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Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (8. Jun 2011 15:29)

Hier ein kurzer Zwischenbericht:

Eier: vorhanden
Larven: ca. 5
Puppen: 2
Arbeiterinnen: 6

Wie es scheint, steigt die Eierlegerate meiner lieben Meta (<--Name der Königin).
Wird ja auch Zeit. :)

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (10. Jul 2011 08:59)

Mittlerweile gab es wieder Nachwuchs.

Eier: vorhanden
Larven: ca. 10
Puppen: 3
Arbeiterinnen: 8

Es ist schön zu sehen, dass es nach fast einem Jahr merklich aufwärts geht.

Heute konnte ich auch eine Arbeiterin beobachten, die ca. 1/3 der Arena erkundet hat.
Das ist das erste mal, dass ich sie bei so einer ausgedehnten Wanderung erleben durfte.
Die Aktivität hat auch im Allgemeinen leicht zugenommen. Mittlerweile sehe ich sie sogar am Tage draußen rumlaufen.
Interessant war, dass die Arbeiterin an der Scheibe nicht hoch kam, nicht mal in der Ecke. Das liegt wohl daran, dass sich am Sand-Glas-Übergang ein ganz feiner Sandstaub abgelegt hat, der immer wegbröckelt, wenn er belastet wird.
Das nächste Mal, muss ich den Sand wohl vorher auswaschen.

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (24. Jul 2011 21:17)

Die letzten zwei Tage waren sie recht dämmerungsaktiv.
Eine Arbeiterin hat die komplette Arena erkundet und dabei auch gleich meinen PTFE-Ausbruchsschutz getestet.
Die Stelle auf die ich besonders stolz war, hat ihre Funktion nicht erfüllt... -.-
Ansonsten scheint es recht gut zu funktionieren.

Gestern hat eine Arbeiterin sogar die freie Kammer des Ytong-Nestes erforscht.
Seit heute vormittag sitzt eine (andere?) Arbeiterin in jener Kammer und geht nicht mehr raus. Als ich eben nachgeschaut habe, war sie immernoch drin.
Habe keine Ahnung, warum das so sein könnte. Verlaufen wird sie sich wohl kaum haben und sie sieht auch nicht so aus, als ob sie bald sterben wird.
Mal gucken, ob sie morgen früh immernoch da ist.

Aprospros Sterben.
Vor ein paar Tagen war eine Arbeiterin wieder so unnatürlich weiß. Habe das ja schon desöfteren beschrieben. Wie ihre Vorgängerinnen auch, lief sie ziellos in der Arena umher und hat sich dann irgendwann in eine Ecke verkrochen und nicht mehr bewegt. Am nächsten Tag war sie weg. Keine Tote zu finden und auch keine im Reagenzglas dabei, die unnatürlich weiß aussieht. Spontanheilung? :-) Die Sache wird immer konfuser.

Eier: vorhanden
Larven: mehrere (schlecht zu zählen)
Puppen: mind. 2
Arbeiterinnen: 9

StrayFire: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (19. Feb 2012 18:42)

update?

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (19. Feb 2012 19:16)

Sie kommen langsam (verlustfrei) aus der Winterruhe heraus.
Eine Lampe habe ich schon wieder angemacht.

Mehr gibt es noch nicht zu sagen.

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (17. Mär 2012 17:32)

Seit einiger Zeit sind meine Camponotus micans vollständig aus der Winterruhe heraus. Beide Lampen sind wieder an und ich kann fast jeden Tag eine Arbeiterin in der Arena beobachten.
Im vergleich zu den Vorjahren ist sehr viel Brut vorhanden, die merkbar wächst.
Ich kann also hoffen dieses Jahr viel Zuwachs zu bekommen.

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (13. Sep 2012 06:12)

Sechs Monate sind vergangen und es ist einiges passiert.

Mir ist z.B. klar geworden, dass der "weiße Flaum" nichts anderes als eine Alterserscheinung ist und ein Zeichen dafür, dass die entsprechende Arbeiterin nicht mehr lange auf dieser Welt weilt.


Hier mal ein Bild vom 20.06.2012

http://i61.photobucket.com/albums/h76/Faktor1/100_6938.jpg

Wie man sieht, ist einiges an Brut vorhanden, die auch einige Zeit später ausgereift war.


