07.04.2011: (Donnerstag)
Neues Bild: elf Eier sind auf der Welt, zumindest halte ich es noch für Eier.
15.04.2011: (Freitag)
Heute gab es Mehlwurmimagostückchen, sie haben es gut angenommen, eine Arbeiterin konnte ich daran entdecken, jedoch war diese, bevor ich die Kamera zücken konnte, wieder im Nest, ich machte also den Deckel auf, um etwas zu lüften und die Kondenswasserbildung zu mindern (Arena und Nest stehen auf einem großen Brutkasten für Messor barbarus und wird dadurch geringfügig von unten beheitzt, nach oben bildet sich also Kondenswasser wegen des Temperaturgefälles).
Da kamen zwei der drei Arbeiterinnen raus und schauten sich um, allerdings ging eine erst an das Stück, als die Kamera aus war und kaum noch Saft hatte - so sind sie eben.
Die Hinterleiber der Arbeiterinnen sind stark geschwollen, am Honig kann es nicht liegen, der war verbraucht und ich habe ihn erst heute nachgefüllt.
Folglich haben sie Körperflüssigkeit vom Futterinsekt aufgenommen und aneinander weitergegeben (gestern waren die Hinterleiber noch deutlich kleiner).
Dies konnte ich auch beobachten, eine Arbeiterin gab an eine andere Kropfflüssigkeit ab, der Gaster von Letzterer wurde immer größer, Erstere immer dünner und schließlich gab diese Arbeiterin ihren Kropfinhalt an die Königin weiter, ein bisschen so, als ob man Öl mit einem kleinen Tank auffängt, es in einen anderen füllt und diesen dann in einen Traktor entlehrt...
Ob sie so viel Interesse am Futtertier zeigen, weil die Eier geschlüpft sind!?
Das kann ich nicht genau sagen, so gut erkenne ich das nicht, seht euch einfach die Bilder an.
Gerade hat eine Arbeiterin das Stück in den Eingang gebracht, ich habe einige Fotos gemacht.
Eben lief eine Arbeiterin durch die Arena, zielstrebig die Fühler durch die Luft tastend ging sie sofort zum neuen Honig, nippte jedoch nur mal kurz daran, um dann weiterzulaufen, kein großes Interesse also am Honig.
30.04.2011: (Samstag)
Heute habe ich endlich die erste Larve erkennen können!
Vorher war ich mir praktisch nie ganz sicher bei den seltsamen länglichen Eiern...
02.05.2011: (Montag)
Heute sind schon mindestens vier Larven zu sehen, jetzt bin ich mal gespannt, wie schnell sie sie gemästet bekommen!
11.05.2011: (Mittwoch)
Nu gibts Bilder!
Wie zu sehen, sind fast alle Eier geschlüpft, auch wenn sie sich ziemlich viel Zeit gelassen haben, und nun gibt es über zehn Larven, einige schon recht groß, die Größte dürfte zwischen 6mm und 8mm lang sein.
Auch die Aktivität ist gestiegen, statt vielleicht einmal am Tag, sehe ich die Tiere nun regelmäßig, wenn auch nur einzeln in der Arena und sie nehmen endlich Insekten an, wie auch der Heimchenkopf im Nest schließen lässt!
Falls eure Kolonien also am Anfang lange über den Eiern brüten - nicht entmutigen lassen, das sind richtige Spätzünder...
14.05.2011: (Samstag)
Heute habe ich mal etwas genauer hingesehen,
es sind nun:
mindestens 4 Eier,
mindestens 4 kleinere Larven,
mindestens 5 größere Larven und
eine erste Puppe!
Ganz recht, die erste Puppe ist entstanden und obwohl es sich um eine Pygmäenpuppe handelt, ist sie beinahe so groß wie eine Lasius flavus Königinnenpuppe.
Ich versuche gleich noch ein paar Bilder zu machen...
21.05.2011: (Samstag)
Der Kolonie geht es gut, es werden weiterhin Insekten angenommen und hin und wieder auch Honig, welchen sie mittlerweile routiniert erschnüffeln, sobald er in der Arena steht.
Puppen konnte ich vier zählen, dazu kommen noch neun Larven, von denen zwei oder drei wohl kurz vor der Verpuppung stehen!
22.05.2011: (Sonntag)
Jetzt sind es schon sechs Puppen!
