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Krümel: Diskusionthraed zu "Meine Cataglyphis" (9. Mai 2006 16:50)

Hi Leute,

hier könnt ihr mir Fragen zu meinen Cataglyphis stellen und mir evtll. Kritik für meinen Haltungsbericht ( Klick! )mitteilen.

GÖKI: (10. Mai 2006 00:40)

HI :)

Mal was zur Bewässerung, ist das nicht zu viel "min. fünf mal am Tag" ???
Wie groß ist dein Becken ???

Fisches Wasser sollte auch vorhanden sein ???

Und wie sieht es mit der Wärme aus (wie, womit, Temp.) ???


PS: Bin nicht der Experte deswegen Frage ich............;)

Krümel: (10. Mai 2006 06:15)

Also, ich bewässere es schon so oft, da das Becken offen ist, wie man auch auf den Photos im Haltungsbericht sieht, und dadurch dass das Becken von oben beleuchtet wird und es im Durchschnitt 25°C hat verdunstet das Wasser sehr schnell bevor es richtig versickert. Und damit die Ameisen nicht vertrocknen (das machen sie nicht sichtbar, in der Natur graben sie sich immer tiefer in den Boden, wo es feuchter und kühler wird, aber das können sie in einem Becken ja nicht) bewässere ich es so oft. Frisches Wasser wird immer auf einem Objektträger angeboten.

Noch zur Größe: Das ist eine runde Schale, der Durchmesser beträgt ca. 20cm.

PS.: An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Freund Paul/Ant's Home für seine freundliche Unterstützung danken !!!

earlant: (10. Mai 2006 09:16)

@ Krümel: Ganz klar ist mir nicht, was Du im Einzelnen gemacht hast. Angekommen sind die Ameisen in einer Heimchenbox, in der sie dann in das von Dir angebotene Reagenzglas gezogen sind?

Dann hast Du das RG in die Schüssel mit Lehm gelegt, und die Tiere haben sich zum Teil im Lehm verbuddelt (die Lehmschicht scheint nur 1-2 cm dick zu sein?).

Nach den Bildern habe ich den Eindruck, dass für die Ameisen sowohl der Platz im RG zu klein ist, als auch in dem Gangsystem, das sie graben konnten. Nur deshalb sind so viele draußen!
Das Ytongnest können sie anscheinend noch nicht beziehen, ist wohl noch nicht in der Schüssel???

Hier ist eine Seite, auf der etwas über Cataglyphis und die Forschungen von Prof. Dr. R. Wehner in Zürich zu finden ist:
http://krungkuene.org/ameisen_page/irchel/index.html

Prof. Wehner arbeitet über Cataglyphis albicans, bicolor und fortis aus Tunesien. Wie weit seine Ergebnisse auf eine Cataglyphis irgendwas von irgendwo übertragbar sind, lässt sich nicht beurteilen.

Jedenfalls schrieb er in einer Veröffentlichung, dass Cataglyphis-Arbeiterinnen nach der Zeit, die sie mit Brutpflege im Nest verbringen (ähnlich wie die Stockbienen bei der Honigbiene), nur für durchschnittlich 6 Tage „Außendienst“ verrichten, also hauptsächlich nach Futter suchen. Dann sind sie „verbraucht“ und sterben, so weit sie nicht Opfer von Räubern etc. geworden sind.

Cataglyphis-Arbeiterinnen verlassen also im Normalfall das Nest erst gegen Ende ihrer Lebensspanne, und überleben dann nur noch für relativ kurze Zeit.
Wenn bei einem solchen Volk im Laufe eines Tages insgesamt 10 Arbeiterinnen außerhalb des Nestes tätig sind, sind diese nach 6 Tagen tot (jüngere rücken nach). Das heißt natürlich, dass die Kolonie in der Zeit und mit dem Futter, das diese Ameisen ins Nest gebracht haben, mindestens 10 neue Arbeiterinnen aufgezogen haben muss (besser ein paar mehr, weil die Kolonie ja wachsen und irgendwann Geschlechtstiere aufziehen soll).

So eine Ameisenkolonie ist etwas sehr Dynamisches! Daran muss man immer denken.

Gruß Earlant

Krümel: (10. Mai 2006 19:32)

Hallo, ja, ersteres ist richtig.Es waren so viele Ameisen draußen, weil sich der Lehm und der Sand damals noch nicht so gut gesetzt hatten. Die Lehmschicht ist schon dicker, 5-7 cm, und inzwischen leben sie gut in der Schüssel. Das Ytongnest wird voraussichtlich morgen angeschlossen um einen Überblick darüber zu bekommen, ob/wie viel Brut es gibt ( so kann ich dann besser planen was/wie viel ich füttern muss. 2. Grund ist das ich die Ameisen umsiedeln will.