeiten zum Thema larvale Entwicklung veröffentlicht, und zeigen interessante Vorgänge auf.
Hmmm... ob sie sich so verschätzt haben?
Nunja, Dauerfütterung... aber sich dann wundern, wenn die Kleinen nicht mehr laufen wollen :mrgreen:
Und wenn wir mal filosofieren:
ein Ameisenvolk ist ökonomisch ausgerichtet mit dem zweifelsfreien Ziel, möglichst viele Geschlechtstiere zu produzieren.
Wenn nun ein Volk knietief dauerhaft im Futter watet, muss es dann noch viele Arbeiterinnen produzieren, oder können die Ressourcen nicht sinnvoller in Geschlechtstiere investiert werden? Anders herum: wenn ein Volk Hunger leidet, ist es nicht sinnvoller möglichst schnell möglichst viele Arbeiterinnen zu bilden, um weitere Nahrungsvorkommen auszubeuten und zu verteidigen?
Wenn Ihr tatsächlich mal ein paar Arbeiterinnen auseinander nehmt, werdet Ihr selbst bei nur partiell gefütterten Völkern Massen an Fett und Depots finden, von Mangel oder Hunger ist da keine Spur zu sehen. Und Stress? Ah, die armen Tiere... sind also durch jedem Regentag unter Stress gesetzt, evtl ist der psychische Knacks doch gar nicht so blöd wie zuerst angenommen, und nach ner Schlechtwetterperiode liegen die Damen reihenweise auf der Couch und lassen sich therapieren?
Wer kann schon ins Hirn einer Ameisen schauen... ich erschaudere!
>Bevor die Pygmäen überhaupt schlüpfen, liegt das zweite Gelege bereits im Nest, also kein Vorteil möglich. Das dritte Gelege entsteht, wenn das zweite Gelege in die Verpuppung geht, also könnten die Pygmäen hierfür endlich Nahrung heranschaffen.<
Ich weiß nicht so recht, wieso das bei dir anders ist, aber bei mir überschneiden sich die Gelege deutlich!
Oder redest du jetzt von Camponotus im Speziellen? Ich kenne jetzt Dein Zeitgefühl oder das zeitliche Vorstellungsvermögen nicht, aber meine Beschreibung zeigt doch eine deutliche Überschneidung der Gelege, oder irre ich mich?
usw usf etc pp blablubb
Der Rest des Posts... wie gesagt, ich bin enttäuscht!
>also wird das Forum hier als Chat benutzt... so lernt man nie aus.
Aber es sei mir gestattet, meine Erziehung beizubehalten.<
Entschuldige, wenn ich das so offen tituliere, aber das ist schlichte Polemik, ein netter kleiner Nebenkriegsschauplatz, auf den man gerne ausweicht - so wie du es hier immer wieder getan hast, wir reden beispielsweise über ein hundert Tier starkes Volk, du kommst mit Gründerkolonien, drehst und wendest dich und
das alles nur um dann darauf hinzuweisen, dass wir vom Thema abgewichen sind.
Wenn du nicht in der Lage bist, meine Art zu zitieren zu verstehen, dann ist das alleine dein Problem!
>Markus krub
Deine Antworten sind ehrlich gesagt enttäuschend flach, ich hatte mich auf eine fundierte Diskussion gefreut.<
Hm, wieso sollte ich darauf eingehen?
>In der Natur kommen kaum Gründervölker durch?
Aha, weil sie verhungern und das Futter 20cm zu weit weg stand?
Oder weil sie verdursten, ersaufen, erbeutet werden, von anderen Völkern geschlachtet, ausgegraben oder von Hufen zermantscht etc pp<
Erneute Polemik, DU bist es, der die Natur als das non plus ultra darstellst, dummerweise ist sie das nicht und lange Laufwege sind nunmal einer der Problemfaktoren für kleine Kolonien in der Natur.
>Mehr Arbeiterinnen = mehr gespeicherte Nahrung?
Ja prima, damit bestätigst Du nur den Vorteil der Pygmäen, nicht jedoch die Nahrungsgabe direkt am Nest oder Vorteil der Futtergabe!
Wie geschrieben: es ist IMMER genug Nahrung gebunkert, wenn Nahrung angeboten wird!<
Schlicht und ergreifend nur, wenn sie etwas finden, natürlich kann man sie immer wieder fasten lassen und sie dadurch immer wieder zwingen, weit zu laufen, dadurch wird zwar Proteinfutter schnell schlecht und dadurch weniger nutzbar, aber wenn du deinen Spaß hast...
