Ich habe mir eine Lasius Niger Gründerin bestellt und da sind dann ca. 5 Arbeiterinnen bei. Dazu habe ich jetzt folgende Frage:
In unserem Garten ist eine Lasius Niger Kolonie mit mehreren Tausend Tieren, kann ich mir da 20 schnappen und sie zu meinen setzten?
Also würden sie meine Kolonie arbeitstechnisch unterstützen?
Ich glaube eher nicht denn sie riechen nach der anderen Kolonie die würden sich gegenseitig killen, tun die in der Natur doch auch
Das ist die Frage...
Ob die Lasius Niger ein solch feindliches Volk sind und ob sie immernoch andere Gründerinnen umbringen, wenn sie keine eigene mehr haben! Weil es gibt bei den Wanderameisen auch eine Unterordung, bzw Sklavenhaltung, wenn die gegnerische Gründerin tot ist....
Das mit den Sklaven ist richtig, bezieht sicher aber mehr auf die Brut. Sklavenhalter dringen gerne in ein feindliches Nest (zu meinst einer Unterart der eigenen Art) ein und rauben dort die Brut die dann aufgezogen wird. Raptiformica sanguinea (meine kleinen Lieblinge) sind solche Sklavenhalter und rauben gerne bei Serviformica. Nur als Beispiel.
Bei Lasius niger ist dies nicht der Fall und da jede Kolonie die Düfte der eigenen Königin trägt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch das deine dazugebenen Ameisen...umgebracht, ermordet, getötet, erschlagen, erstochen, zerbissen, ertänkt, erstickt usw werden.
Ok genau das wollte ich wissen....wobei ich sagen muss, dass in der Reportage von WDR davon die Rede ist, dass sie das Nest ausrauben und die Königen töten und alles was sich in den Weg stellt auch. Die restlichen Arbeiter, nicht nur die Larven, werden versklavt. Wenn du willst, schick ich die Reportage mal, bzw lege sie auf einen FTP zum saugen.
Ich glaube es waren die Honigtopfameisen....aber das ist jetzt eher geraten....ich kann aber gerne nochmal nachschauen!
Und wegen deiner genauen Ausführung wie sie sich killen...LOL
mfg
PS: Email habe ich dir geschickt!
Ja stimmt, bei Honigtopfameisen werden selbst ausgewachsene Arbeiterinen versklavt, habe diesen Bericht. Aber danke.
Habs bekommen. Schicke die Bilder Heute noch raus.
Ich danke....
Wobei ich noch sagen will, dass wenn alles gut mit den Lasius Niger läuft...das die Honigtopfameisen mein Ziel sind.
@all
Nicht das ihr denkt wir beide haben lange Weile und sind deshalb in ein Gespräch vertieft!! NEIN...
Ich lerne nebenbei für meine Abschlußprüfung und außerdem ist es ja kein Mist was wir hier erzählen, sondern informativ.
Weil in anderen Forenteilen wurde sich über Spaming beschwert! Also will damit keinem auf den Fuß treten... ich wollte das bloß mal gesagt haben!
Hallo Codenascher,
jede Kolonie, seinen sie auch von der gleichen Art, habe ihren eigenen Kolonieduft. Dieser wird z.B. durch das Nistmaterial und anderen Faktoren beeinflusst. In diesem Sinne ist eine Adoption von Arbeiterinnen stets riskant. Es gab aber mal Experimente dazu, wie man den Kolonieduft angleichen kann. In der "kleinen Ameisenbibel" von Hölldobler und Wilson "Ameisen - Die Entdeckung einer faszinierenden Welt" stand was dazu. Habe das Buch nur gerade vieliehen, kann nicht daraus zitieren.
Habe es aber mal versucht: Zielkolonie und zu adoptierende Arbeiterinnen wurden für einige Stunden ins Eisfach gelegt, dann zusammengefügt und noch weitere Tage im Kühlschrank gelagert. Bei mir hatte es geklappt. Die zu adoptieren Arbeiterrinen waren jedoch auch Weisenkinder und schon einige Zeit ohne Königin. DENNOCH viele andere berichteten von Misserfolgen. Ein Restrisiko bleibt also immer.
Noch ein paar Informationen zu den Honigtöpfen: Diese Ameisenart ernährt sich hauptsächlich von einer bestimmten Nektarquelle. Diese Pflanzen blühen jedoch nur zu einem bestimmten Zeitfenster, Honigtöpfe müssen in diesem Sinne längere "Dürrezeiten" überstehen. Mutter Natur hat sich als ANpassung etwas ganz spezielles ausgedacht: Speichertiere (Replenten), die als lebender Nahrungsvorrat dienen. Ihr überdimensional angeschwollener Kropf macht sie weitestgehend bewegungsunfähig, sodass sie einfach an die Decke des Nestes gehängt werden, um den emsigen Betrieb nicht zu stören. Sie geben bei Bedarf die gespeicherte Nahrung an Nestgenossinnen ab. Etwa 100 Arbeiterinnen können sich 14 Tage lang von einem Honigtopf ernähren (Quelle: Gößwald, 1954). Dieser kann nach seiner „Abspeckkur“ wieder normale Aufgaben erledigen.
Viele Grüsse
Bianca
:wink:
Für die Info mit dem Arbeiterinnenaustausch...danke und wegen der Honigtopfameisen, dass wusste ich schon aus der Reportage von WDR, die haben das dort recht ausführlich beschrieben....aber dafür auch danke!
Die Frage ist für mich nur, ob diese Art von Süßstoff, die in den"Hinterteilen" dieser Auserwählten ist. Ist das, wie du sagst, nur möglich, wenn er von dieser bestimmten Pflanze kommt. Weil dann wär eine Haltung bei mir zu Hause schwer! Oder speichern die dort ein Brei-Gemisch aus verschiedenen Fressensteilen, also wenn sie zB eine Made zerlegen, werden dann bestimmte nahafte Stoffe verdaut und lagern sich in den Hinterteilen ab.
Wäre interessant dazu mal eine Internetseite oder ein Buch zu haben.
mfg
Werden bei honigtopfantskämpfen nicht nur die honigtöpfe mitgenommen und in die siegerkolonie integriert und alle anderen arbeiterinnen gekillt?So stand es doch auch in ameisen-die entdeckung einer faszinierenden welt, oder.Würde mich mal intteressieren... :-k