Gerade konnte ich sehen, dass sie wieder Eier gelegt haben, elf oder zwölf dürften es sein - interessante Randbemerkung: bei kleineren Arten wie Lasius niger könnte ich die Eizahl nicht so leicht zählen, zumal die diese direkt zusammenkleben...
Immerhin ist so, zumindest vorerst, für stetiges Koloniewachstum gesorgt, auch wenn es am Anfang noch langsam vorrangeht, so ist jede dieser wirklich riesigen Arbeiterinnen (und auch Larven) doch schon etwas besonderes für sich... ohne die kleineren Arten schlechtreden zu vollen, versteht sich!
29.05.2011: (Sonntag)
Elf Puppen konnte ich gerade zählen, vielleicht habe ich mich auch verzählt, aber es ist schon ein beachtlicher Haufen für den Anfang, heute gibt es auch Bilder: seht selbst!
06.06.2011: (Montag)
Ein weiteres Nachzählen ergab zwölf Puppen, eine Hand voll Larven und knapp zwanzig Eier, vielleicht noch welche unter dem Puppenhaufen, sie wollen also mit dem nächsten Schwung weitermachen.
Die Arbeiterinnenzahl ist unverändert bei drei.
10.06.2011: (Freitag)
Eine der Puppen verfärbt sich schwarz, es wäre natürlich möglich, dass sie abstirbt, doch halte ich es mal für wahrscheinlicher, dass sie bald schlüpfen wird, bin mal gespannt, ob ich das freudige Ereignis auf Bildern bannen kann - bis dahin: gute Nacht!
11.06.2011: (Samstag)
Heute gibt es mal Bilder, die schwarze Puppe hat sich weiterhin dunkler gefärbt, sieht schlimm aus, dürfte jedoch baldiges Schlüpfen - wie gesagt - ankündigen, vielleicht heute, vielleicht morgen.
Zählen konnte ich etwa dreißig Eier,
sechs Larven und
zwölf oder dreizehn Puppfen.
Besonders auf die dreißig Eier freue ich mich, bzw. auf deren Schlupf, selbst wenn einige davon nicht zu Larven und später Arbeiterinnen werden, ist das noch ein schöner Bevölkerungszuwachs!
Und der Sommer hat ja gerade erst angefangen...
Noch was: ich meine, sehen zu können, wie einige Puppen schon Augen durchscheinen lassen, also selbst bald in den Schlupf gehen könnten.
Die Punkte, die ich für Beine halte, habe ich auf dem letzten Bild mal markiert.
13.06.2011: (Montag)
Gestern war es dann soweit, nachdem ich am Morgen reinblickte, und die Puppe noch ungeschlüpft war, schaute ich so gegen Nachmittag noch einmal rein und da saß sie, Arbeiterin nummer vier.
Noch ganz blaß musste sie erst einmal aushärten - ich kam nicht dazu, gestern schon Bilder zu machen, also müsst ihr mit dem heutigen Ergebnis (am Morgen) Vorlieb nehmen.
Zu sehen ist die Arbeiterin unter der Königin, sie hat sich schon gut vollgefressen, um als Speicher für die Kolonie zu dienen - raus will sie jetzt bestimmt noch nicht, wie man erkennen kann, ist sie noch nicht völlig ausgehärtet.
Man kann sie mit den folgenden Bildern vergleichen, wo die anderen Arbeiterinnen zu sehen sind, das letzte Bild zeigt eine Arbeiterin versteckt oben auf dem Bruthaufen.
Wie gesagt: jetzt sind sie zu fünft (die Königin mitgezählt).
Mal schauen, wo sie die Puppenhülle lagern...
15.06.2011: (Mittwoch)
Heute ist eine weitere Puppe schwarz geworden.
16.06.2011: (Donnerstag)
Am Abend ist sie geschlüpft, damit sind es jetzt fünf Arbeiterinnen.
Ich habe ihnen noch etwa zwei Stecknadelkopf Honigwasser angeboten (Honig mögen sie nicht so, aber in einem Tropfen ersaufen tun diese Riesen ja wohl kaum).
17.06.2011: (Freitag)
Heute Morgen haben sie schon den Tropfen aufgesogen, da habe ich gleich nachgefüllt.
