Eine Möglichkeit, die ich auch nutze ist folgende:
ich stelle sie in einen Verschlag oder ein Gartenhäuschen oder ein Kellerfenster, und zwar zu der Zeit, in der es draußen sowieso langsam kälter wird.
Die Temperaturabsenkung überlasse ich so, wenn auch etwas abgeschwächt, der Natur.
Eine andere Möglichkeit, die ich in späterer Verbindung mit besagter Methode verwende: ich kühle mein Zimmer selbst nach und nach ab.
Gelagert werden die Tiere, sofern sie nicht in zerbrechlichen RGs sind, entsprechend draußen - die Einheimischen wohlgemerkt.
Zur Not baut man dann eben das Nest nach, muss ich eh des Öfteren tun...
Markus spricht es an, wie vorgegangen werden kann.
Unsere Ameisen in der Haltung verhalten sich selten wie in der Natur.
Vorhandene Haltungsparameter bringen Veränderungen die keine allgemeine Vorgehensweise mehr zu lassen, jeder Halter hält seine Ameisen anders.
Von mir ist nachzulesen, schaut in die Natur und bringt Eure Ameisen so in die Winterruhe.
Das passt leider für mich heute nicht mehr immer.
Ist nicht einfach, passend zu beurteilen, zu entscheiden.
Bei unserer Ameisenhaltung ist es notwendig, den Beginn einer Winterruhe den vorhandenen Begebenheiten anzupassen.
Dazu gehören ihre Brutaufzucht, ob es da Rückgänge gibt.
Hört sich einfach an ist dennoch besonders zu bewerten.
Abwesenheit, Temperatur und Feuchtigkeitsänderungen, mehr oder weniger Futter, bringen einen schnell zu falschen Bewertungen.
Myrmica rubra sind bis spät in den Herbst aktiv, in ihren Nestern noch viele Puppen.
Diese Art auf den Winter vorzubereiten da gibt es sicherlich viele Möglichkeiten.
Für mich läuft die Einwinterung bei dieser Art so ab:
Temperaturabsenkung, durchaus mit deutlich tieferen Temperaturen.
Mit voller Futterversorgung.
Blick ins Nest, ob sie die Aufzucht ihrer Larven einstellen.
Wenn nicht, weitere Temperaturabsenkung.
Ihre Puppen schlüpfen auch noch bei tieferen Temperaturen.
Falls die Anlage es hergibt, punktuelle Erwähnung, dort tragen sie ihre Puppen hin und wenn es sein muss auch mitten ins Licht.
Immer noch ausgiebig Futter reichen, alles, was sie nehmen.
Sind die letzten Puppen geschlüpft, kann es richtig kalt werden, wie bekannt überwintern bei dieser Art Larven mit.
Grüße Wolfgang
Hey,
nun habe ich ein kleines Problem. Eines Tages haben meine Myrmica rubra [Myrmies] fluchtartig das Reagenzglas verlassen und sich im Schlauch eingenistet. Am Anfang war ich froh, da ich annahm sie würden nun umziehen. Leider war dies ein Irrtum, denn sie verblieben im Schlauch. Nun glaube ich auch zu wissen warum. Als ich in den Ameisenturm schaute bemerkte ich, dass dieser viel zu feucht war. Nun überlege ich, wie ich weiter vorgehe. Im Normalfall wird das Lehm-Ton-Gemisch zu hart zum Graben, wenn es austrocknet. D.h. ich muss wohl den Turm neu befüllen. Seht ihr das genau so, oder schaffen das die Myrmica rubra [Myrmies] eurer Erfahrung nach?
Gruß
Scoon
Edit Uta
Meine haben 3 Tage im Schlauch gelebt und sind dann weitergezogen.
Sehr schön. Hat noch irgendjemand einen Tipp der mir weiterhelfen kann? Ich fürchte, dass mir bald mein drittes Ameisenvolk vor dem ersten Winter wegstirbt!
Den Schlauch verdunkeln und in Ruhe lassen. Notfalls mit dem Schlauch überwintern.
Sind nur wenige Informationen die Du für uns gepostet hast.
Wie viele Arbeiterinnen hat das Volk, wie sieht der Turm aus, von dem Du schreibst?
Womit ist er gefüllt?
Hast Du eine Vermutung warum sie das Reagenzglas verlassen haben?
Wenn das Volk noch nicht zu groß ist, kann für den „Turm“ ein entsprechend vorbereitetes Reagenzglas an den Schlauch gesetzt werden.
Nur darauf achten das alles nicht zu dicht ist, notfalls ein paar Belüftungslöcher in den Schlauch einarbeiten.
Für mich selber würde ich radikaler vorgehen, falls das Volk noch klein genug ist.
Alle Ameisen, Brut falls vorhanden, aus dem Schlauch in ein neues Reagenzglas (mit Wassertank) schütteln.
Das Reagenzglas für ein 1 bis 2 Tage verschließen (mit lockerer Watte) und danach geöffnet in eine kleine Box legen.
Die Box bekommt als Bodengrund gröberen Sand und der Boxenrand ist mit Schmierkram (Paraffinöl, PTFE, Talkum) gesichert.
Falls nicht alle Ameisen in das Reagenzglas zu bekommen sind, kommt das Reagenzglas gleich geöffnet in die Box sowie die restlichen Ameisen.
Der Sand der Box kann bei Bedarf immer mal befeuchtet werden.
Boxen gibt es auch mit Deckel, ein paar Löcher rein und das Ganze ist passend für eine Überwinterung im Kühlschrank.
Grüße Wolfgang