1kg Sand hätte vermutlich auch gereicht um den Boden mit Sand flächendeckend auszufüllen. ;)
Ich will ja auch, dass es gut aussieht...
Servus.
Auch wenn es echt klasse aussieht, muss ich mich meiner Meinung nach donbilbo anschließen.
Die geringe Einsicht in das Nest könnte zum Problem werden, ebenso die Größe wie es donbilbo schon angesprochen hat.
Meine ersten zwei Nester waren auch ausgesprochen groß und aufwendig gebaut, bin aber davon mittlerweile abgekommen und baue lieber kleinere funktionale Nester mit nicht zu vielen Kammern und erneuere diese dann lieber später wieder.
Sonst würde ich noch empfehlen, bei so einem großen Nest, noch ein oder zwei weitere Eingänge einzuarbeiten, ist für die Belüftung einfach besser.
Meine bisher gemachten Beobachtungen zeigt, daß es, solange man es nicht übertreibt, nicht zu viele Eingänge sein können - die Eingänge, die die Meisen nicht wollen, schütten sie zu, haben aber später die Option zwecks Belüftung etc. diese wieder zu öffnen. So hat mein kleines Nest mit 3,5 Kammern auch schon zwei Eingänge.
Hoffe, ich habe es nicht überlesen: Wie befeuchtest du das Nest?
Grüßle ~Shar~
Sehr schöne Anlage. Ich muss mir auch mal was gescheites basteln. Im Moment laufen die nur auf Glas rum^^
Aber glaube nicht, dass ich sowas wie ihr hinbekomme...
Zur Koloniegröße: es sind derzeit etwa 200 Camponotus (etwa 15 Major), und die Anlage ist eigentlich sogar relativ klein, das, was man sehen kann, ist die gesamte Innenanlage: 4 Kammern (5*2*3cm) und zwei kleine Nebenkammern. Dann minimale Verbindungswege.
Meine Kolonie zieht aus einem yton-Netst im Frühling aus, welches etwa dieselbe Größe hat, und dort besetzten sie bereits 3 der 4 Kammern. Also bekommen sie nur eine richtige und eine kleine Kammer dazu. Ich möchte die Kolonie langfriostig bei etwa 250-300 Tieren stabilisieren.
Sollten es dann mehr werden, reguliere ich über Proteinkürzungen.
Bislang habe ich nie Schimmelprobleme gehabt, da das Nest immer sehr trocken und fast Ameisengefüllt war.
Nachrtrag: Ich habe aufgrund eurer Tipps folgende Veränderungen eingebracht: Aller Sand raus. Sand (94%)-Beton (6%)-Mischung eingefüllt (dort vorher abgedichtete Löcher freigelassen für die Bepflanzung später). Dieses Gemisch ist atmungsaktiv, Feuchtigkeitsregulierend und nach Proben Ameisenfest (ich benutze es unter meinen Pflastersteinen........). Der Boden speichert viel Wasser und gibt es langsam ab.
Darüber dann eine 4 mm dicke Schicht Sand-lehm-gemisch. so haben sie was zum basteln, und können sich nicht eingraben.
Dann habe ich einen zweiten Eingang gebohrt, an der rechten Seite.
Ich hab ne PM hier bekommen, die mir folgenden Link bezüglich der Pflanzen empfohlen hat:
http://www.uhlig-kakteen.de/header.php
Da finde ich sicher was adäquates.
Hallo fhoelzl!
Habe in dem Haltungsbericht von NoMa ein schönes Bild gefunden:
http://www.antstore.net/download/file.php?id=9926&mode=view
Scheint so, als wäre ich nicht der Einzige mit diesem Problem. Aber durch deinen neuen Bodengrund umgehst du solche Ausbruchsversuche vielleicht. Man sieht auch auf dem Bild, dass die Wände recht feucht sind, ähnlich wie in meiner Farm.
Jo, meine Myrmica rubras betreiben so auch regelmässig Wallclimbing.
Sehr schönes Foto. Soooo krass gings bei mir noch nicht zu....
Meine Trockenhaus-Camponotus haben noch nie sowas gemacht, die müssten ja erst den Sand am Wasserspender anfeuchten und dann aufstapeln. Ich hoffe, dass da nie eine superschlaue Arbeiterin auf die Idee kommt.
Hier nun der überarbeitete "Endzustand":
IMG_7000.jpg
2 Eingangslöcher, das Nestvolumen verringert, der Sandboden mit einer Betonschicht (s.o.= ameisensicher gemacht, die Pflanzen stehen in kleinen, Betonabgedichteten Vertiefungen in dem Boden, sodass die Ameisen nicht über den Wurzelraum unter den Beton kommen können.
Gepflanzt wurden Euphorbien im Unterbau, da diese durchaus feuchte Böden mögen, und Tillandsien im Oberbau, da diese eben nicht gegossen werden können.
Das schöne Bäumchen im Vordergrund (das klitzekleine) ist ein Adenium obseum, das Kakteenartige Gewächs links eine Crassula lycopodioides. Beide mögen regelmässige Wassergabe. Ansonsten vier Tillandsien, deren Namen ich bei Wunsch auch noch gerne raussuche.
Holz im Becken: Links: Hartholzäste aus einem Fluss in Spanien (Steineiche glaub ich), mitte links eine Wurzel aus Savannenholz, die getestet auch für Camponotus zu hart ist. (Zumindest gehen sie einfach nicht dran).
Ganz links eine Weinstockwurzel, die nur flach aufliegt, und ruhig zerbissen werden kann, daher auch noch der vorhandene Bast.....
Am Oberrand des Beckens geht nach innen ein 3cm * 3 cm Innenmaß messender Glaskanal. Hier ist Wasser drin, mit einem Tropfen Spüli (Oberflächenspannung weg = keine Ameise wird eingesaugt).
Kannst Du die Konstruktion bitte noch etwas genauer beschreiben/erklären?
Hast Du den Kanal selbst gebaut oder vom Glaser bauen lassen?
Der ist mit Silikon zusammengeklebt worden, oder?
Auf einem Foto siehst du den Kanal.
Versuch, das ganze in andere Worte zu fassen:
3,5 cm unterhalb der Oberkante des Beckens habe ich mit Aquariensilikon im rechten Winkel nach innen abstehend ein drei Zentimeter breites, 5mm dickes Glasbrettchen geklebt. Und zwar an jeder Seite. Also vier Brettchen.
Diese Brettchen bilden jetzt sozusagen einen inneren Umlauf, eine Art Steg.
Bau ganz easy, einfach Becken auf die zu bearbeitende Seite legen, Glasplättchen senkrecht einkleben, trocknen lassen, nächste Seite.
Danach habe ich vor den innersten Rand des Steges, genau 3 cm von der Wand entfernt, wieder eine senkrechte Platte geklebt, die 3,5 cm breit ist.
Diese ragt dann genauso weit nach oben wie der äußere Beckenrand.
Auch wieder an allen 4 Seiten,
und voilá, ein Kanal quadratischen Querschnitts (3cm * 3cm) zieht sich innen rund um das Becken. Hier kann man Wasser einfüllen. etwa 2 liter.
Nun noch die Unterseite und die Außenseite des Kanals mit PTFE bestreichen, damit garnicht erst eine Ameise zum wasser hinkommt.
Somit 2 Sperren. Beide absolut verlässlich. Einmal 6 cm PTFE (teilweise sogar über Kopf), und dann Wassergraben.
Verlässlich auf jeden Fall für Camponotus ligniperda, Oder Lasius.