Hi,
ich hatte vor meine Farm demnächst zu befüllen und zu besiedeln. Die Farm wollte ich mit einem Schlauch bis zum Grund und (dort) Seramis-Granulat bewässern.
Nun meine Frage: Wie oft soll ich Wasser zugeben, damit ich eine Luftfeuchtigkeit von ca. 30-70 % (am liebsten hätte ich so um die 50% ).
LG
Hi Antfreund,
das kann man so einfach nicht beantworten. Ich habe eine kleinere Farm 40x2x30 die ich fast ein Jahr nicht bewässern musste weil sich die Feuchtigkeit sehr gut gehalten hat. Sie kann ja bei verschlossenem Deckel und auf dem engen Raum kaum entweichen. Ich hatte sie jedoch etwas überbewässert was aber der Kolonie (Messor barbarus) nicht geschadet hat. Es ist darüber auch problematisch die Luftfeuchtigkeit "in" der Farm zu messen. Du gibst auch eine Spannweite von 30 - 70% an welche ja total groß ist :) Ich schätze das bei feuchtem Sand/Lehmboden die Luftfeuchtigkeit bei entsprechender Wärme immer über 70% im innern der Farm liegt. Wärend der kälteren Monate (Winterruhe) trocknet die Farm dann schneller aus (habe ich beobachtet).
Meine Empfehlung: Bewässere die Farm initial und beobachte wie stark die Feuchtigkeit abnimmt. Dann erneut bewässern wenn sie deutlich trocken wird, in kleinen Schritten und abwarten wie die Feuchtigkeit sich verteilt. Es wird auch immer wieder die Wichtigkeit der Feuchte in einer Farm überschätzt. Lieber etwas trockener als zu feucht. Was aber im wesentlichen für die Schimmelbildung wichtig ist. Natürlich ist es auch wichtig welche Art du überhaupt halten willst.
Noch etwas zur Art und Weise der Bewässerung. Mit dem Schlauch und dem Seramis nennst du die Standardmethode zur Farmbewässerung welche ich auch gewählt habe. Mitlerweile hat die Kolonie die Farm so durchlöchert das das gesamte Seramis ausgehoben wurde und der Boden der Farm (inkl. Schlauchende) frei gelegt wurde. Die Bewässerung über den Schlauch fällt damit für mich flach. Ich bewässere jetzt ein wenig von oben, wobei die Kolonie überall dort geräbt wo es feuchter ist und jetzt am Farmkopf (also oben) alles durchlöchert wird. Darüber hinaus muss man dabei wieder aufpassen das die Kammern nicht einstürzen wenn von oben zu stark bewässert wird. Also nur ein wenig und abwarten damit sich die Feuchtigkeit halbwegs ausbreitet was aber schwer ist da die Kolonie an vielen Stellen kaum Sand übrig gelassen hat :)
Fazit: Bei größeren Kolonien die viel graben wird eine Bewässerung einer Farm (über das beträufeln mit Wasser von oben hinaus) kaum mehr möglich sein.
Hi rp12439, e
danke für die Antwort. Ja das war bei meinen anderen Farmen genauso :D
Ich denke, wenn die Kolonie größer geworden ist MUSS man wirklich von oben bewässern oder (für die Pros unter den Haltern) mit diesen dünnen durchbohrten Schläuchen :)
LG
hab grade auch noch eben ein Foto gemacht:
http://farm4.static.flickr.com/3580/3296843951_6d8ea72e39.jpg
man sollte bei farmen ein paar zentimeter granulat einfüllen, das wasser speichert.
mit einem strohhalm oder ähnlichem könntest due das ganze bewässer indem du das röhrchen herausführst (bei einem der anschlüsse!), abdichtest und den halm mit watte verschließt.
hier mal ein beitrag indem es gut erklärt wird:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=139&t=10789
sollte (...?), muss man aber nicht!!
Ich hielt einige Kolonien früher in XL-Farmen (Formica fusca,Camponotus ligniperda etc.) in Farmen ohne Granulat.
Bewässert habe ich nur einmal am Anfang sehr doll und danach nie wieder! - Dafür dann aber immer Wasser angeboten in einer Tränke.
Außerdem wird das Granulat rausgeschmissen...
Auf dem Foto sieht man eine alte Arena von mir für eine Messor barbarus Kolonie.
Die Ameisen haben sich nach wenigen Tagen unter den Stein eingenistet und lebten dort eine Weile.
Zusätzlich ist mal der Wassertank ausgelaufen. Das Nest war allerdings nicht wirklich feucht.
Wahrscheinlich deswegen geschah der Umzug.
wie man bei mir im foto gut sehen kann ist vom Granulat nicht mehr viel übrig geblieben :) ich werde es wohl auch so halten wie Kendoras und evtl. mal ein wenig von oben bewässern so lange dort noch genügend sand ist.