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gecko1988: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (18. Mai 2011 19:15)

hi @ all,

Ich stoße langsam an das Problem einer zu groß werdenden Lasius niger Kolonie. Viel zu viele faul rumsitzende Arbeiterinnen u ein zu kleines Formicarium.
Vergrößerung is durch Platzmangel in der Studentenbude nicht möglich, da hier auchnoch Messor barbarus u Pheidole pallidula leben is eh schon eng :-D

Da es zu Hause aber reichlich Wiese, Garten und vorallem den Wintergarten gibt, in dem die elterlichen Pflanzen bei ca 6° C überwintern, hatte ich ein Gedankenspiel im Kopf.

Damit ich die Kolonie weiter beobachten kann, sie aber nicht abhaut, aber doch Futter ins Nest schaffen kann. benötige ich ein "Trenn-Nest" das mit einem feinmaschigen Gitter 2 Ytong Blöcke (vorgefräste Gänge am Plexiglas zum beobachten) in der Mitte, voneinander trennt.
Die Königin soll keine Möglichkeit haben diese Barriere zu durchdringen, aber die Arbeiterinnen sollen durchpassen.
Das Nest, im Wintergarten stehend, wäre mit einem 10 Meter Schlauch verbunden, der im Garten endet.
Allerdings dachte ich mir, wäre es ebenfalls problematisch den Schlaucheingang/Nesteingang mit dem Barrieregitter zu versehen, da in diesem Fall die größeren Futtertiere vom Garten nicht ins Nest getragen und zerlegt werden können. ->Verstopfung :(
Darum die Barriere in Mitten des Nests.

Ich verspreche mir eine lebhafte Expansion und hoffentlich viele tüchtige Arbeiterinnen, die den heimischen Garten unsicher machen. Jedoch ist das zur Zeit noch ein Gedankenspiel, welches ich hoffe hier weiter zu entwickeln.
1 bleibendes Problem: Geschlechtstiere diffundieren dann wohl in Ei-Form von der Königin durch die Barriere in den "draußen-Nest-Bereich" und schwirren dann wohl auf natürliche Weise davon.

Hat Irgendwer schonmal sowas ausprobiert ? bzw Erfahrung damit ? kann mir Tipps geben zur Konstruktion oder dem Plan wie er oben beschrieben ist ?

Danke schonmal
Gruß
Marco

Markus: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (18. Mai 2011 19:33)

Das selbe Prinzip habe ich mal bei einer kleinen Lasius niger Kolonie angewandt, damit die Königin nicht ins Erdnest zog, habe ich ein Edelstahlfliegengitter mit einer Maschenweite von 1mm angebracht.
Die Kolonie entwickelte sich jedoch nicht so gut, außerdem war kaum etwas zu sehen, da ein Großteil der Ameisen nicht im Nest waren...

Außerdem wage ich mal, in meine Kristallkugel zu blicken und vorherzusagen, dass deine Kolonie wahrscheinlich schnell tödliche Probleme mit bestehenden Kolonien im Garten bekommen wird - wieviele sind es?

gecko1988: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (18. Mai 2011 19:37)

geschätzte 2000 Stk

naja ob man was sieht is dann ne Frage der Konstruktion. Wollte das Ytong Nest liegend aufbauen. Also Draufblick, nach oben durch Plexi getrennt und irgendwo mittenrein in einem Durchzug das Gitter, das mit Heißkleber oder Gips an der Wand befestigt wird. Die Wand selbst mit ein paar Durchbrüchen versehen, so dass ich rings um den Durchbruch herum kleben/gipsen kann.

El Nafti: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 08:37)

Ich habe dazu mal etwas in einem anderen Post gelesen, das ich gleich mal suche und dann vielleicht noch verlinken kann.

Dort hatte das jemand schon einmal ausprobiert - der Versuch ist leicht makaber geendet. Die Ameisen suchen ständig nach einem besseren Nest, meist finden sie draußen im Garten eines, das ihnen besser passt.
Nach der Beschreibung hatten sich die Ameisen für ein neues Outdoor-Nest entschieden, der Nestausgang war für die Königin zu klein. Kurzerhand haben sie die Königin zerteilt und zusammen mit den Puppen ins neue Nest gebracht.

Ich schau mal heute nachmittag nach dem Post

gecko1988: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 11:18)

mhhh das mit der zerstückelten Königin is natürlich nicht vorteilhaft.
Allerdings finde ich den derzeitigen Koloniestand auch langweilig.

Interessant wäre, zu wissen ob vllt auch der zu kleine Nesteingang den Futternachschub blockiert hat.
Ich würde als Ameise auch ausziehen wollen wenn ich durch 10m zu engen Schlauch meine Grashüpferchen durchquetschen muss. Allerdings sind 10m für einige Arten doch garnix. Frage is ob Lasius n iger das mitmacht.
Aber danke für die Infos/Warnung
und wenn du den Forenlink noch findest wärs echt super wenn du ihn mir reinstellen kannst.

