26.10.2008
Hallo zusammen.
Viel gibt es logischer Weise nicht zu berichten.
Das kleine Volk befindet sich, trotz normaler Zimmertemperatur (ich habe sie noch nicht "kalt gestellt") in Winterruhe. D.h. absolut keine Außenaktivität. Auch im Nest tut sich im Grunde, bis auf die eine oder andere Positionsänderung einzelner Individuen nix.
Eine Ausnahme gibt es dazu aber zu berichten. An einem Tag, wo es wieder recht warm war, konnte ich eine leicht erhöhte Aktivität im Nest feststellen. Dies zeichnete sich insofern ab, daß die Arbeiterinnen nicht still und regungslos zusammen saßen (bis auf die eine am bzw. mittlerweile nur noch in der Nähe des Eingangs). Die Fühler bewegten sich oft, hin und wieder lief eine an einen anderen Standort, putze sich mal etc... Diese Aktivität beschränkte sich aber auf nur einen einzigen Tag.
Evtl. ist dies aber auch nur eine Reaktion auf einen Fehler von mir zurück zu führen. Da ja bekanntlich die Bahn der Sonne in den Wintermonaten flacher ausfällt als sonst, schien die Sonne mittlerweile für kurze Zeit durch das Fenster auf Formicarium und erwärmte dies deutlich. Die Reaktion, über die ich mich zu Anfang noch wunderte war, daß die Ameisen sich stark an der Watten drängten. Da mir dies nicht "normal" vorkam, machte ich mir Gedanken dazu und kontrollierte was mir dazu einfiel und kam so dann drauf, daß die Sonne am späten Nachmittag mal kurz auf das Nest schien.
Ich änderte daraufhin die Position, soweit möglich und sorgte für zusätzlichen Schatten. Dies machte sich gleich am nächsten Tag an der Position der Ameisen bemerkbar, die nun wieder auf sozusagen einen Haufen vor, und eben nicht an der Watte hockten. Verluste scheint es dadurch nicht gegeben zu haben, bleibt nun noch der Frühling abzuwarten.
In das kalte ungeheizte Zimmer, in dem ich bereits über einige Wochen die Temperaturen messe um festzustellen, ob es zur Überwinterung geeignet ist, werde ich sie nun Ende diesen Monats auch stellen, nachdem in der Natur die Temperaturen bei uns jetzt auch deutlich gesunken sind - ich hatte mich ja dazu entschlossen an den Außentemperaturen zu orientieren was die Winterruhe betrifft.
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
Es gibt auch einen ausführlichen Baubericht bzw. Formicariumvorstellung, inkl. Bilder:
>>> Nestvorstellung <<<
Über Lob und Tadel würde ich mich freuen:
>>> Diskussionsthema <<<
Grüßle ~Shar~
06.12.2008
Hallo zusammen.
Gibt logischer Weise nicht viel zu berichten, jedoch machte ich vor wenigen Tagen eine Beobachtung, die ich hier doch gerne eintragen möchte, da teilweise doch wieder die eine oder andere "panische" Fragen dahingehend auftauchen.
Die Gyne lag eines Tages auf dem "Rücken" im RG, ohne Bewegung. Die neun Arbeiterinnen saßen größtenteils regungslos über/nebeneinander; an und ab mal eine Bewegung eines Fühlers, alles wie immer nur eben die Gyne wie erstarrt auf dem "Rücken".
Natürlich war ich erstmal kurz erschrocken, da meine Madam aber schon mehrmals derartige "Ich-schock-mal-das-große-Etwas-über-dem-Nest" -Aktionen gebracht hatte, besinnte ich mich schnell wieder, da sie darüber hinaus auch nicht die übliche Toten-Stellung eingenommen hatte.
Ja, wie dann zu erwarten war, ein Tag drauf, war alles wieder so, wie es sein sollte - Gyne auf den Beinen/"Bauch", die Arbeiterinnen auf/übereinander und immer wieder mal eine kurze Regung aller Beteiligten.
Gyne: 1
Eier: ca. 8
Larven: 5 - 7
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
07.12.2008
Hallo zusammen.
