Neuer Baubericht:
Wie in dem letzten Haltungsbericht zu sehen war,
ist der Wassertank der großen Kolonie nicht mehr so groß;
es ist also abzusehen, dass sie bald nach der Winterruhe wieder umziehen müssen.
Also habe ich dieses Mal ein Ytongnest gebaut,
ich hatte noch Glasreste übrig, sodass die Form von diesen bestimmt wurde,
wie man sieht, ist es ein längliches Nest, das etwa so viel Platz bietet, wie das RG -
so schnell wird die Kolonie ja nicht wachsen.
Es ist länglich und recht flach mit Wassertank, der über ein Röhrchen befüllt wird.
Da die neuen Zugänge zur Arena einen anderen Durchmesser haben,
musste ich eine Art Adapter bauen,
den seht ihr in den letzten Bildern,
da die kleinen Röhren nicht in die Größeren gepasst haben,
habe ich Erstere angesägt, sodass es sich doch noch stecken ließ;
das geht wohlgemerkt nur bei Arten, die so groß sind,
Kleinere könnten durch diese entstehende Lücke flüchten!
Was jetzt noch kommt, ist eine Folie drumherum, damit nicht zu viel Wasser verloren geht...
26.03.2013: (Dienstag)
Heute habe ich sie reingeholt,
draußen wird es ja langsam wärmer
und nun haben wir zumindest kalendarisch Frühling.
Nun liegen sie hier bei mir, hat immer noch um die 15°C,
die Tiere sind also immer noch sehr träge!
Gab' gerade noch einen Stecknadelkopf Honig,
viel mehr habe ich momentan nicht anzubieten,
könnt ihr aber gut auf dem Bild sehen,
sie nehmen es so gut auf, wie sie können,
überall im RG wird Futter ausgetauscht -
das erste Futter seit fast einem halben Jahr...
Gestorben sind in der Winterruhe übrigens insgesamt drei Tiere,
lagen nahe am Ausgang, vermute mal etwas Richtung Altersschwäche,
denn mehr Tode gab es im Kühlschrank nicht;
kurzum ist es ihnen nicht allzu schlecht bekommen.
Kleines Edit:
Einen Tag später gab es dann ein wenig Ei/Honig,
weil ich gerade keine Insekten mehr hier habe...
Wie dem auch sei, es wird dankend angenommen!
05.04.2013: (Freitag)
Als ich ihnen am Mittwoch einen Spinnenhinterleib reichte,
wurde der sofort attakiert, umringt und mitten ins RG geschleift.
Außerdem waren sie fleißig damit beschäftigt,
am Wattestopfen zu knabbern.
Zusammengenommen natürlich ein Zeichen:
sie wollen Proteinfutter und sie wollen Freigang!
Also die Arena klargemacht, die hier ja schon vorgestellt wurde;
Schlauch im Obi besorgt und schließlich RG angeschlossen.
Kurz darauf liefen schon fünf Tiere durch die Arena (Bilder 1-6).
Auch zu sehen: die Arena beinhaltet schon Ansteckmöglichkeiten für weitere Arenen!
Dumm nur, dass die nicht mehr ins Nest zurück gingen
und am Abend in der Arena kauerten...
Die Deppen fanden nicht mehr zurück!
Lag wohl an der Röhre:
ist über dem Erdboden, zufällig fallen sie nicht rein
und ist glatt, da klettern sie nicht so gerne.
Also ein Plateau gebaut,
seht ihr auf den folgenden Bildern,
eine Plexiglasplatte, der Ausgang führt direkt darein,
die Tiere kommen also "ebenerdig" raus,
steht auf Ytongstelzen - da klettern sie noch eher dran.
Heute morgen, direkt nach dem Aufstehen, konnte ich eine Arbeiterin rausluken sehen,
gerade auf dem Plateau angekommen ging sie vorsichtig raus,
kletterte langsam herunter und griff sich ein Bröckchen Sand ab -
nun ist sie wieder weg, sie hat ihren Weg zurück gefunden!
(Heißt natürlich auch, dass sie mit dem Sand irgendwas planen...)
Die letzten drei Bilder zeigen die letztjährig gefangenen RG-Kinder,
bei denen die Königin Hunger auf eine Spinnengabe hatte -
schön an dieser Art:
man kann auch die Futteraufnahme bis auf die Kiefertaster genau sehen!
11.04.2013: (Donnerstag)
Heute mal ein Zweiteiler!
