Hallo,
wollte einfach mal ausprobieren ob ich eine C. ligniperda Kolonie mit mehreren Königinnen zusammen bringen könnte. Schon in der Vergangenheit hat sich oft erwiesen das jedes Tier ein bestimmtes unterschiedliches Verhalten aufwieß. Viele Tiere sind sehr aggressiv und viele sehr passiv.
Jedenfalls anfangs waren es 25 young - Queens die ich in einen Behälter zusammen tat.
Immer wieder musste ich dann täglich aufmerksam die aggressiven Tiere aussortieren. 3 Queens wurden getötet, aggressive Tiere wurden aussortiert. Derzeit habe ich noch 9 Queens die jetzt seit einigen Tagen 0 Aggressionen aufweisen.
Brut insbesondere Puppen wurden zugegeben damit sehr bald erste Arbeiter erscheinen.
Die ersten Arbeiter stellen für die Kolonie auch meines Wissens keine Gefahr da. Es ist nicht so wie bei L. niger od. flavus das wenn die ersten Arbeiter erscheinen Queens umgebracht werden.
Mal sehen wie es weitergeht hoffe jedoch positiv da alles bisher einen sehr guten Eindruck macht. Die Queens füttern und pflegen sich gegenseitig.
hier der Link zum Bild
Äußerst interessant! Wenn das Experiment glückt kannst du die ja freilassen, vielleicht setzt sich dein neues System ja in der Natur durch! :lol:
Bitte auch in Zukunft drüber schreiben, ich bin gespannt wie die sich entwickeln und miteinander umgehen...
Ein sehr interessanter Threat. Muss schon sagen nicht schlecht. Hoffe du wirsd noch weiter berichten was mit deinen Ameisen so passiert. Hoffe natürlich auch, das sie sich weiterhin gut verstehen.
Hi ohrene, ich mache zur Zeit das gleiche. Ich habe 6 Königinnen zusammengesetzt und lasse sie nun so gründen. Eine Königin musste ich entnehmen und töten, ihr wurden sämtliche Gliedmaßen abgetrennt und sie war nichtmehr lebensfähig. Die anderen Königinnen verhalten sich friedlich, die ersten Larven sind auch schon geschlüpft. (nicht gepusht)
In den nächsten Tagen werde ich die Königinnen zu Sahal schicken, der damit Tests zur Überwinterung anstellen möchte.
LG Jan
Hmm, so ganz will sich mir der Sinn nicht erschließen. Was wollt ihr damit zeigen? Dass man, wenn man es auf Teufel komm raus darauf anlegt, eine echt polygyne Camponotus ligniperda Kolonie erzwingen kann? Was gewinnt man dadurch?
dann dir auch mal viel Glück.... Besonders interessant finde ich ja dass nach einigen Wochen wie gesagt die Queens ein sehr friedliches verhalten untereinander aufweisen... Jedoch nach wie vor ist alles noch relativ ungewiss hf gl :)
Hey Ohrene,
Hast du noch welche von den 16 anderen Camponotus ligniperda Gynes?
Ansonsten schönes Experiment!
@NuEM: Einerseits geht es darum, festzustellen, ob die Kolonien wirklich nur oligogyn sein können, oder auch polygyn, andererseits geht es (mir) darum, zu schauen, wie riesig eine Kolonie mit mehreren Königinnen werden kann und wie schnell sie wächst.
MfG Jan
mal zum polygynen.... in der Vergangenheit hatte ich das Glück bei ca. 4-6 Kolonien die über 2 Königinnen verfügten. Vor allem letztes Jahr war dies öfters der Fall.
Jedoch ist es selbst beim fund schwer zu sagen ob die Königinnen dazu gehören weil die Kolonien in der Natur sich nur wenige cm nebeneinander befinden.
Jedenfalls die von 2006 vertrugen sich beide Königinnen bestens... eine behielt ich mir selbst die dank schlechter pflege einging (ja ich weiß :P hab aber ein paar hundert daheim und da kann doch so was vorkommen "rausrede") einige andere verschickte ich.
Könnte jetzt noch was ich nicht mal sicher weiß übe 1-2 dieser Kolonien im kleinen Format mit 2 Königinnen verfügen… muss da doch glatt mal nachsehen …
Ich bin mir sogar sicher, dass es irgendwie geht. In der Natur gibt es keine Regel ohne Ausnahme. Interessanter wäre es da schon herauszufinden, unter welchen Umständen genau es geht, bzw. welche Mechanismen im einzelnen bewirken, dass eine Ameisenart im Normalfall eben nicht echt polygyn ist.
Ich glaube nicht, dass man in der Haltung tatsächlich eine so große Kolonie bekommt, dass sich Aussagen bezüglich polygynen Kolonien machen lassen. Zumindest habe ich noch von keinem Halter gehört, der seine (monogyne) Camponotus Kolonie auch nur annähernd auf eine Größe gebracht hat, wie sie in der Natur regelmäßig erreicht wird.
Übrigens ist Polygynität in der Natur ein Nachteil, was die Anpassung durch Selektion betrifft, da schlechter angepasste Gene in den polygynen Kolonien quasi mitgeschleift werden.