Hi,
wer hat die Erfahrung gemacht das Lasius niger Kellerasseln fressen ? Oder geht das Spiel eher umgedreht aus ? Mach mir nämlich um meine Ameisen ein wenig gedanken, weil sie zur Zeit so unaktiv sind und nichts fressen, desswegen wollte ich es mal mit Kellerasseln probieren. Also schreibt was ihr für Erfahrungen gemacht habt !
@ MDrex8825
Zitat: "Oder geht das Spiel eher umgedreht aus ?"
Nein, da brauchst du dir keine Sorgen machen, Kellerasseln können deinen Ameisen keinen ersichtliche Schaden zufügen. :wink:
Allerdings empfiehlt es sich in einem solchen falle die Kellerassel davor zu töten. Schliesslich sind diese sehr robust und können sich auch zusammenrollen.
Am beste mit heissem Wasser, das geht schnell.
Trotzdem bietet so eine Assel fast keine genügende Nahrungsquelle für die Ameisen. Jedenfalls wurden meine Anbietungsversuche dankend abgelehnt.
Da würde ich lieber kleine Insekten vorziehen. Spinnen oder Mücken :D
Mfg Darkness
Hallo MDrex8825 und Willkommen hier im Forum :sign_welcome:
Ergänzend zu Darkness' Beitrage möchte ich noch hinzufügen, dass die Kellerasseln ja einen sogenannten Chitinpanzer haben, der es den Ameisen schwer macht an das "Innenleben" zu kommen. Okay - man kann die Kellerassel "mundgerecht" :eat02: vorbereiten, in dem man sie aufschneidet. Trotzdem halte ich so eine Kellerassel nicht für ein so optimales Proteinangebot. Mücken, (Obst)Fliegen, Pinkies, Mehlwürmer dagegen erscheinen mehr eine bessere Alternative zu sein.
Probiere es einfach aus und finde selbst heraus, was Deine Ameisen Dir abnehmen. :D
Viele Grüsse
Ich habe neulich eine Spinne reigesetzt und sie vorher nicht ordnungsgemäß außer Gefecht gesetzt...als ich ein paar Minuten später reinguckte, hatte sie schon eine Ameise gekillt... also: Immer schön unfair sein, wenn es um den Kampf Ameise gegen Spinne geht!
Grüße!
Dies Irae
Zudem sollte möglichst immer an die Abkochung der Futtertiere gedacht werden. So geht man sicher, dass keine Milben an die Ameisen gelangen.
Können andere Insekten auch Milben haben? Ich dachte nur Mehlwürmer wären da gefährlich.
Würde gerne wenigstens ein paar Insekten lebend verfüttern, damit der Jagdinstinkt meiner Kleinen aufrecht erhalten bleibt.
Praktisch jedes größere Insekt kann Milben haben (wenn sie kleiner als die Milben sind, geht das natürlich nicht ;) ).
Gehen durch das Abkochen nicht verschiedene Nährstoffe verloren? ich denke da zum Beispiel an Vitamine, die sehr Hitze-Empfindlich sind.
In der freien Natur gibt es doch auch das Milben-Problem. Werden die Milben in der Haltung im Formicarium begünstigt und stellen sie dann ein größeres Problem dar, als sie es in freier Natur tun?
Gruß!
Dies Irae
Also Vitamine sollten nicht das Problem sein. Vitame sind hitzebeständiger als ihr Ruf. Zumindest wenn sie kurzzeitig auf höhere Temperaturen erhitzt werden, was beim Abbrühen ja der Fall ist.
Ich kann mir vorstellen, dass Milben vor Allem ein Problem der Züchter sind, die ja Monokulturen betreiben und Befall sich schnell ausbreitet.
Was mich interessiert ist, ob und wie man Milbenbefall feststellen kann. Kennt sich da jemand näher aus?
viele Grüße
viele milben sind noch so groß, dass man sie mit dem auge erkennen kann (als kleine punkte, die sich manchmal auch bewegen).
sonst einfach mal ne lupe zur hand nehmen, oder ein mikroskop.
im zweifel aber immer besser überbrühen, man muss das futter ja nicht minutenlang kochen.
hier mal ein bild von milben auf meinen wildbienen.
die milben sind auf dem rücken von der drohne und unter den flügelansätzen.