Hallo alle zusammen .
Ich habe nach den schwarmflügen von Lasius niger wie immer einige Königinnen rumlaufen gesehen . Zwei Königinnen trugen allerdings jeweils eine abeiterin der eigenen art mit sich herum . Eine weitere machte regelrecht Jagd auf Arbeiterinnen , konnte aber keine erwischen. Ob die Arbeiterinnen bei den anderen beiden Königinnen noch lebten kann ich nicht sagen , da ich sie nicht stören wollte . Dasselbe ist mir letztes Jahr auch schon aufgefallen ,allerdings nur bei einer Königinn die ich gesehen habe.
Ich habe mal gelesen , dass Waldameisen beim Schwarmflug oft ein oder zwei Arbeiterinnen mitnehmen um bei der gründung eines neuen Nestes Unterstützung zu haben . Könnte hier dasselbe passieren oder was könnte es sonst sein ? Ich hoffe auf eure Antworten ,es interressiert mich nämlich brennend.
Grüße Sinthoras :D
Nein, bei Lasius niger ist das nicht zu erwarten.
Ich gehe eher davon aus, dass sich die Königinnen gegen feindliche Ameisen verteidigten, immerhin ist sie ja ein potenzielles Opfer und würde gefressen werden.
Ja hm könnte sein . Aber warum ergreift sie dann nicht die Flucht und rennt noch mit der vllt getöteten Arbeiterin durch die Gegend?
Ich denke eher, dass es sich nicht um L. niger handelte, sondern um eine sozialparasitäre Lasius Art, die durch das Töten (und "einreiben" mit den Überresten) eines Arbeiters einer Wirtskolonie den Nestgeruch an sich nimmt, bzw. den Geruch ihrere Wirtskolonie.
MfG Sven
Hm, klingt auch logisch...so machen es die Sozialparasiten?
Vielleicht waren die Arbeiterinnen einfach nur Männchen die sich gerade mit den Könnigen paarten.
@ Delirium
Jep, sie nutzen die sozialen Leistungen einer Art über einen bestimmten Zeitraum zu ihren Gunsten. Jedoch schaden sie dabei ihren "Wirten".
Da gibt es zum Beispiel die Xenobiose. Darunter versteht man oftmals ein nicht so grosses Ameisenvolk das sich bei einem anderen Einnistet und von diesem profitiert.
Dann gibt es noch den Temporären Sozialparasitismus bei welchem eine Art nur über einen bestimmten Zeitpunkt ausgebeutet wird. Diese Vorgehensweise nehmen manche Königinnen als Unterstützung bei ihrer Kolloniengründung in Anspruch.
Das wo Moglie umschrieben hat ist glaube ich ein so genannter Permanenter Sozialparasitismus. Bei dem werden anschliessend Wirtsameisen wie Sklaven gehandhabt. Vielleicht hast du ja auch schon mal ein Mischnest gesehen, also eines in dem zwei verschiedene Arten zusammen Leben. Früher oder später sterben dann die Wirtsameisen aus und nur noch die Parasitischen überlegen da sie ja noch im Besitzt einer Königin sind.
Es gibt auch eine Ähnliche Vorgehensweise, allerdings ohne Sklavenhaltung. Hm, der Name fällt mir jetzt nicht ein, aber das Prinzip ist ziemlich ähnlich. Oft leben die Parasitischen Königinnen dann in Frieden mit dem Wirtsvolk und nutzten es einfach aus. Häufig zeugen sie sogar nur noch Geschlechtstiere anstelle von Arbeiterinnen da sie auf solche nicht angewiesen sind, es gibt ja genug Sklaven.
Also Männchen waren es nicht , das hab ich genau gesehen . Es waren schon Arbeiterinnen . Ich habe gestern wohl vergessen zu erläutern ,wie die Arbeiterinnen transportiert wurden :oops: . Die Königinn hatte sie an den Mandibeln gepackt und die Arbeiterin hatte die Beine angelegt. Keine Ahnung ob das vielleicht aufschluss gibt . Ob es eine andere Art war weiss ich nicht , sah genau so aus wie Lasius niger . An anderen Lasiusarten kenne ich in der Umgebung nur noch flavus ,bruenus , die glänzend schwarze Holzameise( weiss den lateinischen Namen nicht), und eine sehr kleine art ,die ungefähr halb so groß wie L niger ist aber sonst genau so aussieht .