Hallo
Zwar weiß ich das Lasius niger nur eine Königin hat und alle anderen früher oder später getötet werden aber ich höre immer nur das sich die Königinnen untereinander töten und nicht die Arbeiter die Königinnen!
Meine Frage ist jetzt was wäre wenn man (nur als beispiel) 2 Lasius niger Königinnen in verschiedenen Reagenzgläsern hält die miteinander verbunden sind aber zur quasi Königinnen kammer nur einen durchgang haben der zu klein für die Königin aber groß genug für Arbeiter ist? Würden die Arbeiter auch irgendwann anfangen Königinnen zu töten? Die Königinnen wären natürlich so weit zusammen das ein einhaltlicher Nestgeruch da wär sie sich aber nicht gegenseitig erreichen könnten!
Was meint ihr würde das funktionieren?
Mfg Acid
Einen ähnlichen Versuch habe ich mal mit Kolonien gemacht, bei denen die erste Generation an Arbeiterinnen schon da war, sowie die nächste Generation an Brut.
Das Ergebnis waren einige "Zeremonietänze", bei denen je eine Arbeiterin an einer anderen, sich möglichst bedrohlich ausgebend, vorbeiging.
Am Ende transportierten sie Brut hin und her und ich meine, dass schlussendlich beide Königinnen getötet wurden...
Die Arbeiterinnen sind auf ihre Königinn fixiert. Und wenn eine
der Königinnen den Befehl giebt die andere zu töten versuchen die
Arbeiterinnen es. Ob man die Kolonien doch zusammen kriegen sollte
halte ich aber für unwarhscheinlich. Wenn es doch gehen sollte
teilt mir das bitte mit.
Mfg LeQuS
Ja aber was ist wenn die Königinnen so nah zusammen sind das die Arbeiter praktisch beiden gleich zugehören? Dann hätten sie ja keine einzelne Königin deren geruch sie haben sondern den von zwei! Würden sie einfach irgendeine töten? Weil sie ja beiden gleichermaßen "untertan" wären!
Wäre nett wenn sich dazu nochmal wer von Antstore aüßern könnte falls erfahrung vorhanden ist!
Mfg Acid
Die Königinnen geben keine Befehle, auch wenn sie vielleicht Auslöser für bestimmte Verhaltensweisen sind.
Mögliche wäre es vielleicht, die Gynen in kleinen Drahtgaze-Käfigen nebeneinander zu setzen, so dass zwar die Arbeiterinnen zu den Gynen durchkommen, aber diese nicht zueinander. Allerdings wird auch diese Nähe wahrscheinlich keine dauerhafte Gewöhnung der Arbeiterinnen an die jeweils andere Gyne bringen. Bei der Erkennung von "fremden" Ameisen, spielt auch eine genetische Komponente eine Rolle. So würden die Töchter von Gyne A sowohl die Töchter von Gyne B, als auch Gyne B selber, immer als fremd erkennen, und umgekehrt.
Das wird wahrscheinlich zu permanenten Spannungen in der zwangsverschmolzenen Kolonie führen, und letztendlich zum Tod einer oder beider Gynen.
Eine kleine gewisse Erfolgs-Chance will ich dennoch nicht leugnen. Es ist inzwischen bekannt, das "weisellose" Kolonien von Lasius niger dazu gebracht werden können, eine neue Königin zu akzeptieren. (Bericht dazu im Forum von Ameisenhaltung.de) Unter bestimmten Umständen kann also die genetische Fremderkennung ausgehebelt werden. Allerdings sind das völlig andere Bedingungen, als bei zwei konkurrierenden Gynen.
Ein entsprechendes Experiment ist vielleicht interessant, solange es angemessen durchgeführt wird, und nicht "Just for fun" 2 Kolonien verheizt werden.