Ich habe ein Problem mit meiner Rhytidoponera metallica Kolonie. Sie wollen einfach keine Insekten fressen. Dementsprechend legt die Königin scheinbar keine Eier.
Ich habe es schon mit Heuschrecken ,große und kleine, Heimchen, Mehlwürmern und Wurst probiert. Jedoch wird nichts davon angenommen, alles wird nur untersucht und sonst nicht weiter beachtet. Es wurden mal ein zwei Mehlwürmer ins Nest geschleppt, kurze Zeit später jedoch wieder aus dem Nest entsorgt. Langsam gehen mir die Ideen aus, was ich ihnen noch anbieten kann.
Hi Chemitech,
soweit ich weiß, gründet Rytidoponera metallica 'claustral'. Das heißt, sie mauert sich ein, frißt nichts, und will in Ruhe gelassen werden ... ;)
Dann klappt das auch mit der Eiablage. Geduld - das wird schon. Futter braucht sie erstmal nicht. Hat sie Dir ja auch gezeigt, dass sie keinen Hunger hat. :) Wenn die Arbeiterinnen auf Erkundung gehen, immer ab und zu mal was zum fressen hinlegen; wenn aber keine der Arbeiterinnen ran geht, nicht verzweifeln.
Alle anderen Bedingungen im Formicarium stimmen?
Bei meiner Myrmecia queenslandica war das ähnlich: Futter wurde inspeziert, aber praktisch nicht gefressen. Als ich sie in Ruhe gelassen hab', hat's auch mit dem Eierlegen geklappt, und Futter wurde, als die ersten Larven da waren, auch angenommen.
Ansonsten Gerhard anrufen - der hilft immer gerne.
Gruss + viel Glück!
Stefan
Danke für die schnelle Antwort, die kleinen haben sich wirklich eingemauert und ,im grunde Täglich, geht eine Arbeiterin auf Erkundungstour im Formicarium.
Die Temperatur halte ich bei um die 25-27°C und der Ytong ist auch feucht. Die Luftfeuchtigkeit liegt so um die 60-70%, in der Nacht steigt sie dabei auf 70% an
Der Y-Tong ist aber etwas kühler als 25-27 Grad, oder? Bedenke, dass es im Boden nur in den oberen Schichten so warm sein wird - die Tiere sollten auf jeden Fall eine Möglichkeit zum Rückzug in kühlere Gegenden haben. :)
Ansonsten würde ich empfehlen abzuwarten. Das wird schon!
:)
Liebe Grüsse.
Ja, der Ytong wird nicht beheizt.
Chemitech @ Du kannst es ja mal mit winzige Futterinsekten versuchen. Wie zum Beispiel Drosophila und Stechmücken! Eine Gründerkolonie ist sicher mehr an leicht zu tragende, nicht stark bepanzerte Insekten interessiert :wink: Damit deine Ameisen nicht zu viel Energie verbrauchen müssen, würde ich einfach die Drosophila und/oder Stechmücken vor dem anbieten betäuben oder k.o. schlagen :roll:
Viel Erfolg!
Ich habe es mit normalen Fliegen nochmal probiert. Dabei hat sich dann rausgestellt,dass die kleinen scheinbar nur Lebendfutter wollen, also aktiv Jagen. Ich hatte 2 tote Fliegen angeboten und eine Lebende, die das Überbrühen igendwie überlebt hatte. Kurze Zeit später konnte ich die wilde Jagd beobachten.
Das wollte ich eigentlich vermeiden um keine Milben oder sowas einzuschleppen, aber wie es aussieht geht es nicht anders.
Meine nehmen lebendes und totes Futter.
Ich selber halte ein paar Rhytydiponera-Kleinkolonien. Ein paar haben zur Zeit Brut, die anderen nicht - bei gleicher Versorgung. Anfangs hatte ich bei fast allen Brut gesehen, aber nachdem sie ihre ersten 1-3 Arbeiterinnen aufgezogen haben, setzen wohl ein paar Jungkolonien eine
kleine Pause ein. Schon lange halte ich eine größere Rhytidoponera-Kolonie (eine größere Art), welche schubweise massenhaft Brut bildet und dann wieder fast ohne Brut ist. Ich denke, man sollte hin und wieder auch Zucker-oder Honigwasser in kleinen Portionen anbieten, auch wenn sie nicht so häufig darangehen. Da Rhytidoponera metallica in ihrer Heimat an den sonnenbeschienensten Orten lebt, sollte man ihnen im Terrarium auch einen Wärmestrahler anbieten, sicherlich wird ein warmer Nistplatz zum erneutem Eierlegen beitragen.