Heute Morgen habe ich gesehen, wie ein Tier unter der Außenhülle herumlief, dennoch ist jetzt noch nicht mehr zu sehen...
Egal, ich habe dem neuen Nest trotzdem eine neue Außenhülle verpasst (dient hauptsächlich dazu, zu starke Verdunstung und damit ein Beschlagen der Brüterscheiben zu verhindern),
außerdem habe ich eine Wasserzuführung angebracht und ein Verbindungsstück mitsamt Lüftung.
Gestern wurde ich zum Umzug gezwungen,
das neue Nest wurde sofort begutachtet und auch Brut eingelagert,
und auch wieder aus...
Um das ganze etwas zu steuern, habe ich das neue Nest mit Alufolie abgedunkelt und den Rest der Nestanlage von seiner Alufolie befreiht,
das Ergebnis war heute Morgen, dass großteile der Kolonie umgezogen waren:
Ich habe gerade noch drei Bilder von einem anderen Zementmantelnest gemacht,
Unterschied ist eine andere Kolonie und dass ich eine Glasscheibe angebracht habe,
wodurch man klarer sehen kann und bessere Bilder möglich sind.
Das andere Nest sähe natürlich auch etwas klarer aus, wenn ich die Abdeckfolie entfernen würde, jedoch hebe ich mir das noch für den nächsten Monat auf! :grin:
Zumindest die Nestwahl wird von festem Zement nicht eingeschränkt, wie sich zeigt!
scheint allso alles gut zu klappen... nun malsehen was die Zeit bringt... wie sie den Y-tong zernagen. Die Ameisen spühren sicher an einem ungesicherten Y-tong schwachstellen, also wo besonders viel Luft durch kommt fangen sie einfach an zu nagen.
Leider schein dein neues Nest viel viel zu klein zu sein für die Kolonie. vorallem da es nur einer Kammer gibt und keine möglichkeit Körner zu lagern. Wird also eins von vielen Nestern an der Anlage?
Es gibt bei diesem (ich denke mal, du meinst das Zweite) Nest praktisch keine Schwachstelle, da müssten sie sich schon massiv nach unten graben und dann wären sie auch schon in der Bewässerungsanlage, die mit Sand gefüllt ist und von einer Plastikhülle umgeben - wie gesagt, dafür müssten sie sich vertikal nach unten graben, zunächst geht es aber oft in die Breite.
Bis dahin kann der neue Halter (ich versuche die Kolonie gerade im Marktplatz zu verkaufen...[Edit: hier der Thread, falls das wen interessiert http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=109&t=16529]) ein neues Nest anbieten, oder ein zusätzliches Nestelement, ganz nach persönlichem Geschmack.
So klein ist das Nest wirklich nicht, nur eben klein und kompakt genug für einen Versand, aber da passen ohnehin noch glatt hundert/zweihundert mehr rein! Es mag auf den Bildern auch durch die Bautätigkeit der Tiere etwas kleiner aussehen, als es in Wirklichkeit ist...
Körner lagern sie bei mir eh vornehmlich in der Arena, selbst in zusätzlichen, trockenen Nestelementen verzichten sie auf eine Körnereinlagerung, dafür nutzen sie eher die Arena... oder aber den Zugang.
Aber ich kann bestätigen, wie sie graben können!
In das vorherige Nest hat die größere Kolonie (jetzt mit dem viereckigen Zementmantelnest) eine Höhle gegraben, in der hunderte Tiere Platz fanden.
Faszinierend ist das schon, aber auch lästig, weswegen Zementnester der dritten oder vierten Generation bei mir in Zukunft wohl immer einen Mantel ganz drumrum bekommen, vielleicht später auch Nestelemente ganz aus Zement und Scheibe!?
Heute habe ich Zeit und Muße genutzt, um ein paar experimentelle Nester zu machen, aus reinem oder teilweise mit anderen Sachen vermischtem Zement.
Ich weiß, ich baue momentan wirklich viel, nur bleibt mir aufgrund des Problems mit der langsamen Härtung des Zements nicht viel anderes übrig, als jetzt einige Versuche zu starten, von denen zumindest Einer später auch genutzt werden kann, nachdem ich etwas experimentiert habe (besonders Wasserleitfähigkeit interessiert mich).
Zunächst habe ich zwei reine Zementnester gemacht, Wasser solange mit Zement gemischt, bis es dickflüssig, aber noch gießbar ist (meist doppelt oder dreifach so viel Zement [in Gramm] wie Wasser), an denen kann man später sehen, ob sie genug Wasserleitfähigkeit aufweisen, um so als Nester genutzt zu werden...
