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Gast - ehem. User: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (14. Apr 2011 15:23)

Hi,

da es hier im Forum recht wenige Haltungsberichte zu dieser Art gibt, werde ich hier ein wenig darüber schreiben.

Am 01.04.2011 habe ich die Kolonie aus dem Paket geholt und in ihr momentanes zu Hause gestellt, nämlich ein 40x30x30 großes Formicarium mit integriertem Ytongnest.

Soweit ich es zählen konnte, waren es am Anfang:

Gyne: 1 (klar ;) )
Arbeiterinnen: 15
Puppen: 4
Larven: 0
Eier: 0

Gegen 23:52 Uhr konnte ich dann beobachten, wie sie mit dem Umzug begannen. Hier sieht man eine Arbeiterin beim Puppentransport:

https://lh3.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tab-ZQSvXYI/AAAAAAAAAwo/ngmOY7oWGvw/s800/Arbeiterin_puppe.jpg

Nachdem alle Puppen in das Nest geschafft wurden, machte sich die Gyne auch auf den Weg (fast hätte ich sie verpasst, 02.04.2011 00:21 Uhr):

https://lh4.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tab-cQmkajI/AAAAAAAAAww/5vfF2kCKR7o/s800/Umzug_gyne.jpg

Kurz vor zwei wurde dann auch ein wenig Proteinnahrung in Form eines Ofenfisches erbeutet:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tab-ZGduSfI/AAAAAAAAAwk/RAmfI0RYbUc/s800/Arbeiterin_ofenfisch.jpg

Obwohl sie keine Larven hatten und der Proteinbedarf deshalb sicher recht gering ist, haben sie bis heute etwa 10 Goldfliegen, 5 Ofenfische, 1 halbes Heimchen und viele Fruchtfliegen vertilgt, bzw. eingelagert. Als Lagerraum dienen die trockensten Stellen des Ytongs (den ich am Anfang recht gut befeuchtet hatte):

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tab-TfDt5oI/AAAAAAAAAwg/05Mjtol2O7I/s720/Arbeiterin_heimchen.jpg

Dort wird wie man sieht auch immer wieder gerne herumgeknabbert und die aufgenommene Nahrung mit der Gyne geteilt:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tab-a_o7sbI/AAAAAAAAAws/zE0QkppH7hs/s640/Gyne_f%C3%BCtterung.jpg

Momentan zeigen sie vor allem Abends und Nachts gesteigerte Aktivität, die sie zum einen zur Nahrungssuche nutzen wie auch dazu Erdpartikel in das Ytongnest zu tragen. Dies dient dazu den Spalt, der zwischen Nest und Scheibe entstanden ist (da ich leider etwas unsauber das ganze befestigt habe), abzudichten. Das Ytongnest wird im übrigen mit einer Heizmatte von außen zur Hälfte erwärmt. Die Ameisen bevorzugen immer die wärmste Stelle (also der Teil, der von der Mitte der Heizmatte erwärmt wird), sie scheinen also recht wärmeliebend zu sein.

Als ich das letzte mal nach der Kolonie sah (am vergangenen Sonntag), konnte ich einen Eierberg sehen (leider keine Fotos), auch schlüpften zwei Arbeiterinnen. Somit ergibt sich folgender momentaner Stand:

Gyne: 1 (klar ;) )
Arbeiterinnen: 17
Puppen: 2
Larven: 0
Eier: ~10-20

Ich hoffe, dass euch der Bericht gefällt. Kritik, Fragen, Anregungen und Lob bitte unter http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=143&t=15813 posten.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (18. Apr 2011 20:19)

So dann will ich mal ein kurzes Update des Berichts schreiben.

Zunächst der Census:

Gyne: 1 (klar ;) )
Arbeiterinnen: 20
Puppen: 0
Larven: 0
Eier: zwei Eierpakete

Wie der aufmerksame Leser festgestellt hat, habe ich mich beim letzten mal entweder bei der Arbeiterinneanzahl oder/und bei den Puppen verzählt. Doch bin ich mir diesmal ziemlich sicher, dass die Anzahl stimmt, da ich immer auf 20 Arbeiterinnen beim Zählen kam und Puppen auch keine mehr sichtbar waren.

