Hallo Allerseits,
da ich eigentlich immer nur am mitlesen bin, muss ich auch einmal den Anfang eines Thread machen, da ich im Moment leider nicht weiter weiß wie ich das neue Formicarium fuer meine Myrmica rubra bepflanzen bzw dekorieren soll. Da die Kolonie gerade in WR ist (im Moment wohnt sie noch in einer IKEA Box) habe ich mich entschlossen, ihnen ein neues Zuhause zu basteln.
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Als Groessenorientierung, es ist ein 54l Aquarium
Jetzt stellt sich mir nur die Frage wie ich das ganze dekorieren kann. Auf nur Moos, wie bei meinen Lasius niger habe ich auf Dauer keine Lust, ich habe eher an Gras oder Rasen in der Art gedacht, da dies gut zu Myrmica rubra passen wuerde. Hat da einer Erfahrung mit? Was passiert mit der Staunaesse, falls zuviel gegossen wird? Wie sieht es mit Schimmel aus? Die Bepflanzung wuerde auch nicht gleich in das Formicarium kommen, sondern erst wenn die Damen ins Nest umgezogen sind, damit sie nicht anfangen in der Erde zu graben. Falls bedarf besteht kann ich auch noch ein paar mehr Details zu meinem gebauten Formicarium geben, falls Interesse besteht. Ich habe leider nur etwas unscharfe Handy Bilder :roll:
Im Vergleich meine Lasius niger
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PS: Ich will keinen Bonsai :oops:
Also ich habe mit Pflanzen bisher keine guten Erfahrungen gemacht.
Alles was ich bisher eingepflanzt hatte ging trotz Belüftung, gleichbleibender Temperatur & Luftfeuchtigkeit (evtl. wegen Staunässe???) kaputt.
Oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit... ich weiss es nicht.
Was ich aber weiss, lässt man den Deckel ab, dann wächst alles im Formicarium.
Also stellt sich mir die Frage Deckel ab und das Risiko eines Ausbruchs in Kauf nehmen???
Ich habe mich bei meinen C.cf. nicobarensis für eine Wüstenlandschaft / Steinlandschaft entschieden.
Und bei meinen C. micans genauso.
Versuche mit Kakteen hatten alle den gleichen Ausgang. Sie schrumpeln langsam zusammen und sind am Ende nicht mehr größer als eine Murmel.
Meine C. micans bekommen nächstes Jahr wieder Kakteen, wenn sie aus der Winterruhe raus kommen und in dem Becken lass ich dann auch den Deckel auf, mal gucken wo die Ameisenstraße dann lang geht.
Farne, Moos und die Pflanzen, die man besprühen muss, halten auch nicht lange.
Dein Formicarium gefällt mir so wie es ist :D :grin: (Andere Ansichten wären schön, damit ich mir bei dir weitere Ideen klauen bzw. borgen kann....)
Allerdings wird das Problem, dass deine Ameisen evtl. nicht ins Nest einziehen, sondern in den Boden so oder so bestehen. Meine C.micans haben nur Sand und der ist nicht stabil genug, um damit Tunnel zu bauen. Allerdings überall wo ich nur nen Tropfen Wasser auf den Sand mache, fangen sie an zu graben. Wenn deine das auch machen, dann wirst du mit Gras z.B. nicht viel Freude haben. (1. Wurzeln die das Graben möglich machen 2. Bewässern was für eine hohe Grabaktivität sorgt.)
So mehr fällt mir gerade nicht ein...
Lg Rotti
Hi
Ich habe auch Myrmica und die haben bei mir eine Nazur Arena mit Asseln, Springschwänzen, Hundertfüßler (naja mehr dreißigfüßle), nem Regenwurm und am Anfang Walderdbeeren mit Blattläusen. Die haben sich aber gegenseitig umgebracht =D>, funktioniert gut auch mit dem Gießen - gab halt ne recht hohe Luftfeuchtigkeit. Hatte unten ne Schicht Seramis und habe immer wieder gegossen, ging gut, auch keine großen Probleme mit Schimmel. Und zum Thema wie hält man die Ameisen im Nest? Bei mir garnicht, die wohnen wo sie wollen
Aber es sollte möglich sein sie drinnen zu halten:
Erstens Myrmica lieben Feuchtigkeit und ziehen dafür auch recht spontan mal um (mir sind sie mal in die Tränke gezogen mit Königinnen, Brut und Abeiterinnen, obwohl die Erde noch feucht war. Also Nest feucht halten.