Danach habe ich die alte Form vom eckigen Zementmantelnest einfach wiederverwertet, um etwas mit Gips und Zement zu experimentieren, also habe ich mir eine Waage besorgt, um das Ganze abzumessen,
zunächst hatte ich eine Mischung aus drei Teilen Wasser, drei Teilen Zement, einem Teil Gips und etwas Quarzsand im Sinn,
diese Mischung stellte sich jedoch als zu flüssig heraus, woraufhin ich noch etwa 1,3 Teile Zement und knapp einen halben Teil Gips hinzugab.
Dummerweise war die Mischung nun so zähflüssig, dass ich keinen glatten Boden mehr hinbekam, also nochmal eine normale Zementschicht (etwa 1-0,5cm dick) als Boden des Nestes vorerst natürlich obendrauf, steht ja noch alles auf dem Kopf.
Zuletzt testete ich noch eine kleine Menge, nicht als Nest, einfach nur als Versuch, wie sich die Masse entwickeln kann,
also drei Teile Wasser, vier Teile Zement und 1,5 Teile Gips plus Quarzsand, um die Masse etwas zähflüssiger zu machen,
ich kam dabei auf 90g Wasser, 120g Zement, 45g Gips und schon ab 75g Quarzsand war die Masse zähflüssig genug zum Gießen (wenn sie zu flüssig ist, trennen sich gerne mal Zement und Wasser, zumindest teilweise), aber auch bis 90g bleibt das ganze flüssig genug zum Gießen, da kann man auch über 100g gehen.
Ich würde da jedoch eher bei 75g bleiben, vielleicht sogar weniger, um das Ergebnis nicht zu bröselig zu machen, vielleicht auch nur 30g Gips, denn die Masse wurde schon nach wenigen Minuten fest, aber noch brüchig - ich vermute mal, dass der Gips dafür zuständig war, er hilft später sicherlich auch bei der Wasserleitfähigkeit, der Zement härtet in der üblichen Zeit später wahrscheinlich nach.
Ich denke auch, dass man Quarzsand möglichst nicht ohne Gips beimichen sollte, das rasche Verfestigen wirkt einer Sedimentation entgegen und damit der Aufteilung in unterschiedliche, teilweise sicher für die Tiere durchbrechbare, Schichten.
Weitere Kommentare wie immer unter den Bildern!
Normal sagen die Fachleute ja das man Zement nicht ohne Sand/ Kies anrühren soll... soll wohl zu brüchig sein :)
Guter Beton besteht ja aus 3-7 Teile Sand auf nur einen Teil Zement.... dazu ca halb so viel Wasser wie Zement.
Beton wird aber fast kein Wasser durchlassen....
Ein misch aus Gips, Zement und Sand sollte somit wohl das beste sein. Ich habe schon alles breit stehen... das Y-tongnest was umgossen werden soll ist auch bereit... noch überlege ich wie ich bewässern werde und was für eine Mischung ich mache.
Scheinbar zeigen deine Experimente das man sehr wohl Zement ohne Zusatz nutzen kann, für solche Zwecke.
Einen Monat warten bis man sehen kann wie alles geworden ist.. ist echt lang.
Man kann natürlich schon einige Tage nach dem Guss sehen, wie es später schon mal aussieht, da die Form dann fest genug sein dürfte...
Um ein Nest zu umgießen braucht man natürlich auch nichts anzumischen, ein reiner Zementmantel ist da sicher eine gute Wahl, in dem Falle leitet ja auch der Ytong/Gips des eigentlichen Nestes das Wasser, der Zement muss es nicht - ob er es kann, ist eine andere Frage.
Aber mehr Sand als Zement?
Würde ich lassen, der Zement allein wird für unsere Zwecke schon fest genug,
ich vermute mal, dass der Sand, ähnlich wie Stahl, die Zugfestigkeit des Druckfesten Zements verbessern soll (siehe dazu in die Links, die unser Kapitän ein wenig früher in diesem Thema eingestellt hat),
nur bauen wir natürlich keine echten Häuser hier! :grin:
So langsam kommen hier ein paar Erfahrungswerte zusammen, darauf kommt es an. Daran werde ich mich für zukünftige Nester orientieren.
Seltsam, dass Zemnt in der Ameisenhaltunng nahezu "neu" ist.