Ok, jetzt gibs noch etwas zu beichten. :oops:
Hab erst heute die Kolonie kalt gestellt. :oops:
Hatte mich bisher nicht so recht getraut und auch kaum Zeit gefunden in meinem ungeheizten Arbeitszimmer Platz zu schaffen, was ich aber heute endlich geschafft habe.
In Winterruhe waren sie ja schon länger, sprich keine Außenaktivität, kaum/wenig Nestaktivität, keine Entwicklung der Larven etc.....seit ich sie ins Zimmer gestellt habe, wo es bisher gemessene Temperaturen von 6-14°C seit Wintereinbruch hatte und die Temperatur im Formicarium/Nest nun langsam fällt, sind sie deutlich näher zusammen gerückt. So wurde u.a. der Larvenhaufen komplett von Arbeiterinnen "bedeckt" und, wie geschrieben, sind jetzt alle ganz nahe zusammen gerückt.
Gyne: 1
Eier: -
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
01.01.2009
Hallo zusammen.
Bei einer heutigen Kontrolle gab es einen Schockmoment!
Was war los. Mein Kontrollblick ins RG ließ mir im ersten Moment das Herz in die Hosen rutschen. So gut wie alle Ameisen zusammen geknüllt, als wären sie tot, vertrocknet, was weis ich. :shock:
Erstmal Schock. Der Blick glitt sofort zur Gyne, die zwar auch recht zusammen gekauert da lag sich aber mit zwei Beinen noch an der Watte fest hielt - aufatmen, die Gyne scheint soweit noch OK zu sein.
Dann gleich wieder auf die Arbeiterinnen, die wie kleine schwarze Kügelchen nebeneinander lagen. Viele Gedanken schossen mir in dem Moment durch den Kopf, alles mögliche, warum wieso weshalb - natürlich gleich noch ein Blick auf den Wassertank. In diesem war zwar nicht mehr viel drinnen aber er war nicht leer, die Watte war auch feucht, also was war passiert, zu kalt, zu warm, verhungert....
Dann plötzlich, bei zwei dicht aneinander liegenden Arbeiterinnen wo der Lichtkegel der Taschenlampe sich durch die rot Folie auf die beiden Kleinen gebahnt hatte, wie wenn man einen Schalter umgelegt hätte Bewegung - herrliche Bewegung, schöne herrliche Bewegung von lebenden Arbeiterinnen. Erst die Fühler und dann plötzlich, wie wenn man z.B. einen schlafenden zusammen gekauerten Hund weckt, schnelles aufrichten und sofort "fühlern" was los ist - beide wie synchron, absolut gleichzeitig.
Ab dem Moment war die Welt wieder in Ordnung, ist bei dieser Art in der Gründungsphase doch jeder einzelne Verlust ein herber Rückschlag. Aufatmen war angesagt. Kurz beruhigen und meine Lasius cf. niger kontrollieren, was die noch für Überraschungen parat halten.
Hatte ja diverses schon gelesen gehabt, u.a. eben, daß sich Ameisen in Winterruhe durchaus auch zusammen "rollen" als wären sie tot bzw. eben auch die typische Totenhaltung von Insekten annehmen, womit ich es eigentlich gleich hätte besser wissen müssen aber wenn man sowas dann mal live bei seiner eigenen gepflegten Kolonie erlebt ist es dann doch gleich nochmal etwas anderes.
Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
03.04.2009
Es ist soweit.
Der Ameisenfrühling steht an, die Temperaturen sind im Zimmer auf 18°c angestiegen, allen Grund für die Kolonie, aktiv zu werden.
Vermutlich von gestern auf heute haben sie sich aus dem RG gegraben, was sie letztes Jahr für die Winterruhe fein säuberlich, alle Ritzen und Spalten verschließend, den kompletten Eingang dicht gemacht haben.
Daß sie "raus" wollen hat sich ein paar Tage vorher bereits durch eine Zunahme der Nestaktivität angekündigt, in dem die Arbeiterinnen deutlich öfter die Position gewechselt haben und die Gyne sich bereits geputzt und "gestreckt" hat.
So stand auch für die "Ausbrecher" bereits Zuckerwasser bereit - Proteine werde ich heute Abend dann zum ersten Mal im neuen Jahr anbieten.