El Nafti: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 14:04)

Also, hier der Link:

http://www.antscamp.de/viewtopic.php?f=18&t=57
Der User, der davon berichtet, ist auch hier im Forum unter gleichem Namen aktiv. PN?
Wäre doch schade

Schreib mal, ob Du's wagst

Saludos

van Rake: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 15:24)

Das ist die gleiche Geschichte die hier auch umherkursiert, ich bezweifle allerdings das die Arbeiterinnen ihre Königin getötet/zerstückelt haben um sie zwangs umzusiedeln, bevor man davon ausgehn dass dieses verhalten "normal" sei sollte man vergleichs versuche vornehmen.
Ich/Wir kennen ja nur diesen einen Versuch, und somit fehlt zu viel Information um sich auf eine meinung festlegen zu können.

Denke ich zumindest.

gecko1988: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 16:11)

Bin euch auf jedenfall schonmal über die Anregungen sehr dankbar.
Werde mir den Link/Thread heute abend mal durchlesen.

Denke schon, dass ich das Experiment wagen werde. wie gesagt, ich seh eigentlich alles was momentan im Nest passiert und da sitzen gut 90 % der Arbeiterinnen dumm rum und tun nichts. Also lieber das Risiko eingehen, bevor sie mir so dahinvegitieren.
Leider wird die Unternehmund noch ein wenig warten müssen, da ich momentan noch keine Zeit habe und das Nest erst Bauen müsste.

Ich werde euch auf jedenfall auf dem laufenden halten.

gleich ma ne andere Frage: Umzug in ein anderes Nest einleiten ? über Temperaturunterschiede ? Fütterung ? was is der beste Trick ?

Topic NOT closed.
freue mich über weitere Anregungen

Gruß
Marco

Markus: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 16:27)

Noch ein Tipp: ich habe damals das Fliegengitter mit Heißkleber auf einen Trichter im Ytong angebracht, welcher wiederum in einer Kammer war, welche mit anderen Kammern verbunden wurde, das untere Ende des Trichters (eigentlich ein sich verengender Krater in den Ytong eingearbeitet) war mit einem Tunnel verbunden, welcher in das andere Gebiet führte.
Die Königin sollte auf der Seite des Gitters sein, die mit besagter Kammer verbunden ist, ansonsten könnte sie sich in den durchaus längeren Tunnel begeben...

mati: Re: Trenn-Formicarium für Freiläufer Ameisen (19. Mai 2011 16:43)

Die Frage finde ich im Grunde schon recht spannend. Vor einiger Zeit habe ich mal in einem Bericht gelesen, in dem der Halter seiner Kolonie über ein Dachfenster Zugang zur freien Wildbahn ermöglicht hatte. Leider hab ich damals nicht nachgefragt und auch den Bericht nicht gespeichert.
Ich denke auch, dass es evtl Probleme mit größeren Futtertieren geben könnte. Gerade deshalb finde ich aber die Idee pfiffig, den Trennbereich innerhalb der Nestblöcke zu installieren. (Sofern ich das richtig verstanden habe.) So könnte Futter in's Nest eingetragen werden.
Fraglich ist, ob dieses Prinzip von Futterlager und Brutraum ebenso funktioniert, wie bei Honigbienen. Bei der Imkerei wird ja in der Regel auch der Honigraum mit einem Königinnengitter vom Brutraum getrennt. Allerdings verläuft soweit ich bisher weiß die Versorgung/Fütterung der Larven bei Ameisen anders und die Brut liegt nicht immer fest an einem Ort. In einem Videobeitrag eines HB habe ich mal gesehen, dass die Arbeiterinnen kleine Futterstücke in Reichweite der Larven tragen oder auch umgekehrt. Unter Umständen müsste das Gitter dann so breit sein, dass eine Arbeiterin mit Larve durchpaßt.
Auch läuft ja die Kommunikation im Ameisenvolk nicht ganz so zentriert auf die Königin, wie bei Bienen.
Evtl kann ja Erne, der soweit ich gelesen habe neben den Ameisen auch Bienen hält, etwas Licht dort hinein bringen?
Für recht vielversprechend hielte ich eine Konstruktion, bei der das Gitter wirklich in der Kammer verläuft, entlang der Längsachse. Ähnlich wie zwei gespiegelte Teile, bei denen Kammern und Gänge sich in ihrer Lage entsprechen und zusammen gehalten ergänzen. Der eine Block müsste dann zu beiden Seiten hin offen sein, damit die Scheibe dran paßt und man Einblick in's Nest behält. So könnte ggf das Verhalten, Larven in die Nähe des Futters zu bringen, ermöglicht werden: Auf der einen Seite die Larve, auf der anderen Seite (mit Zugang zum Garten) das Futter.


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