Zum Mischverhältnis w/z: (Wasser/Zement) = Wasserzementwert
Nachteile bei zu hohem Wasserzementwert
100 kg reiner Portlandzement kann etwa 25 kg Wasser chemisch binden und der Rest wird physikalisch in Kleinstporen "gebunden".
Durch einen zu hohen Wasserzementwert kann der Beton seine vorgesehene Endfestigkeit nicht erreichen, da das überschüssige Wasser verdunstet und Luftporen überbleiben, die statisch gesehen die Tragfähigkeit verkleinern.
Des weiteren entstehen folgende Nachteile:
Der Beton hat größere und mehr Poren
Die Kapillarität des Festbetons nimmt zu, d. h. der Beton nimmt mehr Wasser auf als normal
Das im Beton enthaltene Kapillarwasser kann bei Frost den Beton "aufsprengen"→geringe Frostbeständigkeit
Der Korrosionsschutz der Bewehrung nimmt ab, da CO2, Cl-, O2, H2O,... leichter durch die Poren zum Beton gelangen können.
Das Bluten des Frischbetons nimmt zu; darunter versteht man, dass sich Wasser an der Oberfläche absetzt und sich Zementteilchen absetzen→d.h.Entmischung→geringere Festigkeit
Das Schwinden des Betons nimmt zu; darunter versteht man, dass die Volumenverringerung des Betons während der Erhärtung zunimmt, da mehr Wasser verdunsten muss, was zur vermehrten Bildung von Rissen im Beton führen kann → geringere Festigkeit
Nachteile bei zu geringem Wasserzementwert
Es ist zu wenig Wasser vorhanden, das für die vollständige hydraulische Erhärtung des Zementes notwendig wäre, dadurch kann nicht der gesamte Zement erhärten → geringere Festigkeit
Der Beton ist schwer verarbeitbar, da er zu steif ist, was durch Fließmittel verbessert werden kann.
(Quelle: Wikipedia)
Es gibt speziellen wasserundurchlässigen Beton. Dazu:
WU-Beton
WU-Beton steht für wasserundurchlässiger Beton.
Nach der DIN 1045-1:2001–2007 wird Festbeton mit dieser besonderen Eigenschaft als „Beton mit hohem Wassereindringwiderstand“ bezeichnet. Der Beton darf dabei eine nachzuweisende Wassereindringtiefe von 50 mm nicht überschreiten. Um diese Dichtheit zu erreichen, muss der Kapillarporenraum kleiner als etwa 20 Volumenprozent sein, was bei einem Wasserzementwert von ungefähr maximal w/z = 0,50 der Fall ist. WU-Beton verhindert zwar den Durchtritt von flüssigem Wasser, allerdings nicht die Diffusion von Wasserdampf. Bei Verwendung von WU-Beton gegen das Eindringen von Wasser, zum Beispiel bei im Grundwasserbereich liegenden Baukörpern (weiße Wanne), kann auf eine zusätzliche Dichtungsschicht verzichtet werden. Allerdings muss der eindringende Wasserdampf durch ausreichenden Luftaustausch abgeführt werden.
(Quelle: Wikipedia)
Man kann die Kapillarität offenbar durch den Wasserzementwert steuern.
Bin gespannt was bei den Versuchen rauskommt!
Wieso nehmnt ihr überhaupt Ytong und ummantelt diesen? Wieso nicht nur eine Zementmischung?
LG
Ein Ytongnest hat den Vorteil, dass man es wie ein Ytongnest bearbeiten kann und dann kommt einfach ein Zementmantel drum, zur Sicherung.
Zudem ein Ytongnest im klassischen Sinne dazu in der Lage ist, Wasser leicht zu leiten, wie das bei Zement ist, probiere ich ja gerade aus - auch ob und wie sich das Wasseraufnahmevermögen mit der Zeit verändert...
Auch scheint der Ytongstein sich günstig auf innere Spannungen auszuwirken, das eckicke Zementmantelnest hatte keine Probleme mit der Scheibe, zumindest noch lange kein Verziehen in Sicht, man konnte die Scheibe leicht rausnehmen und dann wieder einsetzen.
Die Nester, die ich heute gesäubert habe, hatten bei zwei von dreien das Problem, dass die Scheibe nur schwer wieder einzulegen war, noch lässt der Zement sich bearbeiten, da feile ich einfach ein paar Mikrometer ab, sodass die Scheibe passt, übermorgen dürfte ich da quasi auf Granit beißen...
Die Bilder zeigen die vorläufigen Ergebnisse: