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Markus: Arena für Messor barbarus? (5. Jan 2011 16:13)

Wie schon an anderer Stelle angeklungen, möchte ich im nächsten Jahr mit der Haltung von Messor barbarus anfangen,
laut der meisten Berichte und Hilfestellungen sind die Schwierigkeiten bei der Gründung -neben der Störungsempfindlichkeit der Königinnen- hauptsächlich in der Empfindlichkeit der Pygmäen zu finden...
Insbesondere die Luftfeuchtigkeit soll nicht zu niedrig sein, langer Rede kurzer Sinn: ich habe schon mal eine Arena gebaut und möchte euch um eure Meinung bitten!
Was ist auf dem Bild zu sehen?
Die Arena hat einen Gipsboden, welcher feucht gehalten werden kann, die Belüftung kommt von unten (der Gitterboden im Loch).
Durch die Belüftung von unten dürfte sich warme, feuchte Luft leichter in der Arena halten, wenn man die Arena mal aus dem warmen Kasten holt.
Deshalb steht die Arena auch auf Stelzen, da sonst ja keine frische Luft an das Gitter käme.
Zugangslöcher sind in der obersten Ecke, mithilfe von Tesafilm schön sauber gebohrt, da kann man später neue Nester anschließen, erstmal will ich aber einfach das RG in die Arena legen.
Auf dem Stein und der Glasscherbe kann Futter gereicht werden, ansonsten natürlich auch Wasser und ähnliches.

So, mehr fällt mir jetzt nicht ein.

Markus: Re: Arena für Messor barbarus? (16. Jan 2011 14:13)

Hat denn keiner eine Meinung dazu?

baumarkthammer: Re: Arena für Messor barbarus? (16. Jan 2011 17:41)

Eine Messor Kolonie kannst du eigentlich auch in einer kleinen Box mit Samen als Bodengrund halten, da kann man kaum was falsch machen.
So wie du es gemacht hast ist es gut, auf Gips sollten die Arbeiterinnen gut laufen können. Messor sind aber sehr anspruchslos.

Markus: Re: Arena für Messor barbarus? (16. Jan 2011 19:12)

Samen als Bodengrund?
Fangen die nicht an, auszutreiben oder zu schimmeln, wenn man die anfeuchtet?
Ich habe gelesen, dass die Pygmäen bei Messor barbarus recht empfindlich sind, was niedrige Luftfeuchte angeht, daher die Befeuchtung!

baumarkthammer: Re: Arena für Messor barbarus? (16. Jan 2011 19:16)

Das sollte eigentlich kein Vorschlag sein.
Aber so kann man wenn man will eine Messor Kolonie halten. In einer Box mit Samen und als Nest ein Reagenzglas, das dürfte den Tieren gefallen, das ist alles was sie zum Leben brauchen. Sollte eher unterstreichen wie anspruchslos die Tiere sind. Das Nest sollte natürlich immer feucht sein, aber bei welcher Ameise ist das nicht so?

Yope: Re: Arena für Messor barbarus? (16. Jan 2011 22:20)

Also ich find die Anlage erstmal cool, die Idee mit der Belüftung von unten hast du
einfach mal schön eingebaut.
Die Puppen sind wirklich relativ empfindlich, aber ich glaub da machst du dir zu viele Sorgen.
Wenn du den Gips feucht hältst kommst du da drinne relativ schnell sehr hoch damit.
Musst nur schauen dass es nicht zu feucht wird... dann wird der Gips weicher. Meine Messor cf.
orientalis (ist der barbarus ziemlich ähnlich finde ich) hat sich innerhalb von 2 tagen ne Höhle in den Gipsboden gebaut und das ist nicht unbedingt so schön...^^

@baumarkthammer:
Naja anspruchslos in der Haltung mag sein, aber der Spruch mit den Körnern is doch ein bisschen komisch, es gehört doch dazu, dass man die Becken schön einrichtet und so...?

MfG,
Jo

EDIT: Und ich liiebe BraPlast Dosen :D

MrIglo: Re: Arena für Messor barbarus? (17. Jan 2011 17:17)

Eine Arena von unten zu belüften habe ich nie probiert.

