Ich habe mir gestern die Zeit genommen und mit dem Bau 2 neuer Mini-Arenen und einer Nestvariante sowie einer Arena inkl. Nest begonnen.
Zu den benötigten Utensilien:
1,5kg Bau-/Modeliergips
Rundfeile
Bohrer
Schlauch
CD-Schreiber
Behälter zum Mischen
Waage
Vittel-Verschlusskappen
Zuerst habe ich damit begonnen in die 2 Miniarenen ein Loch zu bohren. Ich dachte, man kann die Löcher mit einem Bohrer machen (aus reiner Faulheit). Ergebnis: Es entstanden Risse und ich konnte gleich in nächsten Supermarkt rennen und mir neue Rocher-Packungen kaufen.
Um es nun besser zu machen bohrte ich vorsichtig mit einem 4mm-Bohrer ein das zuvor mit dem Schlauch aufgezeichnete Loch, ehe ich dann mit der Rundfeile die benötigte Größe erreicht habe. Die Nestvariante sowie die Arena inkl. Nest ließ ich ohne Bohrungen.
Anschließend goss ich Gips in die Arenen. Das beste Mischverhältnis ist 2/3 Gips und 1/3 Wasser. Für die Arenen benötigt man grob 200g Gips, für die Füllung einer kompletten Verpackung ca. 550g.
Der von mir eingesetzte Gips trocknete sehr schnell an und dadurch musste ich die Verschlusskappen sehr schnell in das Gips hineindrücken. Der Gips trocknet ebenfalls unter Hitzebildung. Vorsichtig sein! Das war so der grobe Überblick.
Heute werde ich noch die Kammern in der Nestvariante bearbeiten. Bin auf das Ergebnis gespannt.
Gestern Nachmittag habe ich dann die Nestvariante bearbeitet. Effektive Arbeitszeit war ca. 3Std.
Ich wollte zuerst nur eine Seite bearbeiten, hab es mir dann aber anders überlegt und ein 360°-Nest gebastelt. Unklar ist noch für welche Kolonie ich das Nest verwenden werde. Ich schwanke noch zwischen meiner Lasius spc.-Kolonie und meiner auch noch sehr jungen Pheidole pallidula Mannschaft. Da ich zweitere Jungkolonie höchstwahrscheinlich in meinem Zimmer überwintern lassen werde, d.h. sie ohne Winterruhe mit gewohnter Temperatur weiter halten werde, neige ich dazu sie in die Farm einziehen zu lassen. Das Nest wird dann mit einem Schlauch mit einem meiner neuen Becken verbunden.
Hallo Simon,
3 Stunden? Das ist ja wirklich lange, wofür hast du so lange gebraucht? Ich hatte im Schrank schon länger eine Rocher (oder wie schreibt man das?^^) und als ich mir heute diesen Thread durchgelesen hab, hab ich sie auch gleich mal "bis unter den Rand" mit Gips aufgegossen und werde wohl morgen, sofern der Gips komplett ausgetrocknet ist ein Nest daraus fertigen.
Hab mit einem Akubohrer davor auch noch versucht ein Loch reinzubekommen, ist aber schief gelaufen, gleich mal nen Riss reingemacht, gibt es dazu noch irgendeinen Trick?
Über die Ameisenart hab ich mir auch schon ein paar Gedanken gemacht. Pheidole pallidula wäre dafür wohl gut geeignet. Morgen werde ich ein paar Fotos vom Nest posten, sofern es mir gelingt.
MfG
Hört sich wahrscheinlich doof an, aber ich um die Gänge und Kammern möglichst schön zu gestalten brauchst du die Zeit. Zudem musste ich noch das Loch bohren (nach unzähligen Fehlbohrungen habe ich nun die ultimative Lösung gefunden: Mit einem 4mm-Bohrer mit sehr hoher Drehzahl ein Loch vorbohren und anschließend mit einer Rundfeile vorsichtig den gewünschten Durchmesser wegfeilen). Bei mir war der Gips noch ein wenig feucht - habe dadurch die Kammern einfacher gestalten können. Anschließend kam das Nest für 30min bei 70°C Umluft noch in den Backofen.
