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Janzi: Formica sanguinea Paarung (11. Jul 2008 10:57)

hi leute,

in meiner umgebung gibt es einige große nester von Formica sanguinea.

wenn ich mir die nester genauer angucke seh ich immer nur wie die weibchen und männschen unter den steinen hocken, aber ie wie sie sich paaren geschweige denn das ich den schwarmflug erwische...

wie genau paaren die sich?
könnte man theoretisch ein männchen und ein weibchen versch. kolonien zusammen tun und sie würden sich paaren oder müssen sie dazu fliegen?

mfg

Ameisennoob: (11. Jul 2008 11:12)

hi Janzi,

also ich habe bei Lasius niger beobachtet das sie eigentlich nicht fliegen müssen. sie fliegen nur, um vom nest weg zukommen und andere männchen zu finden .bei Formica ist es denk ich nicht anderst du kannst es ja mel versuchen

Erne: (11. Jul 2008 20:10)

Diese Ameisen fliegen erst bei geeigneten Bedingungen zur Paarung ab.
Einfach weiter beobachten, könntest noch das Glück haben sie beim Schwärmen zu beobachten.
Ob sie sich nur im Fluge verpaaren, kann ich auch nicht sagen.

Zur Ergänzung, Lasius niger, die bei der Paarung auf dem Boden zu beobachten sind, haben sich schon in der Luft gefunden, sie müssen fliegen, sonst wird es nichts.

Grüße

Anonymous: (11. Jul 2008 22:37)

So wie ich es verstanden habe, gibt es auch Arten, bei denen die Begattung tatsächlich am Boden stattfindet. Hier einige Informationen zum Schwarmflug von Formica sanguinea aus dem Seifert:

Alate in den Nestern [...] 25. Mai [bis] 11. September [...]. Hauptschwärmzeit aber M6 - E7. Fliegt 7.00 - 13.00 Uhr Ortszeit. Paarung meist in der Nähe des Nestes, doch können auch Paarungsplätze an Berggipfeln nach mindestens 300 m weitem Flug erreicht werden. Ausbreitung der begatteten Königinnen oft mehr laufend als fliegend. Fallbeispiel aus Italien: Lufttemperatur zu Beginn des Fluges 18°C, relative Luftfeuchte 76%. Schwärmten vor 8 Uhr. Königinnen verließen Nest 10 min eher als Männchen. und beide Schwärme flogen in exakt der gleichen Richtung ab - insgesamt 120 Königinnen und 50 Männchen. Begattung auf Steinen und Bäumen nahe dem Untersuchungsgebiet. [...] (S. 321 f., Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas, Bernhard Seifert)


Ich denke aber nicht, dass es eine gute Idee wäre, einfach ein Männchen und ein Weibchen zusammenzustecken, ich vermute mal die Tiere haben ihre eigenen Auswahlmechanismen für einen Partner, mit denen man nicht rumpfuschen sollte imo.