Diesmal kann ich auch ein Bild der zwei Eipakete zeigen:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TayKA9Ch5dI/AAAAAAAAAxY/hwH7D8DlkaA/s800/Gyne_Eipaket.jpg

Die Eier werden ständig von Arbeiterinnen beleckt und befinden sich an einer sehr warmen Stelle des Ytong-Nestes.
Aus dem Eipaket, das schon letzte Woche vorhanden war, sind immer noch keine Larven geschlüpft, also brauchen die Eier auf jeden Fall mehr als eine Woche, um sich zur Larve zu entwickeln.

Der Nahrungsbedarf hat sich, obwohl noch keine Larven vorhanden sind, gesteigert. Probiert habe ich folgende Insekten:

Ofenfischchen (tod): Sehr gerne genommen, bis jetzt wurde noch kein einziges ignoriert.
Goldfliegen (tod): Anfangs recht gerne genommen, aber dann wurden sie ignoriert und erst gar nicht ins Nest eingetragen.
Heimchen (tod; micro - groß): Alle wurden ignoriert, egal welche Größe sie hatten.
Fruchtfliegen (Drosophila hydei; tod und lebend): Sie wurden immer genommen, es war auch sehr interessant der Arbeiterin beim Jagen zuzusehen.

Die prall gefüllten Gaster der Ameisen lassen auf eine generell gute Nahrungsversorgung schließen. Auch sind die Ameisen ständig dabei Nahrung auszutauschen (Trophallaxis):

https://lh4.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TayKAPEfsKI/AAAAAAAAAxU/w0x7boAZAyE/s720/Arbeiterinnen_Throphallaxis.jpg

Das Ytong-Nest ist momentan staub-trocken, was aber den Tieren nichts auszumachen scheint. Man sieht lediglich des öfteren Tiere an der Tränke, wie sie gerade Wasser aufnehmen.

Besonders gefällt mir an Camponotus Arten die Größe, welche es erlaubt die Tiere sehr gut mit bloßem Auge zu beobachten und auch mit eher bescheidenem Fotoequipment ordentliche Aufnahmen hinzubekommen.

Danke fürs Lesen.

mfg

Barristan

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (30. Apr 2011 22:07)

Hi,

heute gibt es wieder einmal eine Aktualisierung des Haltungsberichts.

Derzeit setzt sich die Kolonie wie folgt zusammen:

Gyne: 1
Arbeiterinnen: 20
Puppen: 0
Larven: viele kleine, 10-20 größere
Eier: ein bis zwei Eipakete

Die Kolonie lebt mittlerweile nicht mehr im Ytong-Nest, sondern in einem kleinen Korknest. Ich musste es anbieten, da sich der Ytong leider von der Scheibe gelöst hat (eigene Dummheit). Dadurch entstand ein 0,5 cm breiter Spalt und ich hatte Angst, dass dadurch Arbeiterinnen bzw. Larven/Puppen zwischen Scheibe und Ytong eingeklemmt werden. Der Umzug fand auch relativ schnell statt, nachdem ich nur noch das neue Nest erwärmt hatte.

Hier sieht man einen Einblick in das Nestinnenleben (die Königin hat sich leider in einem nicht sichtbaren Gang versteckt):

https://lh6.googleusercontent.com/-kyusx-P8Ahs/Tbx2zHKV5JI/AAAAAAAAAyM/3sKEsYO17yA/s720/nest_%25C3%25BCberblick.jpg

Wie man sieht ist Brut in allen Formen und Größen vorhanden. Auch legt die Gyne ständig neue Eier, so dass die Kolonie am Ende des Jahres sicher eine beachtliche Größe erreichen wird (wenn sie sich weiterhin so gut entwickelt).

Vor allem die Larven tragen dazu bei, dass die Kolonie einen enormen Proteinbedarf hat. So sind mittlerweile ständig 1-3 Arbeiterinnen am erkunden es Beckens und tragen sofort entdeckte Insekten in das Nest, um sie dort zu zerlegen. Bei größerer Beute werden andere Arbeiterinnen rekrutiert und die Beute vor Ort in transportfähige Stücke zerlegt. Da das Korknest vollständig trocken ist, gibt es auch keinerlei Probleme mit Schimmelbildung.

Zum Abschluss noch eine Nahaufnahme der einen Brutkammer:

https://lh3.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tbx2yZlts7I/AAAAAAAAAyI/5U-56DqjJXY/s800/brut.jpg

,eine Aufnahme von der Fütterung einer Larve:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tbx2yE1ARzI/AAAAAAAAAyE/7zK1zPleznI/s800/Larve%20F%C3%BCtterung.jpg

und ein Video gibt es auch noch:

7-X1PkKOso8

Danke fürs Lesen und freut euch schon auf nächste Woche, dann sind sicher bereits Puppen vorhanden ;)

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (2. Mai 2011 13:01)

Noch ein kurzes Update: Als ich gestern vor der Abreise noch einmal in das Nest geschaut habe, konnte ich sehen, dass drei Puppen vorhanden waren, somit hat bei meiner Kolonie die Entwicklung von der Larve zur Puppe etwas mehr als eine Woche gedauert.