Auch an ihren Gaster erkannte man die letzten Tage deutlich, daß die Nahrungsvorräte zu neige gehen, so den sie extrem klein zusammen geschrumpft sind - kaum wieder zu erkennen sind sie. :)
So wie es bisher aussieht, haben alle Arbeiterinnen und natürlich die Gyne die Winterruhe überstanden. Die Larven machen ebenso den Eindruck, daß es keine Verluste zu beklagen gibt.
Naja, da ich mir doch mehr Zeit gelassen habe, als mir eigentlich zur Verfügung stand, ist leider der neue Bodengrund für die Arena noch nicht fertig; nein ich hab noch nicht einmal angefangen, da ich im Moment noch mit dem Bau des neuen Beckens für meine Temnothorax unifasciatus beschäftigt bin und meine kürzliche Leistenbruch-OP auch nicht gerade hilfreich dabei ist.
Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~[/quote]
05.04.2009
Heute war Remmidemmi angesagt.
Das, was sie beim "Ausbruch" aus dem Nest geschoben hatten, haben heute teilweise bis zu zwei Arbeiterinnen wieder nach und nach ins Nest geschafft und damit den Eingang neu aufgebaut und gestaltet.
Eine weitere war am Zuckerwasser aufnehmen, womit sie ca., 10min beschäftigt war.
Die vor zwei Tagen angebotene Fliegenpuppehälfte, die auch ins Nest geschafft wurde, fand ich heute auf den Müllhaufen wieder - ist es übrigens die gleiche Stelle, wo sie letztes Jahr zum Schluss (Formi ohne richtigen Bodengrund - näheres siehe unten) ihren Müll immer entsorgt haben. Entsprechend bot ich gleich eine neue an, die von der Bauarbeiterin sogleich ins Nest geschafft wurde.
Da ich wissen wollte, ob sie noch mehr einsammeln würden, habe ich, auch weil ich zugegebener Maßen noch eine über hatte, eine weitere Hälfte angeboten.
Diese wurde von der Bauarbeiterin diesmal ignoriert, eine andere Arbeiterin die kurz drauf aber den Weg aus dem Nest suchte, fand diese wohl ansprechend und zog diese sodann auch in das Nest, wo beide Hälften nun von ein bis drei Arbeiterinnen verwertet werden.
Beim Eintragen von Futter merkt man deutlich den Vorteil, einen großen Kräftigen Körper zu haben. Mühen sich meine Lasius cf. niger teilweise ab, so eine Puppenhälfte ins Nest zu schaffen, wobei sie da auch teilweise mit der Logistik bzw. Arbeitsverteilung Schwierigkeiten haben, so hat die Bauartbeiterin, die u.a. mit die Größe von allen Arbeiterinnen ist, die Puppenhälfte einfach hochgenommen und ins Nest getragen, so wie wenn wir einen einfachen Stuhl woanders hinstellen würde.
Ebenso gibt es Bauarbeiten Richtung Wassertank, woran sich auch die Gyne beteiligt und vorhin beim Beobachten einen großes Stück Watte heraus trennte. Da der Wassertank aber mittlerweile leer ist, besteht kein Grund zur Sorge.
Nachdem so viel los ist heute, musste ich auch gleich ein paar Fotos schießen. :D
So ein schönen Moment muss man natürlich festhalten - alle wohl auf, die Brut hat augenscheinlich vollständig überlebt, überall wird gebaut und es wird reichlich Nahrung aufgenommen. Was will man mehr.
Bin schon gespannt, wann die Gyne die ersten Eier legt und ob sie ähnlich vorgehen wie meine Lasius cf. niger, die augenscheinlich erst die bestehende Brut versorgten, ehe die ersten Eier gelegt wurden.
Nun aber zu den Bildern:
050409 01.JPG 050409 02.JPG
050409 03.JPG 050409 04.JPG
050409 05.JPG
Der Bodengrund ist im Moment nur eine Korkplatte - ich hatte kurz vor der Winter den eigentlichen Bodengrund heraus genommen - das ursprüngliche Nest hatte ja im Ytongbereich angefangen zu Schimmeln - um diesen in Verbindung mit dem Bau eines neuen Nest zu überarbeiten oder gar komplett neu aufzubauen.
