Hallo Leute,
auch ich bin endlich auf diesen Thread gestoßen und habe alles fleißig durchgelesen. Da ich mir schon vorher die Frage gestellt habe, ob Gips und Zement Nestern möglich wären.
Direkt habe ich mir die nötigen Sachen gekauft: Gips (Härtegrad 2), Quarzsand (Körnung 0,5-1mm) und Zement.
Da ich Cataglyphis halte und jetzt richtig loslegen mit Nachwuchs, bereite ich jetzt schon alles für ein größeres Nest vor, insbesondere wegen der langen Trocknungszeiten des Nestes.
Die Gußform habe ich schon gebaut, jetzt muss ich mich nur noch um das Negativ für die Kammern kümmern.
Es sind ja schon einige Jahre vergangen und daher wollte ich noch mal fragen, welche Nester sich bis jetzt bewährt haben. Es gab ja einige Experimente zu verschiedenen Mischungen, aber die Ameisenverträglichkeit mit langzeitiger Beobachtung folgt natürlich erst.
Weil gerade die Wüstenameisen kein Problem mit Trockenheit haben, habe ich auch ein Betonnest mit Sand-Zement 3:1 in Erwägung gezogen.
Gips und Zement zu mischen ist etwas, was man am Bau als nogo bezeichnen könnte. Die Kristalle behindern sich nämlich gegenseitig dabei fest zu werden, um es einfach zu sagen.
Ok, für sowas dürfte es immer noch ausreichen.
Man könnte aber auch einfach Kalkzementmörtel anstelle dieses Gemisches verwenden.
LG Franz
Mischt man deswegen nicht Gips bei Zement?
https://de.wikipedia.org/wiki/Zement#Herstellungsprozess
(Zweiter Absatz)
Ja, aber nur in einem sehr geringen Prozentsatz. Ich bin mir nicht mehr sicher, ist ja achon lang her, aber ich denke es waren max 3%. Bis dahin ist es noch förderlich, danach geht es wieder bergab.
Es geht ja auch nicht darum, unseren Ameisen Atombunker zu bauen,
viel mehr soll ein Nest entstehen, dass gleichsam Wasser führen kann, zwecks Befeuchtung
und das auf der anderen Seite hart genug ist, die Nager unter unseren Tieren im Zaum zu halten.
Wenn man richtig vorplant, sind Aushärtungszeiten von einigen Monaten kein sonderlich großes Problem,
immerhin vermehren sich Ameisen gerade zu Anfang auch nicht sonderlich stürmisch!
In Kanada und den USA wird oft simple Fugenmasse dafür verwendet. Die wird auch fester.
LG Franz
Könnte mir denn jemand eine Mischung vorschlagen, die ausreichend hart ist und auch etwas Wasser aufnehmen kann? Hier wurden so viele Mischungsverhältnisse mit verschiedenen Vor- und Nachteilen vorgeschlagen, dass ich gar nicht weiß, welche für mich gut wäre^^
Wenn jemand schon Erfahrungen mit einem Nest gemacht hat, wäre ich sehr dankbar :)
Ich hab es noch nicht ausprobiert, aber ein "mageres" Gemisch aus Zement und einem porösen Zuschlag wie Blähton oder vielleicht Tongranulat, könnte genug Feuchtigkeit aufnehmen, wäre aber auch fest genug.
*mager = wenig Zement und Wasser, also relativ trocken angerührt, damit der Zementleim nicht die Poren wieder verschließt.