Hallo,
mein Name ist Roman und ich bin neu in der Ameisenhaltung.
Vor einigen Tagen habe ich das Nest einer Knotenameisen-Kolonie in meinem Garten, neben einem Apfelbaum, unter einem Stein gefunden.
Ich begann vorsichtig mit einem Pflanzgerät für Blumenzwiebeln ein Stück des Bodens auszuheben und fand ca. 15cm unter der Oberfläche direkt die Königin oder eine der Königinnen (was ein Glück!) und sammelte sie und so viele Arbeiterinnen + Brut wie möglich ein. Anschließend baute ich ihnen ein Gipsnest und ließ sie dort einziehen.
Wie ich das einschätzen kann handelt es sich um die Gattung Myrmica (ich hoffe das ich damit Recht behalte :D ). Zunächst ging ich also davon aus, dass es sich um Ameisen der Art Myrmica rubra handelt, da diese sehr häufig in Gärten vorkommt, als ich jedoch sah wie ähnlich z.B. die Ameisen der Art Myrmica ruginodis und anderer Myrmica spec. aussehen (zumindest für mein ungeübtes Auge) wusste ich, dass ich mir da nicht so sicher sein kann.
Die Königin ist ca. 5,5mm groß, die Arbeiterinnen sind ca. 3-5mm groß.
Ich hoffe, dass mir nun jemand von den erfahrenen Ameisenhaltern mit Sicherheit sagen, um welche Ameisenart es sich hier handelt (siehe Bilder).
Myrmica sp.JPG
Myrmica sp2.JPG
Myrmica sp3.JPG
Myrmica sp4.JPG
Myrmica sp5.JPG
MfG Roman :)
Bei Myrmica spec. ist es wirklich nicht einfach, da hier viele Unterschiede nur unter einem Mikroskop zu erkennen sind.
Im Buch von Bernhard Seifert gibt es die Bestimmungsschlüssel für diese Art.
Ciao
Myrmica rubra ist es schon mal nicht. Dann wird's allerdings schwierig. Da müsste man sich auch mal die Form des Petiolus ansehen. Könnte noch Myrmica ruginodis sein, M. scarabinodis oder evtl auch eine andere , seltenere Art.
Es gibt genau zwei Arten bei unseren einheimischen Myrmica, die leicht zu bestimmen sind,
Myrmica rubra und Myrmica ruginodis.
Bei diesen beiden Arten ist die Scapusbasis, also der Teil des Fühlers, der mit dem Kopf verbunden ist, in caudaler Blickposition nur einen sehr leichten Knick aufweist
und der Scapus sich in dieser Blickposition dazu noch zur Basis verjüngt.
Da fängt aber das erste Problem an: man muss den Fühler von der richtigen Position aus sehen,
andere Blickpositionen können verursachen, dass man keinen Knick sieht, wo einer ist oder umgekehrt
und dass man die Verjüngung nicht erkennt und viele andere weitere Probleme,
auf deinen Bildern kann man das leider nicht so genau sagen...
Auch wenn es spät kommt, könnte dir ein Blick in den Seifert vielleicht helfen,
sowie ein gutes Mikroskop!