Ich habe vor ein paar Wochen auf unserer Terasse, unter einem Hackklotz ,eine Ameisenart entdeckt die ich noch nie vorher gesehen hatte ,bei der ich mir aber jetzt beinahe sicher bin, dass es sich um Myrmecina graminicola handelt. Bisher habe ich immer nur zwei Arbeiterinnen beobachten können, die sehr ängstlich sind und sich tot stellen ( kein Witz) ,wenn man sie auf die Hand nimmt. Einen Nesteingang konnte ich bisher nicht finden ,also vermute ich ,dass die Tiere in dem Holzklotz selber wohnen.
Jetzt ist eben meine Frage , ob diese Art in Deutschland heimisch ist und wenn ja, ob sie gefährdet oder sehr selten ist.
MfG Sinthoras
Ich zitiere aus Bernhard Seiferts Buch: "In D regelmässig nur südlich von 52 Grad Nord...In der Regel haben reife Kolonien nur 40-60 Arbeiterinnen...meist Monogyn...Nester im Boden, unter Steinen oder in der Streu..."
Da steht auch, dass sich Männchen und Weibchen bei Berührung zusammenrollen und tot stelllen, aber es steht nichts über dieses Verhalten bei Arbeiterinnen.
Ob die Art nun gefährdet oder Selten ist...da bin ich ratlos.
Error: Weibchen und Arbeiterinnen stellen sich tot, nicht aber die Männchen!
Und, ja, Myrmecina graminicola ist heimisch in Deutschland, ist nicht mal sehr selten, wird aber selten gefunden.
In der "Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands" von 1998 ist sie in keiner Gefährdungskategorie aufgeführt.
mfG,
Earlant
Danke das ist doch was. Da freu ich mich aber ,dass es diese Art auch im Taunus gibt. Blöderweise muss ich mir jetzt einen anderen Hackklotz suchen :tssk: . Bin mal gespannt wie die Entwicklung dieses Nests verlaufen wird .
Manno, da sieht man was passiert wenn man nicht genau hinsieht und ungenau nachliest. War mein Fehler, tut mir leid.
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe: Was genau bedeutet intermorph und gynomorph?