Hi,
ich habe vor meiner Messor b arbarus Kolonie nach der Winterruhe ein Ytong-Nest anzubieten. Da das Nest von der Größe her schon eine Weile reichen sollte habe ich in einen 30x20x5 cm-Ytong entsprechend viele Kammern gefräst. Nun meine Frage: Soll ich den Ameisen gleich von Anfang an alle Kammern zur Verfügung stellen oder soll ich einen großen Teil der Kammern mit Sand/Lehm verschließen, so dass sie diese bei Bedarf erst freibuddeln müssen? Hat jemand damit Erfahrung ob das Konzept so überhaupt aufginge?
hallo erstmal ,
ich glaube bzw ich weiss das es funktionieren müsste weil
sie ja auch in der natur buddeln also müste es funktonieren
sonst belehrt mich eines bessern ich bin offen für eure meinung
mfg huhnfan
Ahoi,
das klappt soweit. Habe ich bei meinen Lasius niger auch gemacht. Jedoch habe ich nur die Verbindungsgänge zugemacht, so dass nicht die Gefahr bestand, dass sie den Sand zum Zumauern der Glasscheibe nutzen. ;-) Das wäre nämlich wirklich ärgerlich.
Also prinzipiell klappt das. Aber auch da ist, wie immer, die Frage, inwiefern die Ameisen das so akzeptieren. Vielleicht finden sie es im Sand viel toller und gemütlicher und buddeln den sofort frei und ignorieren die freien Kammern komplett. Das war bei mir ähnlich. Sie haben sich die Gänge direkt freigebuddelt um alles zu erkunden. Also überleg dir gut, wie viel Sand du einfüllen möchtest. Ein bisschen finde ich persönlich gar nicht schlecht, weil man sie so auch mal graben sehen kann.
Liebe Grüße
MoPe
Kannst machen, gut zu beobachten, wie sie graben, sonst bringt es nichts.
Eine Mülleinlagerung ist dadurch nicht zu verhindern, sie graben mehr frei, als sie bewohnen.
Die dabei entstehenden, leerstehenden Kammern werden gerne als Müllhalde genutzt.
Die Ameisen selber kommen gut ohne Sand zurecht.
Grüße
Ok, dann werd ich nur einige der Kammern verschließen. Hoffentlich benutzen sie die freien Kammern nicht zu sehr als Müllkammern, sonst hab ich gleich Schimmel im Nest.
Danke für eure Tipps :D
Meine Messor benutzen eine Kammer als Müllkammer, bzw haben es so gemacht, allerdings ist es nie zu Schimmelbildung gekommen.
Es kann sein, dass sie sich in einer Kammer "entleeren" also eine Kammer tatsächlich zuschei***, so war es zumindest bei mir.
Der Müll wird ja generell sehr weit weg getragen, vorallem bei Messor Arten wird eine wunderbare Müllhalde angelegt, die auch "gepflegt" wird. Die Ameisen lassen nicht einfach ihren Müll dort, sondern sie schichten immer mal wieder alles um und kümmern sich darum, dass nichts schimmelt. Du wirst schnell merken, dass sie den Müll und Unrat in einer Ecke des Beckens stapeln, diese Ecke wirst du öfters mal entleeren müssen, es ist aber halb so wild, du musst einfach mit einem Kehrblech den Müll raus nehmen, bei einer größeren Kolonie sogar öfters.
Ok, bisher haben sie auch immer nen Müllhaufen möglichst weit vom Nest weg aufgeschichtet, ich hoffe einfach dass sie das dann weiter so machen. Bisher hatte ich auch nie Schimmelprobleme, offenbar können sie dem wirklich sehr gut vorbeugen.
Gerade ist mir noch eine weitere Frage gekommen. Wie kann ich am besten dafür sorgen dass das Nest später erweiterbar ist? Ich wollte den Ytong eigentlich von innen an die Scheibe eines Beckens kleben. Kann ich dann bei Platzmangel einen zusätzlichen Ytong einfach an das Becken anschließen bzw. nutzen sie den dann auch zusätzlich? Würde den dann über einen ca. 4cm langen Schlauch anschließen.
Klaro, das geht! Am besten wäre es dann jedoch, wenn du bei dem ersten Ytong das Loch für die Erweiterung bereits bohrst um den Kleinen den Stress nachher, wenn sie bereits eingezogen sind, zu ersparen. Ist ja auch kein Problem für die Tiere, wenn sie zwei Nesteingänge haben - im Gegenteil: So können sie sich immer den besseren aussuchen! :-)
Gut, dann plane ich das dementsprechend gleich ein ;-)