Eigentlich wollte ich nur die letztjährige Königin mit ihrer einen Pygmäe in den Brüter setzen
und ihnen die alte Arena der größeren Kolonie anbieten,
dabei habe ich dann aber bei der größeren Kolonie was gesehen,
das mich zur Intervention veranlasst hatte -
dazu später mehr!
Jedenfalls ist die kleine Kolonie nun angesteckt,
das erste Bild zeigt den Zustand zuvor,
das Zweite und Dritte nach dem Anstecken;
für kleine Kolonien ist die alte Arena ohnehin besser,
verlaufen tut sich da keine Arbeiterin so wie in der anderen Arena! :grin:
Fortsetzung:
Weiter geht es mit der großen Kolonie!
Über die Zeit war ein Tier ständig dabei kleine Sandkörner zu verschleppen,
da sie auch den Zugang zur Arena mit Steinchen und Co dekoriert haben,
ging ich einfach davon aus, dass sie das Nest etwas verkleinerten...
Tja, weit gefehlt!
Aber zunächst machte ich noch ein paar Fotos, nichtsahnend,
wie sie fleißig Futter annahmen,
dann den Brüter wegen der anderen Kolonie geöffnet und-
oh Schreck, sie haben den Wassertank zerlegt!
Deswegen war Wasser ins Nest gelaufen,
da freut sich der Halter,
beispielsweise Lasius niger Kolonien sind mir so schon heimlich still und leise ersoffen!
Anders hier: sie haben das Wasser tatsächlich mit dem Sand aufgesaugt und ungefährlich gemacht,
tote Larven konnte ich jetzt keine erkennen;
hat natürlich auch was mit der Größe der Tiere zu tun,
aber mit dem Wassereinbruch kamen sie wesentlich besser klar!
Nun wollte ich sie erst Ende des Monats ins Ytongnest umsiedeln,
das ist jetzt natürlich vorverlegt worden,
deswegen liegt das RG auf dem letzten Bild auch in der Arena,
unten ist das Ytongnest bereits angefeuchtet und angeschlossen,
da hat man mit dem Wasser zumindest nicht gerade solche Probleme!
Lustigerweise hatte ich gerade heute Morgen einfach so das Ytongnest fertiggestellt,
war eigentlich gar nicht geplant, ein glücklicher Zufall...
(Text und Bilder stammen vom 11.04.,
Bildbearbeitung dauerte aber noch eine Weile;
waren über 75 MB!)
Der Umzug läuft weiter:
insgesamt gezählt habe ich jetzt 45 Tiere, gehen wir mal von dieser Zahl aus;
zunächst blieben etwa 10 Tiere im Schlauch-Rohrsystem,
nach und nach bildete sich eine Bewegung zwischen altem und neuem Nest,
die erste Arbeiterin konnte ich einige Minuten später im Nest sehen -
darauf hin habe ich es jedoch abgedeckt, und sie dort nicht mehr gestört.
Schließlich konnte ich den ersten Transport beobachten,
bei dem eine kleine Minorarbeiterin eine Arbeiterin ins neue Nest trug;
um das Ganze zu beschleunigen, wurde ab da die Arena mit LED beleuchtet.
Daraufhin begannen sie, auch Brut ins neue Nest zu transportieren -
ich habe das Gefühl, dass die Transportierte Arbeiterin damit anfing.
Jedenfalls dauerte es nicht mehr lange,
bis nur noch 20-25 Tiere im Nest waren,
diese Zahl hielt sich stetig,
bis schließlich die Brut gänzlich umgezogen worden war;
das wiederum veranlasste die Königin, das RG zu verlassen -
sie folgte einer kleinen Minorarbeiterin,
die zunächst auf sie zuzuckte, sie betrillerte und sich dann umdrehte.
Das Ganze ging so, dass die kleine Arbeiterin auch mal von hinten drückte,
in der Summe der Zeit jedoch voranging -
und um die Ecke zum Nesteingang verlohren sie sich schließlich.
Die Königin, die schon vorher nahe an den Ausgang gelaufen war,
dann aber wieder umgedreht hatte,
schlich also langsam nach unten Richtung Sand -
verharrte jedoch dort am Ytong.
Jetzt blieben nur noch 9 im alten Nest,
eine couragierte, größere Minorarbeiterin schritt nun ein,
transportierte erst eine Arbeiterin ins neue Nest
und lief dann wieder ins alte Nest.
Dort fing sie an, an den Mandibeln dort lagernder Tiere zu ziehen;
sie zog sie in Richtung Ausgang, ließ aber los,
woraufhin diese Unentschlossenen freiwillig ins neue Nest wanderten.
