Mit jedem cm², der dazukommt, sinkt der relative Anteil der mit Futter versehener Fläche, wodurch man diese als Amese weniger häufig bzw. schnell finden kann, zudem ist es auch manchen passiert (auch mir), dass junge Arbeiterinnen kleiner Kolonien einfach nicht mehr ins Nest zurückgefunden haben in Becken, die von größeren Kolonien problemlos benutzt werden konnten - zu groß gibt es sehr wohl und es macht Sinn, schrittweise mehr Platz anzubieten, statt direkt alles hinzuklatschen!
Hallo,
eben - viel Platz und wenig Futter ist gewissermaßen ein Beschäftigungsprogramm für kleine Kolonien. Die Tiere sind doch darauf spezialisiert, jedes noch so kleine Futterbröckchen auf schier unendlicher Fläche zu finden. Wenn man den Ameisen das Futter nicht direkt vor den Nesteingang schmeißt, sieht man sie häufiger und weiter laufen. Für einen Anfänger ist das natürlich spannender, wenn er die Ameisen bei der Nahrungssuche beobachten kann und auch, wie sie weitere Strecken zurücklegen.
Ich behaupte sehr entschieden, dass viel Platz keine negativen Auswirkungen auf die Kolonie hat, im Gegenteil. Das Arbeiterinnen nicht mehr ins Nest finden, ist sehr selten und hat seine Ursache wenn überhaupt in einer Störung des Halters. Die Ameisen, auch die Pygymäen von kleinen Kolonien, haben einen ausgezeichneten Orientierungssinn. Gerade die flinken Serviformica sind großflächiges Laufen gewöhnt und finden sich sehr gut zurecht. Und sollte sich doch eine Ameise verirren, kann man sie problemlos wieder in das Nest bugsieren.
Allerdings sollte man mich nicht falsch verstehen. Ich empfehle für kleine Kolonien auch eine kleine Box, aber aus anderne Gründen (Kosten, Platz, bessere Kontrollmöglichkeiten z.B. bei Temperatur und Luftfeuchte). Was ich sagen will ist, dass ein großes Terrarium keine negativen Auswirkungen auf die Kolonie hat.
Grüße, Phil