Bin jetzt gespannt, wie lange jetzt die Entwicklung von der Puppe bis zur Arbeiterin dauern wird.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (11. Mai 2011 20:40)

Es wird mal wieder Zeit für ein Update.

Der Stand vom 08.05.2011 ist in etwa so:

Gyne: 1
Arbeiterinnen: 20
Puppen: 10
Larven: viele kleine, mittlere, ~10 größere
Eier: ein Eipaket

Zumindest ist dies das, was ich sehen kann, es kann durchaus sein, dass im nicht sichtbaren Bereich deutlich mehr Brut vorhanden ist.

Man erkennt auf dem Photo

https://lh4.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TcrgnuZ74sI/AAAAAAAAAy8/1lHdGfs7RM0/s512/Brut.jpg

zwei Dinge:

Hobbyglas bekommt sehr schnell Kratzer (ich weiß gar nicht, wie die alle dort hinein kamen, so grob bin ich damit auch nicht umgegangen). Daher werde ich Hobbyglas wohl nicht mehr verwenden, meine anderen Nester, die mit richtigem Glas abgedeckt sind, haben sehr viel weniger Kratzer, obwohl sie schon länger im Einsatz sind.
Es ist Brut in allen Stadien vorhanden. Vor allem bin ich positiv von der Legeleistung der Gyne überrascht. Zwar legt sie nicht die Unmengen an Eiern wie Gynen manch anderer Arten, aber sie lägt beständig neue Eier und legte bis jetzt keine Pause ein.

Der Hunger der Kolonie ist enorm angestiegen. Es ist immer mindestens eine Arbeiterin in der Arena auf Futtersuche (oft aber auch mehr). Wird Futter gefunden, so wird schnell Verstärkung herbeigeholt und man zerlegt das Insekt recht schnell:

https://lh3.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/Tcrgok3COCI/AAAAAAAAAzE/wkEmp8HbACk/s512/Heimchen_drei_Arbeiterinnen.jpg

Auf dem nachfolgenden Foto erkennt man, dass eine Arbeiterin gerade ein Stückchen aus dem Heimchen wegtransportiert:

https://lh3.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TcrgoJY4nrI/AAAAAAAAAzA/ZQA6Hd5mdZM/s640/Heimchenst%C3%BCck.jpg

Auch interessant zu beobachten ist, wie sie lebende Fruchtfliegen jagen:

Sobald eine Ameise eine Fruchtfliege mit den Fühlern berührt (ich konnte jedenfalls noch nie beobachten, dass sie rein auf Sicht gejagt haben), schießt sie blitzschnell in die Richtung der Fliege, um sie mit den Mandibeln zu packen. Misslingt dies, so rennt die Ameise mit offenen Mandibeln schnell im Zickzack herum und sucht die entkommene Beute. Wenn die Arbeiterin sie erwischt hat, dann wird sie meist noch lebend in das Nest transportiert und dort zerlegt. Danach kommen oft mehrere Arbeiterinnen aus dem Nest und suchen die vorher markierte Stelle ab, dabei laufen sie sofort mit geöffneten Mandibeln im Zickzack wild umher. Ich vermute, dass sie auf Grund der Duftspur bereits wissen, dass dort lebende Beute zu bekommen ist und sie durch die geöffneten Mandibeln schneller im Zupacken sind.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Update.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (17. Mai 2011 17:39)

Heute gibt es mal wieder das wöchentliche Update des Haltungsberichts.