Wie man vielleicht sieht, ist das RG mit dem Zuckerwasser (ist das Rg wo die eine Arbeiterin am trinken ist) fast leer, daher habe ich gleich noch auf einem Stück Alufolie einen Tropfen reinen Honig angeboten - dieser verfügt ja über mehr Inhaltsstoffe, ob die Ameisen darauf angewiesen sind weis ich nicht, aber im Zweifel... ;)
Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
2008
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
2009
- 03.04 halbe Fliegenpuppe (wurde zur Hälfte gefressen und am Tag drauf weggeschmissen)
- 05.04 zwei halbe Fliegenpuppen
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
13.04.2009
Viel gibt es nach der kurzen Zeit natürlich nicht zu berichten.
Den Eingang haben sie weiter verbarrikadiert - dazu haben sie sogar das Stück Alu-Folie auf der ich den Honig anreiche, verwendet. Das Stück klebt jetzt mit der Unterseite außen an der Barrikade.
Ich hab mal dort gelassen wo es ist, um sie nicht unnötig zu stören und habe einfach nur neuen Honig angeboten.
Die eine Fliegenpuppenhälfte haben sie kurz drauf wieder aus dem Nest geschmissen.
Kurz darauf bot ich wieder eine an; ebenso heute.
Die Aktivität im Nest ist nach wie vor hoch, bis auf Mrs. Von und Zu. Sie hockt mitten im Getummel und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Zwei Arbeiterinnen versuchen weiter sich in Richtung Wassertank zu beißen, eine Arbeiterin bearbeitet die eine noch verbliebene Fliegenpuppenhälfte, zwei Kümmern sich um die Brut, eine rennt an der Decke rum, eine ist wie gewohnt als scheinbar Wache kurz hinter dem Eingang postiert, eine baut eine Kammer in den einen Teil des Walls den sie aus den Flocken von dem alten Verschlusstopfen gezupft haben und die Neunte war damit beschäftigt die neu angebotene Fliegenpumpenhälfe ins Nest zu schaffen, wobei ihr dann letztlich die eine Bauarbeiterin zur Hilfe kam. Die Wache hat sich davon aber nur wenig beeindrucken lassen und bliebt auf ihrem Posten.
Man sieht an ihren Gastern langsam, daß sie wieder Vorräte anhäufen. So haben sechs von neun Arbeiterinnen schon einen gut gefüllten Gaster, kein vergleich zu vorher, kurz nach der Winterruhe.
Die Gaster der drei Anderen - Wache, Bauarbeiterin und diejenige die die Puppe ins Nest geholt hat - ist zwar bei weitem nicht mehr so klein aber man sieht einen klaren Unterschied zu den anderen Sechs.
Denke mal, nach der Fliegenpuppe dürften die Vorräte ausgestockt sein und die natürlich eh recht geringe Außenaktivität dürfte für die nächsten Zeit wieder gegen Null gehen.
Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
2008
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
2009
- 03.04 halbe Fliegenpuppe (wurde zur Hälfte gefressen und am Tag drauf weggeschmissen)
- 05.04 zwei halbe Fliegenpuppen
- 09.04 eine halbe kleine Fliegenpuppe
- 13.04 eine halbe Fliegenpuppe
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
17.04.2009
Heute wurde die Kleinkolonie in das provisorische und ehemalige Becken meiner Temnothorax unifasciatus umquartiert, damit ich endlich anfangen kann, die neue Landschaft zu konstruieren bzw. aufzubauen, wozu ich, damit alles besser passt, immer ganz gerne das dazugehörige und leere Formicarium zur Verfügung habe.
170409 01.jpg
Vergleiche ich mit meinen beiden Lasius niger Kolonien, muss ich sagen, sind meine Camponotus ligniperda, zumindest für den Moment, wesentlich tagaktiver. So durfte ich so gut wie jeden Tag mehrmals ein, zwei und manchmal sogar drei Arbeiterinnen außerhalb des Nests beobachten. Eine, die mit am häufigsten draußen unterwegs ist, scheint penibel das Terrain zu erkunden. Folgen ihr eine oder zwei Arbeiterin, so holen diese entweder Nahrung ein, oder entsorgen Müll, etwas was ich bei meinen beiden Lasius niger ebenfalls noch nicht wirklich beobachten konnte. Bei denen bleiben Futterreste zu 90% da liegen wo sie eben liegt, nicht so bei meinen Camponotus. Diese brachten bisher absolut immer Nahrungsreste weg vom Nest.