Das freudigste Ereignis des Jahres war der Umzug der kleinen Kolonie in das Ytong-Nest. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass das dieses Jahr geschieht
Aber anscheinend hat den Ameisen das Reagenzglas nicht mehr ausgereicht. Jedenfalls bin ich eines Nachmittags nach Hause gekommen und der Umzug war schon so gut wie vollzogen. Nur die Königin saß noch am Wasserspender und rührte sich nicht. Ich war mir nicht sicher, ob sie nicht weiter wollte oder konnte, habe sie deswegen erst mal in Ruhe gelassen.
Als sie am nächsten Tag immer noch dort unten saß und ich ihre erfolglosen Versuche sah, die Scheibe empor zu klettern, beschloss ich ihr zu helfen. Ich reichte ihr ein Stück Watte, an dem sie sich festhalten konnte und hob sie dann auf die Höhe des Gummipfropfens und setzte sie auf dem Ast ab. Sofort bewegte sie sich weiter und ging ins Nest.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich leider keine Kamera.
Ein paar Tage später konnte ich aber ein Foto machen.

http://i61.photobucket.com/albums/h76/Faktor1/100_6982.jpg

Die aktuelle Anzahl der Arbeiterinnen beträgt nun 20 Stück.

Die Anlage sieht ohne das Reagenzglas nun so aus:

http://i61.photobucket.com/albums/h76/Faktor1/100_6980.jpg

Schön ist es, dass meine ursprüngliche Idee aufgegangen ist und die Arbeiterinnen nun den Ast als Weg benutzen, um zum Wasser zu gelangen, so dass man sie schön beobachten kann.

Brut ist noch recht zahlreich vorhanden, wächst aber nicht mehr wirklich. Dieses Jahr ist damit wohl vorbei. :)

Anonymous: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (19. Okt 2012 19:55)

Hallo Rhodan,

Glückwunsch zur erfolgreichen Gründung und Haltung!

In anderen Berichten zur Haltung von Camponotus micans wird gelegentlich von Major-Arbeiterinnen gesprochen, die als Speichertiere ("Honigtöpfe") fungieren und in ihrer Gaster Kohlenhydrate speichern. Dabei kann die Gaster locker mal auf die 10-fache Größe der Gaster einer normalen (gut genährten) Major-Arbeiterin anschwellen.

Frage:
Kannst du ähnliches bei deiner Kolonie beobachten?
Weiß sonst jemand etwas über dieses Phänomen?

Danke für evtl. Infos,
docwood (aka stefan87)

Rhodan: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (21. Okt 2012 07:34)

Das konnte ich noch nicht beobachten. Wobei ich auch der Meinung bin, dass das bei dieser Art gar nicht vorkommt.
Ich glaube, dass du das mit den Myrmecocystus-Arten verwechselst. Denn diese sind eigentlich die sogenannten "Honigtopfameisen".

Anonymous: Re: Camponotus micans Haltungsbericht (22. Okt 2012 18:18)

Hi Rhodan:

Wobei ich auch der Meinung bin, dass das bei dieser Art gar nicht vorkommt. Ich glaube, dass du das mit den Myrmecocystus-Arten verwechselst. Denn diese sind eigentlich die sogenannten "Honigtopfameisen".

Da scheinen die Meinungen erheblich auseinander zu gehen:

Der Begriff „Honigtopfameisen“ bezieht sich nicht auf eine spezielle Ameisenart, sondern ist ein Sammelbegriff.
Beispiele:
Myrmecocystus spec. in Nordamerika. In einem Nest von Myrmecocystus melliger wurden mehr als 1.500 Honigtöpfe gezählt.
Camponotus inflatus
einige Arten von Leptomyrmex in Australien, Neukaledonien und Neuguinea
Plagiolepis trimeni in KwaZulu-Natal
Melophorus bagoti und Melophorus cowlei in den australischen Wüsten.

Zwischenformen treten in den Gattungen Erebomyrma, Pheidologeton, Prenolepis, Proformica und Oligomyrmex auf.
Wenn von Honigtopfameisen die Rede ist, sind aber meist jene gemeint, die von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines verzehrt werden. Besonders bevorzugt wird die Ameisenart Camponotus inflatus, weil diese den süßesten Honig besitzt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Honigtopfameisen bzw. Hölldobler & Wilson: The Ants. Springer (1990) ISBN 3-540-52092-9

Werde meine Camponotus micans beizeiten mal bestimmen lassen, um sicher zu gehen.
Hier mal ein Bild eines der Speichertiere, rechts daneben eine normale Arbeiterin:

http://www.imgimg.de/bild_PICT0055946da226JPG.jpg.html

grüße,


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