Kommt ein deckel darauf? Werden dort Öffnungen sein?
Ich fürchte feucht-warme Luft könnte sich oben stark sammeln und kondensieren, wenn nur von unten belüftet wird. Nicht dass es zu "Regnen" beginnt.

Ist das ein Ausbruchsschutz aus PTFE? oder Gipsreste?

Eine Gipsarena die befeuchtet wird nutze ich selbst. Sie steht in einer Schale mit Wasser Stichwort "Dochteffek". Damit habe ich gute Erfahrungen. Nach dem Gießen ist die Feuchtigkeit über eine Woche konstant.

Samen die auf den feuchten Gips geworfen werden keimen sofort. Gibt man noch einen Millimeter Sand auf den Gips kann man schon fast einen Ameisendjungel anbauen.

Ameisen die sich in dem Gipsboden einnisten. Das ist natürlich unschön. Und wer Körner knackt, der Knackt womöglich auch so einen Gipsboden.

Würde dem Gips-Arenbaboden daher Zement beimischen!

Selbst bei 75% Zement bleibt der Dochteffekt gut erhalten. Die Härte gerade im feuchten Zusatand ist erheblich höher...
Zement ist nebenbei um ein vielfaches Günstiger als Gips...

LG

Markus: Re: Arena für Messor barbarus? (17. Jan 2011 18:47)

Deckel kommt drauf, ist gleichzeitig der Ausbruchsschutz,
Kondensation ist kaum ein Problem, für die braucht man ein Temperaturgefälle nach außerhalb,
tja und das mit dem Zement kann ich dann erst nächstes Mal bauen, wenn ich noch eine Arena bastle! ^^

baumarkthammer: Re: Arena für Messor barbarus? (18. Jan 2011 18:00)

@Yope, wenn du unbedingt ein aufwendiges Becken für eine winzige Kolonie mit gerade ca. 6 Arbeiterinnen haben willst, dann halte ich dich nicht davon ab. Aber es ist nunmal so, dass man sich erstmal darum kümmern sollte, dass die Ameisen gut gründen und dann darum, dass das Becken gut aussieht.
Kleine Kolonien gründen nun mal am besten in Boxen, wo sie alles vor der Tür haben was sie brauchen und nicht in Becken.
Da ist eine Box voll mit Samen und ab und an ein paar Proteine eigentlich genau das richtige für Messor.

Besonders empfindlich würde ich die Puppen von den Messor Arten die ich bisher hatte auch nicht nennen, die werden schon teilweise zu 300 oder mehr auf einen Haufen geworfen wo es gerade am wärmsten ist, egal wie feucht es an der Stelle ist, bei meinen Messor minor teilweise sogar neben Samen, da wird auf die Larven sehr viel besser aufgepasst.

Bei Messor nicht nur bei Messor barbarus ist es ein beliebter Zeitvertreib sich in Ytong und Gips zu nagen, dagegen kannst du nicht viel machen.
Im Gegensatz zu Messor minor sind bei Messor barbarus aber die Majoren beträchtlich größer, deswegen sind die Ytong-Wände sehr viel schneller durch.

Yope: Re: Arena für Messor barbarus? (19. Jan 2011 23:30)

@baumarkthammer:
Ja.... wenn du meinst.
Ich find es gehört dazu schön einzurichten, dass es bei Gründerkolonien schlichter ist als in großen Becken, klar.
Dass man keine großen Mengen Sand reinhaut und auch sonst eher ungrabbare Nester nimmt find ich ja nicht schlecht, und so
wie Markus das umgesetzt hat gefällt mir das. Und bei kleinen Kolonien hält sich das in Grenzen mit dem Gips und Ytong-fressen,
wenn sie ein ausreichend großes Nest haben.

Aber mal generell... mag sein, dass es das Beste für sie ist, aber würdest du gerne in ner großen Kiste mit leckerem Brot als
Bodengrund und nen großen Pappkarton als Haus wohnen? Ich mein ja, übertrieben und Ameisen nehmen das sicher nicht so
war, aber ich finde das auf meine Art unschön.

MfG,
Jo


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