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Markus: Re: Pflanzen im Formicarium (4. Okt 2012 18:06)

Heute war mal zwischen den Regenschauern sonniges Wetter - eine gute Gelegenheit also, um mal wieder den Teich mit ein paar anschaulichen Beispielen zu fotografieren (auch mit großen Bildern, weil es wohl kaum noch Fotos dieses Jahr geben sollte...)!
Die ersten zwei Bilder zeigen den Teich als Ganzes, das Dritte zeigt Wassersalat, Wasserfarn, Seerose und Co im Zusammenspiel mit dem Algenfarn, so könnte man das auch in Klein im Formicarium realisieren,
der Algenfarn bildet einen Untergrund, dieser wird zerschnitten und aufgelockert durch größere Pflanzen, so bringt man nicht nur Struktur rein, die Tiere Können auch trinken - und natürlich sicher auch Müll abladen; der dann überwuchert würde. :grin:

Und man stelle sich mal vor, man könnte seine Ameisen auf einer Seerose in einer gesonderten Arena sehen - ob und wie das realisierbar ist, kann ich so genau natürlich nicht sagen, mit Zimmerseerosen kenne ich mich da nicht so aus,
Lüftung und Beleuchtung müssen hier jedenfalls gut realisiert sein!

Viertes und fünftes Bild führen diese Reihe fort, man beachte auch den Zusammenhang mit den Steinen, da kann man einiges basteln,
man sieht jedoch auch die Wilderdbeeren, die über den Teppich wuchern und mittlerweile schon sehr kräftig sind.
Das zeigt eine weitere, hier anfangs auch vorgestellte Möglichkeit, nämlich Pflanzen über Aufläufer oder Blütenstiele in die Arena zu lenken,
bei den Erdbeeren sind das natürlich die Ausläufer,
dafür bräuchte es nicht einmal Bodengrund, solange die Mutterpflanze Nährstoffe und Wasser liefert,
sieht natürlich interessanter aus, wenn noch Algenfarn drum wuchert! :grin:

Sechstes und siebtes Bild zeigen das ganze mal etwas näher, hier auch einige Gräser und Kräuter zu sehen,
die im Algenfarnteppich wachsen, auf tönernen Füßen sozusagen,
im Winter wird das alles im Teich versinken!

Zuletzt noch zwei Bilder von Moos, das ich von unserem Dach gesammelt habe, für meine kleinen Gründächer:
http://www.antstore.net/viewtopic.php?f=71&t=16259&p=147412#p147412
Nur für ein Formicarium wäre das kaum geeignet, zu dick, da würden sie gerne reinziehen
und wahrscheinlich auch abhängig von Stäuben und Witterung fürs Wachstum...

Über ein bisschen Diskussion würde ich mich übrigens freuen, nicht immer nur diese Selbstgespräche... :wink:

Ant-ilope: Re: Pflanzen im Formicarium (4. Okt 2012 21:48)

Sehr interessante Beiträge, was mich jetzt aber interessiert ist die Geruchsentwickung. Ich denke, wenn da so eine Schicht aus Pflanzen am Boden vor sich hin fault, wird das denke ich auch sehr modrig riechen und da die meisten Formikarien im Haus stehen, ist das doch sehr störend.

Markus: Re: Pflanzen im Formicarium (5. Okt 2012 12:21)

Nun, eine dünne Schicht, bedeckt durch Wasser ist nicht unbedingt schlimm, solange man nicht dran rüttelt und Faulgase aufsteigen,
je dicker die Schicht ist, je mehr Luft dran kommt, desto schlimmer stinkt es,
für diese Pflanzen ist Licht aber ohnehin sehr wichtig,
weswegen sie im Sommer draußen stünden, also wenn die Ameisen ihre Aktivitätsphase haben.
Wobei ich gestehen muss, dass ich immer noch nicht so ganz sicher bin, wie ich den Algenfarn überwintern soll...

Danke für die Anmerkung, wurde - soweit ich das überblicke - noch nicht bemerkt. ;-)

Wobei das natürlich nicht stinken würde, wenn man bloß Ausläufer von Pflanzen reinleitet und keinen Bodengrund anbietet;
dann stinkt nur noch der Müllhaufen der Tiere! ^^

mati: Re: Pflanzen im Formicarium (5. Mär 2013 12:31)

Wie einige von euch wissen, interessiere ich mich ebenfalls für die Möglichkeit, lebende Pflanzen im Formicarium anzusiedeln.
Mein aktueller Versuch besteht darin, mit Rainforest Background zu arbeiten. Manche kennen es vielleicht, es ist ein torfiges Substrat, welches mit Latexbindemittel versetzt ist und als dünne Schicht auf Rückwänden oder anderen Bereichen des Beckens aufgetragen wird. Nach dem Austrocknen bildet sich eine harte Schicht, die Wasser gut speichert und (einigen) Pflanzen Halt und Nährstoffe bietet.
Ich hatte es in einem kleinen Bachlauf und es hat sich bewährt. (Photos demnächst in meinem HB.)

Allerdings kann ich nur davor warnen, die Schicht zu dick / tief werden zu lassen. Bei mir wurde das sehr sumpfig und trocknete vor allem nicht komplett durch. Dadurch war das Risiko gegeben, dass die Kolonie sich eingräbt. Deshalb habe ich es wieder entfernt und ein zweites Auftragen ist dann nicht mehr mit gleichem Effekt (Aushärten) möglich.

Als Pflanzen hatte ich Kerbel, Vogelmiere, Walderdbeeren, kleinen Sauerampfer und Brunnenkresse gesät. Denkbar wäre aber auch andere Pflanzen, etwa Bärlauch, von welchem grad Saatgut angeboten wird.
Die Saat ist aufgegangen, aber wie gesagt musste ich nochmal dran werkeln und nun hält das Substrat nicht mehr wie gewünscht.

Grundsätzlich hat sich diese Möglichkeit jedoch erst einmal bewährt und es scheint wert, in diese Richtung weiter zu experimentieren.


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