>Limitierend ist der Stoffwechsel der Brut und die Ovariolen der Gyne!<
Und sowohl Stoffwechsel, als auch Eierstöcke richten ihre Aktivität mitunter nach der vorhandenen Nahrung, letztere entwickeln sich immerhin nicht so schnell, wenn nicht viele Arbeiterinnen die Königin mit proteinhaltigen Sekreten füttern, ersterer ist unter anderem abhängig von der vorhandenen Masse an Proteinen, für den Verbau, aber auch Kohlenhydrate für den Stoffwechsel selbst.
>Ich, und zB BRIAN (?), der auf mehreren Hundert Seiten über die Brut und (Unter)Kastendetermination von Myrmica rubra schrieb, und beeindruckend detailliert die Vorgänge darlegt. Ich meine, das er es war, der über die Handaufzucht einer Larve berichtet!
Hmmm... ob er sich so verschätzt hat?<
Wirf nur deine Worthülsen in den Raum!
>Nunja, Dauerfütterung... aber sich dann wundern, wenn die Kleinen nicht mehr laufen wollen<
Wer wundert sich?
Das ist eine schlicht unsachliche Unterstellung, die du weder aus diesem Thread heraus belegen, noch beweisen kannst!
Ich habe niemals behauptet, dass man eine Kolonie durch Hunger nicht zum Fouragieren zwingen kann, ich stelle lediglich diesen Selbstzweck in Frage!
>Und wenn wir mal filosofieren:
ein Ameisenvolk ist ökonomisch ausgerichtet mit dem zweifelsfreien Ziel, möglichst viele Geschlechtstiere zu produzieren.
Wenn nun ein Volk knietief dauerhaft im Futter watet, muss es dann noch viele Arbeiterinnen produzieren, oder können die Ressourcen nicht sinnvoller in Geschlechtstiere investiert werden? Anders herum: wenn ein Volk Hunger leidet, ist es nicht sinnvoller möglichst schnell möglichst viele Arbeiterinnen zu bilden, um weitere Nahrungsvorkommen auszubeuten und zu verteidigen?<
Du "filosofierst" zu weit, ein Ameisenvolk mag ökonomisch ausgerichtet sein, es ist jedoch nicht in der Lage, so weit zu denken, die genetisch festgelegten Verhaltensmuster gänzlich zu durchbrechen.
Denn kaum ein Ameisenvolk, Ausnahmen bestätigen die Regel, beginnt mit der großzügigen Aufzucht von Geschlechtstieren, bevor es eine gewisse Stärke erreicht hat,
diese Stärke streben wir in der Ameisenhaltung meist an - und ab da laufen sie auch lange Wege meist ohne zu maulen, z.B. um an Honig zu kommen.
Wobei ich für eine verlustfreie Fütterung mit Insekten nahe des Nestes auch bei größeren Völkern bin, einfach damit mehr genutzt werden kann, bevor es schlecht wird - wobei der Begriff "nestnah" sich natürlich auch mit der Arbeiterinnenzahl weitet.
>Wenn Ihr tatsächlich mal ein paar Arbeiterinnen auseinander nehmt, werdet Ihr selbst bei nur partiell gefütterten Völkern Massen an Fett und Depots finden, von Mangel oder Hunger ist da keine Spur zu sehen.<
Noch einmal: Depots dienen dazu, kurzzeitige Hungerperioden zu überbrücken, sie werden nicht gerne angezapft.
>Und Stress? Ah, die armen Tiere... sind also durch jedem Regentag unter Stress gesetzt, evtl ist der psychische Knacks doch gar nicht so blöd wie zuerst angenommen, und nach ner Schlechtwetterperiode liegen die Damen reihenweise auf der Couch und lassen sich therapieren?
Wer kann schon ins Hirn einer Ameisen schauen... ich erschaudere!<
Du kannst dir deine Polemik dahin stecken, wo es dir Spaß macht,
die Definition von Stress ist schlicht und ergreifend eine negative Zustandsänderung, welche auf ein Individuum einwirkt, dazu zählen sowohl ständige Neststörungen, als auch Zwangsfasten!
>Ich kenne jetzt Dein Zeitgefühl oder das zeitliche Vorstellungsvermögen nicht, aber meine Beschreibung zeigt doch eine deutliche Überschneidung der Gelege, oder irre ich mich?<
Zeitliche Überschneidung von Larven, verzeihung, das hätte ich wirklich besser schreiben können.
>usw usf etc pp blablubb
Der Rest des Posts... wie gesagt, ich bin enttäuscht!<
Weil du unter einer Diskussion verstehst, dass man in einem Kreis sitzt, alle an deinen Lippen hängen und dir am Ende nach mea culpa Recht geben!
