Tatsächlich war mir das unbekannt.
Wie kommt es zur Sprachverflachung? Nu?
Einfach durch unsere menschlische Faulheit...
Gut, also werde ich künftig (zumindest versuchen, dran zu denken) Ytong schreiben. Zugegebenermaßen bin ich ein echter Kulturbanause...
Hallo zusammen,
@Eaglesword
Dein Pilotprojekt ist sehr interressant!
Was ich momentan aber nicht ganz verstehe ist, wie bekommst du den nötigen Säuregrad in den Boden,
oder reicht dazu der Verottungsprozess vom Kokoshumus aus?
Bzw. meinst du mit Kokoshumus Kokosfasern oder oder schon wirklich richtigen Humus?
Gruß
Ulrich
Das erste Produkt wurde bekannt als "Kokohum", gefolgt von weiteren Angeboten. Es ist Humus mit Faser in Kombination.
Ich bezweifel, dass Humus derart sauer ist wie Torf. Ergo muss Kokoshumus auch nicht PH 4 aufweisen. Ob er um die 7, tiefer oder höher liegt, kann ich allerdings nicht sagen. Meine Vermutung setzt einen angenommenen Wert zwischen 6 und 8 an.
Huminsäuren entstehn von selber, wenn organische Substanz durch Mikroorganismen und Wurzelausscheidungen bearbeitet wird.
Seitens der Anbieter heißt es "Humus", jedoch ohne dass ein erkennbarer Verrottungsprozess stattgefunden hätte. Es wird eben so genannt, weil es eine Art Erde bzw. Substrat ist.
Humus im Sinn einer Umwandlung erzielen wir wirklich nur durch eingebrachtes Bodenleben und organische Streuschicht.
Asseln sorgen für den groben Abbau von Laub und Holz: Vom Laub übrig bleibt nur die Rippung. Der Kot also wird zum eigentlichen Humus. Assel und Regenwurm beherbergen im Verdauungstrakt lebende Bakterien, die ihrerseits für die Verdauung aufkommen. Eine temporäre Symbiose, denn die im Darm sich vermehrenden Bakterien werden mit dem Kot ausgeschieden. Zwar bleiben genügend im Darmbereich, aber Wurm wie Assel bieten ein günstiges Kleinklima. Auf diese Weise sind beide Tiere unentbehrlich für den Erhalt an Bodenfruchtbarkeit.
Ob Kokosprodukte an sich verrottungsintensiv sind, wird sich noch herausstellen- dies auch nur bei konstanter Feuchtigkeit.
Ich denke eher, dass es ein schwer verottbarer Träger ist für Bodenleben und hinzukommende Streuschicht- ein willkommener Vorteil in puncto Strukturstabilität.
@Eaglesword
ok, jetzt hab ich es verstanden, das Kokohum ist kein Ersatz für Torf,
sondern stell lediglich eine Humus Alternative dar und
wenn ich Boden für Azaleen oder Geranien benötige muß ich nach wie vor
auf Torf zurückgreifen!
Gruß
Ulrich
Negativ! Kokohum ist weitaus besser als Torf.
Torf gehört in die Moore und nirgend sonst hin.
Erikaartike, zu denen auch die große Gattung Rhododendron zählt, können ohne Problem auf Kokosprodukte umgestellt werden.
Geranien brauchen eher basischen Boden, also Lehm. Heimat von Pelargonium ist Afrika, und zwar die Trockengebiete dort. Vorherrschend im Geranienhabitat sind Sand und Lehm. Optimal für Pelargonien/Geranien sind
- Aquarienkies
- Leccaton
- Gartenerde, aber nicht frisch vom Kompost
Für ständigen Aufenthalt im Haus wären also Kies und Leccaton zu empfehlen.