Auf jeden Fall blieb der Umzug nicht unbemerkt. Die anfängliche wirklich nur leichte Panik - ich konnte sie fast ohne Erschütterungen umquartieren - die sich darin äußerte, daß die Wache den Eingang verschließen wollte, wich bald der Neugier und so war schon nach kurzer Zeit bereits die eine Kundschafterin wieder im Formicarium unterwegs. Auch musste eine Schwester im Anschluss auch gleich mal nach sehen, was nun Sache ist.
170409 02.jpg 170409 03.jpg
Obwohl die Gaster der Gyne schon aussieht, als ob sei bei dem kleinst Stückchen Futter mehr gleich platzen würde, ist der Hunger in der Kolonie nach wie vor ungebremst. So wurden auch seit dem letzten Bericht zwei weitere Fliegenpuppenhälften angenommen.
Auch hatte ich heute die Gelegenheit mal ein freien Blick auf die Brut zu werfen. Sehr viele Larven in jedem Entwicklungsstadium, ebenso eine schon richtig große Dicke, die die Hoffnung auf eine noch etwas größere Arbeiterin aufkommen lässt.
Gyne: 1
Eier: 0
Larven: ca. 7-12
Kokons: 0
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: (keine Beobachtung bisher)
Honigwasser: ca. alle 2Tage
Proteine: ca. alle 7Tage
2008
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
2009
- 03.04 halbe Fliegenpuppe (wurde zur Hälfte gefressen und am Tag drauf weggeschmissen)
- 05.04 zwei halbe Fliegenpuppen
- 09.04 eine halbe kleine Fliegenpuppe
- 13.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 15.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 17.04 eine halbe Fliegenpuppe
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
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Grüßle ~Shar~
02.05.2009
Das neue Formicarium ist nun seit über einer Woche fertig und der Umzug liegt eine Woche zurück. ( Zur Nest-/Beckenvorstellung )
In das Nest sind sie leider noch nicht eingezogen, aber immerhin benützen sie es auch nicht als Mülleimer, obwohl das RG direkt am Eingang liegt. So haben sie die eine Fliegenpuppenhülle einfach Rand des Stamms fallen lassen. Entsprechend bin ich weiterhin zuversichtlich, daß sie doch irgendwann umziehen.
Der Wassertank vom neuen Nest funktioniert einwandfrei - diesen hatte ich mal probeweise befüllt, um ihnen vielleicht so das Nest attraktiver zu machen.
Auch muss ich nochmals sagen, daß sie ausgesprochen aktiv sind. So ist meist immer mindestens eine Arbeiterin unterwegs beim Erkunden und Absuchen, teilweise sitzt sie auch einfach nur außerhalb des Nestes.
Wie man auf den Bildern sieht, haben sie den losen Bodengrund dazu verwendet, den Eingang zum RG wieder weiter zu verbauen und verbarrikadieren.
020509 3.jpg 020509 4.jpg 020509 5.jpg
Eine etwas "eigentümliche" Beobachtung konnte ich heute machen. Während ich am Kontrollieren des Wassertanks durch das Sichtfenster war, muss dies wohl einer Arbeiterin aufgefallen sind. Als ich mit dem Kopf wieder hoch kam, saß sie auf dem Frischwassertank-RG und "beobachtete" mich. Auch reagierte sie auf meine Kopfbewegungen. Bewegte ich den Kopf nach rechts oder links, wanderten die Fühler mit.
So saßen wir "beide" dann erstmal ca. eine Minute uns Gegenüber. Ein folgender Versuch, ob sie auch auf die Bewegung meines Fingers und auf Klopfzeichen an die Scheibe reagiert, blieben erfolglos; dazu sehen sie dann wohl doch zu schlecht und nehmen wohl eher deutliche Schatten wahr. Entsprechend reagierte sie erst, als ich mit der ganzen Hand Bewegungen machte, indem sie wieder mit ihren Fühler der Hand folgte.