Der Stand vom 15.05.2011 ist in etwa so:

Gyne: 1
Arbeiterinnen: 19 (leider ist eine Arbeiterin aus unerklärlichen Gründen verstorben)
Puppen: 20-40 (keine Ahnung wie viele genau)
Larven: viele kleine, einige mittlere, ~15 größere
Eier: viele

Es geht sehr gut voran, was man vor allem an der Puppenkammer sieht:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdKifxez-9I/AAAAAAAAAzg/_aFqJMvjGu0/s640/Puppenkammer.jpg

Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die kleinen Gebilde hauptsächlich kleine Larven und keine Eier sind:

https://lh4.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdKie30KE8I/AAAAAAAAAzc/3f8ayt9Iajk/s800/kleine%20Larven.jpg

Die Königin plus Brut konnte ich auch mal wieder ablichten:

https://lh6.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdKiev15ybI/AAAAAAAAAzY/Jz4tZchdxhE/s640/K%C3%B6niginnenkammer.jpg

Wie man sieht sind auch einige große Larven vorhanden, die sich sicher bald verpuppen werden. Auch an Eiern, aus denen hoffentlich bald Larven schlüpfen sind nicht zu knapp vorhanden. Spannend ist natürlich auch die Frage, wie lange die Puppenruhe dauern wird und sich somit die Gesamtentwicklungszeit ergibt.

Bis jetzt bin ich sowohl vom Verhalten, wie auch vom Pflegeaufwand der Art begeistert. Im Gegensatz zu anderen Arten muss das Nest nicht bewässert werden, was doch ein großer Vorteil meiner Meinung nach ist (Kaum Aufwand, geringe Schimmelgefahr). Dank des Proteinhungers nehmen sie auch ständig Insekten an und man hat gut etwas zu beobachten.

Gerade größere Insekten sollte man trotz der Größe der Ameisen zerteilen, da sie beispielsweise nicht durch den Panzer einer Waldschabe kommen. Kleinere Insekten oder solche mit weicherem Panzer (wie Fliegen) zerlegen sie problemlos. Ich bin mir allerdings fast sicher, dass sie auch Schaben knacken werden, sobald Majorarbeiterinnen vorhanden sind.

Vielen Dank fürs Lesen.

marcus0105: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (19. Mai 2011 14:30)

Hallo!

Erste Anmerkung: SUPER FOTOS!!
Welche Kamera hast du bzw. welches Objektiv?

lg
M.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (20. Mai 2011 10:20)

Hallo!

Erste Anmerkung: SUPER FOTOS!!
Welche Kamera hast du bzw. welches Objektiv?

lg
M.

Hi,

danke.

Wie ich bereits im Diskussionsthread schrieb, wurden die Bilder zuerst mit einer Canon Powershot sx120is aufgenommen, die darauffolgenden mit einer Olympus E-PL1 und die aktuellen habe ich jetzt mit einer Panasonic FZ100 gemacht.

Ich bin momentan noch am Testen, welche Kamera wohl am besten für mich taugt. Kompaktkameras (wegen der geringen Objektivbrennweiten) haben den enormen Vorteil, dass sie eine hohe Schärfentiefe aufweisen, auch sind sie deutlich günstiger, aber haben auch eine schlechtere Bildqualität.

Letztlich ist es alles eine Geldfrage. Wenn du dir eine ordentliche DSLR oder EVIL Kamera mit gutem Makroobjektiv leisten kannst, ist die sicher viel besser als eine Kompakte, aber kostet halt ein Vielfaches. Daher werde ich wohl doch lieber bei den Kompakten bleiben ;)

Könnte ein Mod bitte unsere beiden Beiträge in den Diskussionsthread verschieben, danke.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (22. Mai 2011 15:10)

Hallo,

ich schreibe mal wieder ein kurzes Update zur Kolonie.

Der Stand vom 22.05.2011 ist in etwa so:

Gyne: 1
Arbeiterinnen: 20-24 (schwer zu zählen, da ich ja nicht immer alle sehe)
Puppen: 20-40 (ungefär)
Larven: einige kleine, einige mittlere, ~10 größere
Eier: viele

Gestern sind die ersten Arbeiterinnen geschlüpft:

https://lh3.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdkOyrznxxI/AAAAAAAAA0I/qcWfXOiXd_8/s640/Frisch_Geschl%C3%BCpft.jpg

Wie man auf dem Bild sieht ist die Arbeiterin noch heller als die anderen (auch wenn es auf dem Foto nicht ganz so deutlich rüber kommt). Auch sieht man, dass weitere Arbeiterinnen kurz vor dem Schlupf stehen, da man die dunkle Färbung bereits durch die Puppenhülle erkennen kann.

Somit hat die Puppenruhe 20 Tage gedauert und es ergibt sich eine Gesamtentwicklungsdauer vom Ei bis zur Arbeiterin von ~6 Wochen.