18.06.2011: (Samstag)
Im Nest kann ich immer mehr neue Larven erkennen, während die Eierzahl langsam schwindet - das liegt wohl am schubweisen Gelege, für Nachschub ist jedenfalls gesorgt und die nächste Puppe beginnt sich zu verfärben.
Als ich heute ein Heimchenstück gab, dauerte es eine ganze Weile, bis es entdeckt wurde, sie sind ja auch ziemlich vollgefressen, da riskiert man nicht ständig, rauszugehen,
aber als sie es dann gefunden hatten, wurde es in Gänze ins Nest geschleppt, wo sie begannen, es auszuschlürfen und dann zu bearbeiten.
Davon habe ich ein paar Bilder gemacht.
19.06.2011: (Sonntag)
Ein weiteres Heimchenteil, das ich gereicht habe, haben sie reingeschleppt, das andere wird immer noch bearbeitet.
21.06.2011: (Dienstag)
Heute ist ja Sommersonnenwende, der längste Tag im Jahr und auch der Zeitpunkt, ab dem die Nächte wieder länger werden, da gibt es eine kleine Geschichte:
gestern Abend habe ich mich erschreckt, eine Arbeiterin fehlte, es waren nur noch vier, zwei voll ausgehärtete und zwei noch etwas matte Arbeiterinnen, also war es eine der älteren, die fehlte, überhaupt schienen sie sich gerne in der Arena aufzuhalten.
Da musste ich sie ein bisschen zanken, um sie zurückzuscheuchen, in ihr Nest.
Jedenfalls ging ich ins Bett, ahnend, dass sie sich versteckte.
Heute morgen ist besagte Arbeiterin wieder da, dank der Ausfärbung kann man sie noch recht gut auseinanderhalten.
Heute Abend dann waren es sogar schon sechs Tiere, nach dem kurzen Schreckmoment sind es also noch mehr geworden, es gab gerade wieder ein Heimchenteil zur Belohnung.
Als ich eben eine Arbeiterin von unten zankte, sie stand auf dem feinen Gitter und ich hauchte darunter, konnte ich bei einem raschen Zurückzucken eine Art Zirpen vernehmen, war das Absicht?
Oder handelte es sich vielleicht um ein unwillkürliches Geräusch, durch Reibung am Gitter - oder purer Zufall, weil ich die Fenster aufhatte, ein Geräusch von draußen also?
Vielleicht habt ihr dazu ja eine Idee oder Wissen?
22.06.2011: (Mittwoch)
Sieben, jetzt sind es schon sieben Arbeiterinnen!
23.06.2011: (Donnerstag)
Der obligatorische Blick ins Nest ergab heute:
sieben Puppen und
neun Arbeiterinnen.
Nun sind erstens immer noch so viele Puppen da wie zuvor, rechnet man die momentanen Puppen zu der Arbeiterinnenzahl und zieht die alten drei Arbeiterinnen ab, kommt man auf dreizehn, ergo gibt es nicht mehr Puppen als noch bevor sie begannen zu schlüpfen.
Egal - noch eine, dann ist die Arbeiterinnenzahl um eine Stelle gestiegen.
Auf den Bildern macht das schon ganz schön was her!
28.06.2011: (Dienstag)
Nun sind es schon dreizehn, damit ist die Zehnerschwelle überschritten!
30.06.2011: (Donnerstag)
Vierzehn sind nun sichtbar.
02.07.2011: (Samstag)
Gerade konnte ich fünfzehn sehen.
07.07.2011: (Donnerstag)
Die letzte Nacht lief eine Arbeiterin scheinbar unendlich suchend in der Arena herum, auch ein zurücksetzen in den Zugangsschlauch der Arena veranlasste sie nicht dazu, zurück ins Nest zu ziehen und den Wattestopfen, der sie aufhalten sollte, wieder zurückzugehen, brachte sie nicht zur Einsicht...
Heute Morgen liegt sie tot in der Arena - meine Vermutung ist, dass sie schon recht alt für eine Pygmäin oder kleine Minor war und ohnehin sterben musste, könnte es sein, dass sie versucht hat, ihren zukünftig toten Leib möglichst weit weg vom Nest zu postieren?
Naja, im Nest kuscheln sie sich zusammen, kann es nicht genau sehen, aber vierzehn dürften verbleiben - vielleicht bereiten sie sich schon auf die Winterruhe vor!?
Auf den Bildern könnt ihr es sehen.