Zweitens viele Ameisen mögen Wärme. Biete ihnen vielleicht eine kleine Wärmequelle im Nest an.
Störe sie im Nest nicht zu stark.
Im Laufe des Tages kann ich vielleicht noch ein Bild hochladen.
Ja wegen der Feuchtigkeit hab ich mir schon Gedanken gemacht, aber erstmal danke fuer die Antworten.
Gerade wegen der Feuchtigkeit fuer die Myrmica rubra und einer eventuellen Bepflanzung war sowieso der Plan, das ganze ohne einen Deckel zu betreiben, mal schauen ob das auch funktioniert.
Eine Wuestenlandschaft kommt nicht in Frage, da kurz gesagt, Myrmica rubra von hier sind, und nicht aus einer Wuesten- / Steppenlandschaft. Ich finde es einfach unpassend solche Ameisen bzw. bei der Tierhaltung allgemein sie in eine ganz andere Umgebung zu packen, als aus der sie eigentlich stammen. Fuer C. nicobarensis passt dafuer die Wueste. Das Moos das ich bei den Lasius niger habe, haelt mittlerweile auch fast ein Jahr und ist schoen angewachsen, jedoch sind diese ja nicht so umzugsfreudig.
@Lenny-NP: Das mit der Waermequelle ist vll keine schlechte Idee, muss ich dann mal bei Gelegenheit ausprobieren.
und nun noch ein paar Bilder vom Formicarium mit einigen Gedanken, die ich dahinter hatte. Rottweiler, ich kann dich da ganz gut verstehen mit dem Ideenklau. Ich habe selber mir lange Gedanken gemacht, habe mich durch diverse Foren / Wikis gelesen bis ich eine brauchbare Grundidee hatte. Das groesste Problem vor dem ich stand war die Befeuchtung des Ytong. Zu dem Thema kann einiges gelesen werden, ich muss sagen. ohne dass ich mich jetzt selber loben will, habe ich eine gute Loesung gefunden, die sogar besser als gedacht funktioniert.
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Bei den ersten Bilder muss ich ja nichts kommentieren, standard. Ab jetzt wirds interessant. Ytong laesst sich ja auch 2 Seiten bewaessern, einerseits durch ein groesses Loch von oben (was bei mir direkt ausschied, da ich nicht moechte, dass die Myrmica rubra im oder am Wassertank herumlaufen) oder von unten, stehend im Wasertank. Da ich durch das Bearbeiten des Plexiglases Reste übrig hatte, habe ich mithilfe von Aquariensilikon einen Wasserspeicher gebaut.
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Der Wasserspeicher kann von oben mithilfe eines Kleinen Rohres befüllt werden. Es hat den Praxistest bestanden, in dem ich es mit ca. 0.5l Wasser befuellt hatte und das Ganze Nest schoen feucht war (Die Sand Lehm Mischung hat sich bis zum Eingang dunkel gefaerbt, sprich dieser hat aussen ueber den Nesteingang noch Feuchtigkeit gezogen)
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Im inneren des Nests wurden alle Kammer genauso wie außen mit einer Sand Lehm Mischung "versiegelt", damit nichts in die groben Poren hineinfallen kann. Die meisten Kammern habe ich dann mit Sand gefuellt, damit anfangs nicht das komplette Nest angeboten wird und sie es als Muellhalde nutzen. Sie muessen sich erstmal den Platz erarbeiten
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Super Beitrag, aber sehe ich das richtig, dass du das Nest durch das kleine Rohr befeuchtest ???