Das Ganze natürlich über mehrere Stunden und mit viel Wankelmut,
für einige Minuten lagerte die Königin auf halber Höhe zum Arenaausgang mit einigen (9?) Arbeiterinnen,
während das Nest nur noch von drei Tieren gehütet wurde,
dann hampelte sie wieder ins alte Nest bzw. in dessen Eingang, der Hofstaat hinterher,
von da aus schließlich mit viel Wackeln um die Ecke, in die Röhre und runter...
Der Rest wartete noch wenige Minuten im bzw. am alten Nest,
bewegt sich nun aber langsam ins neue Nest -
immer unter der Hilfe der (?) couragierten Arbeiterin...
Fazit: es fing mit kleinen Arbeiterinnen an,
später leisteten auch größere Minorarbeiterinnen Hilfe;
das mag sich später (mit mehr Arbeiterinnen) ändern, könnte auch mit deren Alter -
oder aber der jeweils zur Aufzucht benötigten Ressourcen zusammenhängen.
Es wurde sehr viel mit Pheromonspuren,
aber eben auch mit direktem Transport und Hinterherlaufen gearbeitet.
Die Reihenfolge ist ebenfalls interessant:
erst zog die Hälfte der Arbeiterinnen um,
dann blieb das Verhältnis stabil, während die Brut umgezogen wurde,
nach der gesamten Brut folgte die Königin,
dann etwa ein Viertel der Arbeiterinnen
und der Rest braucht noch etwas länger,
zurück bleibt nur ein kleiner Restposten...
Ich könnte jetzt einfach sagen:
erst ziehen die um, die am Unwichtigsten sind,
dann folgen die in der Hirachie Wichtigeren,
es bleiben nur Wenige zurück.
Zu viel will ich jetzt jedoch nicht feststellen,
geht mir eher um die Beschreibung des Umzuges der relativ kleinen Kolonie,
vielleicht wollt ihr ja im Diskussionsthread raisonieren!? ;-)
Es bleiben nach einigen Stunden nur noch einige Tiere in der Arena
und eine hartnäckige Mediaarbeiterin im alten Nest,
die sich einfach nicht entscheiden kann...
Heute Abend wird das RG entfernt,
da dann das Licht ausgeschaltet werden muss,
will ich keinen Rückumzug riskieren!
Bilder sind nicht so gut,
aber sollten alles dokumentieren!
17.04.2013: (Mittwoch)
Ich denke mal, der Umzug kann nun als erfolgreich angesehen werden!
Die Kolonie ist hauptsächlich im Nest, einige in den Schläuchen,
eine Arbeiterin ist wohl gestorben (zumindest wird eine Tote durch die Arena getragen Bild eins oben links),
doch das wirkt wie ein natürlicher Tod.
Außerdem tragen sie fleißig Futter ein,
morgens ein halbes Heimchen,
abends ein halbes Heimchen,
manchmal auch weniger,
aber sie tragen sie ein und schaffen es auch, sie wieder rauszutragen,
wenn sie sie nicht mehr gebrauchen können.
Heute dann der Blick ins Nest,
könnt ihr auf dem zweiten Bild sehen;
Großteil der Brut ist im Schlauch,
der Rest der Brut befindet sich im Ytong bei der Königin.
Hinten im Ytong lagern sie die Heimchen,
in der Mitte sind sie auch dabei, sie zu zerkauen.
Sie selbst halten sich eher im trockenen Ytongteil auf,
weit weg vom Wassertank -
veranlasst mich jetzt, nicht weiter zu Wässern
und das Nest unter Beobachtung zu halten,
durch die "Verpackung" kommt eh kaum Wasser weg,
es wird lange dauern bis das Nest trockener wird.
Bei sowas immer auf die Ameisen achten,
die gehen dahin, wo sie hinwollen, wo es ihnen passt.
Im Schlauch ist es nicht nur trockener,
bzw. eher weniger feucht, schließlich kann der Schlauch kein Wasser leiten,
sondern auch wärmer, da er nach oben führt,
wo sich natürlicherweise die warme Luft im Brüter staut.
Und wie ihr noch sehen könnt: volle Hinterleiber in der ganzen Kolonie,
besonders die Mediaarbeiterinnen fungieren hierbei noch als Speicher,
sie haben natürlich größere Gaster und damit auch größere Kröpfe,
sind natürlich auch noch jung und ziemlich feige -
gibt sich vielleicht mit der Zeit...
Wie gesagt: viel Brut vorhanden,
diese wird gut gefüttert,
scheint gut zu wachsen;
daher sicherlich auch der Appetit.