Der Gyne geht es auch immer noch prächtig und sie hört auch nicht auf weitere Eier zu legen:

https://lh5.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdkOytgBxMI/AAAAAAAAA0A/lNfjrs6RWy0/s640/Brut_Gyne.jpg

Eine Nahaufnahme von der Brut:

https://lh6.googleusercontent.com/_wtFSo160D84/TdkOx54964I/AAAAAAAAAz8/21C3-2xGdt8/s912/Brut_nah.jpg

Zum Abschluss noch ein Video, das zeigt, wie sie ein kleines Heimchen bearbeiten (schaut es euch am besten in HD an):

E6cV7ytx498

Danke fürs Lesen.

Gast - ehem. User: Re: Camponotus vagus - Haltungs(bilder)bericht (18. Jun 2011 11:11)

Hallo,

die letzte Aktualisierung ist ja nun auch schon ein bisschen länger her und es wird höchste Zeit für ein Update.

Auf eine genaue Aufzählung der Arbeiterinnen und der Brut werde ich ab jetzt verzichten, da es mittlerweile unmöglich ist die genaue Anzahl zu ermitteln und das Schätzen sowieso zu ungenau ist (mir fehlt dafür das Talent ;) ). Aber ich kann jedenfalls sagen, dass es deutlich mehr geworden sind und auch täglich neue Arbeiterinnen hinzukommen. Grob schätze (ja ich kanns doch nicht lassen ;) ) ich zumindest 70+ Arbeiterinnen.

Wegen der zunehmenden Größe der Kolonie musste ich ihnen ein neues Nest anbieten. Ich wollte ihnen entweder wieder ein Korknest oder ein Holznest anbieten. Letztlich entschied ich mich wieder für ein Korknest. Als Grundlage diente ein unbehandelter Yoga Kork Block der Größe 23 x 12 x 7,5 cm. In diesen habe ich Kammern und Gänge mit einem Stechmeißel herausgearbeitet und anschließend mit Hobbyglas verschlossen. Die Fläche der Kamern ist jetzt etwa vier mal so groß wie beim alten Nest. Langfristig sollen sie eh ruhig selbst Gänge und Kammern anlegen, so dass das Nest auf Grund des großen Volumens hoffentlich recht lange halten wird ;). Bereits nach einem Tag sind sie dann umgezogen:

https://lh3.googleusercontent.com/-feggvPcuPvw/TfxxmGJeCtI/AAAAAAAAA04/cdCxGYGzN08/s800/P1010180.JPG

Wie man sieht haben sie die zwei Nesteingänge schön mit Erdpartikeln verengt worden.

Nahansicht von Gyne + Puppen:

https://lh5.googleusercontent.com/-Tno5pWBIQi4/Tfxxk9z9rOI/AAAAAAAAA00/3wyiX6Lcy_Y/s800/P1010170.JPG

Nahansicht vom restlichen Teil der Kolonie:

https://lh6.googleusercontent.com/-6A9twmZ2aRs/Tfxxih33TPI/AAAAAAAAA0s/FRa0O_i_7nQ/s800/P1010165.JPG

Man erkennt dort eine recht große Larve, evtl. wird daraus eine Majorarbeiterin entstehen. Bereits jetzt sind deutlich größere Arbeiterinnen vorhanden, die das Zerlegen der Insekten erheblich beschleunigen.

Obwohl im Verhältnis zur restlichen Brut relativ wenige Larven vorhanden sind, werden immer noch ständig Insekten angenommen und zerlegt:

https://lh3.googleusercontent.com/-ISdjqpGaUlo/TfxxoOHOCwI/AAAAAAAAA08/8ljwZzKSNVk/s800/P1010134.JPG

Honig bzw. Zuckerwasser wird auch angenommen, aber dieser(s) ist unattraktiver als die Insekten. Zumindest laut meinen Beobachtungen ernähren sich Camponotus vagus hauptsächlich zoophag und nehmen nur als Ergänzung Zuckerwasser bzw. Honig auf.

Bis jetzt ist die Haltung völlig idiotensicher: ein trockenes Korknest, ausreichend Wärme, immer Wasser (in einer Vogeltränke), jede Menge Insekten und etwas Honig und schon wächst die Kolonie ;). Gleichzeitig sind sie schön groß, sehr aktiv und daher kann ich sagen, dass sie wohl auch recht gut für Einsteiger geeignet sind. Meiner Meinung nach sind sie deutlich besser als z. B. Camponotus ligniperdus geeignet, weil das sind im Vergleich richtige Schlafmützen und als Einsteiger wird man bei denen schnell die Geduld verlieren, außerdem ist das Wachstum nicht so schnell und sie nehmen eher weniger Insekten an.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Update.


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