Ich habe bisher die Befeuchtung immer so eingebaut, das ich ein stück Schlauch nach Draußen gelegt habe.
Damit auch die Ameisen nicht durch das Rohr in den Wassertank kommen.
Du müsstest das Rohr jetzt verschließen oder ???
Wenn ja wie / womit ???
Lg Rotti
Ps: ich muss zugeben soviel gelesen hab ich nicht, aber ich finde es trotzdem schön, was ich erschaffen habe. Allerdings werde ich mir nächstes mal auch meine Y-Tongsteine so behauen wie du es gemacht hast. Sieht wirklich sehr gut aus.
"Nest Arena Bau"
Pps: Für Ameisen in der Winterruhe sind sie ganz schön aktiv
Hallo liebes Ameisenforum,
Da ich auch gerade vor der Frage stehe, wie ich die Arena für meine Myrmica rubra Kolonie bepflanzen soll, stelle ich meine Frage auch in diesen Therad. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse und es ist in Ordnung.
Ich würde gerne wissen, wie deine Naturarena aufgebaut ist, Lenny-NP.
Bin auch interessiert an einer Naturarena. Finde zwar Wüstenlandschaften auch ganz nett, aber das ist eher was für meine Messor barbarus. Für Myrmica rubra hätte ich gerne ne richtig grüne Arena.
Liebe Grüsse
iwi
PS: @ThomasBobb, deine Arena mit Nest sieht toll aus!
was meinst du mit wie ist sie Aufgebaut?
Hallo Lenny-NP
Tut mur leid ich habe mich wohl etwas ungenau ausgedrückt. :(
Ich meinte damit, wie gross deine Arena ist, und wieviel Erdgut du reingetan hast.
Was mich auch interessiert, ob du die Springschwänze einfach mit der Erde ins Formicarium "gebracht" hast, oder wie du an die "rangekommen" bist. Diese winzigen Tierchen sind ja wirklich nur ein weisses Pünktchen.
Es würde mich freuen, wenn du mir ein paar Antworten preisgibst :D
Liebe Grüsse
iwi
PS: Vielleicht kannst du ja ein paar Bilder hochladen. :wink: Würde mich freuen!
Also alles begann damit, dass wir einen kleinen Baumstamm ausgebuddelt haben und dabei auf eine Kolonie Myrmica gestoßen sind. Diese habe ich eingesammelt mit ein bisschen Erde und habe sie in eine 20 20 30 Arena getan Königin war natürlich dabei, habe noch ein bisschen Sand Lehm Mischung dazugetan (c.a. 4) und fertig war die Arena. In di e ser Arena habe ich die Ameisen dann auch einen Winter überwintert. In di e sem Winter Habe ich mir Blattschneider gekauft. Damit die Blattschneider Im Winter was zu essen haben, habe ich Walderdbeeren draussen ausgebuddelt mit Springschwänzen, Hundertfüßler, einem oder mehrere Regenwürmer und noch anderem Kleinvieh. Als meine Mutter dann im Februar oder März die Pflanzen aus dem Keller geholt hat war eine Pflanze mit Blattläusen befallen. Eine Woche später sind die Blattläuse irgendwie von di e ser Pflanze auf die Walderdbeeren gekommen. Nachdem Ameisen ja Blattläuse melken (zumindestens in der Theorie) habe ich dann einen Teil der Walderdbeeren in die Arena gesetzt. Unten drunter noch ein bisschen Seramis und an der Seite noch ein Kleiner "Schornstein" zum Befeuchten. Die Ameisen sind schnell vom flachen Bereich in den Höheren umgezogen. Mittlerweile leben die Blattläuse leider nichtmehr und die Erdbeeren sind auch eingegangen, aber die Asseln, Ameisen, Würmer usw leben weiter in di e ser Arena und die Ameisen finden sogar eigenständig Futter. Man sollte sie aber trotzdem noch füttern.
Ps die Myrmica haben die Blattläuse nur gefressen :eat05:
Kannst du da mal ein foto schicken oder einen link zum hb wo das vorkommt?