Oh, Eier habe ich noch keine gesehen,
die sollte die Königin schübeweise legen,
(wenn ich mich recht entsinne,)
zumindest bei kleineren Kolonien nur zweimal im Jahr,
also keine Angst wenn es mal dauert! :grin:
Vielleicht kann jemand was zum Schublegen sagen,
vielleicht ob es stimmt und wieso und warum!?
Weiß doch bestimmt jemand mehr?
24.04.2013: (Mittwoch)
Wollte euch mal auf dem Laufenden halten,
zum Verständnis der Bilder;
die mit g im Titel sind von gestern,
da wo ein h vorsteht, das ist von heute -
die ersten Bilder zeigen die Große,
die Letzten die Gründungskolonie.
Stand der kleinen Kolonie ist,
dass die Brut zunimmt,
nicht an Quantität, sondern sie werden größer,
heute habe ich eine Arbeiterin in der Arena gesehen,
mehr geht noch nicht -
ab und Zu lege ich mal ein Stück eines Heimchens ein,
dauerhaft ist Honig angeboten.
Genaueres unter den Bildern.
Die große Kolonie zeigt schon mehr Aktivität,
es sind nicht selten mehrere Tiere in der Arena,
die Honigtropfen, die ich anbiete, sind innerhalb weniger Tage weg,
werden sie erneuert, finden sie die neuen Tropfen schnell;
bevor neuer Honig da ist, wird viel fouragiert.
Allerdings noch nicht von Mediaarbeiterinnen,
vermutlich sind es die Älteren Damen, die den extrem riskanten Arenadienst antreten.
Jedenfalls ist nun immer was zu sehen,
Futtertiere werden schnell eingetragen,
täglich ein halbes bis ganzes Heimchen,
morgens und/oder abends eine Hälfte.
Jedoch sind sie etwas faul, die dann wieder aus dem Nest zu schmeißen,
schaffen sie zwar, haben sie schon ein paar Mal getan,
aber im Nest wird eben auch was eingelagert...
Und in diesem Nest kann man sich wegen Brut nicht beschweren,
die Königin hatte gestern scheinbar neue Eier gelegt gehabt,
die Fotos zeigen sie auf ihrem Rücken festgepappt,
heute wurde dieser Ponnyhof dann wieder entfernt,
aber es gibt Brut in allen Größenklassen!
Ich glaube, das ist in etwa der Punkt,
ab dem die lange Entwicklungszeit der Brut die Entwicklung der Kolonie nicht mehr beeinträchtigt,
es gibt einfach viele Arbeiterinnen,
die Versorgung der Brut ist gut,
die Anzahl der Brut und unterschiedliche Entwicklung erlaubt kontinuierliches Koloniewachstum.
Ach ja, im Gegensatz zu einigen Tagen zuvor ist die Schlauchlagerung der Brut nicht mehr so ausgeprägt,
gestern noch einige Larven, heute nix mehr,
ich vermute mal, das Nest ist nicht mehr zu feucht!
Man darf gespannt in die Zukunft blicken!
Kleines Edit vom Folgetag:
gerade waren sieben Tiere in der Arena,
ein auf der Nostalgiescherbe gereichtes halbes mittleres Heimchen wurde sofort umringt
(ein Bild angehängt)...
04.05.2013: (Samstag)
Jaa, die Quersumme des heutigen Datums lässt sich durch drei teilen,
das ist doch schon mal ein gutes Zeichen;
zur Belohnung gibt es noch ein paar alte Bilder von vor einer Woche (sind entsprechend betitelt).
Denn da gab es bereits Puppen!
Bei beiden Kolonien, wie ich anmerken möchte.
Bei der größeren Kolonie hat sich an der Zahl der Puppen nicht viel geändert,
vielleicht werden die Larven noch etwas angefüttert,
oder sie sollen kontinuierlich schlüpfen...
Majors wären toll; ist aber zu früh!
Viel mehr gibt es nicht zu sagen,
sollen Bilder sprechen -
ich selbst bin noch am Überlegen,
wie ich vielleicht bald meinen Puppenraub gestalte!?
18.05.2013: (Samstag)
Heute habe ich es geschafft!
Ich habe der großen Kolonie eine Puppe geklaut
und sie der Kleineren gegeben.
Das heißt: gegeben ist nicht ganz richtig,
noch liegt sie nur in der Arena,
aber die eine Arbeiterin ist recht fleißig,
was das Eintragen anbelangt -
die letzten beiden Bilder zeigen den jetzigen Zustand,
die anderen sind kommentiert!