Möglicherweise geht Alles in Allem noch einiges schneller, aber ich wollte so gut es geht perfekt arbeiten. Ich meine die Zeit hat sich gelohnt. Außer dieser kleine Riss, den ich leider nicht vermeiden konnte, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
also, ich habe das auch mal probiert, mit so einer Rocher-Box und bin voll damit zufrieden. Ich habe auch erste ein Loch 3mm gebohrt und anschließend es mit einer Schlüsselfeile geweitet, bis es richtig gepasst hat. Jetzt habe ich mir eine 2. Box besorgt und werde morgen mal versuchen ein Nest zu basteln. Am besten man bohrt das Loch, wenn der Gips drin und ausgehärtet ist. So kann sich der Bohrer nach dem er das Plastik durchdrungen hat nicht so leicht verkanten, da er im Gips eine gute Führung hat und das Plastik sich auch nicht so leicht unter dem Druck des Bohrers verbiegen.
Die Idee mit der Box ist genial =D>
Das Bild hier hat mich zu diesem Eintrag verleitet: :wink:
http://www.antstore.net/download/file.php?id=9698&t=1
Wenn ihr ein (größeres) Loch in Kunststoff bohren wollt und ihr einen Dremel oder ähnliches habt, dann probiert es mal mit sowas in der Art:
http://www.dremelonline.com/dremel/productDetails.do?productId=505596
Falls der Link nicht geht: http://image.shopservices.nl/22395.gif
Damit bekommt man ein sehr sauberes Ergebnis und durch die hohen Drehzahlen wird das Plastik weich und es kommen keine Risse.
Wenn das Loch größer werden soll als der Schleifkörper im Durchmesser ist einfach mit kreisenden Bewegungen immer größer schleifen.
Hat schon jemand Erfahrung gesammelt, was die Dichtigkeit der Deckel von den Rocher-Boxen betrifft? Mich würde mal interessieren, ob durch die Ritzen Lasius niger, brunneus etc. ausbrechen könnten.
Ich würde schwer behaupten, dass da keinerlei Insekt durchpasst. Aufgrund der sehr genauen Passform des Deckels ist es unmöglich der Box zu entweichen.
Erfahrungen habe ich nun noch keine gesammelt. Ich habe an die oben gezeigte Nestvariante nun meine Lasius cf. brunneus angeschlossen und bin gespannt, ob sie noch vor der Winterruhe umziehen. Eine Arbeiterin habe ich schon im Nest gesehen. *Hoffung*
Sobald sie umgezogen sind werde ich das Reagenzglas entfernen und das Nest mit einer Arena verbinden. Löcher habe ich bereits in den Deckel der Box gebohrt. Zur Sicherheit werde ich aber den Rand mit einer PTFE-Schicht absichern und ggf. die Arena in eine Schale Wasser stellen.
Ein kleiner Baubericht in Bildern.
Probleme:
Schlauch befestigen? Hat jemand eine Idee/Variante das besser zu machen?
Demnächst werde ich noch eine Arena mit einem netten Terrain versuchen zu fertigen.
Lg Gubi
Schlauch befestigen? Hat jemand eine Idee/Variante das besser zu machen?
Mach ich eigentlich immer mit Silikon. Hält super ... sieht zwar auch nicht viel besser aus als der Heißkleber auf dem Bild ... aber mir ist die Optik auch relativ egal ... im Gegensatz zu Heißkleber kann man überflüssiges Silikon noch wegwischen und hat hier wohl mehr Möglichkeit es noch etwas optisch aufzupolieren.
Zum Thema dichter Deckel: da sollte eigentlich nix rauskommen ... die Dosen schließen sehr dicht.
Löcher habe ich eigentlich auch immer mit einem Dremel gemacht. Einfach einen kleinen Bohrer rein (2mm oder so) und man kann super Löcher damit bohren. Auch größere Flächen lassen sich leicht "ausschneiden", wenn man erst ein Loch bohrt und dann langsam den Bohrer in eine Richtung bewegt. So frisst sich der Bohrer durchs Plastik und man bekommt eine schöne Öffnug um z.B. noch ein Lüftungsgitter auf den Deckel zu kleben. Ein Riss gab es bei mir auf durch diese Methode noch nicht.