Diese erstmal doch recht befremdlich wirkende Beobachtung musste ich sogleich meiner Freundin im Nachbarzimmer erzählen. Ich war keine halbe Minute weg, sie zu holen, war bei meiner Rückkehr von der Arbeiterin auch nichts mehr zu sehen.
Anfang dieser Woche durfte ich erfreulicher Weise den ersten Kokon in diesem Jahr begrüßen. Dürfte nicht lang dauern, bis sich die nächsten ein, zwei Larven verpuppen. (Das Stückchen was die Sicht teilweise versperrt musste ich leider auflegen, da sonst der Autofocus nicht wollte)
020509 1.jpg 020509 6.jpg
Gyne: 1
Eier: 5-8
Larven: ca. 15
Kokons: 1
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: wird regelmäßig besucht
Honigwasser: wird an und ab besucht
2008
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
2009
- 03.04 halbe Fliegenpuppe (wurde zur Hälfte gefressen und am Tag drauf weggeschmissen)
- 05.04 zwei halbe Fliegenpuppen
- 09.04 eine halbe kleine Fliegenpuppe
- 13.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 15.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 19.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 21.04 eine halbe Fliegenmade
- 27.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 01.05 eine halbe Fliegenpuppe
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
eine halbe Fliegenmade (diese wurde kurz nach dem Verfüttern schwarz, vermutlich von den Verdaungssäften in ihrem Magen)
Es gibt auch einen ausführlichen Baubericht bzw. Formicariumvorstellung, inkl. Bilder:
>>> Nestvorstellung (alt) <<<
>>> Zur Nest-/Beckenvorstellung (neu) <<<
Über Lob und Tadel würde ich mich freuen:
>>> Diskussionsthema <<<
Grüßle ~Shar~
03.05.2009
Nachdem gestern das Nest zwar inspiziert wurde aber sie sich nicht weiter für interessierten, machte ich mir so meine Gedanken, warum dies der Fall sein könnte.
Bestätigt von früheren Beobachtungen des Verhaltens bei meiner Lasius cf. niger-Kolonie, startete ich dann ein Versuch und verschloss den unteren Zugang zum Nest und begrenzte so die Zahl der Eingänge zum Nest auf Eins.
030509 2.jpg
Die Abzweigung und damit den mehr oder weniger dritten Zugang hatte ich ja bereits beim ersten Versucht dicht gemacht.
030509 3.jpg
Des weiteren füllte ich etwas feinen Kies oben in den Eingang (Pfeil rot / graue Darstellung), der, nachdem ich die Zugänge immer so anlege, daß sie leicht verbarrikadiert werden können, damit etwas enger wurde.
Wie angesprochen war der Zugang (Pfeil blau) nun ebenso dicht.
030509 4.JPG
Diese Aktion entging den Arbeiterinnen natürlich nicht, worauf die Gegend sofort wieder erkundet wurde, ebenso das Nest.
Später am Abend konnte ich dann erste Anzeichen für einen eventuell bevorstehenden Umzug erkennen.
Eine Arbeiterin, die aus dem Nest ins RG zurück kehrte, packte sich eine Andere und versuchte diese dann, in das Nest zu tragen, was ihr aber, bedingt durch das verbaute RG nicht gelang und nach einiger Zeit auf gab.
Wie leider befürchtet, kam es dann auch in der letzten Nacht nicht zu einem Umzug, obwohl das Interesse geweckt war und nun am abflauen war.
Als nächste Maßnahme, entschied ich mich nun, bevor das Interesse fürs erste gänzlich verflog, die im RG-Eingang angehäuften Watte und Stopfenfusseln vorsichtig heraus zu nehmen, um einen besseren Zugang zu ermöglichen.
Um sie nicht unnötig zu stressen, verdunkelte ich, soweit wie möglich das Zimmer und stellte zusätzlich noch Pappdeckel auf, um das Formicarium so dunkel wie möglich zu bekommen (Fenster ist links, außerhalb des Bildes)
030509 1.jpg
Dies gelang mir auch, ohne daß zu viel Panik im Nest ausbrach, bliebt aber natürlich nicht unentdeckt.
Als Folge strömten, nachdem die Kundschafterin die Lage geprüft hatte, dann kurz drauf mehrere Arbeiterinnen aus und gingen auf Baumaterialsuche - das angeschleppte Baumaterial vorderhalb der Stopfenfusseln ließ ich liegen, was aber natürlich nun nicht mehr ausreichte.
Es bliebt auch nicht aus, daß sich hin und wieder eine Arbeiterin in das Nest "verirrte" und nach und nach, dieses nochmals inspiziert wurde.
Zur Sicherheit füllte ich nochmals die Wasserkammer vom Nest komplett auf, um dahingehend auf Nummer sicher zu gehen.
Später fiel mir auf, daß neben den bis zu drei Arbeiterinnen, die damit beschäftigt waren, das RG wieder zu verschließen eine Arbeiterin Baumaterial aus dem Nest schaffte. Eine Kontrolle ergab, daß es Grabungen in der untersten verschlossenen Kammer gab (Bild: 030509 4.JPG, Kammer II - Pfeil grün, befüllt mir feinem Kies, sowie auch in der obersten Kammer I - Pfeil grün, befüllt mit Korkstreu)
Später kamen dann auch immer öfter Arbeiterinnen aus dem Nest, teilweise wurden andere Arbeiterinnen im RG in Richtung Ausgang gezerrt und als dann sogar begonnen wurde, die Brut aus dem RG in das Nest zu schaffen, war es, trotz allem, daß weiterhin das RG weiter zu gebaut wurde, eindeutig, der Umzug stand kurz bevor bzw. war bereits im vollen Gange.
Um diesen ja nicht irgendwie zu stören, ließ ich sie lieber alleine, so bekam ich leider auch nicht mit, wie die Gyne in das Nest gebracht wurde.
Bei der letzten Kontrolle war das RG bis auf ein paar Eier bereits komplett leer. Es dauerte aber nicht lange, als auch die letzten Überreste der Brut geholt wurden und abschließend das RG nochmals feinst säuberlich abgesucht und kontrolliert wurde, damit ja nichts versehentlich zurück gelassen wird.
Bei der ganzen Umzugsaktion konnte ich zwischenzeitlich ein relativ guten Blick auf die Brut werfen. So haben sie bereist drei oder vier Kokons und einen großen Haufen Larven in allen Stadien, sowie auch erste Eier.
Abschließend bin ich froh, auch diesmal alles scheinbar richtig interpretiert und darauf reagiert zu haben.
Ich bin schon gespannt, in welchem Teil des Nestes sie sich eingerichtet haben, eher weiter unten im feuchten oder eher im trockenen oberen Bereicht aus Holz, ebenso, bei welcher Zahl an Arbeiterinnen sie welche Kammer und vor allem wann sie den unteren Eingang frei legen werden.
Gyne: 1
Eier: 5-8
Larven: ca. 15
Kokons: 3-4
Pygmäen: 9
Nahrungsaufnahme:
Wasser: wird regelmäßig besucht
Honigwasser: wird an und ab besucht
2008
- 03.08 Fliege
- 10.08 Heimchen, mittel
- 18.08 Stubenfliege
- 27.08 Falter
- 01.09 Heimchen (wurde zur Hälfte wieder raus geschmissen)
- 12.09 Stückchen Tunfisch
2009
- 03.04 halbe Fliegenpuppe (wurde zur Hälfte gefressen und am Tag drauf weggeschmissen)
- 05.04 zwei halbe Fliegenpuppen
- 09.04 eine halbe kleine Fliegenpuppe
- 13.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 15.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 19.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 21.04 eine halbe Fliegenmade
- 27.04 eine halbe Fliegenpuppe
- 01.05 eine halbe Fliegenpuppe
Nicht angenommene Nahrung:
2.5x PinkyMaden
eine halbe Fliegenmade (diese wurde kurz nach dem Verfüttern schwarz, vermutlich von den Verdaungssäften in ihrem Magen)
Es gibt auch einen ausführlichen Baubericht bzw. Formicariumvorstellung, inkl. Bilder:
>>> Nestvorstellung (alt) <<<
>>> Zur Nest-/Beckenvorstellung (neu) <<<
Über Lob und Tadel würde ich mich freuen:
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