Ich hatte vor einiger Zeit mal eine Lasius niger Königin gefangen und diese im Reagenzglas einquartiert.
Mittlerweile sind es 15 Tierchen die dort drin herumwuseln.
Die Königin legt weiter fleißig Eier.
Allerdings frage ich mich ernsthaft wie das möglich ist ohne Nahrung?
Die Pygmäen zusammen auf einen Haufen sind größer als die Königin selbst, wo kommt das denn her?
Biomasse kann doch nicht aus Luft und Wasser entstehen,oder etwa doch?
Es ist mir klar das die königin sich von ihrer Flugmuskulatur ernährt, aber was ist mit den Pygmäen?
Ich ahbe zwar mittlerweile Futter angeboten in Form von Zuckerwasser oder Bananenstückchen, aber das interessiert dort drin anscheinend niemanden.
Die Pygmäen beziehen ihre Nahrung über die Königin, die sie selbst über die Flugmuskulatur bezieht. Durch einen "Ameisenkuss" wird die Nahrung dann als flüssiger Brei weitergegeben.
Dazu kommt noch, dass nur die Brut mit Proteinen gefüttert wird, die Pygmäen und alle die noch folgen werden, brauchen nur Kohlenhydrate.
warum hast du ihnen denn keine nahrung angeboten?
woher kommen denn die kohlenhydrate wenn keine nahrung vorhanden ist????
woher kommen denn die kohlenhydrate wenn keine nahrung vorhanden ist????
Erstmal noch aus der Flugmuskulatur der Königin!
Denke das sie eine Zeitlang, in einem kleinen staat auch die ameisen füttert, oder sie fressen einige Eier :roll:
Vor dem ausschwärmen wurden die Jungköniginnen bestimmt gut gefüttert!
eine königin enthält viel fett. daher kommen wohl die kohlenhydrate
Hmm, Nahrung habe ich keine angbeoten, weil sie in der Natur wohl auch keine Nahrung hätten, die holen sie sich ja sicherlich erst dann ran wenn sie die Gründungskammer wieder von innen öffnen wenn ich mir das richtig denke.
Wenn die Königin sehr viel Fett hat, ist die frage ja eigentlich geklärt.
Trotzdem ist es mir irgendwie nicht klar wie sich aus den winzigen Eiern allei schon mal die Larven entwickeln können, diese sind ja doch größer als das Ei und das Ei frisst ja nichts.
Ein Hühnerküken ist ja auch nicht nicht größer als das Ei in dem es steckt.
Die Larve ist ja Anfangs auch nicht sehr viel grösser als das Ei, wenigsten von der Biomasse her gesehen. Das Küken ist ja eigentlich schon "grösser" als das Ei. Vorher war es bloss im Ei "eingepfercht", jetzt kann es frei rumlaufen. Ebenso ist das mit der Larve. Sie kann sich nach dem schlüpfen eben "breitmachen".
Ausserdem nimmt das Ei während der Entwicklung schon Nährstoffe an. Das geschieht alles durch die Hülle (Engl. Chorion) die bei einem Ei ja recht durchlässig ist.
Es verläuft auch weiterhin so, während der Entwicklung der Larve. Eine "neue Larve" wächst, vereinfacht augedrückt, im inneren der alten an. Durch die Häutung wird der neuen Larve Platz gegeben um sich "breitzumachen", sag ich mal.
Für die erste Arbeiterinnengeneration hat die Königin genug Eigenfutter. Für die nächsten werden schon neue Reserven gebraucht.
Öffne einfach mal deine Kolo. Die sollten eigentlich bald nach Futter fouragieren.
>eine königin enthält viel fett. daher kommen wohl die kohlenhydrate<
Jupp, zusammen mit der Flugmuskulatur ist das eine sehr haltbare Energiequelle!
Wenn man bedenkt, dass Fett einen, wenn ich mich recht entsinne, dreifachen Energiewert hat, wie reine Kohlenhydrahte, ist das auch recht logisch. ;)
Es stimmt übrigens nicht, dass die Arbeiterinnen gar keine Proteine mehr brauchen, nur brauchen sie eben nicht mehr so viel, wie für die Brut gebraucht wird...