Markus es hat keinen Zweck sich über die Polemik aufzuregen, denn wie sagte Sahal:
Aber es sei mir gestattet, meine Erziehung beizubehalten :)
Und daran werden weder Du noch ich, noch sonst wer etwas ändern können.
Normalerweise sollten gesunde Völker, auch wenn sie noch klein sind, in der Lage sein, auch größere Entferungen (wobei ein paar Meter doch fast lächerlich klingen, oder nicht?) zu bewältigen.
Bei mir ist kein Schlauch kürzer als 1,5m. Selbst neue Kolonien mit Arbeiter innen im einstelligen Bereich bewältigen diese Strecken eig. problemlos. Was die Fütterung angeht, so gilt es meiner Meinung nach das Mittelmaß zu finden, wie bei so vielen Dingen [ :drink02: :wink: ].
Einen einfachen Versuch dazu kann jeder, der einen Garten besitzt, machen, vorausgesetzt er kennt die Stellen an denen sich Ameisenvölker befinden: Ein flaches Gefäß, z.B. ein Teller, wird mit einer Zuckerhoniglösung mit Farbstoffen zum Färben der Ameisen gefüllt. Diesen stellt man in den Garten und wartet ein paar Stunden.
Schon nach einer Stunde führten zwei Ameisenstraßen zum Teller. Wie eine Überprüfung der umliegenden Nester unschwer ergab, befanden sich in jedem umliegenden Nest Arbeiter innen , die den gefärbten Honig aufgenommen hatten - selbst ca. 40m entfernt!
Von daher sollten 4-5m in Gefangenschaft kein Problem sein.
Ich bin nicht dafür, sie immer wieder hungern zu lassen und den Verlust von Arbeiter innen zu riskieren,
das Zimmer ist nunmal nicht die Natur und man kann es sich nicht leisten, nur der Natürlichkeit wegen von 15 Völkern 10 verhungern zu lassen. Dauerfütterung kann aber auch keine Lösung sein.
Ich biete aber ununterbrochen Honigzuckerlösung an und je nach Art alle 3 bis 6 Tage Insekten o. ä.
Meine Kolonien sind sehr aktiv und wachsen stetig. Natürlich würden sie sich bei extremer Fütterung sicher noch viel schneller entwickeln, dass dürfte dann der Massentierhaltung in der Fleischindustrie entsprechen.
Dann muss man sich aber fragen, wozu man sich seine Ameisen eigentlich hält. Will man ihr natürliches Wachstum und Verhalten beobachten und sich über jede neue Puppe freuen oder will man bloß mit einer möglichst großen Kolonie angeben können? Bleibt ja jedem selbst überlassen.
Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhältnis kippt und plötzlich die halbe Kolonie stirbt, wird durch unnatürliche Verhältnisse sicher nicht gerade gemindert. Und dass Völker kaum noch furagieren,
wird wohl eher weniger an der Entfernung der Arena vom Nest liegen - die Ursache(n) sind hier anderswo
zu suchen.
AntsInSL krub
"hungern lassen" heißt nicht sie ver hungern zu lassen, sondern schlicht keine Nahrung zu geben :D
Was hier im Rausche der Hormone als Qualen der Entbehrung aufgewertet wird, ist nichts anderes, als ein paar Regentage zu simulieren, in denen die Arbeiterinnen keine Nahrung eintragen können. Mit etwas Feingefühl, was jeder Halter hat, stirbt Dir keine einzige Larve oder gar Arbeiterin noch verzögert sich die Aufzucht :) Wie gesagt, nur die Damen mal auf Trab bringen und die Aktivität erhöhen = für Euch mehr zu beobachten und für die Damen normaler Alltag!
Möglicherweise habt Ihr falsche Vorstellungen von der Reserven in einem Volk, und wie lange der normale Betrieb aufrecht erhalten werden kann und wird.
Alleine die Kropffüllung Honig einer einzelnen Arbeiterin kann ein kleines Volk mehr als eine Woche ernähren. Und ein mit Protein vollgestopftes Volk kann ein paar Tage "aus dem Kropf" (direkt/indirekt) füttern bzw eingetragene Beute verteilen.
Natürlich würden sie sich bei extremer Fütterung sicher noch viel schneller entwickeln[...] Wie ich oben bereits schrieb: diese Aussage ist nicht haltbar!
Ameisenvölker stehen unter einem sehr hohen Konkurrenzdruck, und sind praktisch immer von anderen Völkern bedroht. Sie müssen also immer mit maximaler Aufzucht laufen, sonst verlieren sie und werden überrannt! Das heißt die Ameisen spurten los und zeigen Aktivität, bevor die Nahrung knapp wird!